Die Werten Herren und Damen Doktoren .

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Mord Dummheit Arbeit Krankenhaus

Hallo alle zusammen. Ich möchte beichten, das ich einen Menschen auf dem Gewissen habe. Dazu muss ich natürlich erstmal erklären wie das passiert ist. Kurz zu mir: Ich(27, m), arbeite als Gesundheit und Krankenpfleger hauptsächlich in der Anästhesie und jetzt gerade aufgrund der Pandemie auf einer Covid-Intensiv da ich ursprünglich auf Intensiv angefangen habe bevor ich Betäuber wurde und mache das ganze über eine Agentur. Bin also universell einsetzbar und komme viel rum.
Vor etwas mehr als einem Jahr war ich in der Narkose-Abteilung eines Krankenhauses eingesetzt. Ich hatte an dem Tag einen allgemein chirurgischen Saal betreut. Gegen 10 Uhr kam eine Nachmeldung das ein schwerkranker Intensivpatient noch mal zur Revision bei einer infizierten Bauchwunde auf den Tisch muss. Nachdem ich mit dem Anästhesisten die laufende Narkose ausgeleitet und den Patienten in den Aufwachraum gebracht hatte ging ich mit ihm zusammen zur Intensivstation, um unseren nächsten Patienten zu holen. Als wir da ankamen wir eine uralte und todkranke Dame vor uns. Alle möglichen Zugänge und Drainagen hingen an dieser Frau und sie bekam bereits jetzt schon Katecholamine (Das sind Medikamente die den Kreislauf aufrechterhalten). Wir brachten sie in unsere Einleitung und legten los. Der Arzt hielt ihr die Maske vors Gesicht und sagte mir die Dosierung der Medikamente an (Es waren, glaube ich 20 Mikrogramm Sufenta, 150 mg Propofol und 40 mg Rocuronium). Ich stockte, schaute den Arzt an und fragte ihn, ob das nicht ein bisschen viel des guten ist? Er stellte in einem forschen und direkten Ton klar, dass er der Arzt ist und das so gemacht wird wie er das sagt. Ich begann, kopfschüttelnd die Medikamente zu injizieren mit dem Wissen das diese Frau in 2 Minuten tot sein wird. Nach ziemlich genau 2 Minuten (wir hatten gerade intubiert) hatte die Patienten keinen Blutdruck und auch keinen Puls mehr. Der Arzt begann zu drücken und ich begann Adrenalin aufzuziehen und zu spritzen. Nach ca. 20 Minuten hörten wir auf. Die Patientin wurde tot zurück auf die Intensiv gebracht und wir machten weiter mit dem Programm. Der Arzt nahm es relativ gleichgültig, zumindest hatte ich den Eindruck. Ich denke für diese arme und schwerkranke Frau war es eine Erlösung, weil sie ohnehin schon mehr tot als lebendig war aber ich finde es trotzdem nicht richtig und auch nicht korrekt. Im OP wird nicht reanimiert! Das ist ein ungeschriebenes Gesetz und ich bin in meiner Arbeit immer sehr vorausschauend und treffe prophylaktisch schon Maßnahmen damit schwierige Situationen nicht brenzlig werden und beherrschbar bleiben zumal man nicht den Tod eines Menschen verantworten möchte. Ich finde auch, bei einem aussichtslosen Krankheitsverlauf sollte keiner aufgrund eines Fehlers sterben. Aber hier war es mal wieder die typische Hierarchie gepaart mit der Situation: Wenn der Geselle mehr Plan hat als der Meister. Mir tut es leid, dass ich diesen Menschen auf Befehl tot gespritzt habe und ich es nicht geschafft habe mich gegen diesen arroganten Halbgott in Grün durchzusetzen. Mit dieser Schuld muss ich leben. Und, obwohl ich in dem, was ich tue, gut bin und meine Arbeit immer korrekt mache, nagt das bis heute an mir. Ich habe meine Patienten immer gut durchgebracht und ich bin stolz darauf das bei mir noch niemand zu Schaden gekommen ist aufgrund eines Fehlers. Das kann und will ich auch auf keinen Fall einreißen lassen. Ich bitte um Absolution. Ich habe beruflich einige üble Sachen erlebt gerade mit den Werten Herren und Damen Doktoren aber das war mit Abstand das schlimmste. Hätte da noch so einige Geschichten auf Lager.

Beichthaus.com Beichte #00042188 vom 19.12.2020 um 17:20:53 Uhr in Krankenhaus (9 Kommentare).

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Die Angst, nicht dazuzugehören.

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Dummheit Mord Boshaftigkeit Freunde Griechenland

