601 Die Verwandlung

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Zwietracht Engherzigkeit Unfall Gesundheit Partnerschaft Salzgitter

Ich bin seit ungefähr 10 Jahren mit meiner Frau verheiratet. Unsere Ehe entwickelte sich sozusagen aus einer etwas aus dem Ruder gelaufenen Sandkastenliebe. Meine Frau ist zwar wirklich wunderschön, aber ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit sehr ins Negative gewandelt, sie war aufbrausend, herrisch und selbstgerecht. Ich tat alles dafür, sie glücklich zu machen, aber sie auch nur in irgendeiner Weise zufriedenzustellen grenzte zuletzt an ein Wunder. Insgeheim hatte ich schon mit meiner Ehe abgeschlossen, aber ich hätte es wohl nicht übers Herz gebracht, unseren beiden Kindern eine Trennung zuzumuten, obwohl meine Frau auch ihnen gegenüber unfair und willkürlich handelte. Ich hege außerdem den begründeten Verdacht, dass sie mehrere Affären hatte. Dann kam jedoch der Tag, an dem sich sprichwörtlich Alles veränderte. Meine Frau hatte einen Unfall auf unserem Gestüt beim Einreiten eines jungen Hengstes, mit dem umzugehen ich ihr abgeraten hatte. Sie hörte jedoch wie in so vielen Dingen nicht auf mich, und so kam es dazu, dass das Tier ihr mit voller Wucht gegen den Kopf trat. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen, und die Ärzte sagten mir, dass sie nur mit Glück überleben würde, und ich in diesem Fall mit Behinderungen und Persönlichkeitsveränderungen ihrerseits rechnen müsse. Es folgten mehrere Wochen Koma, aus dem sie schließlich mit partieller Amnesie erwachte.


Glücklicherweise konnte sie einigermaßen sprechen und sich bewegen, aber sie wusste nur noch schemenhaft wie ihre Lebensumstände gewesen waren. Am Anfang dachte ich, dass sich das zu meinem Vorteil das Sorgerecht für die Kinder betreffend nutzen ließ, wenn denn tatsächlich eine Scheidung bevor stünde. Mein Anwalt machte also alle Papiere fertig und ich fasste den Plan, sie ihr eines Tages in der Reha, wenn sie wieder soweit hergestellt war dass sie es verkraften konnte, zu überreichen. Ich kümmerte mich inzwischen um eine Bleibe für sie und darum, dass sie nach der Scheidung gut versorgt wäre. Mit diesen Gedanken fuhr ich zum ersten Besuch zu ihr in die Reha. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Sie sah mich erst ganz lange nur an, dann lächelte sie zaghaft. Das war so verletzlich und zerbrechlich zugleich, dass es mir fast die Sprache verschlug, denn ich hatte so etwas bei ihr vorher fast noch nie gesehen. Sie nahm meine Hand und hielt sie die ganze Zeit während des Besuches, als ich ihr alles erzählte, an das sie sich nicht mehr richtig erinnern konnte. Als ich dann schließlich gehen musste, musste ich ihr versprechen, am nächsten Tag wiederzukommen. Ich wartete anschließend monatelang darauf, dass meine Frau zu ihrem alten Selbst zurück fand, doch das passierte nie. Sie weinte als ich beim dritten Besuch wieder gehen musste, so herzzerreißend, dass ihre Pflegerin uns noch eine halbe Stunde mehr Besuchszeit gab. Außerdem bemerkte ich bei ihr im Umgang mit unseren Kindern das erste Mal wirkliche Liebe und Fürsorge. Irgendwann verbrannte ich die Scheidungspapiere im Kamin. Mittlerweile lebt sie wieder bei uns und sie ist wirklich wie ausgewechselt. Vor den Pferden hat sie jetzt etwas Angst, auch wenn sie sich an den Tag des Unfalls und diesen selbst nicht erinnern kann. Sie kuschelt sich jetzt jede Nacht an mich und fragt mich regelmäßig vorm Einschlafen, ob ich für immer bei ihr bleibe, und wie sie so einen Mann wie mich verdient hat. Unser Liebesleben ist neu aufgeflammt und besser denn je. Ich habe ihr nie gesagt, dass sie vor dem Unfall in meinen Augen eine derart schlechte Mutter und Ehefrau war, dass ich die Scheidung erwogen habe. Ich konzentriere mich darauf, ihr Geschichten der glücklichen Zeiten zu erzählen, und diese auszuschmücken. Sie hat mit der Frau vor dem Unfall nur noch das Aussehen gemein, aber ihre neue, nette und liebevolle Version gefällt mir um Längen besser. Ich glaube, dass ich mit ihr jetzt doch tatsächlich mein Leben verbringen möchte.

