Menschen sind boshaft und arrogant!

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Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Verzweiflung Köln

Mit anderen Menschen will ich nichts zu tun haben. Ich bin erst zwanzig und könnte mich jeden Tag über meine Mitmenschen aufregen, wenn sie sich wieder überlegen oder mächtig fühlen. Wenn sie Schwächere fertigmachen und sich für Gott höchstpersönlich halten. Menschen sind oberflächlich, arrogant und grausam. Oft bekomme ich Komplimente für mein Aussehen, statt mich zu freuen, ist es mir gleichgültig, schließlich hat jeder etwas attraktives an sich. Viel zu oft wird man nur wegen seinem Aussehen gemocht oder verachtet. Ich hasse es, dass man mich in meiner Umgebung kennt, aber im Internet kennt man mich nicht. Dort bin ich nur eine gesichtslose Gestalt, die ab und zu seltsame Texte schreibt.

Meine Kommilitonen mobben gerne Schwächere, sie provozieren und lachen dreckig darüber. Ich werde ständig gefühllos und emotionslos genannt. Eine Kommilitonin wurde von einem anderen wegen ihrer Sprache fertiggemacht, sie kommt aus Spanien und kann deshalb einige deutsche Wörter nicht richtig aussprechen. Als ich ihm sagte, dass er aufhören soll, meinte er: „Na und?“. Auch, als er das Buch eines Kommilitonen, der sowieso immer gemobbt wird, in meinen Rucksack gesteckt hat, habe ich ihm gesagt, dass er ihn in Ruhe lassen soll. Erneut bekam ich nur eine gleichgültige Antwort. Ich sollte mich nicht einmischen, doch ich wurde in der Schule wegen meiner schüchternen Art gemobbt, weshalb Mobbing ein wunder Punkt ist.

Ich kann anderen Menschen nicht vertrauen und es gibt nur drei, die mir wichtig sind. Ich traue mich nicht, eine Beziehung einzugehen, aus Angst, jemanden zu verletzen oder selbst verletzt zu werden. Immer, wenn jemand mehr wollte, gingen mir die Ausreden aus, weil ich mich nicht traue, die Wahrheit zu sagen. Ich kann mit niemanden das Bett teilen, geschweige denn eine Wohnung. Manchmal sind meine Emotionen doppelt so stark, aber manchmal fühle ich gar nichts. Ich bin nicht fähig, anderen meine Gefühle zu offenbaren, denn dann kennen sie meine Schwächen und ich bin angreifbar. Für die meisten bin ich nur eine emotionslose Person, die nicht weinen kann. Es tut mir leid, dass ich so viele liebe Menschen verurteile, ohne sie überhaupt zu kennen, dass ich immer so kalt wirke, obwohl ich das eigentlich gar nicht bin, dass ich es nicht besser machen kann.

Beichthaus.com Beichte #00040068 vom 20.07.2017 um 19:24:58 Uhr in Köln (9 Kommentare)

Ich bin zu hässlich für unsere Gesellschaft

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Neid Eitelkeit Verzweiflung Hannover

Es ist eigentlich nicht meine Art neidisch zu sein. Doch ich habe ein ziemliches Problem mit meinem Aussehen, weil ich unglaublich hässlich bin. Naturrote Haare (eher goldblond und im Winter fast braun), helle Haut (die im Sommer zumindest leicht bräunt), eine Brille, kleine Körpergröße, fette Scholllippen, breite Nase, Schweineaugen und unreine Haut (wird sorgfältig überschminkt) unterstreichen meine Hässlichkeit. Ich wurde in der Schule und von Fremden viel gemobbt und ich verachte mein Aussehen, denn ich habe ein gutes Gespür für Ästhetik und merke deshalb umso mehr, wie unattraktiv ich bin.

Meine eigentliche Beichte ist, dass ich unglaublich eifersüchtig auf meine Freundinnen und generell alle schöneren Frauen bin, weil ich weiß, dass sie bewundert werden und gutes Aussehen auch heute noch eines der wichtigsten Attribute einer Frau sind. Alles, was ich mir wünsche, ist gutes Aussehen. Ich war nicht immer so eitel und ohne Selbstbewusstsein, unsere Gesellschaft und Kommentare wie "Wenn ich so aussehen würde, hätte ich mich längst erschossen!" haben mich zu dieser Person gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00040065 vom 19.07.2017 um 18:26:24 Uhr in Hannover (26 Kommentare)

Hilfe, meine Lebensgefährtin ist heimliche Alkoholikerin!

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Verzweiflung Trunksucht Hamburg

Ich habe ein riesiges Problem mit meiner Lebensgefährtin. Wir haben uns Mitte letzten Jahres kennengelernt. Und gut zwei Monate später waren wir ein Paar. Vieles mit ihr ist wunderschön, doch inzwischen bin ich dahinter gekommen, dass sie trinkt - und zwar nicht zu knapp. Durch ihr früheres Leben und die Freunde, die sie hatte, hat es sich leider so entwickelt. Mittlerweile trinkt sie drei Flaschen Wein am Tag und versucht immer alles vor mir zu verstecken. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme und ihr einen Kuss gebe, schmeckt sie nach einem Gemisch aus Pfefferminzbonbon und Alkohol. Nicht schön, wie sich jeder vorstellen kann. Ich weiß auch dass das Verstecken und der Versuch, alles zu verheimlichen, zum Krankheitsbild gehört, das hat mir mein Arzt verraten. Da wir uns beide sehr lieben, versuche ich seit geraumer Zeit von ihr zu erfahren, ob sie in naher Zukunft darüber nachdenken möchte, ob sie einen Entzug machen möchte bzw. in Erwägung zieht. Denn ich bin drauf und dran in eine Co-Abhängigkeit zu geraten und das würde allem nicht gut tun.

