Komm her Kitty, es gibt Katzenmilch!

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Zorn Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Kollegen Hannover

Seit acht Wochen bin ich (m/24) die neue Attraktion im Büro und das alles nur, weil ich einen Kollegen in meine Wohnung eingeladen habe. Zur Vorgeschichte: Als wir Feierabend hatten, habe ich ihn noch zu mir eingeladen, um ein Bier zu trinken, aus dem einen Bier wurden vier und es wurde spät. Ich bot ihm an, auf dem Sofa zu übernachten, was er dankend annahm. Am nächsten Morgen habe ich für uns Kaffee gekocht und mein Kollege fragte, wo denn die Milch wäre und ob ich eine Katze hätte, da im Kühlschrank nur Katzenmilch stand. Ich gestand ihm, dass ich die Katzenmilch trinke, was er schräg fand. Nachdem wir dann zur Arbeit gingen, war alles normal.

Am nächsten Tag dann der Schock: auf meinem Schreibtisch stand eine Dose Katzenfutter, ich hörte einige Kollegen kichern. Mir war sofort klar, dass der blöde Affe dafür verantwortlich war. Es hat sich im gesamten Büro herumgesprochen, dass ich Katzenmilch trinke. Statt mich mit meinem Namen anzusprechen, bin ich nun als "Katzenspinner", "Milchbubi" und "Kitty" bekannt. Wenn meine Kollegen mich brauchen, schütteln sie mit einer Dose, in der Büroklammern aufbewahrt werden und rufen: "Miez, Miez, Miez!" Sogar der Chef macht mit. Eines Tages kam er zu mir, klopfte mir auf die Schulter und sagte: "Sie haben heute super gearbeitet, dafür gibt es ein Leckerlie!", daraufhin reichte er mir einen Keks, im Hintergrund hörte man das schallende Gelächter der anderen Mitarbeiter. Ich nehme viele Dinge mit Humor und kann auch über mich selbst lachen, aber das geht mir einfach nur gegen den Strich und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich bin eigentlich selbst schuld, vielleicht habe ich auch einfach keinen Humor.

Beichthaus.com Beichte #00040098 vom 25.07.2017 um 19:36:50 Uhr in Hannover (7 Kommentare)

Die Stimmen in meinem Kopf haben mein Leben ruiniert

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Verzweiflung Zorn Manie Familie Gesundheit Berlin

Meine Naivität fällt fast unter Dummheit. Ich bin 27 Jahre alt, klug, habe das Fachabitur, die mittlere Reife. Ja, ich bin in der Oberschule und Grundschule nie sitzen geblieben. Wollte seither immer eine Ausbildung absolvieren. Meine Mutter hat seit meiner Geburt Schizophrenie. Sie hatte mich im Kindesalter verprügelt und so kam ich mit vier Jahren ins Heim. Als ich mit 16 wegen Marihuanakonsum ausziehen musste, kam ich in eine Wohngemeinschaft, in der ich nicht klarkam aber meine freie Zeit genoss. Ich jobbte, machte Praktika und wollte meinen Realschulabschluss verbessern um das Abi nachzuholen. Irgendwann hörte ich aber Stimmen. Sie zerfrassen mich. Ich ging zum Arzt und bekam Neuroleptika. Fing an mich zu isolieren. Über Jahre hörte ich nur Musik. Meine große Familie wollte gefühlt nichts mit mir zu tun haben. Es ging halt immer um den Ruf. Mein Aussehen veränderte sich. Trotzdem gab ich nicht auf. Ich holte also irgendwann mein Abi nach und bestand. Ab da wurde es besser. Die Neuroleptika setzte ich während der Abiphase ab.

Ich wohnte bei meiner Mutter, die jeden Tag über Jahre im Bett lag und über jeden schimpfte. Leute hasste und verachtete. Ich isolierte mich weiter. Dann zog ich bei ihr aus. Sie beleidigte mich als Penner und Versager, weil ich noch nicht wirklich arbeitete und nicht fest im Leben stehe, bis heute. Dabei habe ich gelernt, nur nicht auf dem Papier. Ich hinterließ ihr Schulden, die sie von ihrer Rente über den Betreuer abbezahlen musste. Ich bin immer noch in der Ausbildung und komme nicht mit den Leuten klar. Ich habe fast Angst davor, engeren Kontakt einzugehen. Habe Schulden im Dispo angesammelt und muss schauen, wie ich jeden Monat mein Essen finanziere. Ich muss meiner Mutter das monatliche Witwengeld geben, weil sie Ihren Betreuer hasst und die Leute beleidigt. Sich isoliert. Jede Person, die näheren Kontakt zu mir hatte, hat sie irgendwie gedemütigt. Sie hat beispielsweise auch vor Türen gekackt, die Klinken beschmiert. Schmeißt neuerdings ihre Sachen weg, naja, das hat sie immer mal wieder gemacht - jetzt ist es aber wieder extrem, kackt und pinkelt auf ihren Boden, schimpft in die Luft mit irgendwas, was nicht da ist, und lacht mich aus. Verstopft Abflüsse mit Papier usw.

