Ich will keine Freunde!

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Misstrauen Stolz

Ich beichte, dass ich mich selbst sozial isoliert habe. Mit voller Absicht habe ich in den letzten fünf Jahren systematisch meinen Freundeskreis aussortiert, solange bis keiner mehr da war. So bin ich z. B. umgezogen und habe niemandem etwas gesagt. Ich habe in dieser Zeit drei Mal meine Handynummer und zwei Mal meinen Festnetzanschluss gewechselt. Mir gingen all die unaufrichtigen sogenannten Freunde so etwas von auf die Nerven und ich hatte einfach keine Lust mehr auf deren egoistisches und falsches Gelaber, welches zuletzt nur noch einem verlogenen Schwanzvergleich glich, bei dem es um Gehälter, Immobilien und Autos ging. Nun habe ich mich in der Zwischenzeit voll auf meine Familie und meinen Job konzentriert, was mich auch zeitweise ganz erfüllt hat. Leider merke ich gerade jetzt, über die Osterfeiertage, wie einsam ich abseits meiner Familie und der Arbeit geworden bin und dass ich schon seit Langem niemanden mehr zum Reden habe.

Beichthaus.com Beichte #00039629 vom 16.04.2017 um 13:20:37 Uhr (6 Kommentare)

Kreaturen des Bösen

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Misstrauen Vorurteile

Ich habe eine Abneigung gegen gewisse Menschen und damit meine ich Frauen. Ich kann diese Kreaturen des Bösen einfach nicht verstehen. Man gibt sich alle erdenkliche Mühe, geht mit ihnen zum Essen und lädt sie ein - und dann passiert nichts! Diese geldgeilen Weiber ohne Ehre sind zum Kotzen. Meine beste Freundin ist auch so eine. Die Probleme mit ihrem Freund muss ich mir anhören, aber umarmen darf ich sie nicht. Genauso wenig ihre Füße massieren. Da wird geich losgezetert. Ich sage mich von der Frauenwelt los. Tut mir nur für meine Eltern leid, die nie Enkel bekommen werden.

Beichthaus.com Beichte #00039620 vom 13.04.2017 um 20:43:16 Uhr (89 Kommentare)

Ich brauche nur eine Frau für Sex!

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Misstrauen Vorurteile Verzweiflung Begehrlichkeit Wiener Neustadt

Ich (m) werde in den nächsten Tagen 25 und bin immer noch Jungfrau. Das stört mich an sich nicht so stark, weil ich meine Vermutungen habe, wieso das so ist, zum Teil bin ich mir dessen sicher. Als ich ins Gymnasium kam, stellte sich bereits in der ersten Woche heraus, dass mein schulisches Dasein die schlimmste Zeit meines jungen Lebens werden würde. Zwei Mitschülerinnen, eine von ihnen war mit mir in die Volksschule gegangen, schafften es, die gesamte Klasse gegen mich aufzuhetzen. Einerseits war ich so erzogen worden, dass man vor den Stunden zum Lehrerzimmer ging und der Lehrperson die Tasche in die Klasse trug, da dies in der Volksschule tägliches Ritual gewesen war, andererseits war ich verschlossen und wohl "seltsam." Die nächsten vier Jahre hatte ich genau einen Freund und das nur, weil er genauso ausgestoßen war wie ich. Wir mussten Hänseleien bis zum ausgewachsenen Mobbing von fast der ganzen Klasse über uns ergehen lassen, was mich hin und wieder zum Ausrasten brachte und ich auch mal meine Peiniger anschrie. Später kamen Prügeleien dazu, weshalb ich fast vom Skikurs der Schule heimgeschickt worden wäre. Natürlich stand ich immer als der Böse da, weshalb ich mich so sehr zurückzog wie möglich und nur Reaktionen zu zeigen versuchte, wenn ich nicht mehr konnte.

In der Oberstufe erstarb das Mobbing wenigstens, aber richtige Freunde hatte ich immer noch nicht. Der Eine aus der Unterstufe wechselte die Schule und ich war allein. Ich meinte, geschätzt zu sein, wurde aber retrospektiv nur für die Hausübungen ausgenutzt, die täglich von mir abgeschrieben wurden. Nachdem verkündet worden war, dass es keine Hausübungen bis zur Matura mehr geben werde, wurde kein Wort mehr mit mir gewechselt. Nur eine junge Frau redete wenigstens mit mir, mit ihr habe ich heute noch Kontakt. Nach dem Wehrdienst begann ich zu studieren und lernte viele Menschen kennen. Keine dieser Freundschaften hielt, was ich darauf zurückführe, dass ich keine Ahnung hatte, wie Freundschaften funktionieren, aus dem einfachen Grund, dass mir fast 10 Jahre Erfahrung fehlten. Auch den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht oder überhaupt mit Menschen meines Alters hatte ich nie gelernt. Es war nicht so, dass ich mich für niemanden interessiert hätte, ich war aber jedes Mal mit meinen Werbungsversuchen schrecklich heftig mit dem Gesicht voran in den Boden eingefahren. Die Absagen waren großteils mehr ein Tritt ins Maul mit Stahlkappen als ein schlichter Korb, zumindest aus meiner Sicht. Ich ging dazu über, mich damit abzufinden, niemals jemanden zu finden und lebe ganz gut damit. Bis heute hat sich nur einmal in der Schule ein Mädchen nach meiner Nummer erkundigt und damals war ich zu misstrauisch, um irgendetwas zu erkennen.

