Wenn der Neid zu Hass wird

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Neid Eifersucht Faulheit Hass

Hiermit beichte ich, dass ich total unzufrieden mit meinem Leben bin. Um mich herum bewegen sich alle Menschen fort, doch ich bleibe auf der Stelle stehen. Zumindest kommt es mir so vor. All meine Freunde - also die wenigen, die ich noch habe - stellen Sachen an, um die ich sie beneide. Ich selbst sitze immer noch im gleichen Ort fest und habe eigentlich den gesamten Tag nichts zu tun, da mein Studium erst in den nächsten Wochen losgeht. Ich beneide manche so extrem, dass es schon in tiefen Hass umschlägt und ich dann versuche, diesen Hass mit Alkohol zu ertränken. Ich würde zum Beispiel meinem besten Kumpel am liebsten so richtig eine verpassen, da er unsere Freundschaft seit fast einem Jahr total schleifen lässt. Er ist nur noch mit seiner Freundin unterwegs und jede weitere Absage für irgendwelche Treffen treibt mich fast zur Weißglut. Noch dazu nimmt er mich als total selbstverständlich. Er meldet sich bei mir nur, wenn er Hilfe braucht oder Ähnliches. Er hat schlicht und einfach jegliche Rituale für seine Freundin aufgegeben, was für mich ziemlich unverständlich ist. Wir waren auch schon ewig keinen mehr trinken. Bitte vergebt mir, dass ich totale Hassgefühle gegenüber der Art von Leuten habe, die für eine Beziehung ihren Freundeskreis vernachlässigen. Bitte vergebt mir auch, dass ich ein total fauler Mensch bin, dem es an Mumm fehlt, um mal etwas richtig anzufangen.

Beichthaus.com Beichte #00031991 vom 03.10.2013 um 00:38:42 Uhr (12 Kommentare).

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Meine Beschäftigung nach dem Sex

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Masturbation Engherzigkeit Lügen Partnerschaft

Wenn ich (w) mit meinem Freund geschlafen habe, geht er danach immer sofort aufs Klo - das Kondom entsorgen und sich waschen. Ich nutze dann die zwei Minuten, um es mir selbst zu machen. Wenn die Zeit mal nicht reicht, schicke ich ihn runter in die Küche etwas zu trinken holen.

Beichthaus.com Beichte #00021396 vom 07.04.2007 um 22:53:20 Uhr (5 Kommentare).

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Es gibt keinen Gott

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Unglaube Hochmut

Als ich ein Kind war, stöberte ich in einer Abstellkammer meines Großvaters und fand auch eine alte Bibel. Meine Mutter hatte gegen Religionen eine Aversion, da sie selbst zum Kommunionsunterricht gezwungen worden war, und zeigte mir gegenüber auch deutlich, dass Religionen für sie nur dämlicher Unfug sind. Und als leicht beeinflussbares Kind war ihre Meinung für mich natürlich die richtige. Deswegen habe ich in die Bibel reingekritzelt, dass es für mich keinen Gott gebe. Damals erschien mir diese Tat als logisch. Das Buch versteckte ich hinter einem Schreibtisch. Nun tut mir leid, was ich getan habe, denn unabhängig von meiner persönlichen Meinung habe ich kein Recht, diese meinem durchaus gläubigen Opa aufzuzwingen und seine Bibel zu ruinieren. Ich hatte keinen Kontakt mehr zu ihm, da sich meine Eltern getrennt haben, und danach alles viel schwieriger wurde. Mittlerweile ist er nicht mehr am Leben. Ich hoffe, er hat das Ding nie wieder gefunden, denn ich befürchte, dass ich damit seine Gefühle verletzt habe, einfach weil ich ein dummes Kind war.

Beichthaus.com Beichte #00035441 vom 12.04.2015 um 12:42:59 Uhr (13 Kommentare).

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Zickenkrieg in der IT-Branche

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Ignoranz Faulheit Selbstsucht Kollegen Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich im Büro nur noch das Allernötigste mache. Grundsätzlich mach ich den Kram gern, denn ich bin in der IT-Branche und das ist quasi auch das Einzige, das ich wirklich gut kann. Allerdings gehen mir meine Kollegen so auf den Sack, dass ich mir derzeit einen neuen Job suche, nur noch das Nötigste mache und den meisten Kollegen wünsche, dass sie mal ordentlich versagen. Ich bin jetzt schon einige Jahre dort und anfangs lief es auch gut, ich konnte mich zu neuen Aufgaben vorarbeiten, bis ich dann irgendwann bemerkte, dass einige Angestellte dort ständig über ihre Kollegen herziehen. Jeder, der nicht da ist, ist in Mode. Da hat er das gemacht, da macht er jenes nicht richtig - gut, eigentlich nur anders, als die Herren es gern hätten - und außerdem sind sie die Schlausten und Besten überhaupt. Machen keine Fehler und jeder, der einen anderen Lösungsweg nutzt, ist ein Idiot. Anfangs dachte ich noch, das sei nur in Stresssituationen so und ging davon aus, dass sich das Ganze irgendwann legt, dann dachte ich, dass der neue Chef dann mal Ordnung reinbringt. Aber außer, dass er sich darüber aufregt, unternimmt auch er nichts.


