Mein Langzeitgedächtnis ist ein Fluch!

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Dummheit Hass Neurosen Stuttgart

Ich (m/48) habe ein extrem gutes Langzeitgedächtnis. Wenn ich mir Fotos aus der Grundschule oder aus dem Kindergarten anschaue, weiß ich meistens noch, wer auf den Bildern zu sehen ist und die Namen von allen. Das klingt zunächst mal wie ein Segen, ist aber zugleich ein Fluch. Ich kann mich nämlich auch an sehr viele Begebenheiten aus meinem Leben erinnern und die Gedanken daran aktiv zurückholen. Was aber unwillkürlich passiert, ist, dass ich plötzlich Fashbacks habe und mir ohne erkennbaren Grund peinliche oder unangenehme Dinge einfallen. Ich erinnere mich dann daran, als wäre es gerade eben erst gewesen und es sind mir plötzlich Sachen peinlich, die vor über 30 Jahren passiert sind. Das passiert auch nie mit schönen Erinnerungen, immer nur mit negativen.

Ich hasse diese Flashbacks und ich hasse diese Erinnerungen. Am liebsten würde ich sie mir aus dem Schädel prügeln, oder wie bei Harry Potter in Dumbledores Denkarium verbannen. Und ich könnte mich heute für Sachen, die ich früher gemacht habe, selbst in den Allerwertesten treten. Warum kann ich nicht ein durchschnttliches Gedächtnis haben, wie ein Schweizer Käse, das haben doch die meisten Menschen?! Übrigens vergesse ich Sachen, die ich schnell erledigen sollte, wie alle anderen auch.

Beichthaus.com Beichte #00040061 vom 19.07.2017 um 10:35:28 Uhr in Stuttgart (10 Kommentare)

Schlafparalyse

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Verzweiflung Neurosen Köln

Ich (w) denke, dass ich verrückt bin. Angefangen hat es, als ich plötzlich in der Nacht schreiend aufwachte. Es waren Schlafparalysen. Einmal wachte ich auf und sah, wie zwei dämonenartige Gestalten auf mich zu krabbelten, während ich wehrlos im Bett lag. Sie wollten mein Blut trinken. Ich schrie, dann waren sie weg. Danach hatte die Schlafparalyse aufgehört. Jedoch hatte ich in zwei Nächten das Gefühl, dass mich ein Schattenmann beobachtet, während ich schlief.

Als mein Freund in das Schlafzimmer kam, war ich noch wach, fühlte mich aber fremdgesteuert, denn ich fragte ihn: "Wo ist der Kerzenständer?" Mein Freund dachte, ich würde im Schlaf reden und antwortete nicht. Ich schlief aber nicht, fragte ihn in Gedanken: "Warum antwortest du nicht?" Das war nicht ich, die da gesprochen hat. Auch träume ich von Ereignissen, die eintreffen. Ich habe von einem Anschlag in London geträumt, als ich aufgewacht bin, sah ich es in den Nachrichten. Ich werde mir einen Psychologen suchen, ich bin krank.

Beichthaus.com Beichte #00039942 vom 24.06.2017 um 15:30:29 Uhr in Köln (23 Kommentare)

Paranoia

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Verzweiflung Neurosen

Bevor ich mit meiner Beichte beginne, möchte ich etwas flüchtig zu meiner Person wiedergeben. Ich bin ein 17-jähriges Mädchen und besuche ein Bundesrealgymnasium für Naturwissenschaften. Ich gehöre sowohl vom Beliebtheitsgrad, als auch was meine schulischen Leistungen betrifft zum höheren Rang, worauf ich durchaus stolz und zufriedengestellt bin. Ich pflege meine Freundschaften gutherzig, habe ein relativ normales Familienverhältnis und treibe in meiner Freizeit sehr viel Sport. Zudem bin ich seit knapp drei Monaten in einer Beziehung, in welche ich sehr viel Zeit und Leidenschaft investiere. Das klingt auf Anhieb nahezu perfekt, doch jeder trägt wohl sein schwarzes Päckchen mit sich. Die Tatsache ist, dass ich oftmals unter extremen Angstzuständen leide und mich auch schon öfters Panikattacken überkommen haben.

Ich war schon als Kleinkind sehr paranoid und ängstlich, doch seit meiner Beziehung haben sich diese schaurigen Emotionen weit verstärkt. Ich kann es mir nur damit erklären, dass ich durch meine Partnerschaft andere Komponenten wie Familie und Schule nicht vernachlässigen möchte, weswegen ich bis spät in die Nacht wach bleibe. Es kommt auch öfters vor, dass ich nur drei bis vier Stunden pro Tag schlafe, jedoch ist es mir wert durchzuarbeiten, um mein Umfeld glücklich zu machen. Ich fühle mich oft sehr erschöpft, mein Alltag ist von Müdigkeit geprägt und dass ich eine Schlafrhythmusstörung entwickelt habe, brauche ich wohl nicht erwähnen.

