Wenn die volle Urinflasche auf den Boden fällt

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Zorn Ungerechtigkeit Arbeit München

Seit sieben, fast acht Jahren bin ich Fachkraft in der Krankenpflege. Meine Berufung, ein Beruf, der mir wirklich Spaß macht, nach meinem Studium und erster Ausbildung. Und dennoch ist es bisher der einzige Beruf, in dem ich laufend dermaßen erniedrigt wäre und man dies als ganz selbstverständlich von außen hinnimmt. Wir Pflegekräfte werden angegriffen, geschlagen, gekratzt, gebissen, bespuckt, sexuell belästigt und genötigt - ohne jegliche Konsequenz für den Patienten, von dem das ausgeht. Kommentare der Ärzte oder Pflegedienstleitungen, drei Beispiele:

1. Eine Kollegin wurde von einem Patienten geschlagen, so dass im Magen ein Gefäß platzte und sie zum Clipping musste - "Da hätten Sie halt netter zum Patienten sein müssen!"
2. Eine Kollegin wurde durch einen Patienten mit einer vollen Flasche Wasser die Nase gebrochen - "Ach, haben Sie ihn etwa gereizt?"
3. Ein Patient packte mich und steckte mir die Zunge ins Ohr - "Der hat was am Frontallappen!"

Und so weiter. Jedes Mal wird die Pflegekraft für das Verhalten des Patienten oder als eine scheinbare atrophische Entwicklung des Gehirns verantwortlich gemacht. In 98% der Fälle sind die Patienten klar, orientiert und definitiv NICHT dement (in einigen Fällen lässt es sich eben auch per CT/MRT-Bild belegen, dass keine Hirnatrophie vorliegt - aber trotzdem bleiben die Ärzte bei der Aussage). Die Ärzte haben so große Angst "Kunden" zu verlieren, dass die Patienten allesamt einen Freibrief haben, mit Pflegekräften zu tun, was ihnen gerade beliebt. Und wehe, man wehrt sich. Mit Worten wird man noch zum Gespräch mit den Vorgesetzten eingeladen; streicht man dem Patienten eine auf, der einem unter den Kasack gefasst hat: Anzeige und mindestens Abmahnung.

Ein Patient sagte uns kürzlich: "Krankenpfleger? Vor euch muss man keinen Respekt haben, ihr seid unterste Schublade!" - damit kippte er die volle Urinflasche auf den Boden. Eine Überzeugung bei Patienten, die sich immer mehr durchsetzt. Es ist nicht verwunderlich, dass immer mehr Pfleger zurückgeben, was sie bekommen. Wir sind zu jedem nett, der zu uns nett ist. Aber wer uns erniedrigt und demütigt, hier mutieren wir zu Drachen. Ich bin, nach sieben Jahren, sicherlich NICHT mehr die Krankenpflegerin, die ich am Anfang meiner Ausbildung war. Ich lasse mir heute NICHT mehr alles bieten oder gar gefallen. Aber wenn man keinen Rückhalt der Vorgesetzten hat, fragt man sich schon, warum man sich nahezu jeden Tag aufopfert, um das Leben der Patienten angenehmer zu machen, diese aufzuheitern, die Hand zu halten, sie zu waschen, ihnen Essen auf den Tisch zu stellen, sie wieder aufzurichten, wenn sie hinfallen oder depressiv zusammensacken, Verbände bei stinkenden-infizierten Wunden zu wechseln etc.. Langsam beginne ich den Beruf, den ich eigentlich liebe, wirklich zu hassen!

Beichthaus.com Beichte #00041524 vom 30.08.2018 um 20:03:38 Uhr in München (Nymphenburger Straße) (17 Kommentare).

