926 Zugeschaufelt

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Boshaftigkeit Rache Nachbarn Auto & Co. Stuttgart

Zugeschaufelt
Ich habe einen so derartig nervigen Nachbarn der jeden Tag, obwohl es bei uns sowieso an Parkplätzen mangelt, nur um cool zu wirken rückwärts einparkt. Und da der Mann das einfach nicht hin bekommt, nimmt er damit immer bis zu 3 Parkplätze ein. Und gestern als ich meine Haustür frei geschaufelt habe, und mal wieder sein extrem schief geparktes Auto sah hab ich kurzer Hand den Schnee bis zur Oberkante seiner Haustür aufgetürmt, so das die Haustür nicht mehr zu sehen war. Ich war so in Rage das ich drei weitere Türen hätte zuschauffeln können. Ich möchte Beichten das der Mann beim öffnen der Tür den ganzen Schnee im Flur hatte und ich schamlos dran vorbei lief als er und seine Frau den Schnee wieder rausgeschaufelt haben.

Beichthaus.com Beichte #00028390 vom 11.12.2010 um 22:39:48 Uhr in Stuttgart (18 Kommentare).

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927 Keine Ausländer im Club!

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Vorurteile Trunksucht Hochmut Last Night Arbeit

Ich bin Türsteher und mein Chef gibt mir immer die klare Ansage "Keine Ausländer im Club"! Damit meint er alles was südländisch aussieht. Frauen sind hin und wieder ok. Ich befolge nur zu gern seinen Wunsch und habe aber auch meine Freude daran den Sonnenbankputzern mal ein "Du kommst hier nicht rein!" vor den Latz zu knallen. Letztens hatten wir eine betrunkene Türkin im Club, fand ich ja ganz toll. Die Olle meinte immer nur scheiß Deutsche verpisst euch, nach 20 Minuten, sagte ich zu ihr "Wenn Dir Deutsche nicht passen, dann geh dahin wo keine sind!". Sie drohte mir sofort mit einer Anzeige und dem ganzen Zeug. Also habe ich das einzig richtige gemacht, sie rausgeschmissen und Hausverbot erteilt! Jetzt kam eine Anzeige, lächerlich! Da mich mein Kollege deckt, dem Chef das sowieso egal ist und die Olle betrunken war, muss ich hoffentlich nichts fürchten.

Beichthaus.com Beichte #00027887 vom 06.06.2010 um 16:01:32 Uhr (85 Kommentare).

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“Beichte

928 Pinguine im Anzug

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Rache Ignoranz Aggression Zorn Arbeit Zürich

Pinguine im Anzug
Ich bin Azubine bei einer recht vornehmen Firma. Somit watscheln an meinem Arbeitsplatz haufenweise dieser hochnäsigen Anzugspinguine herum, welche schon am frühen Morgen diesen "ich bin gestresst und sehr beschäftigt"-Blick im Gesicht tragen. Nun, das ist jedoch nicht der Grund, weshalb ich hier meine Beichte ablege, sondern eher die Tatsache, dass diese Menschen sich nicht einmal einen Ruck geben können, um am Morgen, wenn ich ihnen jeweils ihre Post nachtragen darf, meinen Gruß zu erwidern. Nein, sie ignorieren mich allesamt. Dies bewirkt, dass sich tief in meinem Inneren eine gewisse Aggression gegenüber diesen Angebern anstaut. Als ich dann eines schönen Tages von einem solchen Schnösel beauftragt wurde, ihm doch einen Kaffee zu machen, war es mit meiner eigentlich sonst gut ausgeprägten Beherrschung am Ende. Also ging ich zur Kaffeemaschine und machte mich daran, diesem Objekt einen Kaffee in seine I-love-you-Tasse einzulassen. Jedoch habe ich vorher den Filter nicht richtig in die Kaffeemaschine eingesetzt und somit sah das Trinkresultat so aus, dass sich all das hässliche Kaffee-Pulver-Zeugs am Tassenboden gesammelt hat. Als ich ihm seinen Kaffee auf den Tisch gestellt habe, während er wie immer mit einem konzentriert-starren Blick auf seinen Bildschirm gestarrt hat. Ein Dankeschön war natürlich nicht zu erwarten. Seit diesem Tag wurde ich von diesem Herren nie wieder gebeten, ihm doch einen Kaffee zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00026491 vom 11.06.2009 um 12:56:59 Uhr in Zürich (26 Kommentare).