Doch schaffe ich es auch nicht, ihr einfach zu sagen, dass ich das nicht mehr aushalte und mich deshalb von ihr trenne. Ich liebe sie wirklich sehr. Und doch weiß ich, wenn es mir zu viel wird, dass ich es ihr auf eine andere Art zeigen werde, so wie ich es schon öfters gemacht habe. Ich werde dann, um es mir möglichst einfach zu machen, fremdgehen. Und zwar so, dass sie es auch mitbekommt. Das wird sie schwer aus der Bahn werfen, doch bleibt mir keine andere Wahl, damit es mich nicht aus der Bahn wirft. Ich hoffe, sie hat so viel Mut und Vertrauen in die Tatsache, dass ich nur das Beste für sie möchte, dass mir dieser Weg erspart bleibt. Ich kann keine andere Entscheidung treffen, wenn wir es nicht schaffen offen darüber zu reden. Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, wenn es dazu kommen sollte, mein süßer Engel, denn ich habe den Kontakt schon hergestellt.

Beichthaus.com Beichte #00040056 vom 17.07.2017 um 15:22:05 Uhr in Hamburg (17 Kommentare)

Hilfe, mein Freund wollte mir fremdgehen!

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Eifersucht Verzweiflung Neugier Fremdgehen Partnerschaft

Meine Geschichte dürfte man hier schon dutzendfach gelesen haben, aber es scheint ja immer wieder so etwas zu geben: Misstrauen gegenüber dem Partner. Bei mir allerdings nicht ohne Grund. Wir sind seit März ein Paar und zunächst ging auch alles wirklich gut. Bis sich sein Verhalten geändert hat, und ich wochenlang ein komisches Bauchgefühl mit mir rumschleppen musste. Kurz und gut: Anstatt mit mir zu reden, und ich habe nicht nur einmal gefragt, ob er etwas auf dem Herzen hat, wurden irgendwann über die Datingplattform, über die wir uns auch kennengelernt haben, und auch über Facebook pikante Nachrichten mit zwei anderen Typen ausgetauscht. Mit einem hat er sich getroffen, und angeblich ist außer Kaffee trinken nichts weiter gewesen. Mehr hätte vonseiten meines Freundes aber passieren können, dafür wäre er offen gewesen.

Woher ich das nun alles weiß? Durch schäbige Rumschnüffelei an seinem Laptop eines Abends. Wie schon erwähnt nach einem wochenlangen komischen Gefühl, das eine richtige Tortur für mich war. In dem darauffolgenden Gespräch kam heraus, dass er zwischendurch überhaupt nicht mehr sicher bezüglich unserer Beziehung war, er sich aber mittlerweile sicher sei. Jeder Mensch macht Fehler und man sollte auch verzeihen können, das ist meine Überzeugung. Wir sind immer noch zusammen, nur gibt es immer wieder Punkte, die das Misstrauen nicht weniger werden lassen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Sollte ich wieder die Gelegenheit bekommen, mich an seinen Laptop zu setzen, werde ich es tun. Es sind noch zu starke Gefühle in mir, um einen Schlussstrich zu ziehen. Sollte ich wieder eindeutige Inhalte zu Gesicht bekommen, werde ich die Kraft zur Trennung aufbringen. Trotzdem bitte ich um Vergebung, weil spionieren nicht rechtens ist.

Beichthaus.com Beichte #00040055 vom 17.07.2017 um 20:56:22 Uhr (12 Kommentare)

Wer Arbeit sucht findet auch welche?

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Verzweiflung Zwietracht

Ich muss gestehen, dass ich seit zwei Jahren am kämpfen bin, um wieder einen Arbeitsplatz zu erhalten. Und das ist auch der Punkt, wo mir viele Bekannte und auch Geschwister ins Gesicht gesagt haben, dass ich ein Sozialschmarotzer sei, weil sie denken, ich wolle gar nicht mehr arbeiten gehen. Das hat mich alles sehr schwer getroffen, sodass ich auch innerlich abgeschaltet habe und depressiv geworden bin. Jetzt sagen alle, ich sei nur arbeitsfaul und sie sagten mir: "Wer wirklich arbeiten will, der findet auch wieder eine Arbeit." Dass ich aber schon ganz viele Bewerbungen geschrieben habe und auch schon des Öfteren eingeladen wurde, wo ich mich vorstellen sollte, das zählt alles in ihren Augen nicht.

Im Gegenteil: Sie reimen und dichten sich extreme Dinge zusammen, weshalb mich niemand einstellt und erzählen das alles rum. Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich anderen ihren Erfolg nicht gönne und werde auch mal neidisch. Würdet ihr mir dieses Verhalten verzeihen, weil ihr meint, dass es menschlich sei? Oder meint ihr, mir soll man weiterhin Boshaftigkeiten unterstellen und ich habe es nicht verdient, Absolution zu bekommen?

Beichthaus.com Beichte #00040041 vom 14.07.2017 um 14:40:44 Uhr (14 Kommentare)


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