Angst im Dunkeln

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Feigheit Neurosen Dessau

Ich (w/22) habe meine Angst vor der Dunkelheit nie ganz überwunden. Schon als Kind hatte ich riesige Probleme damit. Ich habe mir dann die seltsamsten Rituale ausgedacht, um meine Angst etwas im Zaum zu halten. Als ich älter und mir klar wurde, dass diese Rituale nur von mir ausgedachter Quatsch und keine wirkliche Hilfe sind, konnte ich nur noch mit dem Licht der Nachttischlampe schlafen - was sich bis heute eigentlich nicht wirklich geändert hat.

In völliger Dunkelheit konnte ich nur dann schlafen, wenn jemand mit mir zusammen im Raum war, zum Beispiel im Urlaub, wo die ganze Familie in einem Raum schlief (beziehungsweise wenn ich mir das Zimmer mit meinem Bruder teilen musste) oder wenn ich Freunde zu Besuch hatte. Ich nahm dann immer das Bett, welches am weitesten von den Öffnungen im Raum (Türen, Fenster, Durchgänge usw.) entfernt war, in der Hoffnung "Sollte irgendwer oder irgendwas in den Raum kommen, wird er/es sich sicherlich auf das nächstmögliche Opfer stürzen, ich werde durch den Lärm geweckt und habe wenigstens eine Chance zur Flucht, anstatt direkt im Schlaf überfallen zu werden." Mit irgendwer meine ich Menschen, die in Häuser einbrechen, um andere zu töten oder auch Einbrecher, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, um nicht gefasst zu werden. Bei irgendwas gehts in den Bereich des übernatürlichen. Poltergeister, Dämonen und alles solche Sachen.

Natürlich weiß ich, dass es Geister und Dämonen nicht gibt. Aber wenn ich da alleine sitz, um mich herum ist alles dunkel und ich habe niemanden bei mir. Da spielt meine Fantasie einfach verrückt. Jedes kleine Geräusch wird uminterpretiert und lässt meine Angst steigen, dass sich da irgendwas in dieser Dunkelheit aufhält und mich beobachtet. Wenn ich nachts allein schlafen muss und durch ein Geräusch geweckt werde, ist mein erster Gedanke "Da ist jemand in der Wohnung!". Ich weiß, auch die Möglichkeit eines Einbruchs (bes. der Einbruch eines Mörders) ist relativ gering. Allerdings nützt mir das Wissen in diesem Moment nichts. Angst folgt nunmal nicht immer den Regeln der Vernunft. Gott sei Dank werde ich jetzt nur noch selten mit dem Alleinsein konfrontiert, da ich mit meinem Freund zusammenwohne. Dieser weiß zum Teil auch von diesen irrationalen Ängsten (er ist so ziemlich der Einzige, der davon weiß). Er weiß, dass ich nachts nicht gern allein bin und schnell ängstlich werde - das ganze Ausmaß ist ihm, glaube ich, nicht ganz bewusst. Ich schäme mich dafür diese Angst nie wirklich überwunden zu haben und weiß nicht was ich tun könnte, um sie eventuell doch noch irgendwann hinter mir lassen zu können.

Beichthaus.com Beichte #00041479 vom 07.08.2018 um 16:54:09 Uhr in Dessau (10 Kommentare).

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Beziehung zerbricht an psychischen Problemen der Freundin

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Neurosen Fremdgehen Liebe Gelsenkirchen

Wenn die Freundin psychische Probleme hat, solltet ihr das verdammt ernst nehmen. Besser noch - lasst die Finger von einer gemeinsamen Beziehung. Ich habe es von Anfang an gesagt bekommen. Das war auch sehr fair. Wir haben eine intensive Zeit gehabt und uns lieben gelernt. Aber das dunkle Gespenst ist natürlich nicht in der Ecke geblieben. Es kam raus und veränderte meine Freundin. Sie drehte sich um 180 Grad und sie entfernte sich von mir körperlich und emotional mit einer Härte, die man nicht beschreiben kann. Jegliche Konfrontation wurde vermieden. Das einzige Ziel war es nur noch mich aus dem Leben zu streichen. So brutal, dass ich nicht mal mehr glauben kann, dass es nur krankheitsbedingte Ursachen hat, sondern auch charakterliche. Ich habe Monate gebraucht um zu verarbeiten, dass der Mensch, dem ich nie etwas Schlimmes angetan, den ich geliebt und auf Händen getragen habe mich als Oase der positiven Energie ausgenutzt und ausgelutscht hat, bis ich nur noch Belastung war. Dann hat man mich wie ein Stück Abfall im Mülleimer entsorgt und die Lucke zugemacht. Immer mit dem Gefühl, dass auch noch ich an allem Schuld war.