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Wenn der Nachbar Imker ist

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Zorn Vandalismus Nachbarn Beckum

Ich beichte, dass ich gerade in das unabgeschlossene Kellerabteil meines Nachbarn gegangen bin und seine Honigschleuder etwas "modifiziert" habe. Der Mann ist Hobbyimker und schleudert dort unten seine Honigwaben. Dank ihm hasse ich jetzt Honig weil der Penetrante Geruch ständig im Treppenhaus ist und die Bienen im Schwarm zusammen mit Wespen im ganzen Haus rumschwirren. Ich habe eine Wespenallergie und die Vermieterin macht nichts dagegen weil sie ihren Honig von besagtem Nachbarn zum Spottpreis bekommt. Wie ich die Schleuder modifiziert habe? Einige Schrauben abgedreht und Katzenstreu rein geschüttet! Da ich nicht mal eine Katze habe, wird mich niemand verdächtigen. Ich weiß das es falsch War, aber trotzdem habe ich eine seltsame Befriedigung dabei verspürt, da der Idiot mich nicht Mal mehr grüßt, nachdem ich ihm gesagt habe, ich würde keinen Honig mehr bei ihm kaufen, da ich im Sommer keinen Honig will.

Beichthaus.com Beichte #00041522 vom 28.08.2018 um 15:41:15 Uhr in Beckum (9 Kommentare).

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“Beichte

Als meine Freundin plötzlich die Pille absetzte

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Ungerechtigkeit Schwangerschaft Ex Fremdgehen Bonn

Ich (m/30) hasse mein Leben. Meine Ex hat damals als wir noch zusammen waren die Pille abgesetzt und mich vermeidlich darüber informiert. Kann mich aber daran nicht erinnern. Es gab kein Gespräch darüber. Sie sagt, sie hätte es mir damals beim einkaufen gesagt. Weiß ich ehrlich nichts von. Vorher hatten wir mal ein Gespräch über das Kinder kriegen und Familie gründen. Allerdings waren wir zu dem Zeitpunkt gerade mal 2 Jahre zusammen und ich war 24 und habe gerade eine Ausbildung angefangen bei der ich nur Bafög bekam. Sie war 27 zu der Zeit und hatte einen festen Job.

Jedenfalls beschlossen wir damals eigentlich erst zusammen zu ziehen, ich durfte meine Ausbildung beenden und in dem Beruf Fuß fassen und dann wollten wir eventuell heiraten und nach ein paar Jahren würde dann die Familienplanung in Angriff genommen. So weit so gut. Dann erhielt meine Ex die Nachrichten, dass ihre beiden jüngeren Brüder im kommenden Jahr Väter werden würden. Kurzerhand entschied sie anscheinend die Pille ab zu setzen. Um die Zeit herum hat sie mir angeblich beim einkaufen genau dies erzählt. Wir flogen in den Urlaub und zwei Monate später eröffnete sie Mir, dass sie schwanger sei. Ich wollte das Kind nicht. Ich war gerade mal 24 und wollte meine Familie ernähren können, mit Bafög ist das aber schwierig. Ich brach die Ausbildung ab und ging in eine Zeitarbeitsfirma. Babysachen mussten her da sie nicht vor hatte ab zu treiben und ich wollte kein Arsch sein und sie damit alleine lassen. Unsere Tochter kam auf die Welt und dann wurde sie ein anderer Mensch. Der Ehrgeiz den sie vorher immer hatte war weg. Sie lag nur noch auf der Couch. Wenn ich bin der Arbeit kam, wurde mir das Baby in die Hand gedrückt und ich musste noch einkaufen fahren obwohl der nächste Supermarkt gerade mal eine Straße weiter war. Ich packte das Baby in den Kinderwagen und lief los. Kaufte ein, machte das essen und sie lag währenddessen vor der Glotze und sah Hartz IV-TV.

Sie wurde immer fetter, wollte keine Spaziergänge als Familie machen, verprasselte das Kindergeld für Klamotten für sich. Ja, sie war eine gute Mutter. Ging ab und zu zu Mutter-Kind treffen und hatte immer mehr neue Freunde. Während ich arbeiten ging. Nach einem halben Jahr kam unser Sexleben zum Erliegen. Es kam nichts mehr. Sie war immer müde vom tv Sehen, hatte Kopfschmerzen oder schob unser Baby vor, dass es ja weinen könnte und dann müsste sie ja sofort los in das Kinderzimmer.

