Die mollige Rothaarige aus meiner Schulzeit

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Boshaftigkeit Hass Schule Bochum Realschule

Tja, wie fange ich an? Es geht um meine Schulzeit. Ich bin Jahrgang 1972 und besuchte eine Realschule in einem Ortsteil von Bochum. Es muss die sechste oder siebte Klasse gewesen sein, als sich unschöne Dinge ereigneten. Wir hatten in der Klasse eine rothaarige, sommersprossige Mitschülerin. Die erste Zeit reichte allen anderen diese Tatsache aus, um sie zu hänseln, aufzuziehen und zu beleidigen. Heute nennt man das wohl Mobbing. Von Feuermädchen, Feuerkopf, Piratenelse, Rotsprosse über sonst etwas gingen die Beleidigungen. Die Klasse hatte ihren Spaß, das Mädchen natürlich nicht.

Das ging aber alles noch, bis besagtes Mädchen sehr zeitig in die Pubertät kam. Sie bekam sehr schnell Brüste, wurde zudem auch noch pummelig und die ganzen Hänseleien wurden nur noch schlimmer. Jetzt geiferten nämlich auch noch die Mädchen unserer Klasse herum, weil sie wohl neidisch waren auf diverse Körperkonturen, die die Rothaarige entwickelte. Des Öfteren sah ich sie in der Pause alleine irgendwo sitzen und heulen. Ab da tat sie mir dann schon leid. Ich unternahm trotzdem nichts, hielt mich nur bei den Sticheleien mehr und mehr zurück. Half aber nicht und sagte auch nichts.

Alles lief wie bisher. Bis wir irgendwann Sportunterricht hatten. Das Mädchen trug die klassischen Sportsachen, so wie heute wohl eine Leggings beim Sport anhaben. Alles irgendwie schon eine Nummer zu klein, eng anliegend. Eines der Mädchen fing an zu lachen und zeigte auf die rothaarige Mitschülerin und brüllte: "Guckt euch mal den riesigen Muschidübel an!" Natürlich guckten alle zu ihr und tatsächlich konnte man eine ziemliche Beule in der eng anliegenden Kleidung sehen. Das Teil muss wirklich sehr groß gewesen sein. Keine Ahnung, auf jeden Fall lachten sich alle scheckig. Na wir Jungs wohl eher aus Unkenntnis, da in der siebten Klasse unter Jungs diese Dinge noch nicht wirklich wichtig waren. Auf jeden Fall rannte die gehänselte Mitschülerin in die Umkleide, aber die anderen Mädchen gingen ihr nach. In der Umkleide wurde sie dann wohl von den anderen Mädels weiter gehänselt und erniedrigt und am Umkleiden gehindert. Die Lehrerin unternahm nichts.

Keiner unternahm irgendetwas, um die unbeliebte Mitschülerin zu schützen. Diese nahm wohl ihre Jacke und stürmte aus der Turnhalle. Von da ab war sie verschwunden. Sie nahm nicht am folgenden Unterricht teil. Auch am nächsten Tag nicht. Sie kam gar nicht mehr wieder.
Nach drei Tagen kam der Rektor zu uns in die Klasse und befragte uns zu dem Mädchen. Keiner sagte so wirklich die Wahrheit. Natürlich nicht. Für die meisten von uns war das "halb so wild." Für unsere Mitschülerin aber nicht. Der Spruch mit dem Muschidübel hat wohl das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Mitschülerin ist weggerannt und hat sich auf dem Abenteuerspielplatz mit einer Glasscherbe beide Pulsadern am Handgelenk aufgeschnitten, so die Ausführungen des Rektors. Eine Reinigungskolonne der Stadtwerke, welche die Abfalleimer im Park und auf dem Abenteuerspielplatz leeren sollten, haben sie gefunden. Gerade noch rechtzeitig! Sie konnte gerettet werden.

