Hingeschaut, aber nicht geholfen

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Engherzigkeit Morallosigkeit 50+ Gesellschaft Dresden

Heute Morgen ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite meiner Bushaltestelle ein älterer Herr auf die Straße gelaufen und dabei gestolpert. Das hatte zur Folge, dass er auf die Straße fiel. Es kam kein Auto, aber gerade mein Bus. An der Haltestelle standen etwa 20 Menschen, die einsteigen wollten. Der Bus verdeckte von meinem Standpunkt aus dann den Mann, der auf der Straße lag. Ich beichte, dass ich zwar hingesehen, aber dem Mann nicht geholfen habe, da ich den Bus nicht verpassen wollte. Irgendwie dachte ich, jemand anderes wird ihm schon helfen. Das dachten aber wohl alle, sodass er sich alleine wieder hochrappeln musste und dann völlig erschöpft auf die andere Seite humpelte. Dann kamen zwar noch zwei Passanten, die ihn begutachteten, aber ihm auch nicht halfen. Ich habe ein schlechtes Gewissen und hoffe, ihm ist nichts Schlimmes passiert. Sollte wieder einmal etwas Ähnliches passieren, werde ich hingehen, die Busse kommen ja recht oft. Das war ziemlich dumm von mir.

Beichthaus.com Beichte #00030712 vom 24.01.2013 um 10:11:55 Uhr in Dresden (Könneritzstraße) (25 Kommentare).

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Der ekelhafte Mitbewohner

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Ekel Hass Unreinlichkeit WG Berlin

Ich (w) hasse den Mitbewohner meines Freundes. Wir sind beide 20, der Typ ist 24. Ich würde ihn nicht mal als kindisch beschreiben, sondern einfach als unzivilisiert. Da ich mich in meiner WG nicht wirklich wohl fühle und ich auch anderweitig Probleme habe, bin ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00030689 vom 17.01.2013 um 13:44:07 Uhr in Berlin (Zelterstraße) (37 Kommentare).

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Alle schauen, niemand hilft

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Engherzigkeit Ekel Hochmut Gesellschaft Last Night Bremen Hauptbahnhof Gleis 5

Letzes Wochenende, Samstagabend. Ich hatte Feierabend und wollte so schnell wie möglich nach Hause und musste dafür den Zug vom Hauptbahnhof Bremen nehmen. Schnell bin ich zur Straßenbahnhaltestelle gerannt, um meine S-Bahn zu kriegen, die mich zum Hauptbahnhof fährt. Die S-Bahn fuhr pünktlich ab und ich erreichte den Bahnhof, doch mein Zug war leider schon weg und am Gleis standen keine weiteren Menschen, außer einem heruntergekommenen Penner, der mit einem Stoffbeutel und seinem letzten Hab und Gut sowie ein paar Bierflaschen auf der Bank vor sich hin döste. Der nächste Zug würde erst in 45 Minuten kommen. Nach einer Weile kamen ein paar Menschen zum Gleis hinzu und somit war ich nicht mehr ganz alleine, doch alle standen viele Meter entfernt. Ich war somit immer noch die, die am nächsten in der Nähe des Mannes saß. Plötzlich kam eine Gruppe von Teenagern ausländischer Herkunft, einen kannte ich sogar, er arbeitet im Erdgeschoss meiner Arbeit und war eigentlich auch immer ziemlich nett. Auf einmal fingen diese besagten Jungs an, leicht auf den schlafenden Mann einzuschlagen. Es war zunächst nur ein grobes Anstupsen, was immer heftiger wurde. Ich drehte mich um, um nach Hilfe zu suchen, doch alle anderen Passanten schauten weg. Die Jungs fingen an, die Tasche und seine Kleidung, auf der er schlief, durch die Gegend zu schmeißen und aufs Gleis zu werfen. Außerdem wurde der Mann die ganze Zeit von den Jungs beleidigt. Der Mann versuchte aufzustehen, doch er schien so betrunken zu sein, dass er kaum etwas mitbekam. Ich rief die Polizei an, dazwischen wollte ich als zierliche Frau dann doch nicht gehen. Ich hatte selbst Angst genug, dass mir was passiert. Bevor die Polizei kam, traf jedoch die Bahnhofssecurity ein und zog die Jungs beiseite. Immer noch half dem Mann aber keiner auf und ich verkroch mich ans andere Ende des Gleises. Ich weiß nicht, warum ich dem Mann nicht hoch geholfen habe, Gefahr von den Männern bestand immerhin keine mehr. Ich habe mich aber in dem Moment wohl zu sehr geekelt, einem so scheußlich aussehenden Mann zu helfen und ich habe mich einfach für was Besseres gehalten.


Heute nach meiner Frühschicht habe ich den Mann erneut gesehen, wieder am Bahnhof, wieder am Gleis, dieses Mal aber richtig schick und attraktiv angezogen. Hätte er nicht eine Wunde an der Augenbraue gehabt, hätte ich ihn vermutlich nicht wiedererkannt. Daher möchte ich nun beichten, weil mir das Ganze so unangenehm ist und mir nicht mehr aus dem Kopf geht, wieso ich so egoistisch war und ihm nicht geholfen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030539 vom 04.12.2012 um 19:09:17 Uhr in Bremen Hauptbahnhof Gleis 5 (11 Kommentare).

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Die Folgen des Mobbings

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Hass Selbstverletzung Neurosen Schule Dachau

Ich (m) wurde in der Schule ab der fünften Klasse, also mit dem Wechsel aufs Gymnasium, gemobbt. Das Mobbing reichte von verbalen Sticheleien, über Diebstahl, zu körperlicher Gewalt. Sehr oft wurde ich wegen meiner Figur gehänselt. Das Paradoxe war, dass einige […]
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Beichthaus.com Beichte #00030450 vom 13.11.2012 um 00:24:39 Uhr in Dachau (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wippen in der Knutschkugel

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Dummheit Schamlosigkeit Auto & Co. Stuttgart

Meine Missetat liegt nun schon 43 Jahre zurück. Mein Freund und ich sahen eine BMW Isetta (die „Knutschkugel“) am Straßenrand stehen, die ohne Fremdeinwirkung kräftig hin und her wippte. Ich kannte die Isetta, sie gehörte einem Freund meines älteren Bruders. Mit unseren 15 Jahren waren wir zudem alt genug, um zu wissen, was da vor sich ging. Wir gingen zu der Isetta hin und verstärkten die Wipp-Bewegung. Die Insassen bemerkten nichts, sehen konnten sie uns auch nicht, weil die Scheiben von innen dick beschlagen waren. Nach etwa zwei bis drei Minuten kippte die Isetta zur Seite und wir rannten davon. Währenddessen konnte ich noch sehen, wie der männliche Akteur die Fronttür aufklappte und uns nachrennen wollte. Seine Gespielin rief ihm aber zu, er solle erst seine Hose anziehen. Bis er das erledigt hatte, waren wir weg. Dummerweise hat ein Passant, der die umgekippte Isetta sah, die Polizei gerufen. Die hat ihm zwar geholfen, das Ding wieder auf die Räder zu kippen, aber auch Anzeige erstattet. Der Schaden an der Isetta war nicht der Rede wert, aber der Freund meines Bruders musste dann 40 D-Mark bezahlen wegen "groben Unfugs". Das tut mir heute noch leid, denn das war damals noch viel Geld.

Beichthaus.com Beichte #00030448 vom 12.11.2012 um 16:04:40 Uhr in Stuttgart (Am Kräherwald) (10 Kommentare).

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