Feuer und Flamme

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Dummheit Vandalismus Manie Kinder

Es war im Jahre 1995. Ich war damals 12 Jahre alt und fuhr nach der Schule mit zu meinem Freund. Wir hatten vor uns die freie Zeit mit Schabernack zu vertreiben. Wir wussten auch schon wie. Da wir beide der Faszination des Feuers erlegen waren, hatten wir vor, nach dem Mittagessen in den Wald zu gehen und ein kleines Feuerchen zu errichten. Nach dem sich mein Kumpel die Streichhölzer von seiner Mutter gemoppst hatte, konnte es auch schon losgehen. Kurz bevor wir aus dem Haus gingen, fiel mir auf, dass in einem Regal eine Flasche Spiritus stand. Ich sagte zu meinem Kumpel, dass wir die Flasche doch mitnehmen sollten, da wir das Feuer mit der Flasche Spiritus schneller aufpeitschen könnten. Er wusste damals noch nicht was Spiritus ist, aber er vertraute mir und ehe ich mich versah verschwand die Flasche auch schon in seiner Jacke.


Hinter dem Haus stand ein Gewächshaus, was jedoch völlig verkommen war. Wir beschlossen das Feuer dort zu entfachen. Die Spiritusflasche stellten wir in das Gewächshaus ohne sie zu benutzen. Wir fingen an das Feuer zu legen und schmissen nach und nach immer mehr trockene kleine Holzstücke die im Gewächshaus lagen auf das Feuer. Auf einmal ging alles ganz schnell. Das Feuer wurde immer höher und wir konnten es nicht mehr kontrollieren. Das Gewächshaus stand plötzlich bis zum Dach in Flammen. Wir standen nur da und konnten es nicht fassen. Wir waren uns einig, dass wir besser abhauen sollten, damit keiner sieht, dass wir das Feuer gelegt haben. Wir liefen über eine Wiese davon und nach etwa 20 Sekunden gab es im Gewächshaus eine gewaltige Explosion. Ja genau, die Spiritusflasche ist explodiert. In der ganzen Hektik hatten wir vergessen die Flasche mitzunehmen. Wir waren nur knapp einem sehr schmerzhaften Tot entronnen oder bestenfalls mit schlimmen Verbrennungen, wären wir nicht abgehauen. Wir konnten auch schon die Feuerwehrsirene hören als wir nach einem etwas größeren Umweg wieder das Haus erreichten. Wir sahen wie die Feuerwehr das Feuer löschte. Wir taten so, als wüssten wir von nichts und gingen in das Zimmer meines Freundes. Wir holten die Schulbücher aus unseren Ranzen und taten so als würden wir Hausaufgaben machen. Nach einiger Zeit kam die Mutter meines Freundes in das Zimmer und fragte uns, ob wir das Feuer gelegt hätten. Wir stritten alles ab und sagten das wir auf dem Sportplatz gewesen wären. Seine Mutter sagte dann, das eine Klassenkameradin uns auf der Wiese hat weglaufen sehen. Darauf hin gab mein Kumpel zu, das wir es gewesen waren. Im selben Moment schallerte sie ihm eine und sie fragte, wo die Spiritusflasche sei, die im Regal stand. Wir sagten ihr was damit passiert ist. Anschließend rief sie meine Mutter an, damit sie mich abholte. Mein Kumpel fing an zu jammern und hatte Angst, dass seine Eltern ihn ins Heim stecken würden, da er sich schon einige Eskapaden geleistet hatte. Seine Mutter erzählte es alles meiner Mutter und abends konnte ich mir dann von meinen Eltern anhören, dass dies wohl nur der Anfang einer kriminellen Karriere sei. Insgeheim waren Sie jedoch froh, dass ich noch lebte, da sie auch wussten, was mit der Spiritusflasche passiert ist. Am nächsten Tag war diese Angelegenheit natürlich auch Gesprächsthema Nummer eins in der Schulklasse, zumal die Klassenkameradin, die uns verriet auch schon alles rumgetratscht hat. Die Sache verbreitete sich in der ganzen Schule wie ein Lauffeuer. Irgendjemand streute dann das Gerücht, wir hätten versucht das Feuer mit Spiritus zu löschen. Damit wurden wir noch Jahre später verarscht.


