Der Mord an unserem Priester

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Vorurteile Engherzigkeit Zorn Gesellschaft Mord

Vor zwei Tagen wurde der Priester meiner Gemeinde in seinem Büro getötet, was ein ziemlicher Schock für uns Gemeindemitglieder ist. Er war ein herzensguter Mensch, der die Menschen geliebt hat und er war sehr beliebt, denn er war immer für jeden da. Er war sehr selbstlos und hilfsbereit und hat sich für die Bedürftigen eingesetzt. Wir sind noch alle fassungslos über seinen Tod und unendlich traurig. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst, über den Grund der Tat wurde jedoch noch nichts veröffentlicht. Unser Priester war gebürtiger Kongolese, in einem Bericht habe ich gelesen, dass der Täter vermutlich Kameruner ist. Man weiß bislang nur, das dem Mord ein Streit zwischen den beiden Männern vorausging. Nun wollte ich eben herausfinden, wann der Trauergottesdienst für unseren Priester stattfindet und bin, weil ich auf der Internetseite der Gemeinde nichts gefunden habe, auf Facebook gegangen. Durch die Suchfunktion habe ich einige News-Berichte zu dem Mord gefunden, bestimmt die Hälfte von Seiten rechtsradikaler Parteien und Organisationen. Es war schrecklich zu lesen, wie sich die ganzen Rassisten an dem Mord laben und aufgeilen, weil er ihnen Gelegenheit bietet gegen "Neger", Flüchtlinge und den Islam zu hetzen, die ihrer Meinung nach natürlich der Grund für diese Tat sind, die nur eine von etlichen sei.

Dass das Opfer selber schwarz war, wurde natürlich in keinem ihrer Berichte erwähnt, denn dann hätten sie ja über einen integrierten, wohltätigen und gebildeten Migranten schreiben müssen und die sind ja Luft für solche Menschen und zählen somit nicht. Die dürfen ja gar nicht existieren, denn das passt nicht in ihr engstirniges, beschränktes Weltbild. Da stand nur "Katholischer Priester von Afrikaner kaltblütig ermordet", um zu suggerieren dass das Opfer weiß war (und das glauben die rechten Kommentatoren natürlich auch alle). Aber über die "Lügenpresse" schimpfen, wenn in einem Bericht nicht der Migrationshintergrund eines Straftäters erwähnt wird. Und selbst natürlich nur über Straftaten berichten, die von Migranten begangen werden. Die wollen natürlich nichts davon wissen, dass der Täter gar kein Flüchtling war und die Tat auch nichts mit dem Islam zu tun hatte. Denn kongolesische Quellen vermuten, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt, die von der kongolesischen Botschaft ausging und auf die politischen Spannungen im Kongo zurückzuführen ist. Was auch immer diese schreckliche Tat herbeigeführt hat, mir tut es unendlich weh, dass der Tod unseres geliebten Priesters, dem wir alle sehr nahe standen, jetzt für die rassistische Hetze von Rechtsradikalen missbraucht wird, die die Tatsachen bewusst falsch darstellen, um ihre ungebildeten und minderbemittelten Wähler noch mehr aufzuhetzen. Ich beichte, dass ich nicht angemessen trauere, weil sich unter die Trauer Wut mischt auf diese hasserfüllten Menschen. Ich weiß, dass er nicht gewollt hätte, dass ich so wütend bin, denn er war immer für Vergebung und gegen Hass und Zorn.

Beichthaus.com Beichte #00041017 vom 24.02.2018 um 23:54:53 Uhr (14 Kommentare).

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Heimliche Lieferungen in der Nacht

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Neugier Feigheit Nachbarn

Ich bleibe nachts oft sehr lange auf und glotze Serien. Deswegen ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass immer so zwischen 3 und 4 Uhr ein Auto vor unserem Mehrfamilienhaus auf der anderen Straßenseite hält, eine Person aussteigt, den Motor dabei laufen lässt und die Fahrertür offen lässt, zu unserem Hauseingang rüberläuft, dort irgendwas macht, und dann zurück ins Auto steigt und wegfährt. Das einzig Logische, was mir einfällt, ist, dass diese Person etwas in einen der Briefkästen steckt. Aber warum mitten in der Nacht und warum jede Nacht? Und warum nur so gezielt bei unserem Haus? Ich beichte, dass mir das keine Ruhe lässt und ich zu feige bin, mich nachts unten am Hauseingang auf die Lauer zu legen. Vielleicht drücke ich das nächste Mal auf den Türöffner, um die Person wenigstens mal zu erschrecken.

Beichthaus.com Beichte #00041016 vom 23.02.2018 um 04:16:32 Uhr (20 Kommentare).

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Hilfe, mein Freund wollte unser Kind nicht!