In der Schule bin ich nett, die Leute mögen mich, finden mich trotzdem arrogant und etwas zu nett. Zurück im ersten Jahr, und jetzt fast am Ende, kann ich nicht mehr. Ich durchlaufe das Jahr das zweite Mal und das nicht wegen meiner Noten, es gab betriebliche und organisatorische Vorfälle, die die Schule nicht hinbekommen hat. Naja mir wird wieder gesagt, ich solle einen anderen Weg einschlagen und aufgeben, aber ich kann es nicht. Trotz Schulden. Meine Noten sind okay, aber ich komme planlos rüber. Ich beichte, dass ich keinen Bock auf Dummschwätzer habe und Freunde sowie Gleichgesinnte suche, weil ich denke, mich würde keiner verstehen. Ich habe Angst offen zu sein, ehrlich zu sein. Ich fühle mich wie ein Versager und finde keinen Halt

Beichthaus.com Beichte #00040095 vom 24.07.2017 um 22:26:13 Uhr in Berlin (13 Kommentare)

Das iz furchtbar!

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Aggression Dummheit Zorn Gesellschaft

Ich hasse Menschen, die zu blöd sind, um einfache Worte korrekt zu schreiben. Wenn jemand statt "ist" "iz" schreibt, möchte ich diese Person verprügeln. Ich verstehe nicht, warum man Wörter so verschandelt und könnte ausrasten. Ich verlange nicht, dass jeder fehlerfrei schreibt, aber ein Wort mit drei Buchstaben können Grundschüler in der ersten Klasse schreiben. Sollte ich jemals einen Menschen treffen, der "iz" schreibt, wird dieser Mensch eine ordentliche Ohrfeige bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00040088 vom 24.07.2017 um 14:54:05 Uhr (21 Kommentare)

Das Flittchen hat mich angestarrt!

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Aggression Zorn Hass Wien

Ich (m/20) kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn mich jemand anstarrt. Da kriege ich echt einen Hals! Heute stand ich bei der Kasse, da dreht sich ein Mädchen, vielleicht 10 Jahre alt, um und starrt mich echt voll an! Sie war weder behindert noch sonst etwas. Ich habe dann halt einfach gefragt, was sie will und dann dreht sich ihre Mutter auch noch um und wirft mir den totalen Todesblick zu! Die Alte hatte echt einen an der Waffel! Ausgesehen haben übrigens beide wie Flittchen! Mein Gott, ich verstehe nicht, warum man Kinder mit so kurzen Jeans rumlaufen lässt, dass die Pobacken raushängen - und dann auch noch zusätzlich geschminkt.

Beichthaus.com Beichte #00040070 vom 20.07.2017 um 23:49:31 Uhr in 1100 Wien (10 Kommentare)

Mein Chef hat den Untergang seiner Firma verdient!

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Rache Hochmut Arbeit Zorn Chef Laufenburg

Ich möchte beichten, dass mein Ausbildungsbetrieb den Bach heruntergeht und ich mich darüber jeden Tag mehr freue. Ich mache eine Ausbildung im Büro eines kleinen Handwerksunternehmens und komme demnächst ins dritte Lehrjahr. Das Unternehmen existiert bereits seit mehreren Generationen und ist regional bekannt. Anfangs fühlte ich mich noch wohl, aber schon bald entpuppte sich mein Chef als narzisstischer Tyrann, der mir das Leben zur Hölle machte. In den bisher zwei Jahren meiner Ausbildung entwickelte ich eine Depression und stand vor einiger Zeit auch kurz vor einem Burnout, von dem ich (durch Glück, nicht durch Erholung) wieder wegkam. Mein Chef zeigt einem immer wieder, welche Fehler man hat, was für ein wertloser Mensch man ist und dass dies ihm niemals passieren würde. Lob oder Anerkennung gibt es, trotz meines Einserschnitts in der Schule und meiner guten Arbeitsleistungen, nie.

Doch langsam scheint sich das Blatt für meinen Chef und das Unternehmen zu wenden. Hatte er vor etwa drei Jahren noch ein gut eingespieltes Team aus Mitarbeitern, die schon jahrelang für ihn da waren, so begann diese heile Welt plötzlich zu bröckeln. Plötzlich begannen alle unsere Handwerker zu kündigen - zwei machten sich selbstständig und sorgen seither für Konkurrenz, ein paar andere hatten keine Lust mehr und suchten sich andere Unternehmen. Nur mit Mühe und Not fand mein Chef wieder neues Personal (für dieses Berufsfeld ist gut gelerntes Personal Mangelware) und es schien wieder bergauf zu gehen. Jetzt, ein Jahr später, der Schock - nach und nach kündigen wieder fast alle. Nicht einmal die drei Auszubildenden, die dieses Jahr fertig wurden, bleiben. Unsere Auftragszahlen gehen stark zurück, finanziell rutscht der Betrieb langsam immer weiter hinunter und mein Chef weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Ich spiele immer die verständnisvolle beste Freundin und höre ihm zu, wenn er mir sein Leid klagt - schließlich hat er ja nie etwas getan und alle anderen sind so böse zu ihm. Innerlich lache ich mich aber tot und freue mich jeden Morgen, wenn ich sein mittlerweile um Jahre gealtertes Gesicht sehe. Ihm geht es richtig schlecht und das gönne ich ihm von ganzem Herzen. Ich hoffe wirklich, dieses Unternehmen geht bald den Bach hinunter. Um meine Ausbildung habe ich übrigens keine Angst - durch meine perfekten Leistungen in der Schule kann ich meine Prüfung auch vorziehen, wenn ich merke, dass es brenzlig wird. Was auch kommt, ich bin auf der sicheren Seite. Und von der werde ich meinem Chef zuwinken, wenn sein Schiff mit ihm untergeht.

Beichthaus.com Beichte #00040063 vom 19.07.2017 um 14:56:23 Uhr in 79725 Laufenburg (Fridolin-Lauber-Straße) (8 Kommentare)


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