Ich will mein perfektes Leben zurück!

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Liebe

Ich (m/23) fühle mich vom Leben verarscht. Zur Erklärung: Da mein Vater sehr kurz nach meiner Geburt gestorben ist und meine Mutter nicht geheiratet hat, bin ich ein Einzelkind und war immer sehr viel alleine. Dadurch fällt es mir schwer neue Freunde zu finden, weil ich eher schüchtern bin. Das Ganze wird dadurch verschlimmert, dass ich aufgrund einer Erkrankung sehr schlecht höre und auch mit Hörgeräten nicht wie ein normaler Mensch hören kann. Ich habe es aber geschafft, meinen Traumjob machen zu können. Und ich habe eine Freundin gefunden, von der ich dachte, sie wäre die Liebe meines Lebens. Mein Glück war perfekt, als sie schwanger wurde. Die Schwangerschaft war zwar ungeplant, aber wir haben uns zusammengerauft und uns auf das Kind gefreut. Außerdem wollte ich mein Leben mit ihr verbringen und mit ihr zusammenziehen.

Dann hatte meine Freundin eine Fehlgeburt und hat ein halbes Jahr später - nach eineinhalb Jahren Beziehung - Schluss gemacht, weil wir, wie sie sagt, nicht zusammenpassen. Um über die Trennung hinwegzukommen, habe ich lange gebraucht, habe es dann aber mit Arbeit und Sport geschafft. Nur habe ich mir jetzt beim Sport eine Verletzung zugezogen, aufgrund derer ich für mehrere Wochen keinen Sport machen kann und mir das Arbeiten extrem erschwert wird und mir auch keinen Spaß mehr macht, vor allem da gerade sehr viel zu tun ist. Jetzt bin ich wieder alleine und fühle mich vom Leben verarscht, weil ich alles hatte und jetzt gar nichts mehr habe. Ich weiß auch, dass alles wieder besser wird und das andere schlechter dran sind als ich, aber momentan geht es mir einfach scheiße und meiner Familie und meinen Arbeitskollegen spiele ich vor, dass es mir gut geht. Dabei will ich einfach nur, dass alles wieder so wird wie vor sieben Monaten, denn da war ich wunschlos glücklich.

Beichthaus.com Beichte #00040322 vom 16.09.2017 um 21:15:56 Uhr (13 Kommentare)

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Wenn ich ein Drache wäre...

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Gesellschaft Hannover

Ich wäre so gern ein Drache. Ein blauer und anmutiger, der sich jederzeit wieder in die menschliche Form verwandeln könnte. Wenn ich ein Drache wäre, würde ich den ganzen Tag durch die Stadt fliegen und Länder bereisen, Sehenswürdigkeiten von einer ganz anderen Perspektive sehen und die Freiheit spüren. Ich würde auf Wolkenkratzer fliegen und die Menschen beobachten, die von oben wie kleine Spielfiguren aussehen. Aber ich würde niemals Feuer speien, sonst würden alle Angst vor mir haben und mich jagen. Das will ich nicht, ich wäre ein freundlicher Drache.

Seit ich klein war, träume ich davon, mich zu verwandeln. Es ist mein größter Wunsch, auf jedem Fest, sei es nun Weihnachten oder mein Geburtstag gewesen, hatte ich gehofft, ein Drache zu werden. Doch es passierte nichts, nächtelang hatte ich deswegen geweint. Und irgendwann konnte ich nicht mehr mit den Menschen reden, war der Wunsch als Kind noch putzig, als Jugendlicher hätte man mich zu einem Therapeuten geschickt. Würde ich meine Sehnsüchte offenlegen, hätten meine Mitmenschen nur einen verständnislosen Blick und dazugehörige Kommentare übrig.