Meine Naivität und damit ich allein Schuld daran bin, dass mich eine Frau emotional so zerpflückt hat, dass ich noch heute stellenweise den ganzen Tag grübeln muss. Es mag sein, dass mir völlig das Verständnis für diese Krankheit fehlt. Ich habe nun die Symptome am eigenen Leib zu spüren bekommen, ich will es gar nicht verstehen. Ich weiß, was es aus Menschen macht und möchte damit nichts mehr zu tun haben. Anders wäre es, wenn sich die betroffene Person hätte helfen lassen. Aber sie geht den leichten Weg und verdrängt die Themen, in dem Fall mich einfach. Es ist schon Männern vor mir passiert und es wird wieder Männern nach mir passieren. Und dafür verabscheue ich Ihr Handeln. Nennt es von mir aus Selbstmitleid. Ich nenne es eine Beichte meiner Dummheit und bin froh, dass ich es endlich aufschreiben kann. Denn noch lieber würde ich es ihr sagen, doch sie ist zu feige sich anzuhören, welche Konsequenzen ihr Handeln hat. Liebe C., bitte sehr, vögel dich durch die Weltgeschichte und irgendwann denkst du es ist wieder an der Zeit einen Mann kennenzulernen. Dann wirst du eine Zeit glücklich sein, aber es wird von vorn beginnen. Du wirst immer allein neben deiner Familie unter dem Weihnachtsbaum sitzen.

Beichthaus.com Beichte #00041475 vom 07.08.2018 um 14:01:08 Uhr in Gelsenkirchen (22 Kommentare).

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Dissoziative Identitätsstörung

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Neurosen Gesundheit Hannover

Ich habe eine diagnostizierte Dissoziative Identitätsstörung. Bitte bei Wikipedia nachgucken, wer es nicht kennt, Es ist zu kompliziert, es zu erklären. Alternativ auch gern Filme wie Split oder Who I am schauen. Es ist als wäre ich vom Teufel besessen, ich kann mich daran nie erinnern, aber es wird mir immer haarklein erzählt und tut mir jedes Mal unglaublich leid. Ich habe schon mehrere Polizeieinsätze ausgelöst, weil ich irgendwo im Wald verschwunden war. Mein größter Einsatz war mit circa 100 Einsatzkräften, darunter fünf Hundestaffeln und ein Heli. Ich habe zu meinen Verdruss auch noch die Rettungskräfte angegriffen. Sie tun mir so unglaublich leid! Ich meine sie wollen mir ja nur helfen und als Dank bekommen sie eine gewischt.

Es ist zum Glück noch nie etwas ernsthaftes passiert, aber trotzdem falsch. Wenn ich in der Öffentlichkeit auf einmal sehr komisch werde, belügen meine Freunde immer alle. Seit dem Film Split werde ich als Monster angesehen, was wahrscheinlich auch stimmt, nur das ich keine Schüsse überlebe und auch nicht Wände hochkrabbele. Dabei sind die auch alle super nett und besorgt, aber die Wahrheit würde sie vermutlich noch mehr verstören.

Beichthaus.com Beichte #00041471 vom 04.08.2018 um 01:36:19 Uhr in Hannover (8 Kommentare).

Gebeichtet von AnonymGrace aus Hannover
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Mein traumhaftes Doppelleben

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Neurosen Dortmund

Ich (m/22) habe ein ungewöhnliches Doppelleben habe. Ich habe von Natur aus die Veranlagung, luzid zu träumen. Ich habe als ich neun war dann die Fähigkeit erworben, bei jedem Traum luzide zu werden und somit jeden Traum nach Belieben zu gestalten. Heute bin ich Erwachsen und lebe seit fünf Jahren in diversen Einrichtungen, weil ich mein normales Leben nicht auf die Kette bekomme. Ich bin nicht in der Lage, selbstständig zu duschen, Hygiene zu betreiben, für mich zu sorgen wie Kochen oder Termine auszumachen und diese einzuhalten. Ich hänge praktisch jeden Tag in meinem Zimmer rum, schaue mir Videos an und versuche, meine Herzenswünsche und Interessen ohne Rücksicht auf andere zu verfolgen.

