Ich ertrage meine besten Freunde nicht mehr!

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Falschheit Ignoranz Selbstsucht Ungerechtigkeit Freunde Dresden

Ich (w/29) beichte, dass mich meine, mir am nächsten stehenden, Mitmenschen (sprich meine besten Freunde) gerade alle so dermaßen ankotzen. Ich habe letzten Herbst endlich mein Studium hinter mich gebracht, das ich am liebsten jeden Moment geschmissen hätte. Ich habe psychisch wirklich sehr gelitten, aber meinen Freunden nie die Ohren vollgeheult, sondern viel mit mir selbst ausgemacht. Nach bestandenem Abschluss hatte ich das Glück, sofort einen super Traumjob zu bekommen. Endlich habe ich Geld und die sorgenvollen Jahre mit Geldproblemen im Studium waren vergessen. Dann kam dazu, dass mein Freund mir einen Heiratsantrag gemacht hat und ich freue mich eigentlich schon sehr auf unsere Hochzeit.

Wäre da nicht mein Umfeld. Für meine Handvoll Vertrauenspersonen bin ich nur eine Ablagestelle für ihre Probleme. Ich werde mit Nachrichten überschütten, was gerade schon wieder schief läuft in ihrem Leben. Ich bin auch für jeden Einzelnen da, was mir wichtig ist. Ich finde es aber im Gegensatz umso trauriger, dass sich bis jetzt nur einer wirklich aufrichtig mit mir gefreut hat, dass ich heirate. Oder das ich endlich mal Erfolg habe in meinem Leben. Was noch dazu kommt, ist, dass bis auf einen meiner Freunde alle Single meines Alters sind. Ich erzähle schon gar nicht mehr von meiner Beziehung oder Plänen, weil es nicht verstanden wird. Im Gegenzug höre ich mir an, wie schwer es ist, einen geeigneten Partner zu finden.

Ich habe meinen Freunden auch oft sehr klare und harte Worte gesagt, wenn sie sich im Kreis gedreht haben. Denn das macht man als Freund so und sie haben in meinem Leben auch oft mit mir ehrlich gesprochen, wenn es bei mir schief lief. Aber seit letzter Zeit fehlt mir der Arsch in der Hose, um zu sagen, dass mir das gerade völlig egal ist, was ihre Probleme angeht. Zumal die meisten durch bloße Kommunikation mit dem anderen gelöst werden könnten. So oft habe ich versuch zu helfen und jetzt habe ich einfach kein Bock mehr. Ich reagiere auf „Heul-Mimimi-Nachrichten“ nicht mehr und bei Gesprächen schalte ich auf Durchzug. Meine Beichte: Ich weiß nicht, ob ich zu egoistisch bin, aber in meinem Kopf habe ich gerade auf die wichtigsten Menschen in meinem Leben kein Bock mehr und würde gerne einfach mal ein halbes Jahr mit allen eine Beziehungspause einlegen.

Beichthaus.com Beichte #00039904 vom 16.06.2017 um 15:28:09 Uhr in Dresden (10 Kommentare)

Du stinkst nach Scheiße!

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Feigheit Ungerechtigkeit Gewalt Arbeit Berlin

Als ich (m/24) mit fünfzehn Jahren ein Praktikum in einem Büro machen musste, hatte ich viel zu oft Langeweile. Ein Mitschüler hatte dort zwar auch […]
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Beichthaus.com Beichte #00039878 vom 12.06.2017 um 12:20:50 Uhr in Berlin (8 Kommentare)

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Als Arbeitnehmer hat man die Arschkarte gezogen!

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Faulheit Stolz Arbeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Berlin

Ich habe beschlossen, ab jetzt nicht mehr zu arbeiten. Ich bin seit 10 Jahren im selben Betrieb - aber um den geht es mir gar nicht, sondern darum, wie blöd man sich als arbeitender Mensch noch vorkommt. Ich wohne in einem Mehrparteienhaus und ich bin der Einzige, der noch nen Job hat. Ein Nachbar ist Hartz-IVler, schon seit es Hartz-IV gibt, der andere ist jetzt 19 und hat es geschafft, Frührente zu bekommen, weil er sich scheinbar einen guten Psychologen gesucht und dem etwas vorgeheult hat. Dann gibt es noch ein paar "neu hinzugezogene Mitbürger" - ihr wisst, was ich meine - und bei denen hört man Tag und Nacht nur Geschrei, laute Musik und Gepoltere. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, muss ich 1,5 Stunden eher los, weil man auf der hoffnungslos von LKWs überlasteten Straße fast nur steht, weil man aufpassen muss, dass man nicht von einem Schlagloch ins andere knallt und weil die Fußgänger sowie Radfahrer grundsätzlich nicht schauen und einfach loslaufen.

