Die unbelehrbare Freundin

23

anhören

Aggression Engherzigkeit Gesellschaft Mülheim (Ruhr)

Ich habe eine Freundin, welche 26 Jahre alt ist. Seit einigen Monaten hat sie einen neuen Freund, der mal locker 20 Jahre älter ist, als sie. Er ist strunzdumm und absolut niveaulos. Eigentlich dreht sich bei ihm alles ausschließlich um Sex. Und zwar nicht der 08/15-Sex, sondern eher die harte Tour. So Sachen wie: Faust in Körperöffnungen und so etwas. Nun ist es leider so, dass er meine Freundin auch sehr schlecht behandelt. In den ersten drei Monaten ihrer Beziehung habe ich mir bereits ein Gejammer anhören müssen, weil er so mies mit ihr umgeht, das kann man sich nicht vorstellen. Immer wieder fragte ich sie, warum sie sich so schlecht behandeln lässt. Sie hat so etwas nicht verdient. Ich sollte vielleicht auch dazu sagen, dass sie etwas dicker ist. Trotzdem hatte sie aber nie ein Problem, einen Freund zu finden. Doch sie hat sich an diesem Kerl festgebissen.

Letztens hat sie mir gesagt, die beiden denken über eine Hochzeit nach. Obwohl er noch verheiratet ist und ihr einen Antrag mit einem Taschenrechner in der Hand gemacht hat, ist sie hin und weg. Ich habe inzwischen aufgehört, meiner Freundin zuzuhören und habe überhaupt so gut wie ganz den Kontakt eingestellt. Ich weiß, dass sie jemanden zum Reden braucht, aber ich kann da nicht mehr bei zusehen. Sie reißt sich für den Typen den Arsch auf und um so mehr er sie schlecht behandelt, um so mehr tut sie für ihn. Es tut mir leid für sie und auch um unsere Freundschaft, aber ich kann nicht jeden zweiten Tag zusehen, wie sie mit Nervenzusammenbrüchen und ganz üblen Heulkrämpfen versucht, ihre Beziehung zu retten. Sie will einfach nicht verstehen, dass eine Beziehung so nicht funktioniert und sie noch so viel tun kann. Solange nur sie etwas tut, wird das nichts. Aber sie will das nicht wahrhaben. Letztens erst hat sie tatsächlich gesagt, sie muss sich an seinen Charakter gewöhnen! Sie ist halt so einen Umgang nicht gewohnt. Seitdem ist mir egal, was sie mir sagt. Ich höre ihr nicht mehr zu. Ich weiß inzwischen, dass sie Depressionen bekommen hat und häufig nicht mehr aus dem Bett kommt, aber für sie kommt es gar nicht in Betracht, dass es an diesem Kerl liegen könnte. Inzwischen ist sie auch nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Es tut mir leid, ihr nicht mehr die Freundin sein zu können, die sie braucht und die ihr beisteht.

Beichthaus.com Beichte #00030808 vom 20.02.2013 um 13:45:37 Uhr in Mülheim (Ruhr) (Aktienstraße) (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Freundin im Stich gelassen

30

anhören

Engherzigkeit Ex

Ich möchte beichten, dass ich meine jetzige Ex-Freundin quasi im Stich gelassen habe und es mir manchmal sogar eine Genugtuung ist, dass es ihr wegen mir schlecht geht, aber zum Anfang: 2011 kam ich mit meiner jetzigen Ex-Freundin zusammen, es fing alles sehr harmonisch an. Wir hatten Spaß zusammen und waren auf einer Wellenlänge. An ihrem Geburtstag kam der erste Tritt in meine Weichteile. Sie hatte ihren Ex-Stecher eingeladen, mit dem sie noch bis kurz vor unserem Kennenlernen was am Laufen hatte. Okay, sie hatte mich gefragt, ob ich damit ein Problem hätte, und ich hätte nein sagen können, aber ich wollte so früh in der Beziehung nicht als Arschloch oder Eifersüchtling dastehen. Ich verstand mich auch ganz gut mit ihm, aber machte ihr nach dem Geburtstag klar, dass ich es nicht gut finde, wenn sie weiterhin mit ihm Kontakt hat. Schließlich hatte sie mir auch klargemacht, dass ich den Kontakt zu meiner Ex einstellen soll. Dies hat dann wohl keine zwei Monate in ihrem Kopf gehalten. Am 11.11. war sie mit ihrer Mutter in Köln und als sie zurückkam, ließ sie sich von ihm abholen und nach Hause fahren. Als gäbe es keinen anderen Menschen auf der Welt, oder Taxi, oder Bus oder oder oder. Wir hatten Streit, aber ich sah nochmal darüber hinweg und bat sie, dies nun endgültig zu lassen.

