Kochkurs des Grauens

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Ekel Unreinlichkeit Verzweiflung Feigheit Lenggries

Tatzeit: 20 Uhr vorletzten Samstag.
Tatmotiv: Eigentlich ein privater (GRUPPEN!)-Kochkurs.
Die Beteiligten: Die Mutter, ihre Tochter bzw. die einzige andere Teilnehmerin, weil alle anderen abgesagt haben, drei ganze Lachse, der Zentralrat der Küchenschaben und ich.
Tatort: Ihr Wohnung an der Grenze zu Österreich.

Über das gelbe Blatt habe ich eine Anzeige gesehen, dass eine Person privat nur für die Kosten des Essens einen Kochkurs für Gruppen veranstaltet, da sie es liebt, mit anderen Leuten zu kochen. Ich dachte mir: "Jo, kochen tust du sowieso gerne und vielleicht wird es ja ganz nett." Also angerufen, ausgemacht und schon eine Woche später trafen wir uns. Dort angekommen schaute ich mich auf dem Hinterhof erst einmal um. Dort stand nur ein weiteres Auto, angekündigt waren jedoch drei andere Teilnehmer. Bereits das erschien mir komisch und ich hätte in diesem Moment bereits zur Agentenwende ansetzen sollen. Tat ich aber nicht. Angekommen empfing mich eine Frau, die breiter als groß war und nach einer Mischung aus Angstschweiß und abgestandenem Parfüm roch. Angeblich seien ich und eine sehr junge Frau bzw. Mädchen um die 14-15 Jahre rum die einzigen, die nicht absagten. Angekommen in der Küche konnte ich meinen Schrecken nur schlecht verbergen. Anstatt einer sauberen Küche erwartete mich Dresden 45, der kalte Schweiß lief mir über die Wirbelsäule.

Das Kochen lief gut, nur dass die Frau mir dauernd auf die Pelle rückte. Ihre Tochter/die andere Teilnehmerin hat mich die ganze Zeit gelöchert, ob ich denn Familie usw. habe und dann würde getuschelt. Nach und nach wollte mir die Frau immer näher kommen, was ich wieder unterband. Als es zum Essen kommen sollte, schüttete sie mir ihr Herz aus, dass ihr Mann sie verlassen hat und das ja ihre Tochter ist und sie nur mit einem jungen Mann zu tun haben will. Sie verdiene gut, aber habe niemanden. Ich blockte jedoch jeden Versuch ab. Auf einmal wollte sie mich direkt angehen und ich habe sie gebremst. In diesem Moment sagte ich, dass ich schnell vor den Essen noch einmal meine Hände waschen will. Auf dem Weg hinaus habe ich mir meine Schuhe und meine Jacke geschnappt, bin in die Toilette, habe 25 Euro auf den Tisch gelegt und eine Entschuldigung gekritzelt auf einer alten Bahnkarte hinterlassen und bin durch das Fenster geflohen.

Beichthaus.com Beichte #00040667 vom 22.11.2017 um 02:43:34 Uhr in Lenggries (15 Kommentare).

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Erstes Mal Babysitten

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Dummheit Feigheit Kinder Hamburg

Ich (m/23) habe heute auf den vier Monate alten Sohn eines Freundes meines Vaters aufgepasst, da dieser mit seiner Frau Möbel kaufen wollte. Ich wurde natürlich bezahlt und war auch ganz stolz, dass man mir die Verantwortung für den kleinen Racker übertragen hat. Es lief alles prima - als der Kleine geschlafen hat, bin ich kurz in den Supermarkt gegangen, ich ließ ihn in meiner Wohnung, weil ich ihn nicht aufwecken wollte, er hat nämlich ganz niedlich geschlafen. Ich war nur eine halbe Stunde weg, aber als ich vor der Haustür stand, hörte ich ohrenbetäubendes Schreien - zum Glück war nichts passiert, er hatte nur Hunger.

Jetzt zu dem Teil, auf den ich nicht stolz bin und den ich immer noch nicht fassen kann. Als ich ihn kurz hochheben wollte, um ihn zu wickeln, schrie er plötzlich lautstark. Ich habe mich erschrocken und habe das Baby losgelassen, er fiel mit einem lauten Knall auf den Boden, er weinte, aber er hat sich nicht verletzt... Es tut mir leid, dass ich den Eltern nichts gesagt habe, aber als sie ihn abgeholt haben, hat er gelacht, weil er gekitzelt wurde. Ich denke, ich habe die Sache für das erste Mal gut gemeistert, Kinder wollte ich schon immer haben und ich freue mich schon darauf, wenn auch ich später einmal Vater werde.

Beichthaus.com Beichte #00040661 vom 19.11.2017 um 21:32:20 Uhr in Hamburg (15 Kommentare).

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Angst vor Rolltreppen

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Feigheit Neurosen Berlin

Ich (m) habe mir als Kind mal in einem großen Berliner Kaufhaus den Fuß in der Rolltreppe eingeklemmt und dabei die Zehen gebrochen. Gottseidank hat die Rolltreppe sofort automatisch gestoppt und ein Mechaniker konnte mich schnell befreien. Ich wurde direkt ins Krankenhaus gebracht und operiert. Bis ich 16 war, betrat ich keine Rolltreppe mehr. Ich habe immer noch riesige Angst davor habe. Ich fahre aber lieber mit der Rolltreppe, wenn es nicht direkt einen Lift oder eine Treppe nebenan gibt, da ich keine Lust habe in Kaufhäusern erst den Lift oder das Treppenhaus zu suchen. Wenn es eine Treppe nebenan gibt, nehme ich die. Außerdem kann ich es nicht vor meinen Freunden zugeben, wenn wir zusammen unterwegs sind.