Ich konnte das alles nicht mehr mitmachen. Sie erzählte außerdem überall herum dass sie eigentlich ja nicht vor hatte ein Kind zu bekommen. Nicht jetzt, da sie eigentlich dabei war in ihrer Firma befördert zu werden. Das ist alles Schwachsinn. Alle sagen es war Zufall dass sie und ihre Brüder alle in dem selben Jahr Eltern geworden sind. Aber das war alles geplant. Wenn man die Pille ohne jeden Grund absetzt, und kein Kind will, dann verhütet man doch trotzdem! Man kauf Kondome oder lässt sich was anderes einfallen. Man vögelt doch nicht, mit dem Wissen keine Kinder haben zu wollen ungeschützt. Ich entfernte mich von ihr so wie sie es bei mir getan hat. Ich wurde zu einer Geburtstagsfeier eingeladen und lernte da ein Süßes, liebes Mädchen kennen. Sie war schüchtern, saß da auf dem Sofa und beobachtete alles und jeden. Wir wurden uns vorgestellt und irgendwie mochte ich sie auf Anhieb. Ich erzählte ihr nichts von meiner Beziehung, sagte nur dass ich ein Kind habe. Als ich nach ein paar Monaten des simsen und des treffen mit dem Mädchen erkannt habe, dass ich mich verliebt habe und die Beziehung zu der Mutter meines Kindes überdachte, kam ich zu dem Schluss, dass ich auch verdient habe glücklich zu sein. Dass ich als Mann nicht direkt das Arschloch war. Ich habe meine damalige Freundin gebeten eine Paartherapie zu machen um zu sehen ob da vielleicht noch was gerettet werden kann. Sie wollte aber nicht. Und fuhr mit der kleinen zu ihren Eltern. Ich fuhr zwei Tage später nach und machte mit ihr Schluss. Sagte die Wahrheit, dass ich eine andere kennen gelernt habe. Sie weinte, beschuldigte mich nichts für die Beziehung getan zu haben und ich erwiderte darauf hin nichts. Mit jemandem zu streiten der so blöd wie drei Meter Feldweg ist, bringt nichts. Ich Ging, fing eine Beziehung zu dem Mädchen an und sie entpuppte sich als wahrer Glücksfall.

Wir sind jetzt vier Jahre zusammen und haben diesen Sommer geheiratet. Sie akzeptiert meine Tochter, steht mir bei und baut mit mir zusammen eine Zukunft auf. Nur leider kann ich das oft nicht würdigen ich habe heute immer noch das Gefühl betrogen zu werden. Dass meine Frau auch irgendwann damit ankommt, dass sie sich die Spirale hat rausnehmen lassen um schwanger zu werden ohne mit mir zu reden. Ich liebe mein kind, keine Frage, ich will dass sie bei mir ist obwohl meine ex mit ihr 140 km weit weggezogen ist. Aber ich bin der Gearschte. Ich zahle den Unterhalt und werde angemotzt dass ich die kleine nur in meinem Urlaub oder an den langen Wochenenden hole. Aber anders geht es auch nicht. 2 Stunden fahrt nach einem langen Arbeitstag um meine Tochter zu holen um dann wieder 2 Stunden zurück zu fahren nur um dann mit ihr den Samstag verbringen zu können und sie am Sonntag wieder früh nach Hause zu bringen, das reicht nicht aus. Ich will mein kind alle zwei Wochen bei mir haben wie es mir zusteht. Meine Frau holt sie auch schon mal, aber das kann sie auch nicht immer. Die Mutter kümmert es nicht. Hauptsache die kleine ist aus dem Haus damit sie Party machen gehen kann. Ich hoffe, dass meine Tochter irgendwann mal sagt, dass sie zu uns ziehen will. Sie hat ein eigenes Zimmer in unserem Haus, wir verwöhnen sie. Wir lieben sie. Und ich möchte meine Tochter bei mir haben und da die Mutter nicht hier in die Nähe ziehen will, geht das nicht anders als darauf zu hoffen, dass mein kind mit 14 zu uns kommt. Als Mann hat man bei sowas immer den kürzeren gezogen. So ist das manchmal.

