921 Briefe an die GEZ

93

anhören

Boshaftigkeit Ignoranz Eisfeld

Briefe an die GEZ
Ich bin vor ein paar Monaten umgezogen und bekomme jetzt alle paar Wochen Post von der GEZ. Ich soll zurückschreiben und mich anmelden. Ich schreibe auch immer sofort brav zurück, allerdings ohne langweilige Anmeldung. Vorletztes Mal habe ich den neusten Prospekt des hiesigen Discounters in den Umschlag getan, heute waren es die Werbebeilagen der Illustrierten. Natürlich ohne Porto drauf zukleben, denn jeder weiß ja: Wenn da "Antwort" steht, zahlt der Empfänger. Egal ob die schreiben "Bitte frankieren". Das Ganze fühlt sich so noch viel besser an, wenn ich weiß, dass die dafür auch noch bezahlen. Aber es zahlen so viele Leute GEZ-Gebühren, da ist das nur fair.

Beichthaus.com Beichte #00027708 vom 13.04.2010 um 20:04:35 Uhr in Eisfeld (93 Kommentare).

In WhatsApp teilen

922 Mein abenteuerlicher Weg ins Haus

17

anhören

Trunksucht Vandalismus Dummheit Last Night

In meiner Jugend habe ich recht viel Alkohol getrunken, was natürlich des Öfteren zu Problemen mit meinen Eltern führte. Es war einer dieser Abende, an denen ich gut angeheitert nach Hause kam. Leicht schwankend wollte ich gerade die Türe aufschließen, als ich bemerkte, dass ich meinen Schlüssel nicht dabei hatte. Da ich im vergangenen Monat schon mehrmals selbigen vor einer Sauftour zu Hause gelassen hatte, konnte ich erahnen, was dies für einen Ärger geben würde. Ich klingelte, doch niemand öffnete. Ich schlich also ums Haus und bemerkte, dass meine Eltern nicht da waren. Es war wirklich sehr spät und sehr kalt und so beschloss ich kurzerhand, einzubrechen. Ich stellte mich vor unser Kellerfenster und trat kurzerhand die Metallgitter ein. Da ich ja, wie oben erwähnt, ziemlich betrunken war, hatte ich keine Ahnung, wohin dieses Fenster führte.

Kurzerhand zwängte ich mich durch die enge Öffnung, wobei ich mir meine Jeans und meinen Oberschenkel aufschlitzte. Ich hing also mit den Füßen zuerst in dem Schacht und ließ mich fallen. Ich landete auf etwas unebenem Boden und wunderte mich schon, wo ich mich denn bitte befand. Vorsichtig tastete ich mich zur Kellertür und natürlich war sie abgeschlossen. Reumütig trat ich meinen Rückweg an, doch da passierte es. Ich fiel, panisch klammerte ich mich an irgendetwas fest, was ich gerade zu fassen bekam. In meinem betrunkenem Zustand konnte ich natürlich nicht mehr klar denken und begriff zum Glück nicht, dass mein Leben gerade am seidenen Faden hing. Irgendwie schaffte ich es, mich hochzuziehen und mich unter den erbärmlichsten Anstrengungen meines Lebens in Richtung des Lichtscheins zu ziehen.

Ich kassierte einen heiden Anschiss, weil ich schon wieder meinen Schlüssel vergessen hatte. Am nächsten Tag ging ich das Ganze noch einmal durch und mir wurde klar, dass ich in den Heizungskeller gesprungen war, und sich unter den Rohren, auf denen ich im Stockdunkeln balanciert war, ein 10 Meter tiefer, nicht abgedeckter Brunnen mit Pumpe befindet. Meinen Eltern ist das kaputte Kellerfenster aufgefallen, aber sie haben es auf randalierende Jugendliche geschoben. Ich beichte, dass es mir leid tut und ich nie wieder in dunkle Schächte springen werde.

Beichthaus.com Beichte #00026119 vom 20.04.2009 um 17:54:46 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein

923 Sternstunden im Leben eines Stinkwagenfahrers

30

anhören

Zwietracht Ungerechtigkeit Arbeit Scheeßel

Ich habe vor einigen Jahren im Sommer auf Festivals Toiletten sauber gemacht. Ich bin also der Typ gewesen, der immer mit dem Stinkwagen kommt und dann seinen Schlauch in die Soße reinhält. Dafür habe ich netto 50 Euro die Stunde bekommen und dementsprechend ganz gut an so einem Wochenende verdient. Die meisten Besucher haben sich zwar die Nase zugehalten, waren aber wohl recht dankbar wenn endlich die Toiletten sauber gemacht worden sind. Ein paar Mal habe ich sogar Schmiergeld bekommen wenn ich irgendwo zuerst hingefahren bin. Einmal wurde ich jedoch wirklich übel von ein paar besoffenen Typen vollgequatscht. Von wegen Hauptschule abgebrochen, jetzt musst Du Toiletten sauber machen, wir studieren lieber.