Eine Woche später mussten mein Kumpel und ich die Überreste des Gewächshauses beseitigen. Das taten wir etwa 10 Minuten lang ehe uns der Gedanke mit der Explosion der Spiritusflasche nicht mehr losließ. Wir fanden es faszinierend, dass man auf so einfache Weise etwas in die Luft jagen konnte. Ich hatte Feuerzeuge von zu Hause mitgebracht und wir gingen in den Supermarkt um uns Haarspray zu besorgen. Mit dem Haarspray und dem Feuer aus dem Feuerzeug, hatten wir so eine Art "kleinen Flammenwerfer". Wir gingen damit in den Wald und fackelten ein wenig damit herum. Nach einiger Zeit hatten wir wieder Lunte gerochen und wir wollten mehr. Wir gingen in den Keller in dem Haus seiner Eltern und hofften dort eine Flasche Spiritus zu finden. Wir fanden jedoch was besseres: Einen Kanister mit Benzin. Mein Kumpel holte aus der Küche eine leere Plastikflasche und wir machten die Flasche voll mit Benzin. Wir packten die Plastikflasche mit dem Benzin zusammen mit alten Zeitungen in eine Tasche und gingen damit in den Wald. Wir gingen tief in den Wald hinein und sahen plötzlich an einem kleinen See ein altes und verkommenes Dixi-Klo. Wir wollten das Klo mit Hilfe der Flasche Benzin in die Luft jagen. Wir stellten die Flasche mit Benzin in das Klo hinein und umhüllten die Flasche mit dem Zeitungspapier bis das Papier etwa ein Meter hoch war. Anschließend zündeten wir den Zipfel an und machten uns schnell aus dem Staub, um Sicherheitsabstand zu bewahren. Nach kurzer Zeit explodierte die Flasche mit dem Benzin und das Dixi-Klo brannte lichterloh. Nach einiger Zeit nahmen wir uns schwere Stöcke aus dem Wald und stießen das ausgebrannte Dixi-Klo in den See, da wir befürchteten das Feuer könnte sich noch weiter ausbreiten. Wir hatten unser Werk vollbracht. Danach hatten wir genug vom Feuer machen und ließen ab sofort die Finger davon. Es war jedoch auch ein geiles Gefühl, weil es unser Geheimnis war und nie jemand etwas davon mitbekommen hat. Ich habe beschlossen doch keine kriminelle Karriere einzuschlagen und bin heute ein braver Büroangestellter.

Beichthaus.com Beichte #00028988 vom 01.06.2011 um 01:08:50 Uhr (21 Kommentare).

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Die Dönerbowle

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Trunksucht Maßlosigkeit Vandalismus Unreinlichkeit Hannover

Wir trafen uns abends bei einem Klassenkameraden zur gemütlichen Feier im Partykeller. Jede Menge Bier und Schnaps für 16-jährige Halbstarke war natürlich auch dabei. Mit fortschreitender Stunde kam der Hunger und es wurde ordentlich Döner mit Rotkraut bestellt. Das schmeckte aber auch wieder zu gut. Da man im Delirium nicht gerne nach Hause fährt, hatte ich mir einen Schlafplatz bei meinem besten Kumpel im Zimmer auf der Couch reserviert. Ziemlich betrunken von Absinth, Whisky und Schädelpils sind wir irgendwann zu ihn zum Pennen.
Als ich schon in meinem Schlafsack dort lag, hatte er noch die glorreiche Idee, mir eine Probe Parfüm übers T-Shirt zu kippen. Es hat meinen Magen auf jeden Fall gereizt, dieser Geruch. Auch wenn das heute verleugnet wird, sehe ich dort die Schuld für alle folgenden Ereignisse. Das nächste, an was ich mich erinnern konnte, war wie ich auf allen Vieren kniend in der Mitte seines Zimmers aufgewacht bin, eine vollgekotzte Dönerbowle vor mir lag und ich japsend nach Luft um Hilfe winselte. Er rannte los, wie vom Blitz getroffen, um einen Eimer zu holen; mehr als ein wenig Magengalle kam zu diesem Zeitpunkt aber schon nicht mehr. Am nächsten Morgen kam dann das Böse erwachen. War es ein Traum oder Wirklichkeit? Der Geruch hat es einem sofort gesagt. Der Vormittag war einer der peinlichsten meiner gesamten Jugend. Seine Eltern sollten ja nichts mitbekommen. Mein Kumpel holte so ziemlich alles zum Reinigen, was es gab, angefangen von einem Kehrblech für das Grobe bis Gardinenreiniger um den Fleck auf dem weißem Teppich zu neutralisieren. Seine Eltern kamen an dem Tag Gott sei Dank nicht ins Zimmer und ich konnte mich schnell mit dem Moped aus dem Staub machen. Christian, wenn Du das liest, es tut mir Leid. Ich habe Dir 100 DM als Schadensersatz gegeben und du durftest beim Renovieren den Raumteiler wegschmeißen, der von unten immer noch voller Spritzer und Brocken war. Ein Hoch auf die Jugend.