Nun bekamen etliche doch ein schlechtes Gewissen, anderen war es anscheinend wirklich egal. Wir mussten alle ab sofort regelmäßig zur Schulpsychologin. Wir wurden geprüft, mussten Fragen beantworten, Bilder deuten, mit Holzklötzen Dinge bauen und was weiß ich alles. Mich beschäftigt die Sache bis heute. Ich frage mich oft, ob ich der Einzige war, der gesehen hat, wie es ihr ging, wie sie alleine in einer Ecke immer wieder geweint hat. Sie war isoliert. Ohne Freunde, hatte niemanden. Mir ging das damals schon nahe, habe aber immer meinen Mund gehalten und die anderen machen lassen. Auch wenn ich es nicht gut fand. Ich bitte wegen meinem feigen, rückgratlosen Verhaltens um Absolution. P. S.: Liebe "S.", ich hoffe, es geht dir heute gut und du konntest uns unglaubliche Idioten irgendwann verarbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00039539 vom 29.03.2017 um 14:32:57 Uhr in Bochum Realschule (11 Kommentare)

Meine Freundin, die Youtuberin

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Partnerschaft Internet

Vor etwas mehr als zwei Jahren hat sich meine Freundin, mit der ich immer noch zusammen bin, einen Youtube-Account gemacht und angefangen, Videos hochzuladen. Die Videos waren wirklich nicht schlecht und sie hat sich Mühe gegeben. Deshalb hatte ich aber auch Angst davor, dass sie auf einmal doch zu viele Abonnenten und Klicks bekommt und keine Zeit mehr für mich hat. Also habe ich mir in stundenlanger Arbeit und mit etlichen Browsern insgesamt 52 Accounts erstellt, nur um die Videos zu disliken. Ich habe ihr jeden Tag ein paar Dislikes gegeben und am Ende hatte jedes ihrer Videos nur 5-10 Likes, aber 30-50 Dislikes. Und es hat geklappt, nach dem dritten Video hat sie das Ganze aufgegeben.

Beichthaus.com Beichte #00039494 vom 18.03.2017 um 23:56:51 Uhr (14 Kommentare)

Mein Schneckenhaus

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Verzweiflung Boshaftigkeit Partnerschaft Berlin

Ich (w) war Einzelkind und stamme aus einer recht intakten Familie. Ich war immer ein ruhiges, etwas schüchternes Kind und tat mir nicht besonders leicht, auf andere zuzugehen. Als ich eingeschult wurde, habe ich mich tierisch auf die Schule gefreut - juhu, eine Gelegenheit, Freunde zu finden, dachte ich in meiner kindlichen Naivität. Es gab dann auch direkt einen Jungen in meiner Klasse, den ich sehr mochte. Natürlich war ich in dem Alter nicht in ihn verliebt, aber ich hatte ihn gern. So gern, dass er der Grund war, wieso ich mich während meiner ersten Sommerferien in der Grundschule richtig auf den Beginn des nächsten Schuljahres freute, weil ich ihn dann wiedersehen konnte. Tja, dummerweise freute er sich nicht auf mich, sondern fragte gleich am ersten Tag nach den Ferien die Lehrerin, ob er möglichst weit weg von mir einen Sitzplatz bekommen könnte. Und er war nicht der Letzte, der so auf mich reagierte. Während meiner ganzen Schullaufbahn versuchte ich Freunde zu finden, strengte mich an, nett und hilfsbereit zu sein, um beliebter zu werden, aber es schien vergebens.

Die anderen nahmen meine Hilfe gern an, wenn sie bequem war und mobbten mich ansonsten gerne auf kreativste Weise. Schubsen, Stehlen von Schulsachen, verstecken von Kleidung nach dem Sportunterricht, Sesselwegziehen, Erfinden von bösartigen Gerüchten, Breittreten jeder kleinsten Peinlichkeit bis hin zu handfesten Prügeleien. Sogar manche Lehrer fanden es witzig, ich musste mir anhören, dass ich mehr über mich selbst lachen können sollte und dass ich viel zu still wäre und die anderen würden es ja nicht böse meinen. Ich bekam auch Sprüche zu hören wie: "Was einen nicht umbringt, macht einen härter." Meine Eltern waren dabei leider auch keine Hilfe. Sie sind im Grunde beide gute Menschen, und ich zweifle nicht daran, dass sie immer nur das Beste für mich wollten, aber beide hatten selbst keine leichte Kindheit und offenbar hat ihnen das die Fähigkeit geraubt, sich in andere hineinzufühlen. Sie hielten mich für übersensibel und meinten nur, ich müsse mich auch mal selbst wehren. Wenn ich das jedoch tat, schafften es meine Mitschüler so gut wie immer, mich als Schuldige hinzustellen und so bekam ich meist den doppelten Ärger. Ich wurde nie ernsthaft körperlich verletzt, schlimmstenfalls war mal eine blutige Nase oder ähnliches dabei, aber steter Tropfen höhlt den Stein, und auch verbale Nadelstiche machen einen mit der Zeit fertig.