Anfang des Jahres 2012 stellte sich bei ihr die Krankheit MS heraus. Ich habe sie unterstützt und ihr geholfen, wo ich konnte. Obwohl sie abends sehr früh müde war, übernachtete ich bei ihr, statt bei mir Zuhause die Zeit mit Freunden oder sonst wie zu verbringen. Ich war ja schließlich ihr Freund und wollte ihr zeigen, dass ich für sie da bin. In den nächsten Monaten bekam ich mit, dass sie immer wieder bei Facebook oder per Whatsapp Mails von irgendwelchen Typen bekam. Einige auch eindeutiger Natur, wo klarer nicht hätte stehen können, dass die sie einfach flachlegen wollen. Mittlerweile unterhielt sie auch wieder Kontakt zu ihrem Ex-Stecher. Sie versuchte, alles zu verstecken und runterzuspielen, wenn ich es doch mitbekam. Ich sagte ihr, dass sie den Typen schreiben soll, wo sie sich das alles hinstecken könnten, aber sie meinte, sie würde die Aussagen einfach ignorieren und dann wäre das klar genug für die Kerle. Für mich war das eher warmhalten.

Ich konnte ihr nicht mehr vertrauen und ich fing an, sie zu kontrollieren, was mir überhaupt nicht gefiel. So etwas darf in einer Beziehung nicht sein, man muss dem anderen vertrauen können. Die Gefühle ließen nach und ich zog mich zurück, wurde distanzierter, suchte selber Kontakt zu anderen Frauen. Jedoch nur Kontakt und nicht mehr. Ich wollte Schluss machen, aber ich hatte Bedenken wegen ihrer Krankheit und wollte sie auch nicht im Stich lassen. Allein wenn wir Streit hatten, oft genau wegen ihrem Ex-Stecher und dass er sich zum Beispiel mit ihr "auf einen Kaffee" treffen wollte, ich meine Sachen packte und nach Hause fahren wollte, stand sie mit Tränen in den Augen vor mir und schaffte es so, dass ich doch blieb. Mitte des Jahres, nach einem richtig großen Streit, fasste ich den Entschluss, endlich alles hinter mir zu lassen. Am nächsten Tag fuhr ich mit meinem besten Kumpel vorbei und holte all meine Sachen ab. Ich konnte so nicht mehr weiterleben. Ich wollte wahre Liebe mit Vertrauen und nicht immer diese Angst im Rücken, dass sie mich mit irgendeinem dieser Typen betrügt. Seit diesem Ende läuft sie mir hinterher, hat (ihrer Aussage nach) jeglichen Kontakt zu den Typen abgebrochen und will nur noch mich. Sie will alles besser machen und zeigen, dass ich der einzig wahre Mann für sie bin. Jedoch zeige ich ihr nur noch die kalte Schulter, habe wenig bis gar keinen Kontakt mehr und gehe auch nicht auf irgendwelche Wünsche für Treffen ein.

Mittlerweile bin ich auch wieder in einer Beziehung und so glücklich wie noch nie. Es tut mir leid für sie, dass ich ihr damit solche Schmerzen bereite und sie nun allein ist mit ihrer schweren Krankheit, aber ich sollte auch an mich und meine Zukunft denken. Ab und zu tut es mir richtig weh, zu wissen das sie allein Zuhause sitzt und sich nichts sehnlicher wünscht, als das ich auch bei ihr wäre, aber es geht einfach nicht. Ich hoffe, sie kommt bald darüber hinweg und findet jemand neuen, der es ernst mit ihr meint. Ich beichte, dass ich sie allein mit ihrer Krankheit gelassen und ihr durch meine neue Beziehung wohl sehr großes Leid angetan habe. Ich beichte, dass ich ab und zu eine Genugtuung empfinde und denke, dass sie es verdient hat, mich nun zu vermissen und zu sehen, was sie verloren hat. Ich beichte, dass ich ihr damals hinterher spioniert habe, weil so etwas in einer Beziehung einfach nicht sein darf. Ich beichte, dass ich ihr noch Liebe vorgespielt hatte, als ich eigentlich wusste, dass es nicht mehr lange hält. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00030804 vom 19.02.2013 um 10:56:59 Uhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein

Lesen während der Arbeit

21

anhören

Faulheit Arbeit 50+

Lesen während der Arbeit
Ich (m/22) arbeite zur Zeit in einem Altenpflegeheim. Dort habe ich eine mir zugeteilte Bewohnerin, die ich nach dem Mittagessen, erst mal auf die Toilette bringen muss. Sie braucht dort auch relativ lange, meist um die 15 Minuten. Da ich der Dame so oder so in diesem Moment nicht helfen konnte, wanderte mein Blick durch den Raum und schließlich zu ihrem Bücherregal. Ich habe dort einen relativ interessanten alten Schmöcker gefunden und mal aus Spaß darin geblättert. Allerdings gefiel mir der Inhalt auch ziemlich, sodass ich jeden Tag in meiner Frühschicht, während die Dame auf der Toilette sitzt, zwischen zwei und fünf Seiten aus dem Buch lese. Das Werk hat 531 Seiten, ungefähr 2/3 habe ich bereits gelesen. Ich beichte, dass ich mich jedes Mal freue, sie in ihr Zimmer zu bringen, nur damit ich das Buch weiterlesen kann, obwohl ich in dieser Zeit auch meinen Kollegen helfen könnte. Tut mir leid, Leute, aber bei nur einer halben Stunde Pause muss ich auch irgendwie anders abschalten können.

Beichthaus.com Beichte #00030800 vom 18.02.2013 um 12:13:04 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mit der eigenen Medizin geschlagen

24

anhören

Boshaftigkeit Morallosigkeit Lügen Arbeit Gesundheit Helmstedt

Letztes Jahr im Oktober begann ich (m/19, vollintegrierter Halbtürke) meine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Dort hatte ich einen ziemlich üblen Kollegen, der im dritten Ausbildungsjahr war. Er war der festen Überzeugung, dass er etwas Besseres und viel Schlaueres sei als wir beziehungsweise ich. Ständig verbesserte er mich, verspottete mich aufgrund meines noch nicht vorhandenen Wissens und gab mir Befehle in einem sehr miesen Umgangston. Er selber fiel aber bereits einmal durch die Abschlussprüfung. Vor einigen Wochen kam er dann zu mir und einigen anderen Erstkursschüler, lachte mich an und sagte mir, dass er Abführmittel in meinen Tee gemacht habe. Ich antwortete nicht, die anderen Schüler schauten schon verwundert. Als der böse Kollege dann in seinen Feierabend ging, bin ich zur Stationsleitung gegangen und habe ihnen vorgejammert, wie sehr mein Bauch doch wehtue. Als dann ein Mitschüler vorbei kam, gab dieser den entscheidenden Hinweis: "Oh, das kommt bestimmt von dem Abführmittel, dass dir der Drittkursschüler in den Tee gemacht hat." Die Stationsleitung rastete aus und rief sofort in der Schule und bei dem Geschäftsführer des Drittkursschülers an. Ich legte dann aber noch eine Schippe drauf und sagte ihnen, dass ich, aufgrund dieses Vorfalls, mein Vertrauen in die Kollegen verloren habe und nicht wisse, ob ich weiterhin dort arbeiten könne. Das war wohl Grund genug für die Geschäftsleitung, den Drittkursschüler zu entlassen. Aber nicht nur das, ich habe - wohl aus Mitleid - auch meine Probezeit bestanden, obwohl meine Noten nicht wirklich gut waren. Der arme Drittkursschüler wurde kurz vor seiner erneuten Abschlussprüfung entlassen und die drei Jahre waren umsonst für ihn. Als er mich dann vor einigen Tagen traf, fragte er mich, wieso ich das getan habe. Er sagte mir, dass es doch nur Spaß gewesen sei. Ich habe auch nur Spaß gemacht, aber ich habe eben einen anderen Humor. Es tut mir inzwischen aber wirklich leid und ich würde es nicht wieder tun. Drei Jahre seines Lebens und alles war umsonst. Andererseits wird er wohl nie wieder jemanden verspotten.

Beichthaus.com Beichte #00030799 vom 18.02.2013 um 01:10:26 Uhr in Helmstedt (Conringstraße) (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Jecken geweiht

10

anhören

Ekel Morallosigkeit Trunksucht Gesellschaft Köln

Zum Thema Karneval habe ich auch noch eine Beichte abzulegen. Im vollen Trubel des allseits bekannten und beliebten Kölner Rosenmontagsumzuges habe ich mich in der Alkohollaune hinreißen lassen, meine Kostümierung für einen Scherz zum Anlass zu nehmen. Ich war als Pfarrer verkleidet und stellte mich an den Straßenrand, um Menschen zu "segnen". Mein Weihwasser hatte ich natürlich auch dabei. Die meisten Leute fanden das ziemlich lustig und ich konnte mich vor Freiwilligen kaum retten. Dumm nur, dass mich Bier dazu getrieben hat, statt normalem Wasser Heringswasser zu nehmen, also das Wasser, in dem Rollmöpse und Heringe in Gläsern eingelegt sind. Es tut mir leid für alle, die von mir mit stinkendem Fischwasser geweiht wurden.

Beichthaus.com Beichte #00030798 vom 17.02.2013 um 13:34:27 Uhr in Köln (Aachener Straße) (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000