Das Engelchen und der bosartige Troll

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Ehebruch Fremdgehen Eifersucht Habgier Liebe

Vor circa 4 Monaten habe ich meine Ehe beendet, mein Mann und ich waren 8 Jahre zusammen. Es lief schon langer nicht mehr rund und ich verguckte mich in jemand anderen. Dadurch, dass wir keine Wohnung für ihn fanden und er auch noch krank wurde, musste er zwangsläufig noch bei mir und den Kindern bleiben. Er litt unheimlich und rutschte fast in eine tiefe Depression. Irgendwann meldete ich ihn bei einer Flirtplattform an, um ihm zu zeigen, dass es auch Frauen nach mir gibt. Ich habe derweil abends gearbeitet, Party gemacht und mit noch einem Anderen geschlafen. Mein Ex war ja da und passte auf die Kinder auf. Dann lernte er online jemanden kennen und traf sich auch mit ihr, sie telefonierten ständig, er lachte wieder und ihm ging es wieder gut. Eine Wohnung war dann auch endlich gefunden und er und ich verstanden uns prächtig.
Am Anfang freute ich mich für ihn, doch als er das erste Wochenende bei ihr war, bin ich fast kaputt gegangen als er wieder kam und eiskalt zu mir war. Wir stritten uns und er hielt mir alle meine Fehler vor und sagte, dass sie das genaue Gegenteil von mir wäre: lieb, sanft, verständnisvoll, stressfrei, null aggressiv und harmoniebedürftig wie er.


Nun zu meiner Beichte:
Seit er das erste Mal mit ihr im Bett war, treiben auch wir es wieder miteinander. Ihr kann man nur mit Kuschelsex kommen und deswegen besorge ich es ihm mehrmals die Woche richtig. Es ist der beste Sex den ich je hatte. Ich bin eifersüchtig ohne Ende, will ihn wieder haben, obwohl ich weiß, dass ich ihn jetzt nur will weil ich ihn nicht haben kann. Und sobald ich ihn wieder habe ist nach 6 Monaten wieder alles vorbei. Ich hasse seine neue Freundin, obwohl ich sie nicht mal kenne. Sie nervt mich, ich finde sie total hässlich und dumm wie Dosenbrot (alles aus Erzählungen und von Fotos).


Ich habe nun beschlossen nicht mehr zu stressen, weil ich ihn nicht verlieren will, werde ihn aber weiterhin so mit den Kids einspannen, dass seine Alle-zwei-Wochenend-Beziehung auch eine solche bleibt. Ich denke den ganzen Tag an ihn, habe Herzklopfen, wenn er mich nur ansieht und mir bricht das Herz wenn er sie immer als das selige Engelchen in den Himmel hebt und ich werde zum bosartigen Troll gemacht.
Ich beichte, dass ich wieder Verliebtheitsgefühle für ihn hege und ihn extrem geil finde, aber nur solange er mit dem langweiligen Dosenbrot zusammen ist. Ich beichte, dass ich den Schmerz wenn er bei ihr ist brauche, um mit ihm glücklich zu sein. Ich beichte, dass ich ihm sofort stehen lassen würde, wenn er wieder solo wäre oder ich einen anderen Kerl kennenlernen würde.

Beichthaus.com Beichte #00028496 vom 09.01.2011 um 19:22:18 Uhr (42 Kommentare).

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Meine krankhafte Eitelkeit

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Eitelkeit Maßlosigkeit Verschwendung Verzweiflung Osnabrück

Ich (w/21) muss beichten, dass ich krankhaft eitel bin. Ich leide seit Jahren unter starken Depressionen, bin auch in Behandlung. Da ich wegen meiner Erkrankung nicht erwerbsfähig bin, bekomme ich Grundsicherung für Arbeitsunfähige. Wenn man die Kosten für Miete, Nebenkosten, Internet und so weiter abzieht bleiben mir im Monat 260 Euro zum Leben. Eigentlich käme ich damit super aus, wenn ich nicht so eitel und kaufsüchtig wäre. Ich verlasse das Haus nie ohne drei Schichten Make-up und es ist auch schon des öfteren vor gekommen, dass ich abends vor einem verschlossenem Supermarkt stand, der um 22 Uhr schließt, nur weil ich um 20:30 Uhr meinte loszugehen, aber mich noch einmal vorher schminken musste. Diese Unmengen an Kosmetika und Klamotten kosten mich im Schnitt monatlich 150 bis 200 Euro. Ich plane schon immer am 5. eines jeden Monats was ich denn nächsten Monat kaufen werde. Hiermit möchte ich beichten, dass ich lieber hungere als unschön durch die Welt zu laufen. Eventuell werde ich es irgendwann schaffen so selbstbewusst zu sein, dass ich so etwas nicht mehr brauche, aber bis dahin werde ich wohl weiter mit der Sünde der Eitelkeit leben müssen.

