Ritzender Trauerkloß

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Selbstverletzung Verzweiflung Zorn Gewalt

Das Nachfolgende handelt von mir (m) und meinem ehemals besten Freund und ist, zumindest der Hauptteil, gestern erst passiert. Angefangen hat die ganze Scheiße als damals beide Elternteile besagten Freundes vor einem Jahr bei einem Unfall starben. Für ihn selbst brach eine Welt zusammen und auch für mich, die ich sie bereits mein Leben lang kannte, und auch andere Personen, war das alles andere als einfach. Er selbst hatte damals schon Selbstmordgedanken, von denen wir ihn zum Glück abbringen konnten. Kurze Zeit darauf verließ ihn sogar seine damalige Freundin mit der Begründung, sie wolle einen Kerl, keinen Trauerkloß. Das brach ihm denn beinahe ganz das Genick. (btw: um diese haben wir (ein paar Kumpels und ich) uns bereits gekümmert. Ich will nur soviel sagen: eine Menge Alk, eine Digicam und Facebook werden dieser Schlampe ihre spätere Jobsuche wohl ein wenig erschweren. Aber das ist eine andere Geschichte.
Denn kurze Zeit später passierte es: Er fing mit diesem Scheiß an, der sich Ritzen nennt. Als ich zum ersten mal die Wunden an seinem Arm sah, war ich erstmal fassungslos und wir haben drüber geredet. Er erklärte mir seinen Standpunkt, der immer aufs selbe hinaus lief. "Er brauche dies, um sich lebendig zu fühlen". Unser gesamter Freundeskreis hat bereits versucht ihn daraus zu holen, angefangen mit der guten alten russischen Methode die laut gröhlend in der Ausnüchterungszelle endete, bis hin zu mehreren (wirklich vielen) klärenden Gesprächen. Nichts von all dem half. Mit der Zeit wendeten sich viele von ihm ab, da er wirklich beinahe unerträglich wurde. Und es soll keiner denken wir hätten ihn hängen lassen, er wollte einfach keine Hilfe. Rückblickend hätten wir ihn gleich in professionelle Hände geben sollen aber hey, wir sind nun mal jung. Und hinterher ist man immer schlauer. Auf jeden Fall hatte er am Ende nur noch mich als Freund und auch mir, ging er ehrlich gesagt gehörig auf den Sack. Und denn gestern passierte es. Ich war bei ihm und was finde ich da? eine nicht eben geringe Menge des bekannten weißen Pülverchens. In dem Moment bin ich ehrlich gesagt ziemlich ausgerastet. Ich hab ihn angeschrien, geschüttelt und sogar mit der Polizei gedroht, nichts half. Er meinte nur wieder, er brauche dies um sich lebendig zu fühlen. Irgendwann wurde ich denn ganz ruhig, hab ihn angesehen und gesagt: "du brauchst also Schmerz um dich lebendig zu fühlen? Denn nimm dies als letztes Geschenk von deinem ehemals besten Freund". Bevor er überhaupt verarbeitet hatte, was ich da sagte, hatte ich schon ausgeholt und ihm volle Kante durchs Gesicht gebügelt. Ich glaub ich hab noch niemals einen derart perfekten WTF-Blick gesehen. Wär die gesamte Thematik nicht so ernst, und hätte er da nicht mit immer dicker werdender, blutender Nase gesessen, hätte ich in dem Moment wirklich lachen können, aber dazu war mir nun wirklich nicht zumute. Ich bin denn ohne noch ein Wort zu sagen nach draußen und nach Hause gegangen (natürlich nachdem ich unten den Krankenwagen angerufen hatte). Vielleicht werde ich ihn heute Abend auch noch besuchen gehen. Naja die Zeit wird zeigen ob die Aktion von mir richtig war. Zumindest sein Blick war in dem Moment auf dem Boden so ernst und klar, wie seit einem Jahr nicht mehr. Das gibt mir Hoffnung. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028771 vom 29.03.2011 um 18:55:38 Uhr (27 Kommentare).

Gebeichtet von bloXize
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Trennung wider Willen

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Fremdgehen Zorn Aggression Boshaftigkeit Dortmund

Vor einigen Jahren hatte ich eine Affäre mit einem Mann, der zwar nicht verheiratet, aber dennoch seit vielen Jahren in einer festen Beziehung war. Als es enger zwischen uns wurde, versprach er mir, er würde seine Freundin verlassen und er wollte zu mir ziehen. Ich räumte Schränke aus für seine Sachen und bestellte eine neue Waschmaschine mit mehr Fassungsvolumen. Ich naives Dummchen. Letztlich, man kann es sich denken, verließ er sie nicht. Als sich meine Wut und Enttäuschung gelegt hatte und ich wieder klar denken konnte, druckte ich ein paar der heikelsten Mails aus, die er mir geschrieben hatte, legte die Postkarte hinzu, die er mir im Liebeswahn geschickt hatte und erzählte in Einzelheiten wann wir uns wo getroffen hatten. Das nette Päckchen schickte ich ihr. Wie ich wiederum ein Jahr später heraus fand, gab es wohl einen Riesenzirkus und sie setzte ihn vor die Türe.

