Albtraumberuf Altenpflege

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Hass Verzweiflung Arbeit Bielefeld

Ich (w/25) bin seit Beginn meiner Ausbildung mit 17 Jahren in der Altenpflege tätig. Ich habe meinen Beruf immer geliebt, die mir anvertrauten Bewohner mit viel Herzblut, Empathie und viel Sorgfalt gepflegt. Die meisten Bewohner mögen mich sehr und schätzen meine Arbeit. Aber inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach nicht mehr kann. Egal wie sehr man sich absetzt, nie reicht die Zeit, ich arbeite immer im Akkord, nie sind genug Kollegen, da ich habe oft nicht einmal 15 Minuten pro Bewohner. Worunter diese Natürlich auch leiden. Ich habe so furchtbare Angst vor lauter Stress einen Fehler zu machen, der schlimme Konsequenzen nach sich ziehen würde. Wenn ich krank werde traue ich kaum mich krankzumelden, weil niemand Verständnis hat und man damit gefühlt eine halbe Katastrophe auslöst. Ich habe keine Kraft mehr, liege in meiner freien Zeit nur noch im Bett und heule. Habe ständig Bauchschmerzen und mir wird übel wenn ich an die Arbeit denke.

Selbst zu Dingen die mir früher Spaß gemacht haben wir Sport, kochen, lesen oder Freunde treffen kann ich mich nicht mehr aufraffen. Wenn ich mal etwas mit Freunden Unternehmen kann, betrinke ich mich vor lauter Frust so sehr, dass es peinlich ist. Ich beichte dass ich dabei bin mich selbst aufzugeben, weil ich langsam keine Perspektive mehr sehe. Dieser Beruf hat mir meine ganze Kraft geraubt. Mir kaum Freizeit gelassen, ich habe keinen Partner gefunden, für meine Freunde und Familie kaum Zeit. Und wofür? Für einen verdammten Hungerlohn, ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Ich hasse mein Leben.

Beichthaus.com Beichte #00041686 vom 15.12.2018 um 19:38:59 Uhr in Bielefeld (18 Kommentare).

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Das ungewöhlich günstige Kennenlernangebot

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Dummheit Arbeit Habgier Duisburg

Ich bin von Beruf Tantramasseurin. Um kurz auf mein Berufsfeld einzugehen, damit da niemand auf falsche Ideen kommt. Ich bin keine Prostituierte und schlafe auch nicht mit den Kunden, aber darum geht es jetzt nicht. Ich arbeite seit circa 10 Jahren in meinem Beruf und habe sogar eine Zusatzausbildung im Bereich Psychotherapie gemacht, um den Kunden besser helfen zu können. Man könnte sagen: Ich bin recht engagiert und mache meinen Beruf zum Wohle der Kunden, auch bei Burnout und so weiter.

Gestern habe ich einen Kunden zu Hause besucht. Momentan habe ich ein Angebot, wo die Kunden, wenn ich sie zu Hause besuche, die Fahrtkosten erlassen bekommen. Das sind 15 Euro. Die Massage kostet pro Stunde 120 Euro. Das sind branchenübliche Preise. Einige sind auch teurer oder günstiger. Der Kontakt zu dem Kunden fand per E-Mail statt. Ich fuhr dann hin, beriet ihm noch groß und breit, da er einen Burnout hatte. Er hatte mich für 2 Stunden gebucht. Ich gab mir natürlich auch Mühe bei der Massage, da 240 Euro ja für die meisten Menschen eine ganze Stange Geld ist. Nach der Massage redeten wir noch einen Moment und er überreichte mir dann 50 Euro. Ich nahm die 50 Euro an und wartete eine Weile auf den Rest und wir unterhielten uns dabei noch. Da kam aber kein Rest. Ich sprach ihn natürlich auch darauf an und er meinte: Du hast in Deiner E-Mail geschrieben, dass Du 20 Euro die Stunde berechnest. Ich sah ihn ganz erstaunt an und meinte: 120 Euro pro Stunde. Er meinte daraufhin, dass er 20 Euro auch als günstig empfand und wusste, dass der normale Stundenpreis für eine Tantramassage im Bereich von 120 Euro ist und er zeigte mir auch meine E-Mail und richtig: Ich schrieb, die Massage kostet im Kennenlernangebot 20 Euro pro Stunde und die Fahrtkosten entfallen.

Sprich, es gab einen Schreibfehler meinerseits. Dazu möchte ich auch nochmal eine Erklärung abgeben. Normalerweise erhalten die Kunden von mir vorgefertigte E-Mails und Texte. Ab und zu mache ich aber auch mal eine Ausnahme. Besonders, wenn mich jemand sehr nett anschreibt. Dann schreibe ich auch persönlich zurück. Der Kunde war auch um einige Jahre jünger als ich, dass muss ich noch zu seiner Verteidigung sagen. Es handelte sich um einen 25 Jahre alten Kunden. Allerdings war er weder auf den Kopf gefallen noch sonst irgendwie blöd. Es gibt ja bestimmt den einen oder anderen Menschen, der glaubt, dass eine Tantramassage im Kennenlern-Angebot 100 Euro weniger kostet als sonst. Der Kunde gehörte auch zur arbeitenden Bevölkerung, für den wäre der Preis von 240 Euro schon zahlbar gewesen.