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929 Polnisch-Sprachkurs

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Peinlichkeit Studentenleben Polen

Polnisch-Sprachkurs
Während meines Auslandsstudiums in Polen habe ich (m/31) natürlich einen Sprachkurs belegt. Als dann das Konjugieren von Verben anstand, haben wir auch das Verb "müssen" gelernt. Dieses lautet auf Polnisch "musi", wird aber "muschi" ausgesprochen. Wir mussten nun also sämtliche Formen von "muschi" in Gruppen und in der für Sprachkurse üblichen deutlichsten Betonung nachsprechen. Ich beichte, dass ich nicht nur das Verb gebeugt habe, sondern auch mich selbst - vor Lachen. Und zwar so sehr, dass ich mit knallrotem Kopf und Lachflash den Raum verlassen habe. Ich befürchte, die Sprachlehrerin hat verstanden, warum ich wie ein pubertierendes Mädchen gekichert habe. Die Situation war aber auch einfach zu komisch.

Beichthaus.com Beichte #00026899 vom 24.08.2009 um 13:47:44 Uhr in Polen (Sopot) (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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930 Die Suche nach dem Sinn

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Trägheit Verzweiflung Unglaube Gesellschaft

Die Suche nach dem Sinn
Ich bin 18 Jahre alt und eigentlich habe ich auch nichts zu beichten. Ich habe noch nie eine Freundin betrogen, auch nie irgendwas Relevantes geklaut. Ich habe in meiner Kindheit nur mittelmäßigen Unsinn angestellt und auch sonst habe ich mir wenig bis nichts zuschulden kommen lassen, denke ich zumindest. Ich bin auch nicht jedes Wochenende dauersteif und habe auch noch nie in meinem Leben Drogen genommen. Ich gehe auch nie auf Bräutejagd um meinen Samen zu säen und meinen Trieben die Oberhand über mein ICH zu gewähren. Ich onaniere auch nur selten, höchstens um der Pollution vorzubeugen. Ich habe Respekt vor jedem Menschen und ich denke, dass alles seine Existenzberechtigung hat, auch Schmerz, Leid und Ungerechtigkeit, sonst würde man die schönen Dinge im Leben doch gar nicht zu schätzen wissen. Es verleiht dieser Welt doch die nötige Vielseitigkeit. Deswegen rege ich mich auch nicht über Menschen auf, die sich von Grund auf moralisch unsittlich benehmen und die Natur und den Menschen nicht zu schätzen wissen und somit natürlich auch seine Gefühle. Ich habe nie Rachegedanken oder aggressive Vorstellungen. Ich rede eigentlich auch nie von mir, deswegen gebrauche ich in dieser Beichte auch so oft das Wort "ich".

Aber das Wichtigste im Leben, dieses Gefühl, dass man mit sich selbst im Reinen ist, das fehlt irgendwie. Und ich suche und suche und suche - und finde nichts - ich habe kein Ziel, ich sehe keinen Sinn in alledem. Die meisten Jugendlichen in meinem Alter kümmern sich einen Dreck um so etwas, ich beneide sie, ich würde so gerne aufwachen können und einfach meinem Alltag nachgehen, meinen Wünschen nachgehen, das tun, was mich glücklich macht. Aber ich habe keine Wünsche, mich macht nichts glücklich, zumindest erfüllt mich keine Handlung oder kein materieller Gegenstand so, um dieses Gefühl von Glück und Zufriedenheit zu spüren. Es fehlt mir ja eigentlich an nichts. Ich habe ein Dach über dem Kopf und eine intakte Familie. Die Natur hat mich mit einem soliden Intellekt ausgestattet und mit einer guten Portion Bescheidenheit und Realismus. Anstatt den vermeintlich schönen Dingen des Lebens zu folgen, die unserer Gesellschaft suggeriert werden, teile ich an Wochenenden abends Essen für Menschen, die an der Existenzgrenze leben, aus und besuche immer mittwochs eine an Parkinson erkrankte Seniorin, die ich mit dem Rollstuhl spazieren fahre. Ja - ich muss sogar zugeben, dass ich es nicht nur für die anderen Menschen mache, um ihnen etwas Gutes zu tun, sondern auch für mich selbst. Ich versuche, meine innerliche Leere durch das Leid anderer zu füllen. Ich schäme mich manchmal dafür, aber im Grunde genommen profitieren diese Menschen davon, da sich jemand um sie kümmert und ich mache das ja auch sehr gerne. Manchmal bekomme ich aber Angst, dass ich in ein paar Jahren eine andere Sichtweise auf die Welt und ihre Rätsel bekomme und es bereuen werde, meine Jugend nicht exzessiv ausgelebt zu haben. Mensch! Ich lebe in Berlin - ich könnte zweimal die Woche ins Sonnenstudio gehen und mir die Augenbrauen zupfen und mir schöne Freunde suchen, mit denen ich die heißesten Clubs der Stadt "abchecken" könnte und den ganzen Tag feiern könnte und Mädchen klar machen! Menschen konsumieren, so hart es geht und mein Selbstwertgefühl somit steigern, so wie es meine Ex-Freundin jetzt macht.