Beichthaus.com Beichte #00028770 vom 29.03.2011 um 15:21:04 Uhr in Dortmund (41 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Der mexikanische Zaubertrank

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Ekel Manie Gesundheit Sport Hamburg

Ich beichte, dass ich bereits mehrmals meinen eigenen Urin getrunken habe. Es begann vor einigen Wochen. Ich surfte durchs Internet und sah mich auf einigen Boxseiten um. Denn ihr müsst wissen, dass ich Boxen für den coolsten Sport der Welt halte. Und dann stieß ich auf ein Video des mexikanischen Weltmeisters Juan Manuel Marquez. Geiler Boxer, nebenbei bemerkt. In diesem Video erläuterte er einige seiner Trainingsmethoden. Mit einem mal erzählte der Sprecher dann, dass Marquez für alles bereit sei, um zu gewinnen. Dann eine Pause. Man sieht Marquez ins Klo gehen. Das Geräusch eines flüssigen Geschäfts hallt durch die Boxen meines PCs. Dann sieht man Marquez wieder in die Umkleide laufen, ein Glas gelber Flüssigkeit in der Hand. "He drinks his own Urine!" informiert mich der Sprecher. Dann setzt Marquez das Glas an die Lippen und trinkt. Dies beeindruckte mich irgendwie. Und es interessierte. Und wie. Sofort rannte ich ins Bad, zapfte mir ein Glas Urin und schoss zurück zum PC. Dann ließ ich das Video noch einmal laufen, prostete dem Mexikaner zu und murmelte: "Wenn das furchtbar schmeckt, dann hast du einen Fan weniger!" Und dann trank ich. Zuerst kam ein leichtes Übelkeitsgefühl auf. Es schmeckte zwar nicht so schlimm wie erwartet, aber das Bewusstsein was ich da trank war halt doch nicht so bekömmlich. Dennoch würgte ich das Zeug runter und war zufrieden mit mir und der Welt. Wenn das wirklich Vitamine und Mineralstoffe enthielt, dann würde ich mich vielleicht zum Sport motivieren können. Dies tat ich noch einige male. Irgendwann setzte ich das Zeug aber wieder ab. Warum, das weiß ich nicht. Vielleicht wollte ich meinen Mitbewohnern, denen ich meinen Zaubertrank natürlich verheimlichte, keine mit Urin verseuchten Gläser zumuten.
Ehrlich: Das half wirklich dabei, mich fit zu fühlen. Und ich werde es wohl demnächst wieder einnehmen. Danke, Senore Marquez!

Beichthaus.com Beichte #00028769 vom 29.03.2011 um 01:13:12 Uhr in 22453 Hamburg (Eberkamp) (41 Kommentare).

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Mord vor meinem Haus

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Rache Boshaftigkeit Kinder

Mord vor meinem Haus
In unserem kleinen Örtchen wohnen ein paar nervige Kinder, circa 8 bis 9 Jahre alt, die seit mindestens 3 Jahren an jedem 31. Oktober abends verkleidet durch die Straßen laufen, an den Türen der Leute klingeln und "Süßes oder Saures" spielen. Dieses Kopieren von Halloween aus Amerika geht meiner Meinung nach gar nicht und ich (m) schenke dem auch keine besonders große Achtung. Im Jahr 2007 (da waren sie bestimmt höchstens 6 oder 7 Jahre alt) habe ich ihnen widerwillig ein paar Süßigkeiten gegeben, damit ich meine Ruhe hatte. Am 31. Oktober 2008 ist abends niemand zu Hause gewesen, dementsprechend stand unser Haus leer. Als ich nach Hause kam, war vor unserer Haustür ein Schlachtfeld aus Toilettenpapier und unser Briefkasten war mit Edding mit hässlichen Fratzen bemalt worden. Das hat mich tierisch sauer gemacht, weil sich das Geschmiere nicht mehr entfernen ließ und somit ein neuer Briefkasten her musste. Eine gute Bekannte, die etwas weiter unten in unserer Straße wohnt, bestätigte auch, dass diese Kinder ebenfalls bei ihr geklingelt hätten. So beschloss ich, dass ich den Giftzwergen irgendwann einen Denkzettel verpassen werde.