Beichthaus.com Beichte #00029679 vom 03.01.2012 um 23:56:07 Uhr in Salzgitter (48 Kommentare).

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602 Gruppenfoto fürs Französischdiplom

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Selbstsucht Eitelkeit Stolz Schule Karlsruhe

Gruppenfoto fürs Französischdiplom
Ich habe es schon wieder geschafft. Schon wieder bin ich auf einem Foto, auf das ich überhaupt nicht gehöre. Dieses Mal wird es sogar in der Lokalzeitung abgedruckt. Es war das Gruppenfoto der DELF-Klasse, Französischdiplom, ganz offiziell, vom Direx überreicht, mit Tara, Festakt, Auftritt des Unterstufenchores, alles. Dabei kann ich nicht EIN verdammtes Wort französisch. Trotzdem sitze ich ganz vorne in der Mitte und grinse am Breitesten. Es macht einfach zu viel Spaß. Wenn ihr auf dem Gruppenfoto der NATO einen Staatschef nicht zuordnen könnt - das werde wohl ich sein.

Beichthaus.com Beichte #00025941 vom 25.03.2009 um 17:00:36 Uhr in Karlsruhe (15 Kommentare).

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603 Der Vibrator im Büro

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Masturbation Peinlichkeit Arbeit Saarbrücken

Der Vibrator im Büro
Ich (w/28) muss etwas beichten. Vor einem halben Jahr habe ich mir einen Vibrator gekauft. Damit mein Freund ihn nicht entdeckt, und ich auch noch kein Versteck gefunden hatte, habe ich ihn in meine Handtasche gesteckt und dort gelassen. Das hatte ich bis zum Abend vergessen. Am nächsten Tag habe ich morgens meine Handtasche geschnappt und sie mit ins Büro genommen. Als ich entdeckte habe, dass er noch drin war, hatte ich plötzlich das dringende Bedürfnis ihn auszuprobieren. Ich wollte das auf dem Klo machen, aber ich konnte ihn ja nicht einfach so mit dahin nehmen. Dann habe ich ihn unter meinem Schreibtisch eingeführt und ihn so aufs Klo und wieder zurückgeschmuggelt. Am nächsten Tag bat mich mein Chef in sein Büro. Er zeigte mir, wie eine Überwachungskamera gut erkennbar gefilmt hatte, was ich an meinem Platz einführte und zum Klo schmuggelte. Er drohte mir mit einer Kündigung, falls ich so etwas noch mal machen würde.

Beichthaus.com Beichte #00026164 vom 27.04.2009 um 00:07:08 Uhr in Saarbrücken (53 Kommentare).

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604 Post aus Venezuela

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Rache Boshaftigkeit Drogen Venezuela

Post aus Venezuela
Als ich noch die Schule besuchte, wurde ich öfters von Klassenkameraden heruntergemacht. Man zerstach mir die Fahrradreifen, klaute meine Sachen, Ohrfeigte mich und so weiter. Der Gipfel war als ich im Rahmen einer Projektarbeit Klassenkameraden nach Hause einladen […]
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Beichthaus.com Beichte #00029852 vom 09.03.2012 um 16:49:03 Uhr in Venezuela (Caracas) (40 Kommentare).

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605 Die Bewerbungslüge

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Lügen Arbeit Gelsenkirchen

Die Bewerbungslüge
Ich gebe in Bewerbungen immer an, teamfähig zu sein. Dabei stimmt das eigentlich nicht. Ich arbeite lieber alleine für mich und mag es nicht, wenn mir jemand in meine Aufgaben pfuscht und mitreden darf.

Beichthaus.com Beichte #00026072 vom 13.04.2009 um 14:06:52 Uhr in Gelsenkirchen (36 Kommentare).

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