Hallo, ich möchte etwas beichten was nun schon über 20 Jahre her ist, heute bin ich (34) und es geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Ich hatte eine relativ schlechte Kindheit und bin ohne Eltern aufgewachsen. Ich war in vielen verschiedenen Familien und auch unterschiedliche Schulen in 3 verschiedenen Ländern. Das war auch der Grund, weshalb ich die Grundschule so oft wiederholen musste. Damals haben wir viel Unsinn gemacht und ich war einfach nur immer mit dabei um nicht ausgeschlossen zu werden. Da ich viel gemobbt worden bin am Anfang, hatte ich instinktiv so eine Art "macht alles mit" oder "verkauft sogar seinen Gürtel für eine Freundschaft" entwickelt. Da war ein bestimmter Junge, mit dem ich viel unternommen hatte oder besser gesagt ich war der "Mitläufer". Sagte er stehlen wir in diesem Laden oder machen wir irgend einen anderen Blödsinn, konnte ich nie Nein sagen. An einem Tag fuhren wir zu zweit mit dem Fahrrad wirklich sehr schnell und haben dabei einen kleinen Jungen mit dem Lenker getroffen. Mein Freund fuhr weiter aber als ich nach hinten schaute der Junge regungslos auf dem Boden. Ich wollte, dass er stoppt aber er hielt nicht an. Am nächsten Tag hörte ich jede Menge Menschen weinen an dem Ort, wusste aber nicht genau was los war. Ich hatte einfach das schlimmste angenommen und bin schockiert nach Hause gegangen. Das ist aber nicht alles. Auch musste ich mal mit ansehen wie die Kinder, mit denen ich unterwegs war ein Hund getötet haben oder sogar ein behindertes Kind verletzt haben. Ich stand einfach nur da und habe schockiert alles mit angesehen und mir ein-geheuchelt, dass ich einer von denen bin. Größtenteils hatte ich Angst, dass ich ausgeschlossen und geschlagen werde oder schlimmer. Vielleicht ist auch das einer der vielen Gründe wieso ich aus meiner langjährigen Depression nicht rauskomme und alleine bin. Vielleicht habe ich es verdient mein ganzes Leben lang unglücklich zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00042125 vom 28.07.2020 um 01:37:19 Uhr in Griechenland (0 Kommentare).

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Unfall: Mit Inline-Skates an ein Fahrrad hängen

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Dummheit Unfall Mord Schortens

Vor vielen Jahren bin ich viel Inline-Skater gefahren und war oft sehr unhöflich. Gegen Abend eines besagten Tages habe ich mich bei einer alten Frau an ihr Fahrrad gehangen und sie hat schon geradezu gebettelt, dass ich loslasse, weil sie sich nicht halten kann. Aber ich habe gesagt, sie soll nicht jammern, woraufhin sie kurz danach mit ihrem Fahrrad umkippte und um Hilfe bat.

Das Schlimme ist, dass ich Angst hatte und geschockt war. Also habe ich gesagt sie hätte aufpassen sollen und bin so schnell ich konnte nach Hause gefahren. Zitternd habe ich gedacht noch den Krankenwagen zu rufen, da sie am Kopf blutete und sich bis auf ein wenig wimmern nicht bewegte, aber ich war zu feige und wollte kein Ärger. Die Frau stand einige Tage später in der Zeitung unter den Verstorbenen. Ich mach mir seitdem nur noch Vorwürfe und denke ich kann niemals gut sein und bin feige bis zu den Knochen! Es war nie meine Absicht das sowas passiert. Alles was ich wollte, war Spaß und ich habe so die Dame ignoriert. Bis heute habe ich Probleme und Schuldgefühle, weiss oft nicht was ich machen soll dagegen. Mein Arzt hat Depression festgestellt, aber ich bin nie auf meine Vergangenheit groß eingegangen. Mir so Luft machen hilft wohl nicht viel oder gar nicht. Aber so habe ich es wenigstens irgendwo gesagt, was für eine kranke Schandtat ich vollbracht habe. Ich wünschte wirklich, das wäre nie passiert.

Beichthaus.com Beichte #00041890 vom 02.08.2019 um 12:37:35 Uhr in Schortens (12 Kommentare).

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Horrorshow für den Nachbarn

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Boshaftigkeit Mord Tiere Nachbarn Russental

Mein Nachbar kam eines Tages mit der Bitte auf mich zu, ob er nicht einen Gartenteich bauen könnte. Dagegen hatte ich keine Einwände, jedoch hat er nicht erwähnt, dass er auch eine Aussichtsplattform in unseren Garten dazu baut. Seitdem sitzt er und die ganze Familie jeden Abend auf dem Plateau und beobachten jeden Schritt. Lange habe ich überlegt, wie ich dem Treiben Einhalt gebieten kann, bis irgendwann mir die zündende Idee kam. Mein Nachbar betreibt eine Geflügelzucht in einer Gartenanlage. Da ich sehr ländlich groß geworden bin, habe ich mit schlachten kein Problem. Außerdem könnte das Essen frischer nicht sein. Wenn die schon glotzen wollen, sollen sie eine ordentliche Freakshow bekommen. Ich habe mir also einen riesigen Hahn gekauft und vor deren Augen im Garten geschlachtet. Er war dabei vor Ekel fasziniert, seine Frau ist Leichenblass ins Haus gelaufen. Ich muss dazu sagen, dass ich den Gockel zum Ausbluten extra an der Kinderschaukel aufgehängt habe. Was soll ich sagen? Der Hahn schmort im Ofen und drüben ist keiner mehr da seitdem ich aufgekreuzt bin. Lecker wird es obendrein.

Beichthaus.com Beichte #00041866 vom 25.06.2019 um 17:10:13 Uhr in Russental (13 Kommentare).

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Die brennende Möhre

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Mord Gewalt Tiere

Es ist etwas, was ich nie aus dem Kopfe kriege. Ich bin nun 44 und habe, als ich 8 Jahre alt war, das Meerschweinchen meiner Schwester mit Feuerzeugbenzin übergossen und angezündet. Da ich es aber nicht einschätzen konnte, wie viel man braucht hab ich alles auf das Tier gekippt.Als ich "Möhre" in Brand setzte, sprang es leider wieder in den Käfig und alles fing Feuer. Leider waren noch zwei weitere Hasen im Käfig die, dann auch verstarben. Es plagt mich sehr. Da ich selbst Hasen bei mir Zuhause habe, muss ich tagtäglich daran denken, was geschehen ist.

Beichthaus.com Beichte #00041807 vom 12.04.2019 um 21:34:38 Uhr (12 Kommentare).

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