Teufelskreis Depressionen

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Neurosen Misstrauen Gesundheit Berlin

Ich will beichten, dass ich seit Jahren attestierte Depressionen habe und ich nichts dagegen unternehme. Ich habe schon ein paar Mal versucht einen Therapieplatz oder einen Platz in der Tagesklinik zu bekommen. Aber ich wurde immer abgewimmelt und ich war einfach nicht hartnäckig genug und bin nicht am Ball geblieben, damit ich endlich mal einen Therapieplatz bekomme. Das ist wie ein Teufelskreis. Ich muss mich total zusammen nehmen, um überhaupt irgendwo anzurufen, dann wird mir immer gesagt, dass ich in paar Monaten noch mal anrufen soll.

Ich weiß, dass es meine Schuld ist, das ich keinen Platz finde. Ich habe ja danach nicht mehr gesucht und habe mich der Antriebslosigkeit wieder hingegeben. Ich habe mich mal einer Person anvertraut und gefragt, ob sie mir helfen kann einen Platz zu finden. Leider nimmt sie das nicht so ernst, sie meinte ich soll mich nicht so anstellen und ich sei ja nur faul. Leider war diese Person die Einzige, die ich noch hatte. Nach meinem Outing hat sie sich dann auch nicht mehr gemeldet, obwohl wir uns schon seit 10 Jahren kennen. Das war ein sehr enttäuschendes Erlebnis für mich und ich würde jetzt nie wieder jemanden privat davon erzählen. Ich denke, ich muss versuchen das alles alleine hinzukriegen.

Beichthaus.com Beichte #00041736 vom 30.01.2019 um 04:52:30 Uhr in Berlin (21 Kommentare).

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Vom Gastvater vergewaltigt

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Missbrauch Feigheit Gesundheit Australien

Es fing an als ich 13 Jahre alt war. Nach und nach bekam ich immer mehr Schmerzen beim Essen. Ich habe in der Zeit natürlich abgenommen und meine eigene Mutter glaubte mir nicht, dass ich Schmerzen hatte. Sie nannte mich nur Model und sagte mir sogar, ich solle meinen Teller nicht so voll füllen, weil ich sowieso nur 2 Esslöffel essen würde. Ich war vorher pummelig und meine Mutter fand eh, ich solle abnehmen. Ich sagte ihr jede 2. Woche, sie soll einen Termin beim Arzt machen. Nonstop Bauchschmerzen zu haben und deshalb nicht essen zu können, kann nicht gesund sein. Zudem nagte es stark an meiner Psyche. Ich fing an zu glauben, ich könnte die Chance nutzen und für immer dünn bleiben, weil ich anscheinend sonst nicht gut genug war. Ich probierte mit den Schmerzen irgendwie klarzukommen. Als ich dann zu einem untergewichtigen Zombie mutierte, fing meine Mutter an mir zu glauben und vereinbarte einen Arzttermin. Die richtige Diagnose ließ 6 Monate auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass ich eine chronische Krankheit habe und mein Leben lang Medikamente nehmen muss. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie mir lange nicht geholfen hat und ich seither Essgestört bin.

Nach dieser Tortur brauchte ich eine Auszeit vom Leben und machte mit 15 ein Auslandsjahr in Australien. Ich wollte soweit weg wie möglich. Ich hatte dort eine Gastmutter und einen Gastvater. Nachdem ich schon 5 Monate dort verbracht hatte und mein Leben sich normalisierte, flog meine Gastmutter mit einer Freundin für ein paar Wochen in den Urlaub, darum waren der Gastvater und ich alleine. Wir sind an einem Wochenende mit einem Pärchen campen gegangen. Ich schlief mit meinem Gastvater in einem Camper, aber ich hatte meine eigene kleine Matratze. In der Nacht regnete es stark und das Dach hatte ein Loch, deshalb wurde ich ganz nass. Ich weckte meinen Gastvater, um zu fragen, was ich tun sollte. Er meinte, ich solle mich zu ihm ins Bett legen und das tat ich auch. Plötzlich wachte ich auf und er begrapschte mich. Ich war zutiefst erschüttert und geschockt und wusste nicht, was ich tun sollte. Ich versuchte seine Hand wegzureissen, doch er war viel stärker als ich. Das komische war, er schien tief und fest zu schlafen. Am nächsten Tag sprach ich ihn darauf an und er sagte, er nehme starke Medikamente und ihm sei es nicht bewusst gewesen, es täte ihm mega leid und er könnte sich an nichts erinnern. Ich war ziemlich naiv und glaubte ihm.