Beichthaus.com Beichte #00028981 vom 30.05.2011 um 14:09:43 Uhr in Hannover (10 Kommentare).

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Kostenloses Geburtstaggeschenk

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Betrug Falschheit Geiz Internet Shopping Berlin

Ich bin ein leidenschaftlicher Feilscher. Im Urlaub fahre ich am liebsten auf Basare um immer den besten Preis heraus zu handeln. In Ägypten haben sie mich schon einmal "Den Schrecken aller Verkäufer!" genannt. Da das Feilschen in Deutschland ja leider nicht üblich ist, hole ich meine Befriedigung auf etlichen Auktionsportalen. Darin bin ich ziemlich gut und finde immer gute Angebote und zahle nur ein Bruchteil für den eigentlichen Wert des Produktes. Doch einmal habe ich einen Fehler gemacht. Meine Frau wollte unbedingt ein Parfum haben und da es im Laden zu teuer ist und sie bald Geburtstag hatte, wollte ich es unbedingt von dem Anbieter ersteigern, der es als Einziger anbietet, weil es relativ selten ist. Ich dachte das ist ein perfektes Geschenk, da ich sonst nicht so gut im schenken bin. Die ganzen letzten Jahre habe ich immer mit Zielstrebigkeit genau das verschenkt, was sie total schrecklich fand. Deshalb habe ich mich diesmal auch so hinein gesteigert. Ich habe das Parfum ersteigert, aber viel zu teuer. Die ganze Zeit hatte ich schon Bauchschmerzen, weil ich 70 Euro für ein Parfum viel zu viel finde. Ich habe die ganze Zeit überlegt, wie ich den Kauf rückgängig machen könnte. Wollte aber auch nicht die Zahlung verweigern, denn das sieht schlecht in der Statistik aus und passt auch nicht zum Kodex. Doch dann half mir der Anbieter selber. Denn anstatt das Parfum per Einschreiben zu verschicken, für das er mich auch zahlen ließ, schickte er es als normalen Brief, um einfach Geld zu sparen.
Mich zockt man nicht ab. Das Parfum ist offiziell nie bei mir angekommen, ich habe mein Geld zurück bekommen, der Anbieter ärgert sich grün und blau, da er durch seine Abzocke weder Parfum noch Geld hatte und meine Frau hat seit Jahren endlich mal ein Geburtstagsgeschenk bekommen, dass ihr gefällt.

Beichthaus.com Beichte #00028972 vom 26.05.2011 um 06:15:13 Uhr in Berlin (Berliner Straße) (31 Kommentare).

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Von der Party zur Intensivstation

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Trunksucht Maßlosigkeit Waghalsigkeit Last Night Gesundheit

Ich bin in der Jugendarbeit in meiner Stadt tätig und kenne praktisch Alles und Jeden in diesem Bereich und wurde daher von einer guten Freundin zu ihrem 18. Geburtstag eingeladen. Ich war einer der Ersten und bekam direkt ein Radler in die Hand gedrückt, die Stimmung war sehr angenehm. Nach einigen Bier und ein paar Kickerrunden setzte ich mich zu einem meiner Freunde und spielte mit Meier - ein Sauf-Würfelspiel. Da ich das Spiel jedoch unglücklicherweise eher weniger verstand, dürfte ich natürlich ein wenig mehr Kurze trinken als die Anderen.
Bis dahin war mein Alkoholpegel dem Gefühl nach unter Kontrolle und machte sich kaum bemerkbar, wobei ich sagen muss, dass ich bei Alkohol und Ähnlichem eine sehr große Selbstbeherrschung habe. Den Rest weiss ich nur noch aus diversen Erzählungen. Anscheinend bin ich rausgegangen und habe wirklich stark getorkelt und nur noch Quark gelabert. Es bildete sich eine kleine Traube um mich herum und ich saß mittlerweile auf einer Kiste Bier, jedoch kippte ich immer wieder vorne über, so dass ich immer wieder zurückgeschoben wurde. Während ich dann heiter das Gebüsch im Garten der Freundin, die Geburtstag hatte, zukotzte, wurde Rat gehalten, was man jetzt wohl mit mir anstellen sollte. Also wurde ich 10 Minuten bearbeitet, bis meine Freunde meine Nummer aus mir rausbekommen haben. Meine Mutter kam mich abholen und drapierte mich mit Hilfe der Anderen irgendwie ins Auto. Anscheinend kam der angeheiterte Vater dazu und fand das wohl irgendwie lustig, worüber meine Mutter sich am meisten aufgeregt hat.