Wenn ich dann abends heimkomme, darf ich mir wieder die schöne laute Musik anhören, von der ich kein Wort verstehe und ich komme nicht zum Schlafen, weil die Wände hier verdammt dünn sind. Es geht mir hier nicht darum, dass ihr mir gleich sagt: Dann zieh doch woanders hin oder suche dir eine andere Arbeit... Nein, ich will hier meinen Unmut ausdrücken, dass man als arbeitender Mensch nur noch der Trottel ist und ich in meiner ganzen Nachbarschaft bestätigt bekomme, dass es sich viel schöner lebt, wenn man einfach gar nichts macht. Ich lasse mich jetzt krankschreiben, bis ich gekündigt werde und werde dann erstmal drei Jahre lang mein ALG1 beziehen. In drei Jahren sind die Sozialsysteme eh pleite und das Land ist zerstört, da juckt mich die Zukunft auch nicht mehr wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00039848 vom 05.06.2017 um 16:43:06 Uhr in Berlin (18 Kommentare)

In der Probezeit gekündigt

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Boshaftigkeit Hass Ungerechtigkeit Arbeit Berlin

Seit zwei Monaten arbeite ich hier - ich wurde weder richtig eingearbeitet noch eingewiesen. Nun habe ich ja einen Mund zum Reden und kann fragen, was ich auch tat. Ich arbeitete mir quasi den Arsch wund. Meine Kollegin, eine von Wechseljahren geplagte Nebelkrähe, hat das Talent laut zu kreischen, auf den Tisch zu hauen, wenn ihr etwas nicht passt, oder mindestens vier laute Seufzer in eine Minute hineinzupressen. Geheult hat sie schon, sich entschuldigt und mir mindestens 900 Mal gesagt, wie toll doch ihre alte Kollegin war - gut, es kommt auf die Stimmungslage an, manchmal ist sie auch das Letzte! Kurzum, sie geht mir extrem auf die Nerven.

Nun gut, ich tat mein Bestes auf der neuen Arbeit, um anzukommen - sprang für die besagte Kollegin ein, fragte mich dumm und dämlich. Und für was? Ihnen ist eingefallen, dass sie doch lieber jemanden haben wollen, der sich mit einem bestimmten Thema auskennt und mir kurz vor Ablauf der Probezeit kündigen, da jetzt jemand Bestimmtes für den Job bereit wäre. Eine studentische Hilfskraft. Also haben sie sich quasi überlegt, dass ich zu teuer bin und jetzt eine 400-Euro-Kraft eingestellt. Was auch völlig okay ist, ich habe schon einen neuen Job in Aussicht und es war ja noch in der Probezeit. Dennoch sitze ich gerade in der Praxis und fühle mich so dermaßen ausgenutzt (mache heute übrigens wieder länger, da die Kollegin eine Bootstour geplant hat) und ich überlege, ob ich nicht die Zeit bis zur Kündigung einfach blaumache, den Schlüssel per Post schicke und es mir gut gehen lasse. Ich weiß aber, dass meine Kollegin dann doppelte Arbeit und fast keine Freizeit mehr hätte... Ich bitte um Absolution, denn ich sitze hier, hasse meine Arbeit und wünsche mir Rache.

Beichthaus.com Beichte #00039724 vom 11.05.2017 um 10:19:02 Uhr in Berlin (13 Kommentare)

Mein Mann ist egoistisch

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Ungerechtigkeit Habgier Partnerschaft Wuppertal

Mein Mann (55) war schon immer in jeder Hinsicht egoistisch. Er denkt nur an sich. So hat er seine private Rentenversicherung ohne Hinterbliebenenschutz abgeschlossen. Nach ihm die Sintflut, hat er immer gesagt. Vor einem halben Jahr wurde bei ihm Darmkrebs festgestellt. Da die Metastasen schon seine Leber angegriffen haben, wird er, so die Prognose des Arztes, seinen 60. Geburtstag nicht mehr erleben. Jetzt kommen seine Schuldgefühle bezüglich seiner Rentenversicherung zutage. Denn erst jetzt realisiert er, dass er jahrzehntelang umsonst eingezahlt hat. Ich (w/47) habe das Ganze irgendwie schon kommen sehen und habe vor vielen Jahren schon eine private Pflegeversicherung und Lebensversicherung für ihn abgeschlossen. Heimlich. Sollte er zum Pflegefall werden, bin ich zumindest zum Teil abgesichert. Ich weiß, dass das nicht richtig war, aber ich hatte Angst. Und diese Angst hat sich nun auch bestätigt.

Beichthaus.com Beichte #00039722 vom 10.05.2017 um 20:02:48 Uhr in Wuppertal (12 Kommentare)


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