Ich war wirklich sehr naiv damals und leicht zu beeinflussen, weil es mir psychisch einfach dreckig ging. Lange rede kurzer Sinn, als wir vom Campen zurückkehrten manipulierte er mich solange, bis ich zuließ, dass er mich anfassen durfte. Auf eine kranke Art und Weise fühlte ich mich das erste Mal seit Ewigkeiten geborgen und beachtet. Doch dann kam meine Gastmutter zurück und mir wurde bewusst, wie krank das Ganze ist. Ich wollte von ihm nicht mehr angefasst werden. Er sagte mir, ich könne nicht so plötzlich nein sagen und er müsse sich erst von mir entwöhnen. Ich dachte, ich höre nicht recht und weinte jeden Abend, weil ich mir richtig dreckig vorkam und bereute es, jemals ja gesagt zu haben. Er erzählte der Gastmutter, er wolle am kommenden Wochenende einen Tagesausflug mit mir machen und ich sagte ja. Ich dachte mir nichts dabei. Ich wollte außerdem nicht nein sagen, denn was hätte die Gastmutter denken sollen?

Also bin ich mit ihm ins Auto gestiegen und wir hielten tatsächlich an einer schönen Stelle an. Es war mitten im Nirgendwo, kein Auto/ Mensch in Sicht. Ich machte erst schöne Fotos, aber dann fing er an, mich zu betatschen und ich sagte nein, doch er hörte nicht auf und sagte, ich wolle es doch auch. Er vergewaltigte mich schließlich. Ich nahm nicht die Pille und er benutzte kein Kondom, deshalb musste ich zur Apotheke und mir die Pille danach holen. Sie fragten mich dort, ob sie die Polizei rufen müssen, doch ich sagte nein und füllte einen Zettel aus. Ich dachte damals, ich sei nichts wert und habe mich zutiefst geschämt. Der Hammer ist, als dem Gastvater bewusst wurde, was er getan hatte, ist er zur Hypnose gegangen, um alles zu vergessen. Doch ich fand das nicht fair, er hat kein Recht auf ein reines Gewissen. Ich erzählte ihm, was er getan hatte und er konnte sich dann wieder erinnern.

Mittlerweile habe ich einen Freund, doch den Sex kann ich kaum genießen. Ich muss mich zusammenreißen, damit ich nicht weine. Manchmal schaffe ich das nicht und weine wirklich. Ich erzähle ihm immer, es wäre vor Glück und er glaubt das auch und findet es süß. Ich möchte ihn nicht unnötig damit belasten und hoffe, dass ich es irgendwann genießen kann.

Beichthaus.com Beichte #00041645 vom 20.11.2018 um 02:50:25 Uhr in Australien (Melbourne) (11 Kommentare).

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Finger in den Hals und raus damit

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Sucht Ernährung Gesundheit Stuttgart

Ich (w/21) habe seit über 7 Jahren Bulimie. Angefangen hat es, weil ich als Kind/Jugendliche ziemlich fett war. Daraufhin Sport und nicht zu knapp. Fünfmal die Woche Karate, täglich 30 km Radfahren (mein Vater hatte kein Geld für meine Busfahrkarte), Inlinern und joggen. Dazu natürlich viel zu wenig gegessen und schwupps - Untergewicht. Das fiel meinen Eltern natürlich irgendwann mal auf, ich wurde zum Kinderarzt geschickt, der wollte mich in eine Klinik einweisen und so weiter - klare Magersucht eben.

Kurz davor hatte ich selbst realisiert, wie dünn ich bin und habe mich dazu bewegt mehr zu essen und weniger Sport zu machen. Ich wollte wieder gesund werden. Dadurch, dass aber nun mein Kinderarzt und meine Mutter beide so einen Druck gemacht haben - heißt zweimal täglich wiegen, alle 3 Stunden etwas essen müssen, Sportverbot und fast schon tägliche Besuche beim Kinderarzt - habe ich als 13-jähriges Mädchen protestiert und aus Protest einfach da weiter gemacht, wo ich aufgehört hatte.