Anscheinend bin ich im Auto irgendwann komplett zusammengebrochen und wurde auf direktem Weg ins Krankenhaus gebracht, wo ich prompt behandelt wurde, mit Windel und Allem. Irgendwann bin ich dann kurz aufgewacht, ich wusste nicht, wo ich war, was passiert war, mir war extrem schlecht, ich hatte Kopfschmerzen als hätte jemand meinen Schädel mit einem Vorschlaghammer behandelt und ich hatte nur Boxershorts und mein T-Shirt an. Um es kurz zu machen, ich lag zwecks Entgiftung mit knapp 3 Promille 3 Tage im Krankenhaus. Ich habe zwischendurch im Gespräch mit meiner Mutter geflennt wie ein Kleinkind, weil ich eigentlich ein sehr sozial engagierter Mensch bin.


Am Meisten tut es mir Leid für die Freundin, die Geburtstag hatte. Die Party lief zwar weiter, aber Stimmung kam wohl keine mehr auf. Ich habe ihr wohl den 18. gründlich versaut und irgendwann werde ich mich auf Knien und mit Blumen bei ihr entschuldigen, ich kann ihr kaum noch in die Augen schauen. Auch für meine Mitmenschen tut es mir Leid, da sie sich unnötig Sorgen um mich machen mussten. Dank dem Energydrink im Wodka wäre mein Herz fast kollabiert und ich lag auf der Intensivstation. Ich bin froh, dass echt alle Stillschweigen über die Sache bewahrt haben und es sich nicht verbreitet hat, und dafür bin ich heute am meisten dankbar.

Beichthaus.com Beichte #00028971 vom 26.05.2011 um 00:39:43 Uhr (28 Kommentare).

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Spülung defekt

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Boshaftigkeit Rache Vandalismus Kollegen Arbeit

Ich (m/24) habe bis vor circa drei Jahren in einer bekannten Großmarktkette gearbeitet. Dort hat mich die Arbeitsatmosphäre derart abgenervt, dass ich eines Tages zurückschlug. Und das kam so: Ein Kumpel von mir ist Gas-Wasser-Installateur und zeigte mir an einem bierseligen Abend, wie man mit zwei Handgriffen jeden Spülkasten der Welt völlig ohne Werkzeug reversibel außer Betrieb setzen kann. Das bedeutet, eine Spülung geht noch, danach läuft aber kein Wasser mehr nach und der Pottbenutzer kann seine stinkende Fracht nicht mehr wegspülen. Das empfand ich als genau das richtige, um es den unfreundlichen Kollegen mal so richtig heimzuzahlen.


Fortan begann ich, überall in dem Laden die Spülungen zu manipulieren. Klar, dass sich das schnell rumsprach und jeder sich fürchtete, auf seinem Schmodder sitzenzubleiben und ausgelacht zu werden. Nach ungefähr einer Woche kam dann der Hausmeister dahinter und berief sogar eine Art Schulung ein, in der er erklärte, wie man die Toilette wieder zum Laufen bringt. Ich selbst habe natürlich auch daran teilgenommen und mich dementsprechend köstlich amüsiert.
Als dann noch Steckbriefe ausgehängt wurden und wilde Theorien über den Täter in Umlauf kamen, erweiterte ich das Ganze noch, indem ich beispielsweise die Klopapierrollen im Halter mit Sekundenkleber befestigte, oder ähnliche Späße veranstaltete. Drei Monate später verließ ich das Unternehmen und bin nun in der Unterhaltungsbranche aktiv. Im Rückblick finde ich es wirklich schade, dass die biestigen Abteilungsleiterinnen ungestraft davongekommen sind. Denn auf die Frauentoilette hab ich mich dann doch nicht getraut.

Beichthaus.com Beichte #00028962 vom 23.05.2011 um 09:47:26 Uhr (18 Kommentare).

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