Beichthaus.com Beichte #00028494 vom 09.01.2011 um 16:13:49 Uhr in Osnabrück (42 Kommentare).

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Abkürzung bei 125 km Radrennen

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Betrug Ungerechtigkeit Sport Freiburg

Abkürzung bei 125 km Radrennen
Ich (m/25) fahre im gehobenen Amateurbereich Radrennen, oft an die 10-15 Touren pro Saison in ganz Deutschland. Im Sommer letzten Jahres habe ich an einem 125 km langen Rennen in Süddeutschland teilgenommen. Der Kurs war recht anspruchsvoll, da hoch und runter, auch vereinzelt über befestigte Feldwege, weil nicht alle Straßen gesperrt werden konnten. Ich fuhr in einer Ausreißergruppe, in einer langen Steigung verlor ich aber den Kontakt nach vorne. Irgendwann mal war ich ganz alleine, keine Streckenposten und Zuschauer. Ich hatte mich anscheinend verfahren, was eigentlich so gut wie unmöglich ist, da an jeder Kreuzung oder Biegung Streckenposten oder Polizisten stehen.

Ich bin dann trotzdem weitergefahren und habe schon überlegt mir die Startnummer abzunehmen und in den nächsten Ort zu fahren und mein Team anzurufen. Ich ließ es daher locker und radelte gemütlich in den nächsten Ort den ich sah. Im Ort war ich plötzlich wieder auf der Rennstrecke und die Ausreißergruppe, in der ich vorher war und die bestimmt schon 10 Minuten weg war, kam gerade aus einer Kurve. Ich bin dann weiter gefahren und habe mich der Gruppe angeschlossen und keiner, wirklich keiner hat es gemerkt. Alle aus der Gruppe dachten anscheinend, ich hätte auf der Abfahrt wieder Anschluss gefunden. Ich habe mir praktisch den halben Berg und rund 5 km gespart, wie ich später auf einer Karte sah. Ich bin dann bis zum Ziel in der Spitzengruppe mitgefahren und wurde Neunter. Zum Glück gab es dafür kein Preisgeld mehr, sonst hätte ich es da schon zugeben müssen, denn bisher habe ich keinem diese Geschichte erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00028493 vom 09.01.2011 um 14:01:26 Uhr in Freiburg (19 Kommentare).

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Meine Liste wird länger und länger

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Verzweiflung Maßlosigkeit Wollust Partnerschaft Himmelpfort

Ich (m/27) beichte, dass ich total oberflächlich bin, wenn es um Typen geht. Ich will immer einen großen Mann mit dunklen Haaren und in der Hose muss er auch Gescheit sein. Wenn irgendwas nicht passt, lass ich ihn nach dem ersten Sex fallen. Wenn er gut im Bett ist, dann po**** ich noch ein paar mal. Das Ganze geht schon seit meiner letzten Beziehung so. Und die ist knappe 3,5 Jahre her. Irgendwie nervt es mich selbst, aber ich verliere jedes mal so schnell das Interesse. Meine Liste wird länger und länger. Werde ich jemals wieder einen Freund finden mit dem ich länger zusammen sein werde?

Beichthaus.com Beichte #00028488 vom 07.01.2011 um 12:44:02 Uhr in Himmelpfort (26 Kommentare).

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You Are The One That I Want

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Verzweiflung Eifersucht Zorn Liebe Kaufbeuren

Ich (m/30) möchte beichten, dass ich auch nach Jahren immer noch an meiner Jugendliebe hänge, dabei auch noch eifersüchtig auf meinen Schwager bin und Mittwoch nicht mehr arbeiten konnte.