An der liegt nämlich sogar vielleicht meine Abgestumpftheit zu meinem Leben. Übermorgen wären es 5 Jahre gewesen - ganze 5 Jahre und jetzt treibt sie es mit einem 25-jährigen Software-Entwickler. Er sei ja so lustig und würde einfach nur in den Tag hinein leben - und dann hoppelt sie mit ihrem neuen ICH, auf Oberflächlichkeit getrimmt, in der Schule vor mir rum und alles, was ich von dem Menschen, dem ich so viele Jahre meines noch jungen Lebens gewidmet habe, den ich praktisch miterzogen habe, zu hören bekomme sind Dinge wie: "Deine neue Jacke ist cool!"

Ich verstehe so etwas nicht, wir haben jahrelang - praktisch ein Viertel unseres gesamten Lebens - zusammengelebt, unsere Seelen ausgetauscht und einfach... Ich könnte heulen, jetzt wo ich das schreibe. Dabei war sie doch immer die kleine Zerbrechliche, die doch so oft traurig und nicht zufrieden mit sich selbst war. Ich habe sie aufgemuntert, wenn ihre Freunde sie ausgegrenzt haben und sie weinend zu mir kam oder wenn sie ihre Theorieprüfung versemmelt hatte. Ich musste ihr sagen, dass sie sehr schön sei und gar nicht dick. Ich habe ihr nicht gesagt, dass ich sie liebe, das hat sie gestört. Ich bin aber der Meinung, dass man den anderen spüren lassen sollte, dass er etwas ganz Besonderes sei und es ihm nicht jeden Tag sagen sollte. Jetzt ist alles vorbei und kaputt. Sie hat gelernt, sich richtig zu schminken und aufreizende Klamotten anzuziehen, hat die Brille gegen Kontaktlinsen eingetauscht und wackelt mit ihrem süßen Po sodass die ganzen spitzen Schlosser natürlich alle anfangen zu hupen, und da sie ja jetzt von der allgemeinen Masse so viel Aufmerksamkeit bekommt, kann sie auf Leute wie mich verzichten. Ich verstehe sie und ich gönne ihr auch ihr Glück aber insgeheim weiß ich, dass ich ihr menschlich immer noch überlegen bin - auch wenn ich ihr so einiges beigebracht habe. Ich trage natürlich eine Mitschuld an allem, klar. Immerhin hab ich ihr "vergöttern" früher nicht genug geschätzt. Aber das lag eh nur an ihrem Kindeseifer in diesem Alter. Sie wird wahrscheinlich nie wieder jemanden so lieben können - oder sich einbilden können, jemanden so zu lieben, wie sie mich geglaubt hat zu lieben. Es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen entwickeln, vor allem in der Pubertät. Es ist sicherlich eine wichtige Lebenserfahrung. Nichts ist wohl von Ewigkeit aber wenigstens Liebe muss doch unendlich sein, alles andere ist doch Illusion. Alles andere macht doch noch weniger Sinn. Ich könnte noch so viel schreiben, aber es reicht jetzt. Mal sehen, wo ich lande, wo ich in fünf Jahren bin, vielleicht beichte ich ja dann, dass ich Frauen schlecht behandele und im Alkohol versunken bin. Ich bin gespannt. Danke fürs Lesen. Hat gut getan.

Beichthaus.com Beichte #00024860 vom 29.09.2008 um 19:32:06 Uhr (40 Kommentare).

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