Kinder mit Migrationshintergrund im Kindergarten

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Vorurteile Schule Berlin

Ein Kollege erzählte mir letztens, dass er seine Kinder in private Einrichtungen (Kindergarten, Grundschule etc) stecken möchte, um dort möglichst wenige Ausländerkinder zu haben. Ich war anfangs über den Grund etwas empört. Jetzt, wo ich länger drüber nachdenke, kann ich das verstehen und würde es genau so machen. Alternativ kann man die Kinder taufen lassen und in eine christliche Schule stecken oder in "bessere" Wohngegenden ziehen. Ich hatte selbst einige Ausländer in der Klasse (ca 33%), die schnell Deutsch lernten. Wenn jedoch die Mehrheit der Klasse eine andere Sprache spricht, können das Lehrer nicht kompensieren. Kinder mit Migrationshintergrund tun mir leid, wenn zuhause kein Deutsch gesprochen wird und es ihnen keiner richtig beibringt. Beruflich bin ich für die Vergabe von Ausbildungsplätzen zuständig und lehne viele Jugendliche ab, weil die Bewerbung voller Rechtschreibfehler (+ schlechte Noten) ist. Somit trifft es viele Bewerber mit Migrationshintergrund. Meine Beichte: Ich bin rassistisch und fühle mich nicht dafür verantwortlich, bei der Integration von Ausländern mit geringem Bildungsstand zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00041854 vom 03.06.2019 um 16:32:12 Uhr in Berlin (39 Kommentare).

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Süchtig nach Nasentropfen

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Sucht Gesundheit Frankfurt

Ich beichte, dass ich seit meiner Ausbildung im Krankenhaus süchtig nach Nasentropfen bin und gar nicht mehr ohne sie leben kann. Alles begann damit, dass ich sehr stark erkältet war und mein damaliger Hausarzt mir eine Behandlung verweigerte. Warum, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich sehr starke Halsschmerzen hatte, die sonst nie so stark gewesen waren. Es muss wohl irgendein Krankenhauskeim gewesen sein. Dann folgte der übliche Verlauf, mit dem lästigen Nasenlaufen und zuschwellen. Ich nahm wie immer die Tropfen und dachte mir nichts dabei, als ich sie länger brauchte. Damals glaubte ich, das käme von der starken Erkältung. Seit diesem Vorfall kann ich nicht mehr aufnehmen sie zu nehmen. Ich brauche sie mehrmals täglich.

Die gesundheitlichen Risiken sind mir bekannt, da ich selbst Arzneimittellehre in meiner Ausbildung hatte. Ich habe schon verschiedene Sachen ausprobiert. Einmal kalter Entzug einen Monat lang, aber das brachte nichts. Dann ging ich zu einem Arzt, der mir auch erklärte, dass ein kalter Entzug bei mir nicht funktionieren würde, da sich die Bakterien chronisch in meiner Nase manifestiert hätten, also vom Körper nicht mehr vollkommen beseitigt werden könnten. Ich bekam daraufhin Kortison, dass aber leider nicht richtig eingestellt wurde. Ich bekam einfach gleich die höchste Dosis verschrieben. Binnen einer Woche bekam ich heftigste Kopfschmerzen und meldete mich wieder bei dem zuständigen Arzt. Jener meinte, ich solle erst zum Neurologen gehen. Wie das so ist, als Kassenpatient erst einen Termin in 2 Monaten. So lange konnte ich unmöglich die Schmerzen aushalten und bat darum um eine andere Verschreibung. Ich wurde nur angeschnauzt, da müsse ich eben durch. Daher brach ich die Therapie ab, weil ich es unmöglich riskieren kann, 20 Schmerztabletten am Tag nehmen zu müssen und das 2 Monate lang. Ich habe es dann noch mit diversen anderen Sprays versucht, aber ohne Kortison werde ich wohl keine Chance haben.