Als ich dann kurz davor stand in eine Klinik eingewiesen zu werden, habe ich dann per Zufall auf Family Guy (ausgerechnet da lernt man was!) einen Satz gehört, der mir noch bis heute im Kopf geblieben ist: "Finger in den Hals und raus damit." Ja, und das praktiziere ich nun schon seit 7 Jahren. Angefangen hatte es mit dem Essen, zu dem ich gezwungen wurde es zu essen. Dann merkte ich, dass es Spaß macht essen zu können, soviel ich will, ohne zuzunehmen. Ich glaube, das war der Moment, in dem ich wirklich süchtig wurde. Momentan versuche ich selbst davon loszukommen, aber so leicht ist das natürlich nicht. Hilfe werde ich mir trotzdem keine mehr holen, die "Hilfe" zu Anfang meiner Essstörung war mir da schon genug. Mit meiner Mutter habe ich nur noch den nötigsten Kontakt.

Beichthaus.com Beichte #00041625 vom 06.11.2018 um 08:47:19 Uhr in Stuttgart (11 Kommentare).

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Fehldiagnose beim Gynäkologen

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Zorn Schwangerschaft Gesundheit Konstanz

Wünsche mir, dass eine bestimmte Person stirbt bzw. dass ihm etwas passiert, nämlich meinem Gynäkologen bzw. Ultraschallarzt, war genau dreimal zum Ultraschall und bei dieser Untersuchung behauptete der Arzt er sieht eine vergrößerte Nackenfalte, sieht eine Zyste im Kopf und wahrscheinlich einen offenen Rücken. Er empfahl mir abzutreiben, dies könnte er auch durchführen, bräuchte dafür nur einen Schein, da es nicht mein erstes Kind war, habe ich den Ultraschall sehr wohl mitbekommen (komme aus dem medizinischen Bereich) und konnte nichts dergleichen feststellen im Video und auf den Bildern. Wechselte den Arzt und das Ultraschallbild war unauffällig - welch Wunder. Ich hatte aber bis zur Geburt einfach nur Angst, die auch nicht so schnell abzuschalten war. Am Tag der Geburt, 3 Wochen vor Termin dann die Erleichterung, alles war in Ordnung, ein gesundes, reifes und normales Mädchen. Ich beichte, dass ich seit diesem Tag diesem Mann nur schlechtes wünsche, ich male mir aus, dass er für diese Lügen seine gerechte Strafe bekommen muss und hoffe sehr, dass sich dieser Wunsch erfüllt. Er hätte ein junges Leben um ein Haar ausgelöscht, nur wegen seiner Vermutung. Er hat zwei verschieden große Körperteile und ist daher auch keine Schönheit in meinen Augen, aber ich hoffe auf Absolution, ich kann diese Gedanken nicht abstellen und hoffe immer noch, dass ich durch meine Gedanken etwas bewirken kann, dass er einen Autounfall hat, Herzinfarkt oder was auch immer, nur bitte nichts Gutes für ihn. Ich weiß, ich bin schlecht, aber er hat mich dazu gemacht. Ich habe solche Gedanken vorher nie gehabt. Ich würde ihn auch nie anrühren, das soll das Karma für mich übernehmen.

Beichthaus.com Beichte #00041616 vom 27.10.2018 um 13:41:50 Uhr in Konstanz (43 Kommentare).

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Meine Jugendliebe und die Drogen

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Drogen Liebe Gesundheit Berlin

Ich (m/23) werde nächste Woche meine Freundin (23) heiraten. Wir stammen beide aus Berlin, einem nicht sonderlich guten Stadtteil, sind zusammen zur Schule gegangen und wohnten in der selben Straße. Wir stammen beide aus einem katastrophalen Elternhaus, unsere Mütter waren beide alleinerziehend. Meine Mutter war Alki, konnte es aber immer gut vor anderen verstecken, außer vor mir , ihre Mutter war gewalttätig und hatte mit Drogen zu kämpfen. Jedenfalls besuchten wir beide zusammen die weiterführende Schule und gingen in die selbe Klasse. Wir gingen meist zusammen zur Schule und auch wieder zurück , saßen in der Klasse stets nebeneinander. Da wir beide zu Hause die selben Probleme hatten, haben wir oft nachmittags gemeinsam Dinge erlebt. Sind um die Häuser gezogen, haben Musik gehört, heimlich die ersten Zigaretten probiert, Süßigkeiten mitgehen lassen und all das was 10- bis 11-Jährige so machen.