Ich bin mir selber nicht im Klaren, wie so ein Zusammenhang entsteht, aber ich weiß, dass meine Paranoia Tag für Tag steigt. In der Nacht während ich lerne, bin ich sehr angespannt und reagiere nahezu auf jedes minimale Geräusch, welches durch das Haus ertönt. Wenn ich auf die Toilette gehe, müssen alle Lichter, in allen Räumen an sein. Ich traue mich nicht aus den Fenstern zu schauen, weil mir vor Augen immer ein Gesicht oder eine Gestalt erscheint. Ich fühle mich schlicht und ergreifend unheimlich beobachtet.

Nun, mit diesen "Zwischenerlebnissen" komme ich dennoch gut zurecht. Das Ereignis, welches dazu geführt hat, dass ich diese Beichte verfasse basiert auf meinen Träumen in den letzten Tagen. Normalerweise kann ich mich kaum an meine Träume erinnern bzw. sie sind nicht sehr intensiv. Diesmal war es anders. Ich kam wie gewöhnlich nach Hause und wollte mich kurz schlafen legen. Binnen Sekunden schlief ich ein und dann: Ich stehe in unserem Badezimmer und trockne meinen nackten Körper mit einem Handtuch ab. Während ich diese Handlung durchführe, betrachte ich meinen Körper in einem sehr hohen Spiegel an der Wand. Da der Spiegel jedoch etwas kleiner ist, als dass er mich komplett widerspiegeln könnte, gehe ich einen Schritt zurück, um auch meinen Kopf zu betrachten. Doch während ich diesen Schritt wage, ist kein Kopf zu sehen. Es ist mein kopfloser Körper. Anstelle des Kopfes erscheint ein sehr kurzes Licht und ich bewege meine Hand Richtung Türgriff. Es wird alles wie in einer Zeitlupe abgespielt und ich höre mich sehr schwach aufschreien.

In diesem Moment wachte ich schweißgebadet auf, mein Körper wie in Trance versetzt. Erst nach einigen Minuten konnte ich wieder angemessen atmen. Ich war perplex und wusste nicht wie ich handeln sollte. Nach einigen vergangenen Stunden entschied ich mich dazu im Internet nach Traumdeutungen zu suchen. Fehler! Ich stieß auf einige Seiten die mit dem vorhersehbaren Tod zu tun haben. Diese Erkenntnis hatte mich verständlicherweise noch mehr aus der Fassung gebracht. Ich drehe mich oft ruckartig oder zucke, falls ich das komische Gefühl habe, dass jemand bei mir sei. Diese Angst zerrt an meinen Nerven und macht mich psychisch labil, was sich zudem extrem negativ auf meine Gesundheit auswirkt.

Ich beichte, dass ich Angst habe als verrückt abgestempelt zu werden, wenn ich jemandem über diese Probleme erzähle. Ich spiele zwar mit den Gedanken, meinem Freund über die Vorfälle zu berichten, jedoch denke ich, dass er diese Angelegenheit als lächerlich und läppisch betiteln würde. Vielleicht würde er sogar von einer Persönlichkeitsstörung ausgehen. Mein Freund ist generell jemand, der vor nichts und niemandem abschreckt. Seine Lieblingsserien sind natürlich "The Walking Dead", "Paranormal Activity" oder "Saw". Ich hingegen kann mich mit seinen Vorlieben überhaupt nicht anfreunden, auch wenn ich es oftmals versucht habe.

Beichthaus.com Beichte #00039941 vom 24.06.2017 um 14:37:12 Uhr (27 Kommentare)

Das Sektenkind

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Rache Neurosen

Ich bin ein ehemaliges Sektenkind und habe jemandem das Gehirn gewaschen. Warum? Wenn man zehn Jahre in einer Sekte gefangen ist, so wie ich, will man die daraus resultierenden Schäden wissen und das geht nur durch einen Feldversuch. Ich wollte durch den Versuch wissen, was ich irgendwann mit meiner Frau und Kindern machen könnte, und habe eine Angst vor mir und meinem destruktiven Verhalten. Es hat mir keinen Spaß gemacht und gab mir nicht das Gefühl überlegen zu sein. Mich plagt der Gedanke schon seit über einem Jahr und ich hasse mich selbst dafür. Das Opfer musste sein. Damit ich genau das verändern kann und seitdem lebe ich wie ein Einsiedler und habe die gesamte Welt vor mir abgeschottet. Ich geißele mich durch Einsamkeit und das ist die Strafe dafür.

Beichthaus.com Beichte #00039454 vom 10.03.2017 um 00:43:10 Uhr (8 Kommentare)

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Klopapier auf dem Sitz

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Ekel Eitelkeit Neurosen Hamburg

Immer wenn ich mal weit weg von Zuhause aufs Klo muss, bedecke ich umrundend den Klositz mit zwei Lagen Klopapier. Auch die Spültaste fasse ich nur mit Taschentuch oder Klopapier an. Das gilt auch für die Türklinken und Waschbecken. Und das mache ich nicht nur in öffentlichen Toiletten. Auch bei Freunden, Familie oder anderen Bekannten. Ich weiß, dass mein exorbitanter Gebrauch von Klopapier verschwenderisch ist. Aber was Hygiene angeht, traue ich niemandem.

Beichthaus.com Beichte #00038972 vom 23.11.2016 um 10:31:10 Uhr in 20148 Hamburg (Mittelweg) (12 Kommentare)


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