Da ich leider auf Kortison sehr empfindlich reagiere, habe ich bisher keine neue Therapie begonnen. Meine letzte Kortisontherapie war wegen eines Hauttumors. Auch da bekam ich wieder Kopfschmerzen. Nun nehme ich selbst wieder eine Kortisonsalbe wegen desselben Tumors, die aber viel schwacher ist. Ich habe nur nach der Einnahme leichte Kopfschmerzen, aber es ist auszuhalten und kein Vergleich zu den Nebenwirkungen damals.

Zudem bestärkte mich meine Mutter damals noch weiter zu machen, weil sie selber süchtig ist und dies für eine normale genetische Veranlagung erklärte. Eine genetische Veranlagung schließt sich jedoch aus, da es kein menschliches Gen gibt, dass auf den Stoff von Nasentropfen codiert ist (weil es in der Natur nicht vorkommt).

Die Folgen:
Herausgeworfenes Geld, eine chronisch vereiterte Nasennebenhöhle und sozialer Rückzug, weil man als Junkie beschimpft wird, sobald es herauskommt.

*Ich möchte nur noch anmerken, dass Junkies und Medikamentensüchtige zwei paar Schuhe sind. Echte Junkies konsumieren illegale Drogen und zerstören sich damit ihr gesamtes Leben, weil sie weder gesundheitlich arbeiten können, noch haben sie ihr Leben durch den Schwarzmarkthandel im Griff, der oft sehr teuer ist.

Beichthaus.com Beichte #00041834 vom 10.05.2019 um 01:30:35 Uhr in Frankfurt (15 Kommentare).

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“Beichte

Existenzängste

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Arbeit Studentenleben Verzweiflung Zürich

Ich möchte beichten, dass ich (m/30) schon seit geraumer Zeit dabei bin mein Leben an die Wand zu fahren und bald in einer Sackgasse lande. Als Rückblick, vor ein paar Jahren habe ich mit guten Noten meine Matura abgeschlossen und habe danach aus einer Laune heraus ein Chemiestudium angefangen, welches ich nach einem Monat abgebrochen habe, weil mir der Stoff überhaupt nicht zugesagt hat und ich eine Mathe-Niete bin. Mein Vater, welcher mich finanziell unterstützt hat, war darüber sehr erbost und hat mir mächtig Druck gemacht. Ich habe dies eingesehen und ging in einem Discounter jobben. Gleichzeitig wurde ich von meiner damaligen Freundin verlassen, woran ich fast kaputtging. Es folgten Wochen des Suffs und Resignation, weshalb ich auch meinen Job im Discounter verlor. Planlos vegetierte ich in meiner großen leeren Wohnung dahin, weil aufgrund meiner Situation unter anderem auch mein damaliger Mitbewohner die Schnauze voll hatte und auszog. Bald darauf merkte ich, dass es so nicht weitergehen konnte, ich wandte mich an die Studienberatung und der Berater dort riet mir unter anderem auch wegen meines großen Interesses an der Geschichte ein Studium dieses Faches aufzunehmen und danach die Gymnasiallehrerausbildung zu absolvieren. Zusätzlich versicherte er mir, dass ich damit beste Berufsaussichten hätte. Gesagt, getan.