Wir waren wie Pech und Schwefel, nichts konnte uns trennen und wir waren beide 12 Jahre alt, als wir uns das erste mal küssten. Ich glaube, für meine damaligen Verhältnisse war ich ganz schön verknallt und habe mich gefühlt wie ein König. Wir genossen die Zeit miteinander , unsere Mütter durften nichts wissen, da Beide wahrscheinlich an die Decke gegangen wären.

Jedenfalls verstrich die Zeit, wir wurden älter und erreichten das 14. Lebensjahr. Wie man mit 14 halt neugierig ist, gehörten Zigaretten mittlerweile zum Alltag. Da wir öfters Kontakt zu älteren hatten kamen schnell bestimmte Substanzen wie Cannabis und Alkohol in unsere Hände. Somit konnten wir also auch den ersten Vollrausch und die ersten Joints in unseren jungen Jahren abhaken. Wir führten mittlerweile eine sehr normale Beziehung, immer noch verheimlicht von unseren Müttern. Wir verbrachten unsere freie Zeit oft draußen kifften und rauchten und bemitleideten uns mehr oder weniger selbst. Ein paar Pillen kamen hinzu. Was es war? Keine Ahnung. Ich denke es war MDMA. Wir haben es einfach genommen. Ich jedenfalls war mit meinen 14 recht schnell so vernünftig zu erkennen , dass ich besser die Finger davon lassen sollte. Meine Freundin fand jedoch gefallen.

Sie war geflasht vom Rausch und konnte nicht genug bekommen und begann alles was sie kriegen konnte zu probieren . Da war sie 15 . Ich war nicht immer dabei , da ich auch das kiffen wieder aufgegeben hatte und mich lieber mit Musik beschäftigte als ihr zuzugucken wie sie sich zudröhnte. Wir lebten uns auseinander, da sie mittlerweile fast täglich drauf war und kaum noch in der Schule erschien , wenn dann nur um zu schlafen. Sie gefiel mir auch nicht mehr so gut wie am Anfang. Müde Augen, Augenringe und sie roch nicht immer gerade frisch. Dann im Winter - wir waren 16 - hat sie das erste Mal Heroin genommen. Ich war am selben Abend bei ihr und fand ein Drecksloch von Wohnung vor, ihre Mutter war wohl seit Wochen nicht mehr da und sie lag abgeschossen wie ein totes Tier in der Küche und gab nur noch laute von sich. Mir drehte es den Magen um. Ich kotzte und heulte und versuchte sie zur Besinnung zu bekommen, ohne Erfolg. Der RTW brachte sie in die Klinik und da hab ich sie zuletzt gesehen. Das war ein halbes Jahr vor Schulende.

Ich machte einen recht passablen Abschluss und wusste seit dem Drogenvorfall: ich will hier weg . Jedenfalls, ich mache es kurz, bewarb ich mich auf alle möglichen Berufe und bekam eine Stelle als Krankenpfleger in NRW. Mir recht. Weit genug weg von dieser Stadt, die ich mittlerweile so sehr hasste, einer besoffenen Mutter und meiner Liebe die irgendwo Dreck in sich pumpte. Ich wohnte im Wohnheim, die Jahre vergingen wie im Flug, ich fand Freunde ohne Drogen und Sauf Exzesse, engagierte mich im Klinikum und legte mit fast 20 Jahren ein super Exam auf den Tisch. Das einzige was mich jedoch nie in Ruhe ließ waren meine Gedanken an meine Freundin. Was machte sie ? Ging es ihr gut? Lebt sie noch?