Die Einzigen, die das stört, sind meine Eltern. Schon mit 18 fragten sie mich ängstlich, ob ich schwul sei, weil ich nichts erzählte, in der Angst, dass eine Intervention meiner Eltern alles nur noch schlimmer machen würde. Auch hatte ich ja nie eine Frau mit nach Hause gebracht, was ihnen negativ auffiel. Mittlerweile habe ich das Studium gewechselt und zum ersten Mal nach 12 Jahren richtige Freunde, auf die ich mich verlassen kann, aber den Zweifel kann ich nicht ablegen. Es ist schon besser geworden, aber anfänglich rechnete ich fest damit, dass auch sie mich bald stehen lassen würden.

Nun zu meiner Beichte. Ich sehe in Frauen nicht die einzigartigen Geschöpfe, die sie sind, sondern bin, wenn überhaupt rein sexuell an ihnen interessiert. Mich kümmert nicht, was sie bewegt oder Ähnliches, mir geht es nur ums Aussehen. Eine Beziehung zu führen stellt sich für mich als reine Knochenarbeit mit Dingen dar, die mir nur Aufwand machen und nichts bringen, abgesehen davon, dass ich all das nicht will. Aber was weiß ich schon, ich hatte noch nie Eine. Die ewigen Zurückweisungen und meine Vorgeschichte prägen einen Menschen irgendwann, denke ich. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir vorgenommen habe, niemals eine Frau anzusprechen, weil ich weiß, dass meine Denkweise falsch ist und ich niemandem so etwas antun will, außerdem geht mir dieses Konzept nicht in den Kopf, egal, wie sehr ich es versuche. Gedanklich komme ich nie über ein Hallo hinaus und verfalle dann selbst in ausgedachten Szenarien in Panik, weil ich nicht weiß, was danach sein sollte.

Ich bin ein sehr rationaler Mensch, manche mögen mich als gefühlskalt bezeichnen, aber ich weiß, wer ich bin. Deshalb lassen es meine moralischen Vorstellungen nicht zu, einen Menschen nur für eine Sache zu gebrauchen und den Rest komplett zu vernachlässigen. Nebenbei bin ich davon überzeugt, dass mich Fremde nur ansehen, weil es das Zugunglücksphänomen nunmal gibt, mein Gesicht scheint einfach so schrecklich, dass man nicht wegsehen kann.

Beichthaus.com Beichte #00039524 vom 23.03.2017 um 20:37:28 Uhr in 2700 Wiener Neustadt (18 Kommentare)

Frauen mit zwei Gesichtern

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Misstrauen Vorurteile

Ich (w/27) glaube wirklich, dass jede meiner besten Freundinnen, egal wie nah sie mir steht, irgendwann hinter meinem Rücken Scheiße labert. Jede Frau, die ich in meinem bisherigen Leben getroffen habe, hat zwei Gesichter, einschließlich mir selbst.

Beichthaus.com Beichte #00039423 vom 04.03.2017 um 17:52:38 Uhr (13 Kommentare)

Die Leckereien psychisch kranker Menschen

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Misstrauen Falschheit Lügen Verschwendung Arbeit

Ich arbeite als freier Dozent in einer Art WG für Menschen mit psychischen Krankheiten. Die Leute, die dort wohnen, bekommen nebenbei im Verwaltungsgebäude Unterricht. Die Bewohner geben sich immer Mühe, wenn Geburtstage oder Festivitäten anstehen und backen Kuchen und Kekse. Sie sind immer total happy, wenn sich alle über die Leckereien freuen.

Ich verweigere mich meistens und wenn nicht, dann wandert das Zeug direkt in die Mülltonne. Ich traue keinem dieser Menschen über den Weg und würde denen alles zutrauen, auch wenn dies in den meisten Fällen wahrscheinlich unbegründet ist. Hinterher lüge ich, dass es köstlich geschmeckt hat. Ich denke, die spucken rein oder machen sonstwas mit dem Zeug, deshalb bekomme ich davon nichts runter.

Beichthaus.com Beichte #00039068 vom 15.12.2016 um 21:04:13 Uhr (13 Kommentare)


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