Zahlarztpatienten

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Zorn Gesundheit Gesellschaft München

Ich (w/26) arbeite in einer Zahnklinik als Rezeptionistin. Der Job an sich ist toll, wären diese speziellen Patienten nicht da. Ich merke, dass ich mit der Zeit ziemlich misanthropisch geworden bin. Die schlimmsten Patienten sind für mich Araber, Türken und Privatpatienten! Araber/Türken kommen NIE zur Vorsorgeuntersuchung, wollen aber sofort einen Notfall-Termin. Wenn ich alleine an der Rezeption bin, schicke ich das Gesindel meistens in die Notfallzentrale. Privatpatienten rufen beim Schmerz meistens Nachmittags an und wollen an diesem Tag kommen, weil Ihnen der Zahn abgebrochen ist. Wenn es keinen freien Termin gibt, werden Sie patzig und beleidigen einen. Leider kann ich dieses arrogante Pack nicht so leicht wegschicken, weil sie uns viel Geld miteinbringen (wurde mir so eingetrichtert).

Gestern ruft ein langjähriger Privatpatient an und meint, er möchte SOFORT kommen, weil sein Zahn abgebrochen ist. Leider war meine Ärztin außer Haus. Notfall ist, wenn man Blutungen, Schwellung oder einen Unfall hat! Leider wollen sie ewig mit mir diskutieren und hören nicht auf zu reden. Ich bin eh unterbezahlt und sehe es nicht ein mir unnötige Kopfschmerzen zu bereiten. In dem Moment rede ich wie, als würde ich einen Flüchtling den Weg beschreiben, ganz langsam und mit tiefer Stimme sag ich: ARZT. NIX DA HEUTE. KEIN. TERMIN. Und wiederhole es, solange bis der Patient aufhört zu diskutieren. Ich verachte jedes arrogante Miststück und vergebe denen meist keinen Termin, obwohl etwas frei ist. Ich behalte die offenen Termine für die netten Patienten, die mit einem respektvoll umgehen, egal ob sie per Kasse oder Privat versichert sind. Ich bitte um Absolution, weil ich sehr viele Privatpatienten meines Chefs vergrault habe.

Beichthaus.com Beichte #00041821 vom 26.04.2019 um 13:22:12 Uhr in München (26 Kommentare).

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Die deutsche Jammergesellschaft

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Engherzigkeit Geld Gesellschaft

Wir sind eine junge Familie und werden dieses Jahr mehr als 50.000 Euro Einkommenssteuer (zzgl. Sozialabgaben) zahlen. Da wir Beide voll arbeiten spielt Ehegattensplitting praktisch keine Rolle. Ich finde zwar wir könnten ein wenig weniger zahlen, aber im Großen und Ganzen finde ich die Steuersumme angemessen.

Was mich nervt ist, dass diejenigen die praktisch nichts oder sehr sehr wenig zahlen nur am Heulen sind. Sie kriegen davon zu wenig und wollen da mehr haben und überhaupt die „Reichen“ und die „da oben“ würden den Staat nur ausnützen und betrügen. Außerdem haben Sie das Gefühl nur sie müssen Steuern zahlen und würden Staat damit am laufen halten. Leute, dass tut ihr nicht - ihr zahlt praktisch nix ein. Die unteren 30 Prozent (nach Einkommen) zahlen nicht mal 1 % der Einkommensteuer. Und dann kommt immer: Aber die Mehrwertsteuer. Ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer und es nervt mich. Ich verdiene zu wenig, die Abgaben sind so hoch, die Rente zu niedrig, das Benzin zu teuer, der Sommer war zu warm, der Winter ist zu kalt und die Zigarettenschachteln werden immer kleiner. Ich habe keine Lust mehr mir dieses Gejammer anzuhören.

Beichthaus.com Beichte #00041748 vom 07.02.2019 um 08:13:23 Uhr (64 Kommentare).