Aber ich stürzte mich in die Arbeit und versuchte meine Vergangenheit zu vergessen. Eines Tages jedoch, ich war 21, bekam ich Post. Meine Mutter war verstorben. Besoffen morgens um 8 ist sie vor einen LKW gerannt. Also ging's für mich nochmal nach Berlin. Beerdigung organisieren und Wohnung auflösen. Zwei Wochen war ich dort um am letzten Wochenende meine Mutter beizusetzen. Nur ich, der Pfarrer und die Bestatter. Was für eine jämmerliche Beerdigung. Am nächsten Tag wollte ich die Stadt wieder verlassen, ging aber abends noch mal zum Haus meiner Mutter um Abschied zu nehmen, auch wenn ich sie immer ablehnte. Ich konnte es nicht fassen - wen traf ich am Haus? Meine Jugendliebe.

Ich erkannte sie nicht direkt, aber sie sprach mich direkt an. Gut sah sie aus, nicht dieses zugedröhnte Wrack das ich damals in Berlin zurück gelassen hatte. Kurven hatte sie bekommen, die Haare gepflegt, aber an ihrer Haut sah man deutlich was sie ihrem Körper in den Jahren zugefügt hatte. Wir verabschiedeten uns von meiner Mutter und besuchten eine kleine Bar in der Innenstadt und genossen den Abend. Es war wie früher, wir hatten Spaß, lachten und erzählten. Dann wurde es ernst . Sie erzählte mir was sie mitgemacht hat. Von all den Drogen, Krankenhaus Aufenthalten, Arrestzellen, Entzug, Überdosis, Intensivstation und kaum draußen wieder Drogen. Dann der Kollaps, wieder Intensiv, Entzug und erneut wochenlang Klinik, den Körper wieder aufbauen. Dann Wohngruppe und Integration in den Alltag zurück . Ihr Körper sei ein Wrack sagte sie. Die Arme vernarbt, die Zähne seien nicht mehr echt, die Lunge geschädigt , das Herz geschwächt, die Nieren, die Leber, Medikamente jeden Tag, was für die Organe und Schlafmittel für die Nacht. Ich war geschockt. Jeden Tag sah ich auf der Arbeit menschliche Abgründe und das hübsche Mädchen mir gegenüber hat eine körperliche Verfassung wie ein Rentner ohne das man es großartig sieht.

Aber gut, unsere Wege trennten sich wieder, fürs Erste. Wir sahen uns nun wieder an den freien Wochenenden und genossen die Zeit miteinander, so wie früher. Einige Monate später und mit Hilfe ihrer Wohngruppe baute ich ein Umfeld für sie in NRW auf . Ich zog aus der Stadt raus in eine ländliche Gegend und fand eine schöne Wohnung mit Garten, reduzierte meine Stunden im Krankenhaus und war bereit SIE abzuholen. Sie war nervös, aber freute sich aufs Neue. Jedenfalls hat sie sich hier gut eingelebt, hat ihren Betreuer stets zur Verfügung und zufrieden mit den Aufgaben die sie hat.

Arbeiten ist leider nicht möglich bei ihr. Sie muss mittlerweile zwei Mal die Woche zur Dialyse, da ihre Nieren hinüber sind. Die Lunge pfeift bei zu viel Anstrengung und das Herz wird auch nicht besser. Ich arbeite fürs Geld und es freut mich von Herzen nach dem Dienst nach Hause zu kommen und zu sehen das sie im Garten ein paar Blumen gepflanzt hat und sich daran erfreut. Wir genießen jeden Moment, denn unsere Zeit ist knapp. Laut den Ärzten wird sie wahrscheinlich das 50. Lebensjahr nicht erreichen. Unsere gemeinsame Zeit ist das höchste gut das wie haben.

Wir wollen auch Kinder, aber die Ärzte sagen, dass sie die Geburt wahrscheinlich nicht überleben wird. Ich bin stolz auf diese junge Frau die bald meine Ehefrau sein wird! Aber ich habe furchtbare Angst wenn sie nicht mehr ist. Warum ich das hier geschrieben habe? Da keiner in unserem Freundeskreis weiß was wir durchgemacht haben, außer mein bester Kumpel. Wir wollen nicht, dass sich die Leute das Maul zerreißen, sondern Zeit für uns, Zeit die uns noch bleibt. Danke euch für eure Aufmerksamkeit. Es hat mir viel Energie gekostet das hier zu verfassen. Ich heule wie ein kleines Kind.

Beichthaus.com Beichte #00041586 vom 03.10.2018 um 22:36:21 Uhr in Berlin (34 Kommentare).

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