Süchtig nach Nasentropfen

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Sucht Gesundheit Frankfurt

Ich beichte, dass ich seit meiner Ausbildung im Krankenhaus süchtig nach Nasentropfen bin und gar nicht mehr ohne sie leben kann. Alles begann damit, dass ich sehr stark erkältet war und mein damaliger Hausarzt mir eine Behandlung verweigerte. Warum, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich sehr starke Halsschmerzen hatte, die sonst nie so stark gewesen waren. Es muss wohl irgendein Krankenhauskeim gewesen sein. Dann folgte der übliche Verlauf, mit dem lästigen Nasenlaufen und zuschwellen. Ich nahm wie immer die Tropfen und dachte mir nichts dabei, als ich sie länger brauchte. Damals glaubte ich, das käme von der starken Erkältung. Seit diesem Vorfall kann ich nicht mehr aufnehmen sie zu nehmen. Ich brauche sie mehrmals täglich.

Die gesundheitlichen Risiken sind mir bekannt, da ich selbst Arzneimittellehre in meiner Ausbildung hatte. Ich habe schon verschiedene Sachen ausprobiert. Einmal kalter Entzug einen Monat lang, aber das brachte nichts. Dann ging ich zu einem Arzt, der mir auch erklärte, dass ein kalter Entzug bei mir nicht funktionieren würde, da sich die Bakterien chronisch in meiner Nase manifestiert hätten, also vom Körper nicht mehr vollkommen beseitigt werden könnten. Ich bekam daraufhin Kortison, dass aber leider nicht richtig eingestellt wurde. Ich bekam einfach gleich die höchste Dosis verschrieben. Binnen einer Woche bekam ich heftigste Kopfschmerzen und meldete mich wieder bei dem zuständigen Arzt. Jener meinte, ich solle erst zum Neurologen gehen. Wie das so ist, als Kassenpatient erst einen Termin in 2 Monaten. So lange konnte ich unmöglich die Schmerzen aushalten und bat darum um eine andere Verschreibung. Ich wurde nur angeschnauzt, da müsse ich eben durch. Daher brach ich die Therapie ab, weil ich es unmöglich riskieren kann, 20 Schmerztabletten am Tag nehmen zu müssen und das 2 Monate lang. Ich habe es dann noch mit diversen anderen Sprays versucht, aber ohne Kortison werde ich wohl keine Chance haben.

Da ich leider auf Kortison sehr empfindlich reagiere, habe ich bisher keine neue Therapie begonnen. Meine letzte Kortisontherapie war wegen eines Hauttumors. Auch da bekam ich wieder Kopfschmerzen. Nun nehme ich selbst wieder eine Kortisonsalbe wegen desselben Tumors, die aber viel schwacher ist. Ich habe nur nach der Einnahme leichte Kopfschmerzen, aber es ist auszuhalten und kein Vergleich zu den Nebenwirkungen damals.

Zudem bestärkte mich meine Mutter damals noch weiter zu machen, weil sie selber süchtig ist und dies für eine normale genetische Veranlagung erklärte. Eine genetische Veranlagung schließt sich jedoch aus, da es kein menschliches Gen gibt, dass auf den Stoff von Nasentropfen codiert ist (weil es in der Natur nicht vorkommt).

Die Folgen:
Herausgeworfenes Geld, eine chronisch vereiterte Nasennebenhöhle und sozialer Rückzug, weil man als Junkie beschimpft wird, sobald es herauskommt.

*Ich möchte nur noch anmerken, dass Junkies und Medikamentensüchtige zwei paar Schuhe sind. Echte Junkies konsumieren illegale Drogen und zerstören sich damit ihr gesamtes Leben, weil sie weder gesundheitlich arbeiten können, noch haben sie ihr Leben durch den Schwarzmarkthandel im Griff, der oft sehr teuer ist.

Beichthaus.com Beichte #00041834 vom 10.05.2019 um 01:30:35 Uhr in Frankfurt (14 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Chemikalienkatalog

Junkie ist Junkie. Ob von Medikamenten oder anderem Scheiß. Die Drogen bestimmen dein Leben.

12.06.2019, 13:04 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

Du tust mir leid. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es heutzutage nichts geben soll, was Dir hilft?! Du hast erstmal zwei wichtige Schritte gemacht: es Dir eingestanden und Dir Hilfe gesucht. Nun gib nicht auf und klappere alle Ärzte ab, bis einer dabei ist, der Dir helfen kann. Alles Gute!