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Engherzigkeit Falschheit Liebe Partnerschaft

Ich (w/24) und mein Freund haben ein gemeinsames Kind, das jetzt sechs Wochen alt ist. Wir lieben einander und den Kleinen sehr und verstehen uns auch wirklich gut, auch die Sexualität zwischen uns ist nach der Geburt nach wie vor noch superschön für uns beide und ich kann mich bei ihm total wohl in meinem veränderten Körper fühlen, weil ihm alle Veränderungen offenbar nichts, oder kaum etwas, ausmachen.

Nur eine Sache bekomme ich nicht aus dem Kopf und aus dem Herzen: Das Kind war nicht geplant und als meinen Freund klar wurde, dass eine Abtreibung für mich nicht infrage kommt, hat er mich für einige Monate total fertiggemacht. Er hat gesagt, ich würde gegen seinen Willen sein Leben zerstören, wollte mich zu einem Abbruch drängen und hat mich oft beleidigt, abgewiesen und wollte, dass ich ihn tagelang in Ruhe lasse und ihn nicht anrufe. Seine Gefühle waren immer der Mittelpunkt, meine haben keine Rolle gespielt. Ich musste am Anfang der Schwangerschaft oft ins Krankenhaus und er hat mir vermittelt, dass es ihn einen sch*** interessiert, wie es mir körperlich und seelisch geht. Andererseits hat er mir auch oft gesagt, dass er mich liebt. Ich war total verzweifelt und habe mich darauf eingestellt, mich alleine um das Kind zu kümmern. Mit der Zeit wurde es dann immer besser und er hat sich mehr und mehr interessiert und seit das Kind da ist, bemüht er sich so unglaublich liebevoll um uns beide und tut alles, damit es uns gut geht. Er will es gar nicht mehr loslassen und kuschelt in jeder freien Minute mit uns beiden.

Aber ich kann sein Verhalten in meiner Schwangerschaft nicht vergessen und ich kann es auch nicht verzeihen. Ich bin dann öfter mal patzig zu ihm, oder will ihn nicht um mich. Das kommt einfach aus dem Nichts. So eine innere Abscheu ihm gegenüber, die ich dann nicht mehr abschalten kann. Ich habe riesige Angst, dass es nicht besser wird und dass er meine Launen irgendwann nicht mehr aushält und geht. Oder, dass ich es einfach nie werde vergeben können und ich mich deshalb trenne. Ich weiß nicht, was ich ihm sagen soll und habe kein Vertrauen in unsere Zukunft und in unsere Beziehung, obwohl ich ihn schon seit meiner frühen Jugend von Herzen liebe..

Beichthaus.com Beichte #00041015 vom 22.02.2018 um 21:37:50 Uhr (49 Kommentare).

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Klopapier im Mülleimer

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Ekel Unreinlichkeit Sevilla

Ich befinde mich momentan in Spanien in einer Großstadt im Urlaub. Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass man hier das gebrauchte WC-Papier noch im Eimer entsorgen muss. Ich dachte immer, Europa sei so weit fortgeschritten. Man hat überall Internet, TV genug essen. Aber seinen ganzen Scheiß kann man nicht mal im Klo entsorgen.

Beichthaus.com Beichte #00041014 vom 22.02.2018 um 17:09:35 Uhr in Sevilla (15 Kommentare).

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Linkes Pack beim G20-Gipfel

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Aggression Gewalt Gesellschaft Vorurteile Politik München

Ich hasse dieses ganze linke Pack. Ich will jetzt gar nicht auf die wilde Horde vom G20-Gipfel eingehen, aber nehmen wir doch mal die Sicherheitskonferenz letztes Wochenende. Es ist Mitte Februar, saukalt und es schneit und ein paar tausend Idioten haben nichts Besseres zu tun, als gegen die Konferenz zu demonstrieren. Es interessiert die Mächtigen einen feuchten Dreck, ob da ein paar armeselige Hanseln durch die Stadt laufen und laut für den Weltfrieden schreien. Am Erbärmlichsten aber ist der sogenannte schwarze Block. Ein Haufen asozialer fauler Penner, die sich hinter transparenten Sonnenbrillen und Mützen verstecken, aber einen auf Dicke Hose machen. Und was passiert? Gar nichts, weil sie Angst vor der Polizei haben in München. Sich feige vermummen, rumschreien und auf die Polizei und den Rechtsstaat schimpfen, dass können sie, aber aus lauter Angst, aufs Maul zu bekommen, passiert nichts. Also bleibt einfach daheim, sucht euch andere Hobbys oder besser: "Geht arbeiten."

Beichthaus.com Beichte #00041013 vom 22.02.2018 um 09:41:44 Uhr in München (11 Kommentare).

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