Leider nicht nur kurz sondern während ich mehrere Toiletten sauber gemacht habe, eine Dose ist auch geflogen. Wie das Schicksal es so wollte habe ich einen Tag später gesehen wie einer der Typen auf eine Toilette gegangen ist, ich habe nicht lange gezögert und eines der Vorhängeschlösser aus meinem Stinkwagen davor gehängt. Einer meiner Kollegen hat mich dann eine halbe Stunde später angerufen das da jemand schlimm am randalieren ist weil ich ihn wohl eingesperrt habe. War dann sehr lustig für uns ihn zu befreien, zumal sich schon eine gigantische Menschenmenge draußen versammelt hatte. Ja, Sternstunden im Leben eines Stinkwagenfahrers. Zu beichten gibt es eigentlich nur das ich gehofft habe der Typ würde länger auf der Toilette festsitzen.

Beichthaus.com Beichte #00030068 vom 27.06.2012 um 17:29:20 Uhr in Scheeßel (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

924 Brandstifter in Lila

34

anhören

Peinlichkeit Waghalsigkeit Eitelkeit

Ich beichte, dass ich ein Volltrottel bin! Eine Volltrottelin, genauer gesagt. Ich habe heute einen Topf mit Öl auf den Ofen gestellt und mich dann ins Internet begeben. Ich habe nach knapp 15 Minuten an den Topf gedacht, aber da war es dann schon zu spät. Die Küchentür zeigte hinter der Milchglasscheibe nur noch dunkelgraues Wabern. Ich habe die Feuerwehr angerufen, also eigentlich die Polizei, weil ich nicht mehr wusste, wer jetzt welche Nummer hat und die sind angerückt mit drei großen Autos, die Polizei ist auch gekommen und ein Rettungswagen war noch da. Und zwei Autos von den Stadtwerken, weil ja die Feuerwehr Strom und Gas abgestellt hat. Und ich Vollidiot stand auf der Straße in meiner ausgebeulten, rosa Nikkihose, der ältesten, abgefucktesten löchrigen Strickjacke, die ich besitze, meinen rosa Gummischuhen mit Plastik-Gänseblümchen in den Löchern, die Haare wirr, rauchbedingt feuerwehrautoroten Augen, dem Handy in der Hand und konnte es nicht fassen. Ich glaube, die dachten ich wäre eine Pennerin. Zu allem Überfluss muss ich auch noch gestehen, dass mir das nicht das erste Mal passiert ist.

2001 auch schon. Daraufhin hat mir mein Bruder eine Fritte geschenkt und jetzt ratet mal, habe heute festgestellt, dass die kaputt ist, vor der Öl-in-Topf-Sache. Gebrannt hat es übrigens nicht, nur gequalmt. Der Feuerwehrchef hat mich noch gelobt, weil ich alles richtig gemacht habe. Der Polizist war richtig lustig und meinte, das nächste Mal sollte ich doch die Fischstäbchen ganz normal in der Pfanne machen und die Sanitäter waren auch sehr nett. Ach und zu allem Überfluss weiß mein Dad, der mal Polizist war, auch schon Bescheid. Ich dachte mir noch, den Gruß vom Feuerwehrchef richte ich bestimmt nicht aus. Was eine Scheiße! So, jetzt bitte, lacht euch kaputt und gebt es mir so richtig, ich habe es nicht anders verdient.

Beichthaus.com Beichte #00024945 vom 13.10.2008 um 18:40:47 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Beichte

925 Lügen für Werbegeschenke

15

anhören

Falschheit Lügen Betrug Einbeck

Lügen für Werbegeschenke
Ich (m/20) habe mich auf der Cebit als Geschäftsmann ausgegeben, aber eigentlich war ich nur hinter den guten Werbegeschenken her.

Beichthaus.com Beichte #00025798 vom 04.03.2009 um 17:05:18 Uhr in Einbeck (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000