Mit etwa 14 lernte ich ein wunderbares Mädchen kennen. Wir sahen uns und es war in der ersten Sekunde als würden wir uns schon ein Leben lang kennen. Wir konnten uns vom ersten Moment an unsere intimsten Geheimnisse anvertrauen. Es ist schwer zu beschreiben, aber unsere Blicke trafen sich und man hatte das Gefühl mit dem Gegenüber aufgewachsen zu sein.
Jahre lang war es eine rein platonische Freundschaft bis zum Sommer 1997. Beim Rumtollen im Freibad kam es zu ein paar zärtlichen Berührungen. Am selben Abend waren wir noch im Kino und hatten uns "Grease" angeschaut. Kurze Zeit später hatte sie Geburtstag. Diesen feierte sie mit ihrer besten Freundin zusammen und auch ich war eingeladen. Geplant war eine große Party. Ich kam dort an und stellte fest, außer ihrer besten Freundin und deren Freund war keiner da. Nunja, dann halt zu viert. Im Laufe der Party waren meine Freundin und ich auch öfters am Balkon zum Rauchen. Jedes mal drucksten wir herum, viel reden, aber nichts sagen halt. Im Nachhinein weiß ich, dass sie genauso wie ich Angst hatte unsere intimste und schon fast geschwisterliche Freundschaft für eine Liebesbeziehung aufs Spiel zu setzen. Im Verlauf der Party kam es dann zu einer Kissenschlacht. Eins der Kissen traf den Lichtschalter im Zimmer. Ich versuchte mich zum Lichtschalter vorzutasten und fand auf dem Weg meine Freundin. Ich fand nicht nur sie, sondern auch unsere Lippen fanden sich. In diesem Moment gab die Stereoanlage das Lied "You are the one that I want" aus "Grease" von sich. Das war ein Zeichen. Und da wusste ich es. Es ist nicht nur die beste Freundin, die ich je haben könnte, es ist "mein Mädchen".

Die Wege des Herren sind unergründlich. Kurze Zeit später trennten wir uns einvernehmlich. Wir waren schließlich fast wie Bruder und Schwester und da darf einfach nicht mehr passieren. Vielleicht war es das Beste für uns, vielleicht aber auch nicht. Das weiß nur der Herr. Es ist dann irgendwie alles seinen normalen Weg gegangen. Sie lernte einen Neuen kennen. Ich war mit ihm schon im Kindergarten und der Grundschule sehr gut befreundet, man hatte sich aber dann etwas aus den Augen verloren, ich aufs Gymnasium, er weiter auf der Hauptschule. Ich habe mich für ihn gefreut. Die Beiden haben auch ein Kind gezeugt. Lange Rede kurzer Sinn: Das Ganze ging irgendwann schief und sie trennten sich wieder. Aber die Beiden waren ja offensichtlich in der Kiste. Was hätte ich dafür gegeben mit ihm zu tauschen. Ein paar Jahre später kommt meine Schwester an, sie möchte uns ihren neuen Freund vorstellen. Juhuuu, sie kam mit ihm zur Tür. Vögelt der also nicht nur meine große Liebe, sondern auch noch meine Schwester.


So langsam sollten wir aber zum letzten Punkt kommen. Warum konnte ich Mittwoch nimmer arbeiten? Ich habe die Geschichte in den ganzen Jahren eigentlich gut verarbeitet. Ich hatte meine große Liebe inzwischen auch aus diversen Gründen aus den Augen verloren, inzwischen geheiratet, eigene Kinder gezeugt, mich scheiden lassen und mein Leben nach einem derben Absturz nun wieder in halbwegs normale Bahnen gelenkt. Habe einen guten Job als Oberkellner in einem Restaurant und habe mich irgendwo wieder gefunden. Die ganze Geschichte oben war aus meinem Gedächtnis inzwischen verbannt. Auf jeden Fall kommt meine alte Liebe am Mittwoch bei uns ins Lokal, ihren Aktuellen im Schlepptau, und bestellt das Candle-Light-Menü. Schon als sie zur Tür rein kam war mir schummerig. Nach der Bestellung konnte ich einfach nicht mehr. Sämtliche Gefühle für sie kamen hoch, am liebsten hätte ich ihrem Freund verdorbene Ware serviert oder aus versehen ein Glas über ihn verschüttet. Mit diesen Gedanken bin ich nicht mehr fertig geworden. Bin sofort zu meiner Chefin und habe ihr erzählt, dass ich gerade übelsten Durchfall bekommen habe, was in der Gastronomie schnell mal eine Arbeitsunfähigkeit darstellt und ich bis zuar ärztlichen Klärung daheim bleibe. Seit dem sitze ich zu Hause, zieh mir einen Ouzo nach dem anderen rein und denke an den Sommer 1997, wie glücklich ich doch war und was aus uns hätte werden können. Katrin, ich liebe Dich noch heute.

Beichthaus.com Beichte #00028486 vom 07.01.2011 um 03:51:55 Uhr in 87600 Kaufbeuren (29 Kommentare).

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