Nun, was soll ich sagen? Was einen nicht umbringt, macht einen tatsächlich hart. Ich habe mir einen emotionalen Panzer zugelegt. Heute ist es mir piepegal, was jemand zu mir sagt. Mit mir zu streiten ist kaum möglich, da Beleidigungen nicht mal mehr zu mir durchdringen. Freunde habe ich kaum, und die wenigen, die es gibt, würde ich kaum vermissen, wenn sie nicht mehr da wären. Der Einzige, der einen Weg in mein Schneckenhaus gefunden hat, ist mein Mann, und das nur auf sehr unorthodoxe Weise. Er hat begriffen, dass ich für romantische, sanfte Typen nur Verachtung empfinde. Obwohl er eigentlich ein herzensguter Mensch ist, pflegt er mir gegenüber einen für Außenstehende ruppigen Umgangston, da er weiß, dass er nur so an mich rankommt. Oft habe ich jedoch das Gefühl, dass er selber darunter leidet, mich so behandeln zu müssen, ich denke er wäre lieber ein kuscheliger, liebevoller Typ. Ich möchte an dieser Stelle beichten, dass es mir aufrichtig leidtut, dass ich diesem lieben, süßen Menschen, der mir alles bedeutet, nicht eine bessere Ehefrau bin. Es tut mir leid Schatz, und danke dass du trotzdem schon all die Jahre an meiner Seite bist. Ich arbeite an mir, versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00039489 vom 17.03.2017 um 15:19:20 Uhr in Berlin (7 Kommentare)

Afrika kann sich nicht entwickeln!

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Vorurteile Boshaftigkeit Gesellschaft Politik

Ich möchte beichten, dass ich überhaupt kein Mitleid mit der Dritten Welt habe. Laut der linksgrünen Gutmenschen-Ideologie der 68er-Generation sind ja sowieso angeblich alle Menschen gleich, aber ich war schon immer Sozialdarwinist und noch dazu ein totaler Rassist und sehe es anders, wobei ich sagen muss, dass das Wort "Rassismus" für mich sowieso nicht negativ konotiert ist, sondern einfach die Realität widerspiegelt, die einfach nicht in das verblendete Weltbild vieler Linker passt: Mittlerweile haben mehrere wissenschaftliche Studien erwiesen, dass der Durchschnitts-IQ von Afrikanern im Durchschnitt 30 Punkte unter dem von Weißen oder Asianten liegt. Die Tatsache, dass ganz Afrika ein einziges Slum ist, hat nichts mit der Kolonialisierung durch die Europäer zu tun, denn schließlich waren auch Länder wie Südkorea oder China mal Entwicklungsländer, dennoch haben sie sich zu modernen Industriestaaten entwickelt.

Stattdessen liegt es einfach daran, dass Afrikaner meiner Meinung nach schlichtweg zu dumm sind, um eine funktionierende moderne Gesellschaft aufzubauen. Auch der Islam, eine Religion, die meiner Meinung nach ins finstere Mittelalter gehört, trägt seine Sache dazu bei. Genau so, wie der Löwe die Gazelle frisst und nicht umgekehrt, bin ich der Meinung, dass manche Menschenrassen anderen Rassen gegenüber benachteiligt sind und keine Zukunft auf unserem Planeten haben. Daher finde ich es auch nicht weiter schlimm, wenn in Ländern wie Somalia oder Äthiopien Kinder verhungern. Das nennt man Evolution, die Stärkeren setzen sich durch - und ganz nebenbei erledigt sich das Problem mit der Überbevölkerung unseres Planeten von selbst. Wenn es auf der Erde nicht genug zu fressen für alle gibt, kratzen eben so viele Kinder in Somalia ab, bis es wieder für alle reicht.

Beichthaus.com Beichte #00039457 vom 11.03.2017 um 17:29:07 Uhr (28 Kommentare)

Meine Scheide sieht eklig aus

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Boshaftigkeit Kinder Mutter Kaiserslautern

Meine kleine Tochter (6) war im Badezimmer als ich (34) gerade mit dem Duschen fertig war. Als sie meine Mumu sah, sagte sie mit angeekelter Mine "Boah, sieht das eklig aus!" Worauf ich kurzerhand erwiderte: "Naja, das ist so, weil du da raus gekommen bist!" Es tut mir leid. Ich hoffe sie vergisst das schnell wieder.

Beichthaus.com Beichte #00039451 vom 09.03.2017 um 22:08:01 Uhr in Kaiserslautern (25 Kommentare)


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