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Bitte nur deutsche Schulkinder in der Klasse

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Vorurteile Schule Gesellschaft

Mein Mann und ich sind aufs Land gezogen, obwohl wir dort jobtechnisch nicht so gut verdienen können, wie in der Großstadt. Der Grund dafür sind unsere Kinder. Wenn sie in diesem und nächsten Sommer in die Schule kommen, wollen wir eine Schulklasse mit 98-100 Prozent Deutschen bzw. deutschsprachigen Kindern, damit die beiden in einem normalen Umfeld lernen können. So, wie auch mein Mann und ich es früher konnten. In der Stadt gibt es teilweise schon (staatliche) Grundschulklassen, wo es umgekehrt ist und niemand richtig Deutsch spricht oder deutscher Herkunft ist außer 3 Kinder. Es hat mich selbst etwas erschrocken, weil ein Kind an sich nichts dafür kann, aber die Aussicht, dass meine Kids in so eine Klasse gehen sollen, hat mich wirklich angewidert und abgeschreckt. Ich hoffe trotzdem, dass sie frühestmöglich auch Kinder mit Migrationshintergrund kennenlernen und mit ihnen zu tun haben, sei es freundschaftlich oder im Verein. Dabei ist es mir auch egal, ob das Holländer, Iraker oder Chinesen sind. Aber was die Schule und Bildung angeht sind wir sehr extrem geworden und werden uns entgegen dem politisch korrekten Trend durchsetzen und die Kinder im großen Zweifelsfall sogar auf eine Privatschule schicken. Und wenn wir dafür als Atheisten einer Kirche beitreten müssen!

Beichthaus.com Beichte #00041735 vom 29.01.2019 um 12:51:02 Uhr (34 Kommentare).

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Leidensgenossen auf getrennten Wegen

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Ungerechtigkeit Engherzigkeit Gesellschaft Rosenheim

Seitdem ich im Jahr 2016 aufgrund mehrerer psychischer (inzwischen anerkannter) Störungen einige Monate in stationärer Behandlung war, dürfte ich die Bekanntschaft einiger Leidensgenossen machen. Wir haben die harten Therapien gemeinsam durchgestanden. Das war nicht einfach und verlangte viel vom Einzelnen ab. Gruppenarbeit war angesagt, die nicht immer geglückt ist. In den Therapiestunden wurde das Dank der therapeutischen Moderation stets gut gelöst. Danach war so gut wie jeder in ambulante Therapien vermittelt worden und wir gingen in Vertrautheit und Wehmut auseinander.

Wir Patienten haben über Wochen und Monate hin miteinander geweint, gelacht, gearbeitet und gehofft! Doch kaum waren nicht einmal drei Monate nach dem Klinikaufenthalt vorbei, kriegen wir kein gemeinsames Treffen mehr auf die Reihe, weil einige auf Nachrichten nicht mehr reagieren und andere einen dahingehend nur vertrösten. Mich verletzt das sehr. Ich beichte somit mein Misstrauen in vermeintliche Leidensgenossen und wünschte, ich hätte mich ihnen niemals geöffnet.

Beichthaus.com Beichte #00041729 vom 26.01.2019 um 01:06:42 Uhr in Rosenheim (16 Kommentare).

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Ich habe noch nie gewählt!

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Faulheit Politik Gesellschaft Bern

Ich (m/42) bin Politjournalist, habe Politikwissenschaften studiert und ein Nachdiplomstudium mit politischen Inhalten absolviert. Ich kenne mich in der Schweizer Innenpolitik bestens aus, kenne das System, weiß auch meistens vorher, wie die Abstimmungen ausgehen werden. Ich erzähle auch immer allen, dass das Schweizer Politsystem so toll ist und wie wichtig es ist, regelmäßig abstimmen und wählen zu gehen. Ich beichte, dass ich selbst in meinem ganzen Leben noch nie gewählt oder abgestimmt habe. Ich schäme mich dafür. Ich bin einfach zu faul. Trotzdem sitze ich auch jetzt wieder gebannt vor dem Fernseher und bin gespannt, ob meine Voraussagen sich bewahrheiten.

Beichthaus.com Beichte #00041655 vom 25.11.2018 um 12:23:20 Uhr in Bern (21 Kommentare).

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