Ich immatrikulierte mich und fing mit Begeisterung das Studium an. Bald darauf zog ich in eine neue WG und fand einen angenehmen Bürojob. Die Jahre zogen dahin und ich absolvierte jedes Semester mit sehr guten Noten. Mein Vater unterstützte mich seither und immer noch finanziell, weil mein Einkommen vom Bürojob trotz hohem Pensum zu gering ist. Zwischendurch packte mich immer wieder die Zukunftsangst, unter anderem weil in meinem Umfeld viele Leute tolle Jobs haben, Familien gründen etc. und ich mit eher geringem Einkommen noch im Studium bin. Zusätzlich macht mein Vater ziemlich Druck, weil er es leid ist mich finanziell zu unterstützen und vergleicht mich dabei immer mit meiner Schwester, welche einen guten Job hat. Bald darauf wurde es noch schlimmer, ich erfuhr, dass die Einstellungschancen für Gymnasiallehrer in meinem Fach quasi bei Null sind und sich auch jede freie Stelle etwa 100-200 Leute bewerben. Auf andere Schulstufen wechseln kann ich aufgrund der gesetzlichen Lage in unserem Land nicht. Obwohl ich momentan die Lehrerausbildung mit Freude absolviere und dies mein Traumberuf wäre bin ich geplagt von Existenzängsten. Ich weiß, dass ich nach meinem Studium arbeitslos werde und auch kein Geld haben werde für eine Zweitausbildung. Meine Beichte ist, ich bin mir bewusst, dass ich in einer Sackgasse enden werde und tue nichts dagegen, vielmehr hoffe ich auf ein aussichtsloses Wunder. Zusätzlich bin ich tieftraurig, wenn ich Leute in meinem Umfeld sehe. Alle haben etwas, welches eigentlich so selbstverständlich wäre und ich mir nach dem Studium von Herzen wünsche, einen Job und damit keine Existenzängste.

Beichthaus.com Beichte #00041797 vom 27.03.2019 um 17:17:50 Uhr in Zürich (14 Kommentare).

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Die Ober-Petze

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Aggression Hass Schule Kinder Paderborn

Meine Cousine hat wie ich eine zehnjährige Tochter. Sie tut wirklich schon von sehr klein auf alles sofort, was man ihr sagt: Aufräumen, Hausaufgaben machen, Klavierspielen üben, in die Kirche gehen, Bier holen, um halb acht ins Bett gehen und so weiter. Ich habe […]
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Beichthaus.com Beichte #00041795 vom 25.03.2019 um 18:54:05 Uhr in Paderborn (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Die Briefe meiner Nachbarn

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Diebstahl Neugier Nachbarn Templin

Ich (m/24) beichte, dass ein guter Freund und ich regelmäßig in der Stadt und der Nachbarschaft die Post aus privaten Briefkästen klauen und natürlich auch lesen. Angefangen hat das vor Weihnachten 2015 als wir nach Geld gesucht haben. Wir haben damals insgesamt 580 € in einer Woche gefunden. Die andere Post haben wir auch geklaut und gelesen. Mittlerweile haben wir Profile von der ganzen Nachbarschaft. Wer anzeigen oder Schulden hat, bei wem der Gerichtsvollzieher kommt und wer pervers ist. Es gibt eine Lehrerin, die knapp über 4.000 € im Monat bekommt aber circa 15.000 € Schulden bei Versandhäusern und ihren Dispokredit von 5.000 € voll ausgereizt hat. Außerdem gibt es noch ein Amt, das dauernd Mahnungen bekommt (wahrscheinlich weil wir immer die Rechnungen stehlen) und ein Opa der 93 ist und ein bekanntes Pornoheft abonniert hat. Es gibt es einen netten Mann der eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses hat. Eine Frau mit 7.000 € Handyschulden beim rosa Anbieter gibt es auch noch. Eine Frau weiß wohl nicht das sie geerbt hat und zum Termin erscheinen soll, weil wir den Brief hatten. Bei vielen Leuten wird wohl auch irgendwann der Gerichtsvollzieher kommen, weil wir immer ihre Rechnungen, Mahnungen und Gerichtsbriefe klauen und lesen. Bei diesen Leuten möchte ich mich für ihre Unannehmlichkeiten entschuldigen, aber euer Leben ist meistens interessant. Mittlerweile bereue ich es bei vielen Briefen, die wichtig sind aber kann es einfach nicht sein lassen. Es ist mittlerweile, wie ein Zwang das zu tun, aber ich gelobe Besserung.

Beichthaus.com Beichte #00041769 vom 25.02.2019 um 02:56:55 Uhr in Templin (20 Kommentare).

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