Beichthaus.com Beichte #00041520 vom 28.08.2018 um 11:13:08 Uhr in Bonn (29 Kommentare).

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Angepasste Benotung

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Ungerechtigkeit Vorurteile Schule Magdeburg

ich habe gemeinsam mit anderen Eltern einen öffentlichen Protestbrief an die Schule meiner Tochter (11) verfasst. Der Grund: trotz dessen, dass die Kinder in Deutschland geboren wurden, erhalten Schüler ihrer Gymnasialklasse, deren Eltern Migranten sind, eine angepasste Bewertung. Sprich, bei der Benotung wird Rücksicht auf die Herkunft genommen, um einen Nachteilsausgleich herbei zu führen, da sie aufgrund ihrer Herkunft als sprachlich benachteiligt gelten.

Wie kann das sein, da die Kinder von Geburt an hier aufgewachsen sind und ihren Eltern Sprachkurse etc. angeboten wurden? Was ist dann mit den Kindern behinderter Deutscher, die zum Beispiel blind oder taub sind? Warum bekommen die Kinder derer diese Ausgleichsbenotung nicht, obwohl ihre Eltern ebenfalls Sprachprobleme und Sprachbarrieren zu bekämpfen und zu überwinden haben, um ihre Kinder auf schulische Anforderungen vorzubereiten? Weil sie seit Generationen Deutsche sind? Bedeutet Integration heutzutage Bevorteilung ethnischer Minderheiten und wenn ja, wie lange soll das noch so weiter gehen mit der Rücksichtnahme auf vermeintlich Schwächere, die in dem Fall seit mehr als einer Dekade in Deutschland leben und dieselben Bildungs- und Gemeinschaftsinstitutionen wie der Rest der Bevölkerung zur Verfügung gestellt bekommen? Es tut mir leid, der Schuldirektorin auf die Füße zu treten, aber so ein öffentlicher Brief ist längst fällig gewesen. Schließlich gilt doch gleiches Recht für alle - oder nicht?

Beichthaus.com Beichte #00041493 vom 14.08.2018 um 22:19:52 Uhr in Magdeburg (38 Kommentare).

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Was? Du kannst nicht schwimmen?

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Hochmut Verzweiflung Familie

Ich möchte mein schlechtes Gewissen sowie mein schlechtes Benehmen beichten. Alles begann vor 21 Jahren (ich war 10 Jahre alt) im Sommer. Da es ein heißer Tag war ging es ab zum See baden. Ich konnte meine Oma überreden mit zu kommen, allerdings ging sie nicht ins Wasser. Irgendwann zuhause angekommen wollte ich wissen, wieso sie nicht in den See ging um sich zu erfrischen. Sie erzählte mir, dass sie früher von ihren Mitschüler gehänselt wurde, weil sie nicht schwimmen konnte und auch im Schwimmunterricht geärgert wurde. Ich machte mich lustig und lachte sie wortwörtlich aus. Sie fing an heftig zu weinen und ich machte trotz dessen weiter. Sie verbarg ihr tränennasses Gesicht hinter einem Handtuch und forderte mich zum gehen auf.

Bis heute habe ich ein schlechtes Gewissen, ich habe mich auch nie bei ihr entschuldigt. Als ich 13 Jahre alt wurde starb sie dann an Brustkrebs. Ich habe ihr einen Brief geschrieben wie sehr ich sie vermisse und wie sehr sie mir fehlt und warf ihn dann bei der Beerdigung ins Grab. Auch im Brief habe ich mich nicht mehr entschuldigt. Mir tut es heute noch weh dass ich sie sehr verletzt habe, unser Verhältnis besserte sich danach nie. Liebe Omi, bitte entschuldige meine naive kindliche Dummheit. Mir treibt es heute noch Tränen in den Augen und mir tut es unendlich weh wenn ich zurück denke wie du weinend im Sessel saßt und ich dich ausgelacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00041486 vom 11.08.2018 um 23:34:14 Uhr (14 Kommentare).

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