Was ist falsch daran, ein Drache sein zu wollen? Es ist mein Traum, mein Herzenswunsch, ich lache doch auch niemanden für seine Wünsche aus. Nun bin ich erwachsen und ohne Hoffnung, ich werde niemals meine blaue Drachengestalt bewundern können, niemals durch die Städte der Welt fliegen können. Ein Flugzeug ist kein Ersatz für das Leben als Drache. Wer will schon auf dem Boden bleiben? Die Luft wartet auf mich, ich will die Flügel ausbreiten und losfliegen, den Regen auf den bläulichen Schuppen spüren! Stattdessen sitze ich vor dem Computer im Büro und blicke aus dem Fenster, während ich mir ausmale, wie schön es doch wäre, zu fliegen.

Beichthaus.com Beichte #00040317 vom 16.09.2017 um 14:44:08 Uhr in Hannover (12 Kommentare)

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Das Mädchen ohne Milchschnitte

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Ungerechtigkeit Diebstahl Schule Schwindstraße

Ich gestehe hiermit, dass ich in der vierten Klasse einem Mädchen aus meiner Klasse die Milchschnitte geklaut habe - und das nicht nur einmal. Als ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00040307 vom 13.09.2017 um 14:35:58 Uhr in Schwindstraße (München) (12 Kommentare)

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Hilfe, mein Sohn war arbeitslos!

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Peinlichkeit Ungerechtigkeit Familie München

Ich habe meinen Sohn im Stich gelassen und ihn noch bestraft, als er arbeitslos wurde und man ihm sein Geld sanktioniert hatte. Er hat drei Monate weder Bargeld noch sonstiges Vermögen besessen. Ich habe damals geglaubt, dass die Leute, die über ihn schlecht geredet hatten, recht haben - dass er wirklich ein Schmarotzer sei. Erst hinterher, als er wieder eine Arbeit fand, habe ich ihn zu Hause bei uns reingelassen und er hat mir das alles erzählt. Ich fühle mich so erbärmlich. Hätte ich das früher gewusst, hätte er in unserer oberen Wohnung einziehen können. Zu dem Zeitpunkt haben wir die Wohnung vermietet.

Wir haben uns vor den Leuten geschämt, weil wir es nicht kennen, dass jemand in unseren Kreisen tatsächlich arbeitslos werden würde. Ich habe nur eine Freundin, die ist mal Teamleiterin in so einem Jobcenter gewesen, nun hat sie sich aber selbstständig gemacht und uns so einiges erzählt. Ich erschrecke mich, dass mein Sohn so leiden musste. Jetzt geht es ihm wieder besser - er fand eine sehr gute Anstellung und ist auch durch das Erbe abgesichert. Er soll nie wieder so eine erbärmliche Erfahrung machen. Mein Sohn hat Besseres verdient, als sich mit dem Jobcenter rumzuplagen.

Beichthaus.com Beichte #00040246 vom 29.08.2017 um 23:14:09 Uhr in München (13 Kommentare)

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Warum hassen sich Ossis und Wessis?

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Ungerechtigkeit Vorurteile Gesellschaft

Ich bin Schweizer und muss beichten, dass ich kein Verständnis für die Deutschen habe, genau genommen für den Konflikt zwischen Ost und West. Was soll so schlimm daran sein, aus dem Osten zu kommen? Auch wir in der Schweiz machen manchmal Sprüche über Leute aus anderen Kantonen, allerdings ist das eher Necken und kein Mobbing, so wie bei den Deutschen. Ich verstehe es wirklich nicht, ihr seid alle Deutsche, diskriminiert aber Leute, nur weil sie aus einem Gebiet kommen, das mal von Russland besetzt war. Hallo? Was können denn die dafür? Das Gleiche gilt natürlich für "Ossis" - hört auf, schlecht über "Wessis" zu reden. Das bringt doch alles gar nichts. Wieso seid ihr nicht alle zusammen stolz darauf, Deutsche zu sein?

Beichthaus.com Beichte #00040236 vom 28.08.2017 um 07:10:36 Uhr (30 Kommentare)

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