12.06.2019, 13:32 Uhr     melden


VcS

Wie hoch sind denn die Gesundheitsrisiken durch Nasentropfen REAL, wenn du sie noch zwei Monate lang mehrmals täglich einnimmst? Wenn sie in der gleichen Größenordnung wie beim Rauchen oder Trinken liegen, würde ich mich deswegen nicht verrückt machen, auf das Kortison verzichten und mich auf den Neurologentermin konzentrieren. Vielleicht findest du auch vor dem Termin nochmal ein paar seriöse Infos im Netz - Wissen dank der Ausbildung ist gut, mehr Wissen ist besser.

12.06.2019, 17:15 Uhr     melden


Blümchen22

Und vielleicht wirst du auch noch eine „Stinknase“ bekommen

12.06.2019, 19:43 Uhr     melden


Laubfrosch aus der Hölle, Deutschland

Das hatte ich auchmal. Habe es kalt geschafft, war aber hart.
Nur 2-3 mal nachts japsend aufzuwachen um im bett ne sprühflasche zu suchen um dann weiter zu pennen, ist auch scheisse.
Ich hatte immer einige sprayflaschen dabei.
Wenn es damals beim bund hies nato alarm , bin ich erstmal zum sani gerannt und hab nachschub geholt
Irgendwann habe ich gemerkt das meine nase stark auf alk reagiert, sich verschliest umd zu tropfen anfing wogegen ich natürlich spray einsetzte.
Also lein alk mehr polypen selbst entfernt und nun fast 100% beschwerdefrei ,kann wieder riechen und habe in 10 jahren 1x gesprüht um nacht schlafen zu können.
Also egal wie, hör auf mit dem sprühen.

12.06.2019, 19:48 Uhr     melden



killerbienchen

Ich war auch jahrelamg, na eher jahrzehntelang nasenspraysüchtig. Mir hat allerdings die krasse Hormonumstellung nach der Schwangerschaft geholfen. Vorher hatte ich alles und alle Techniken durch. Am Ende bleibt trotz allem nur der kalte Entzug.

12.06.2019, 22:05 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Du musst dich dazu zwingen aufzuhören und vor allem die notwendige Disziplin dauerhaft an den Tag legen, anders geht es nicht! Chemikalienkatalog hat schon recht.

12.06.2019, 22:09 Uhr     melden


Rübenrotze

War ja klar dass mein Kommentar gelöscht wurde.
@Beichthaus: mit SOWAS seid ihr schnell, oder? Wie wäre es wenn ihr mal schnell wärt mit neuen und guten Beichten? Nicht so ne Rotz-Beichte (im wahrsten Sinne des Wortes)...

13.06.2019, 13:03 Uhr     melden


Andi127 aus Stuttgart, Deutschland

Rübenrotze das kannst du vergessen. Du siehst ja auch wie wenige Kommentare die neuen Beichten haben - die Leute verlassen Beichthaus weil die Betreiber offensichtlich aufgegeben haben. Auch ich bin bereits auf der Suche nach Alternativen. 2 neue Beichten im Monat? Das ist meiner Zeit nicht würdig. Was sind eure Alternativen?

Info: Dieser Kommentar wurde schon gelöscht: 0 mal. (Ich zähle mit)

14.06.2019, 02:11 Uhr     melden


Chemikalienkatalog

@Andi127 sag bitte Bescheid wenn du eine gute Alternative gefunden hast... mir ist noch keine bekannt.
Madig.

14.06.2019, 14:03 Uhr     melden


r-rated-r305

Wenn die admins keine Lust mehr haben, sollen sie die Seite halt abgeben oder neue Leute dazuholen. Die Community ist ja anscheinend da und hat Lust auf neuen Content.

14.06.2019, 14:13 Uhr     melden


Ichhalt22 aus Bitte gib an, in welcher Stadt d, Deutschland

Naja ich lese sowieso nur precheck daher ist mir ziemlich egal ob was freigeschaltet wird. Man kann nur nicht 2x lesen. Aber der Precheck geht schon gut ab. Da will ich mich gar nicht beschweren.

14.06.2019, 23:09 Uhr     melden


Gauloises19

(vermutlich) als Krankenpflegerin sitzt du an der Quelle zu Ärzten und anderen Fachkräften, die eventuell andere Methoden oder Herangehensweise haben könnten. Die Situation ist ätzend, aber andere Meinungen einholen, alternative Medizin ausprobieren etc. würde ich dir da raten.

18.06.2019, 13:11 Uhr     melden


BeKell1209

Wie er sich noch schönreden will. Du bist ein junkie.

09.07.2019, 16:29 Uhr     melden


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