Ich beichte also, dass ich 23 bin und wahnsinnig Angst vor Rolltreppen habe. Außerdem sehe ich auf Rolltreppen immer wahnsinnig dämlich aus, wenn ich mich an beiden Geländern festhalte und die Leute die laufen wollen, nicht durchkommen. Zudem halte ich oft alle auf, da ich, wenn ich an der Rolltreppe stehe, ewig zögere bis ich drauf steige.

Beichthaus.com Beichte #00040639 vom 13.11.2017 um 00:34:32 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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Der Mörder vor meiner Tür

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Feigheit Manie Feinde Düsseldorf

Ich (m/22) habe Angst, die Tür zu öffnen, wenn es klingelt und ich nicht weiß, wer davor steht. Ich habe leider keinen Türspion, denn der Vermieter erlaubt es nicht, einen einzubauen. Immer, wenn es klingelt, bekomme ich Angst, wer sollte mich unangekündigt besuchen? Freunde und meine Eltern würden mich vorher informieren oder anrufen, wenn ich die Tür nicht öffnen würde. Ich bekomme Angst, weil ich sofort davon ausgehe, dass ein Mörder vor meiner Tür steht und mich, sobald ich die Tür öffne, umbringt. Ich weiß, es ist unwahrscheinlich, aber dennoch gibt es solche Fälle. Gerade hat es wieder geklingelt und sogar geklopft, ich verstecke mich feige und habe Angst, aber wenn ich die Tür nicht öffne, kann der Mörder mich auch nicht umbringen.

Beichthaus.com Beichte #00040635 vom 12.11.2017 um 10:39:08 Uhr in Düsseldorf (22 Kommentare).

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Das Mädchen meiner Träume

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Feigheit Selbstsucht Freunde Stuttgart

Vor zwei Tagen ist mir bei einer sportlichen Freizeitaktivität mit Freunden ein Mädchen aufgefallen, das offensichtlich auch Gefallen an mir hatte. Sie hatte eine absolut offene, ehrliche und herzliche Ausstrahlung. Sie hat mich nachher gefragt, ob ich noch dableiben möchte, um etwas zu trinken, aber meine Freunde und ich mussten leider weiter, wir hatten noch etwas anderes vor. Bereits vor dem Spiel sagte ich meinen Kumpels, dass ich sie megatoll finde und einfach gerne küssen würde. Einer der Kumpels hat mich sofort ermutigt und mich - als wir schon in die Autos einsteigen wollten - nochmal reingeschoben und gesagt, ich solle sie endlich fragen. Also bin ich rein an den Tresen und als wir alleine im Raum waren, habe ich sie angesprochen, ich hätte eine sehr indiskrete Frage: ich würde sie gerne küssen! Sie war prompt einverstanden und so küssten wir uns kurz, bis es von ihrer Seite aus genug war. Ich habe ihr dann meine Nummer dagelassen (und mich bedankt, ich erbärmlicher Idiot!) denn sie musste gerade schnell weg zur nächsten Spielrunde. Die Gäste im anderen Raum warteten bereits auf sie.

Der nächste Tag verging in Illusionen (wie immer male ich mir dann wie ein Bescheuerter tolle Sachen aus und glaube, dass von dieser Frau mein Lebensglück abhängt). Nun zu meiner Beichte: Gestern Abend war ich dann bei dem Kumpel, der mich nochmal in den Laden reingeschoben hatte. Wir versuchten überall im Internet vergeblich ihren Namen herauszufinden, bis dann mein Kumpel bei dem Sportcenter mit gekünsteltem Akzent unter einem Vorwand anrief (ich war nicht damit einverstanden). Er konnte dem Mitarbeiter den Namen "der Kollegin von gestern Abend" entlocken. Ich hoffe, sie bekommt es nicht mit. Nachdem ich sie eine ganze Weile gestalkt hatte, kam ich mir echt schlecht vor und ließ dann von den (doch irgendwann nervigen) Träumen ab. Ich schäme mich dafür, dass ich so creepy drauf war und ich sie nicht ganz normal kennengelernt habe. Ich habe mich wie ein süchtiger Stalker verhalten. In Zukunft werde ich Mädchen in der realen Welt kennenlernen, anstatt im Internet alles über sie erfahren zu wollen.

Wahrscheinlich wird sie mir nicht schreiben. Ich gehe trotzdem in zwei Wochen nochmal hin. Nicht, weil ich weiter träume, sondern weil ich sie ehrlich fragen möchte, warum sie sich nicht mehr gemeldet hat. Ich verstehe, dass sie sich nicht melden wird und bin auch nicht sauer oder so. Mich interessiert nur, ob ich zu aufdringlich war, ob das Bedanken zu erbärmlich war oder was sonst der Grund war. So offen, ehrlich und taff wie sie war, wird sie mir - glaube ich - auch antworten.

Beichthaus.com Beichte #00040625 vom 09.11.2017 um 15:02:47 Uhr in Stuttgart (10 Kommentare).

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