Ich habe ihn dann gefragt, ob er sich denn nicht gewundert hat, wenn er doch wüsste, dass eine Tantra Massage ansonsten circa 120 Euro pro Stunde kostet. Er meinte daraufhin, er hätte gedacht das wäre halt das Kennenlern-Angebot und er hätte jetzt auch nicht mehr Geld da. Ich hab dann wie ein begossener Pudel die Wohnung verlassen und bin nach Hause gefahren. War ja schließlich meine eigene Schuld. Ich hatte vorher noch nie so eine Situation gehabt und man könnte jetzt sagen, warum lasse ich mich nicht vorher bezahlen. Weil ich das doof finde. Man bezahlt normalerweise bei einer Massage nachher und das will ich an sich auch in Zukunft nicht ändern, weil es halt ein Einzelfall war. Die 200 Euro hin oder her, die kann ich irgendwie noch mal verschmerzen. Das ist dann halt das Lehrgeld aber ich muss Euch sagen, ich fühle mich seither, also seit gestern Abend einfach nur beschissen. Ich habe mich sowas von entehrt und missbraucht gefühlt, dass kann ich Euch gar nicht sagen und ich werde das auch gerade einfach nicht los. Da massiere ich den 2 Stunden lang und der steht am Ende mit 50 Euro vor mir. So als wäre ich eine billige Hure. So habe ich mich in dem Moment zumindest gefühlt und das hängt mir gerade richtig nach. Was haltet ihr davon? Ich weiß, ich bin das selber Schuld. Ich würde mich auch gerne rächen. Die Adresse und den Namen habe ich ja. Habt Ihr irgendwelche Ideen, wie ich das anstellen könnte?

Beichthaus.com Beichte #00041649 vom 21.11.2018 um 10:40:04 Uhr in Duisburg (46 Kommentare).

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Keine Lust auf Frost auf der Autoscheibe

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Trägheit Lügen Arbeit

Weil ich heute früh um fünf Uhr keine Lust hatte den Frost von der Autoscheibe zu kratzen, habe ich mich kurzfristig wegen Migräne krankgemeldet. Den gelben Schein habe ich auch schon. Jetzt habe ich ein verlängertes Wochenende und nicht mal ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00041636 vom 16.11.2018 um 08:25:43 Uhr (17 Kommentare).

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Der ungeklärte Diebstahl

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Diebstahl Ignoranz Arbeit Regensburg

Ich hätte vor einigen Jahren einmal in meiner Arbeit einen Diebstahl aufklären können, und habe es nicht getan. Meine Eltern wollten es nicht und haben mich immer wieder gebeten, nichts zu sagen. Da konnte ich sie ja nicht so hintergehen. Es handelte sich um wertvolle […]
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Beichthaus.com Beichte #00041626 vom 06.11.2018 um 15:28:09 Uhr in Regensburg (St.-Peters-Weg) (9 Kommentare).

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Der Meister im Nichtstun

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Faulheit Trägheit Arbeit München

Ich schaffe es einfach nicht mehr meiner Arbeit nachzugehen. Und das seit mittlerweile drei Jahren. Ich sitze tagtäglich 8 Stunden im Büro und arbeite - genau, nichts. Ich surfe den ganzen Tag im Internet, spiele irgendwelche Browser-Games oder schaue Filme und Serien. Aber das Beste kommt noch. Ich komme damit seit drei Jahren völlig problemlos durch. Ich kann selbst von mir sagen - ich bin ein Meister darin die Arbeit auf andere zu verteilen und es so aussehen zu lassen, als wäre ich durchgehend schwerst beschäftigt und würde gleichzeitig in zig Projekten mitwirken. Nichts davon ist der Fall. In Wahrheit rühre ich keinen Finger krumm und kassiere dafür noch ein Gehalt, welches viele sicherlich nicht mal annähernd erreichen werden. Meiner Firma oder den Kollegen gegenüber habe ich kein schlechtes Gewissen. Aber gegenüber mir selbst. Ich verspüre einfach keine Freude mehr in meinem Leben, in meinem Beruf sowieso nicht. Selbst meine Familie wird mir oft schnell zu viel, obwohl ich sie über alles liebe. Ich habe keine Ahnung, wie lange das noch so weitergehen kann. Meiner Familie gegenüber schäme ich mich sehr, sie wissen zwar von nichts, aber ich schäme mich abgrundtief. Ich hoffe, es wird irgendwann wieder besser. Und ich hoffe, ich fliege hier nicht doch raus eines Tages.

Beichthaus.com Beichte #00041624 vom 06.11.2018 um 15:01:23 Uhr in München (30 Kommentare).

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