Und jetzt läuft wieder ein Projekt für eine große Umstellung, die alle Anwender betreffen wird. Und trotzdem werden persönliche Kleinkriege geführt, man lässt Kollegen auflaufen und riskiert große Ausfälle, nur um dann zu zeigen, wie geil man doch ist, weil man es ja behoben hat und wieder auf jemanden zeigen kann, der schuld ist. Man versucht irgendwas zu beweisen, anstatt eine andere Lösung zu finden, wenn die beste Lösung, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich ist. Man hinkt dem Zeitplan schon ordentlich hinter her, nichts ist getestet, wichtige Anwendungen werden ignoriert, weil es ja nur zwei User nutzen und so weiter. Manchmal glaube ich, dass ich nicht in einem reinen Männerbetrieb, sondern in einem Mädcheninternat gelandet bin und alle haben gerade ihre Tage. Aber eigentlich glaube ich nicht, dass Frauen so viel tratschen wie die besagten Herren. Lange Zeit wollte ich es irgendwie allen Recht machen und habe jede Aufgabe angenommen, die es gab - bis es zu viele waren. Und alles, was man am Ende bekommt, ist Gepöbel und Getratsche, wie blöd man doch ist. Da mich das irgendwann total belastet hat, habe ich beschlossen, dass ich dort weg muss und, solange ich noch da bin, den ganzen Schlonz möglichst ignoriere oder mich drüber amüsiere. Ist gesünder für mich. Trotzdem hoffe ich, dass die Herren mit ihrem Projekt mächtig auf die Fresse fallen und mal ihre eigenen Waffen spüren. Auch wenn es am Ende eigentlich schlecht für die ganze Abteilung ist und sie sich dann doch wieder rauswinden und andere Schuld sind.


Leidtut es mir nur für die Jungs, die immer alles geben und kollegial miteinander umgehen. Die müssen jetzt nämlich mehr machen, weil ich einfach keinen Bock mehr darauf habe, immer der Idiot zu sein und mir anhören zu dürfen, was der oder jener mal wieder nicht gemacht hat. Natürlich möchte ich nicht mit jedem dick befreundet sein und jedes Wochenende saufen gehen, aber einfach normal miteinander umgehen und ein richtiges Team bilden sollte doch möglich sein. Was die werten Herren natürlich nicht merken, ist, dass sie riesige Löcher in das Boot bohren, in dem sie sitzen. Und sie werden wohl sehr überrascht sein, wenn der Firma das Ganze zu blöd wird und die Abteilung ausgelagert wird. Ich freue mich schon auf den Tag meiner Kündigung. Vermissen werde ich in der Abteilung vielleicht zwei oder drei Leute. Bitte vergebt mir, dass ich faul und selbstsüchtig bin und andere deshalb hängen lasse.

Beichthaus.com Beichte #00033553 vom 03.07.2014 um 22:00:13 Uhr (10 Kommentare).

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Fettsack vorm PC

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Sucht Verzweiflung Trägheit Faulheit Games Bielefeld

Ich (m/33) bin ein richtiger Versager. Warum? Nun ja, ich wiege 150 Kilo, hatte noch nie eine Freundin bzw. Sex und bin seit sieben Jahren ohne Job. Alles fing an, als ich mit 25 Jahren das ominöse Spiel "World of Warcraft" mein Eigen nennen durfte. Dieses Spiel fand ich so faszinierend, dass ich fast 19 Stunden am PC verbrachte, während ich eingentlich einen Job hätte suchen müssen. Mit der Zeit wurde ich eben etwas fülliger und immer mehr von der Gesellschaft zurückgezogen. Dabei war ich früher integriert in der Gesellschaft, hatte einen festen Freundeskreis und so weiter.


Jetzt will ich einen Schlussstrich unter das ganze Theater ziehen, doch leicht ist es nicht. Wie zur Hölle soll ich einen Job finden? Kein Mensch stellt einen Fettsack ein, der sieben Jahre nicht gearbeitet hat! Außerdem weiß ich nicht, wie ich das ganze Fett loswerden soll. Das muss ja ewig dauern, bis es weg ist. Dann gibt es noch das Thema Frauen. Weder bin ich attraktiv genug, um mir eine zu angeln, noch habe ich die nötige Erfahrung dazu. Frauen ansprechen war bislang nicht so mein Ding. Ihr seht, ich bin ein hoffnungsloser Fall ohne Perspektive. Ich möchte zwar alles wieder ins Reine bringen, nur geht das leider nicht ohne die nötige Motivation. Es ist einfach schwierig, alles alleine wieder hinzubiegen. Wahrscheinlich werde ich auf ewig der Fettsack aus der Nachbarschaft sein, den die Kinder liebevoll aufgrund seines Gestanks "Tonne" nennen. Eins kann ich euch sagen: Fangt nicht mit Videospielen an! Die sind der letzte Mist, denn die Welt da draußen ist besser!

Beichthaus.com Beichte #00035007 vom 03.02.2015 um 21:03:58 Uhr in 33602 Bielefeld (Ritterstraße) (30 Kommentare).

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