Dieses Leben führe ich nun seit drei Jahren in dieser Ausprägung, und neben vielen Klinikaufenthalten und mehreren tausend Milligramm Tabletten, die ich täglich schlucken muss, habe ich einen Status der Degeneration erreicht, die für mich fast das Ende bedeutet. Jeder ist mir gleichgültig, alle Ereignisse lassen mich kalt und ich habe im Allgemeinen kein Interesse mehr, ein Leben zu leben. Weder in dieser Welt, noch mit den Menschen, weil ich alle als unnütz, schwach und erbärmlich betrachte.

Jedoch habe ich in meinem Leben eine Sache, die mir Freude bereitet und bei der ich mich entfalten kann: Die luzide Träume, die ich oben beschrieben habe. Das ist mein Doppelleben. Ich schlafe so lange ich kann, und versuche so oft zu träumen wie es geht. Denn die Träume sind für mich der einzige Weg, glücklich und zufrieden zu sein. In meinen Träumen lasse ich alle meinen Gelüsten freien Lauf, sowohl sexueller als auch gewalttätiger Natur. Ich eliminiere Unmengen an Lebensformen in meinen Träumen, habe sexuelle Affären mit Wesen aus meinen Träumen und im Allgemeinen kann ich dort meine gesamte Persönlichkeit und meine Bedürfnisse so ausleben, wie ich es in der Realität nicht kann.

Ich beichte hiermit, dass die Realität mir nichts bieten kann, ich mich vor allem auf der Welt ekel, ich alles hasse und verachte, und mich deswegen in meine Träume flüchte und so ein Leben führe, wie ich es in der Realität gerne führen würde.

Beichthaus.com Beichte #00041434 vom 18.07.2018 um 11:32:27 Uhr in Dortmund (Oesterholzstraße) (17 Kommentare).

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Die Angst nach draußen zu gehen

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Neurosen Peinlichkeit

Vor einigen Tagen ist mir etwas sehr peinliches passiert. Seit einigen Monaten habe ich Angst- und Panikattacken. Leider stehe ich noch auf der Warteliste einiger Psychotherapeuten. Tagsüber schaffe ich es kaum vor die Tür zu treten und wenn es mal so weit ist, kämpfe ich innerlich mit meinen Ängsten. Mir wird dann ziemlich übel und teils schwarz vor den Augen weil mein Herz am rasen ist. Zum Beispiel ist Einkaufen eine reine Tortour. Deswegen bestelle ich meistens über Online-Supermärkte eine ganze Monatsration, wenn Freunde für mich nicht einkaufen können. Vor einigen Tagen habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin trotz Ängsten doch gegangen. Es war bereits einige Stunden vor Ladenschluss. Der ganze Prozess von der Überlegung bis aus dem Haus zu gehen hat geschlagene zwei Stunden gedauert.

Als ich es endlich aus der Tür geschafft habe war ich sichtlich erleichtert. Ich genoss den Sonnenuntergang und die warme Brise. Als die sich Straßenlaternen anschalteten fühlte ich mich immer sicherer. Plötzlich merkte ich vor dem Laden wie ich dringend auf Toilette musste. Ein Kunden-WC gab es leider nicht und ich verkniff es so gut ich konnte. Ich bekam wieder Panikattacken, einerseits weil es im Supermarkt so hell war, und den vielen Menschen die noch anwesend waren, andererseits weil ich Angst hatte, es nicht mehr nach Hause zu schaffen. Im Marathonlauf und sichtbar verschwitzt legte ich die Waren auf das Kassenband und hoffte innerlich das sich die Kassiererin beeilt. Mein 10 Minuten Nachhauseweg kam mir wie eine Stunde vor. Doch dann passierte es und ich konnte meinen Stuhlgang nicht mehr verkneifen. Noch nie im Leben habe ich mich so geschämt und bin unter Tränen in meine Wohnung geflüchtet. Mir ist das ganze sehr peinlich. Ich bin eine erwachsene Frau und konnte meinen Stuhlgang nicht halten. Ich werde es sicher nicht mal meinen zukünftigen Therapeuten erzählen können. So groß ist die Scham. Seitdem habe ich die Wohnung nicht mehr verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00041383 vom 28.06.2018 um 23:21:50 Uhr (7 Kommentare).

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