Die Gelegenheit ergab sich dann am 31. Oktober 2009, einem Samstagabend. Ich hatte mir zuvor ein Scream-Kostüm, wie aus dem Film mit schwarzer Robe und Gespenstermaske gekauft. Dazu noch ein unechtes Messer bei dem beim Zustechen die Klinge in den Griff gedrückt wird. Ich habe mir schon denken können, dass die besagten Bälger wieder die Gegend unsicher machen wollen und bat im Vorhinein meine Bekannte aus meiner Straße, mich anzurufen, falls die Rotzlöffel wieder bei ihr klingeln sollten.
An dem Abend war meine Freundin bei mir. Sie wohnt circa 20 Kilometer von mir entfernt, weswegen sie in meiner Gegend auch nicht wirklich bekannt ist. Wir beide wollten ihnen einen Schrecken einjagen indem ich meine Freundin vor deren Augen "ermorde". Dazu hatten wir Kunstblut angefertigt, mit Wasser, Mehl und roter Lebensmittelfarbe und es wie Wasserbomben in geringer Menge in kleine Ballons abgefüllt. Sie hat sich einen alten hellen Pullover mitgebracht, den sie nicht mehr braucht und hat ihn an einigen Stellen eingeschnitten und zerrissen. Schließlich folgte dann tatsächlich der Anruf der Bekannten. Ein breites Grinsen kam in meinem Gesicht, ich zog mir mein Scream-Kostüm an und meine Freundin ihren zerfetzten Pulli, den ich noch ordentlich mit roter Soße beschmiert habe. Sie sah wirklich verdammt gut aus. Also machten wir uns auf und legten uns beide an einer Ecke in der Nähe meines Hauses auf die Lauer.
Es war schon ein düsterer Schauplatz: dunkel, kalt und eine einzelne Straßenlaterne spendete etwas Licht. Irgendwann hörte man schon aus der Ferne das Gequake und Gelächter der kleinen Kinder. Meine Freundin kippte noch etwas von dem Kunstblut in ihren Mund, aber nur so viel, dass sie auch noch sprechen konnte. Als die Kinderstimmen immer näher kamen, ging meine Freundin um die Ecke den Kindern entgegen. Ich konnte sie nicht sehen, nur hören. Hörte von ihr schwer atmend ein wimmerndes "Bitte, helft mir, bitte!". Die Kinder sagten "Au scheiße, ist das echt?". In dem Moment sprang ich in meinem Kostüm aus der Ecke, mit der einen Hand stach ich ihr in den Rücken, mit der anderen Hand klatschte ich ihr eine Wasserbombe mit Kunstblut an den Rücken. Ich denke mal, es ging schnell genug, sodass die drei Kiddies das mit der Wasserbombe nicht gemerkt haben.

Meine Freundin spuckte das Blut aus und schrie mit schmerzverzerrtem Gesicht, während ich sie festhielt und weiter auf sie ein stach. Sofort rannten die Kinder kreischend die Straße runter. Das war ihnen wohl zu viel. Eines der Kinder hat offenbar geheult, zumindest konnte ich in der Ferne noch ein kindliches Weinen hören. Meine Freundin ließ sich auf die Straße fallen. Sie drehten sich beim Rennen noch ein paar Mal um, ich packte derweil meine Freundin an beiden Beinen und zog sie um die Ecke während sie noch einen letzten "Todesschrei" von sich gab. Da bekam ich selbst sogar eine Gänsehaut, sie war große Klasse! Als wir aus ihrem Blickfeld waren, verschwanden wir schnell wieder im Haus und lachten uns einen Ast. Offenbar haben die Bengel es uns wirklich abgekauft, denn meine Freundin hat wirklich großartige Arbeit geleistet.

Ich glaube, dass keiner der Nachbarn das Spektakel mitbekommen hat. Es hat sich zumindest nie jemand beschwert oder sonstige Anzeichen gemacht, die auf diesen Abend hingedeutet haben. Und selbst wenn, ich war ja sowieso maskiert. Am 31. Oktober 2010 blieb sogar wieder unsere Klingel stumm. Für die Kinder tut es mir ein wenig Leid, aber für die Schweinerei im vorigen Jahr, sind wir jetzt quitt.

Beichthaus.com Beichte #00028767 vom 28.03.2011 um 16:01:40 Uhr (34 Kommentare).

Gebeichtet von muetzy
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Mein Arbeitskollege mit den Doppelkeksen

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Zorn Hass Boshaftigkeit Kollegen Arbeit

Mein Arbeitskollege nervt mich bis zum Erbrechen. Seit Monaten frisst er jeden Tag Doppelkekse und trinkt dazu stinkenden koffeinfreien Kaffee. Er schmatzt sich die Krümel aus den Zähnen, rülpst, manchmal furzt er auch. Wenn er telefoniert, verstehe ich nichtmal mehr meine eigenen Selbstgespräche. Er räuspert sich im Minutentakt und stinkt nach kaltem Rauch. Ich ekel mich so sehr! Weil er auch schon zwei Schlaganfälle hatte, hoffe ich inständig er bekommt noch einen weiteren, damit er gar nicht mehr arbeiten gehen und mich weiter nerven kann.

Beichthaus.com Beichte #00028765 vom 28.03.2011 um 10:55:53 Uhr (19 Kommentare).

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