Nur Pferde im Kopf

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Maßlosigkeit Sucht Tiere

Ich (w/25) muss beichten, dass ich trotz meines Alters nur noch Pferde im Kopf habe. Zu Schulzeiten bin ich schon geritten, musste dann aber immer wieder Zwangspausen einlegen, weil in Deutschland irgendwann die Ganztagsschulen aufkamen und ich dann von kurz vor 7 am Morgen bis halb 5 am Nachmittag in diesem Knast aus schlechter Luft, Mobbing und Teenie-Eskapaden gefangen war. Zeit für Hobbys? Fehlanzeige. Irgendwann haben dann auch meine Eltern nicht mehr mitgespielt, und da ich mit meinen 15 Euro Taschengeld pro Monat alles selbst finanzieren musste, blieb für Reiten oder den Reitverein natürlich keinen Cent. Jetzt im Studium habe ich dieses Hobby endlich vor einem halben Jahr wiederentdeckt.

Eigentlich dachte immer, dieser richtige Pferdetick ist nur was für doofe kleine Mädchen, aber seitdem ich wieder auf einem dieser Tiere gesessen habe, hat es mich einfach richtig gepackt. Ich vernachlässige sogar öfter mal das Studium dafür. Es ist nicht so weit, dass ich mir wieder Pferdeposter aufhänge oder so, aber auf Youtube ist meine ganze Vorschlagsseite voll mit Reiter-Vlogs, ich recherchiere ständig irgendwas zu Pferden und verbringe viele Wochenenden, statt im Nebenjob zu arbeiten, auf dem Hof. Ich fühle mich selbst schon ganz bekloppt, aber auf der anderen Seite habe ich wohl einige Jahre ohne Pferde wieder aufzuholen. Trotzdem muss ich das dringend wieder in den Griff kriegen und mehr für die Uni tun.

Beichthaus.com Beichte #00039506 vom 20.03.2017 um 21:49:19 Uhr (11 Kommentare)

Kiffende Polizisten

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Drogen Sucht Polizei

Ich bin Polizist und in meiner Freizeit kiffe ich regelmäßig. Aber da ich keine scheinheilige Doppelmoral habe, lasse ich im Dienst auch Fünfe gerade […]
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Beichthaus.com Beichte #00039342 vom 13.02.2017 um 20:59:51 Uhr (22 Kommentare)

Das Cordon Bleu macht mich depressiv!

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Verzweiflung Sucht Ernährung

Kurz zu mir und meiner langjährigen Verbundenheit zum Cordon Bleu: Schon als kleines Kind gab es bei mir in der Familie ein Mal pro Woche ein wirklich gutes und saftiges Cordon Bleu. Ich habe mich immer sehr auf diesen Tag gefreut und noch mehr, wenn es meine Mama dann endlich zubereitet hat und ich es verschlingen konnte. Diese Gewohnheit habe ich bis heute beibehalten und es kommt ein Mal pro Woche ein gut gewürztes Cordon Bleu auf den Teller. Leider fiel mir in letzter Zeit auf, dass die Vorfreude weg ist und es eher zum Leiden kommt, wenn es wieder so weit ist. Jedes Mal, wenn ich nun ein Cordon Bleu auf den Teller habe, betrachte ich es ganz kritisch von allen Seiten und stelle mir die Fragen: Habe ich es genügend gewürzt? Hatte ich es lange genug in der Pfanne? Ist mir die Panade gut gelungen und das Wichtigste: ist der Käse schön gleichmäßig geschmolzen?

Ja, und wenn ich dann schließlich reinbeiße, finde ich immer etwas dran auszusetzen und kaue sehr nachdenklich und enttäuscht darauf herum. Meine Frage ist nun: Habe ich einfach zu hohe Ansprüche an das Cordon Bleu? Warum bekomme ich dieses unglaubliche Lebensgefühl, diese Freiheit und diesen Genuss von früher nicht mehr? Mittlerweile geht es so weit, dass sich meine Gedanken die ganze Woche um dieses Cordon Bleu drehen, ich habe die Schwelle zur Depression wahrscheinlich erreicht und ich möchte ja schließlich nicht auf ein langweiliges Schnitzel umsteigen

Beichthaus.com Beichte #00039313 vom 05.02.2017 um 12:10:02 Uhr (25 Kommentare)

Ich kann nicht ohne Internet!

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Sucht Verzweiflung Internet

Ich bin Internetsüchtig und kein Versuch, meinen Konsum zu reduzieren, hat geklappt. Meinen Internetprovider habe ich gekündigt, nur um inzwischen mein Handy als Hotspot zu benutzen. Diverse Internet-blockierende Programme und Addons bringen nichts, wenn ich sie kinderleicht umgehen kann. Auch die vielen Sitzungen mit meinem Therapeuten haben nichts gebracht. Die unzähligen verschwendeten Stunden online, auf Seiten wie dieser oder den vielen Nachrichtenseiten im Netz haben schon jetzt negativen Einfluss auf mein Leben. Meine Abschlussarbeit musste ich zwei Mal verlängern lassen und war trotzdem so schlecht, dass ich das Studium nicht hätte bestehen dürfen.

Soziale Kontakte und Hobbys sind zum Glück noch vorhanden, doch verschwindend gering im Vergleich zu meiner Onlinezeit. Ich halte praktisch keinen Tag mehr ohne Internet aus und meine Fähigkeit mich zu konzentrieren ist drastisch gesunken. In der Firma kommt es oft vor, dass ich lieber den ganzen Tag lang im Netz surfe, als zu arbeiten. Bis jetzt ist es noch nicht aufgeflogen, aber wohl nur eine Frage der Zeit. Am Liebsten würde ich meinen Laptop wegschmeißen und nie wieder einen Computer anfassen, aber das kann ich leider beruflich nicht tun. Ich bin wohl verloren.

Beichthaus.com Beichte #00039263 vom 24.01.2017 um 10:31:41 Uhr (6 Kommentare)

Von Facebook in die Psychiatrie

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Sucht Medien Internet Gesundheit Hamburg

Ich (w/31) war und bin aufgrund meiner Mediensucht in psychiatrischer Behandlung. Den PC nutze ich so gesehen nur noch zur Abfrage von Mails, das Mobiltelefon gar nicht mehr. Mein Problem ist, dass ich durch die starke Nutzung von sozialen Netzwerken und Nachrichtendiensten angefangen habe, Scheingeräusche zu hören. Also Benachrichtigungstöne oder das Summen des Mobiltelefons. Alles fing dabei recht harmlos an und meist in Verbindung mit Schlafmangel.

Zum Schluaa wurde der Schlafmangel durch die ständigen Scheingeräusche erzeugt, nach einem Verkehrsunfall wurde dann im Krankenhaus die Diagnose gestellt. Ich wurde daraufhin zunächst für vier Wochen in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen, daraus sind dann leider fast zwei Jahre geworden. Heute muss ich starke Medikamente nehmen, bin arbeitsunfähig und von meinem großen Freundeskreis ist nicht viel geblieben. Ich wünschte das ich die Frühzeichen nicht ignoriert hätte, allerdings hat es sich einfach zu gut angefühlt ständig in Kontakt zu sein, heute bin ich ganz alleine.

Beichthaus.com Beichte #00039235 vom 18.01.2017 um 11:48:41 Uhr in Hamburg (16 Kommentare)


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