Mona Lisa

26

anhören

Eitelkeit Morallosigkeit Vandalismus Frankfurt

Mona Lisa
Ich (m/23) beichte, dass ich ein krankhafter Toilettenmaler bin. Mir wurde schon immer gesagt ich hätte ein großes zeichnerisches Talent und so kommt es oft vor, dass ich die Vorlesungen in der Uni mittendrin verlasse um mich mit einem Stift auf die Toiletten zurückzuziehen. Hier schaffe ich richtige Kunstwerke, oft stehen anerkennende Sprüche daneben, was mich immer sehr stolz macht. Thematisch ist sogut wie alles dabei. Von Karikaturen über Comicfiguren und sogar die Eigeninterpretation einer Mona Lisa. Ich nehme dafür nur Stifte die gut löslich sind, da ich kein fremdes Eigentum dauerhaft schädigen will. Einige meiner Kunstwerke sind auch schon wieder verschwunden. Trotzdem weiß ich, dass der Hausmeister sich sicherlich nicht so sehr darüber freut wie meine Kommilitonen und bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00028539 vom 19.01.2011 um 14:53:01 Uhr in Frankfurt (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

18 Jahre Beziehung umsonst

37

anhören

Ehebruch Fremdgehen Zorn Zwietracht Partnerschaft Hamburg

Vor etwa 6 Jahren erfuhr ich (33), dass mein Mann mich mit der Kindergärtnerin betrog. Danach war nichts mehr wie zuvor, ich habe meinen Mann, als ich ihn das erste mal sah, geliebt. Damals war ich 12 Jahre alt, habe ihn niemals betrogen und ihm zwei Kinder geschenkt. Ich konnte ihm den Betrug nie wirklich verzeihen, da war immer etwas, was weh tat, eine Wunde die auch in den Jahren danach nie wirklich heilte. Er wollte nie, dass ich ohne ihn ausgehe, las meine sms und hatte immer ein Auge auf mich. Andere Männer durften mich anschauen (dann war er sehr stolz), aber nie anfassen. Irgendwann lernte ich in einem Chat einen Mann kennen, dem es ähnlich erging wie mir, es entwickelte sich eine Freundschaft daraus und ich konnte jemandem eine Art vertrauen schenken, die ich meinem eigenen Mann so nicht mehr geben konnte. Ich entwickelte Gefühle für diesen anderen Mann und redete darüber mit meinem Mann. Tage darauf las er meine Chatprotokolle und warf mir vor, ich würde ihn betrügen. Kurz darauf trennten wir uns, ich bat meinen Mann auszuziehen, was er auch tat. Ich traf mich dann irgendwann mit dieser Chatbekanntschaft und es wurde mehr daraus. Ich war blind vor Gefühlen, spürte Vertrauen und Ehrlichkeit und genoss es in vollen Zügen, während er eben auch diese gleichen Dinge genoss. Trotzdem waren nach 17 Jahren Beziehung mit meinem Mann noch starke Gefühle da, so dass ich ihn nie wirklich loslassen konnte. Ich habe mein halbes Leben mit meinem Mann verbracht, war ihm immer Treu und aufrichtig gewesen.


Nach einem halben Jahr gab ich die neue Beziehung auf, um mir (war schwerst depressiv geworden)und meinem Mann eine Chance zu geben (der sich gleich zu anfang der Trennung anderweitig amüsierte) bat ihn aber darum mich erst selbst zu finden und ging für zwei Monate in ein Krankenhaus. Ich habe es danach nicht wirklich geschafft einen weg zu ihm zu finden, es mir aber immer gewünscht und vieles dafür getan. Ich wollte mein Leben zurück, dass Glück das einmal so vollkommen war, ehe er mich das erste mal betrog. Da ich keinen Weg fand, ging ich zur Therapie um nach wegen zu suchen, um zu mir selbst zu finden, um mir darüber klar zu werden was ich noch geben kann, was ich zu erwarten habe und was ich dafür zu tun habe. Mein Mann hat mir die ganze Zeit mehr oder weniger zur Seite gestanden und mir und unseren Kindern immer wieder gesagt "er wolle alles tun, um wieder eine Familie zu werden". Dennoch wusste ich, dass es auch in dieser Zeit, in der ich an mir arbeitete, andere Frauen gab.
Vor kurzem schrieb er mir eine Mail: "Ich liebe Dich, ich kann dich nicht loslassen, will nicht ohne euch leben, ihr seid mein Leben!" Etwa drei Tage nach dieser Mail suchte ich ihn auf um ihm zu sagen das ich es mit ihm noch einmal versuchen will, wir uns aber Hilfe suchen müssen. Da steht er vor mir und sagt: "tut mir Leid, jetzt habe ich eine neue Freundin, für sie habe ich Gefühle, die ich für dich nie empfunden habe". Ich habe über ein Jahr versucht zu ihm zu finden, war die ganze zeit über depressiv, habe Medikamente genommen und war auch in der Klinik, er, unsere Familie war das Ziel.


Jetzt ist er weg und sieht auch kaum Schuld bei sich, ich hingegen bin ziellos. Ich hasse ihn, für meine verlorene Zeit, für die Demütigungen, das Leid und den Schmerz und mache ihn allein dafür verantwortlich, dass wir alles verloren haben, was wir uns in 18 Jahren aufgebaut hatten. Deshalb und auch für die Tatsache, dass ich sehr vieles dafür unternommen habe, dass seine neue Beziehung kaputt geht, ich ihn hasse und trotzdem liebe bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00028537 vom 18.01.2011 um 17:25:57 Uhr in Hamburg (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Wien ist anders

54

anhören

Zorn Aggression Hass Ungerechtigkeit Wien

Ich möchte heute auch etwas beichten und zwar, dass mich die Stadt in der ich lebe, zu einem anderen Menschen macht und ich dadurch viel Mist baue. Meine Vorgeschichte ist relativ kurz, ich wohne seit einigen Jahren in Wien (Österreich), bin nicht in dieser Stadt aufgewachsen und fühle mich ihr auch nicht gewachsen. Früher fiel mir nie bewusst auf, das ich mich hier in vielen Situationen total anders verhalte, als ich es beispielsweise in meinem Heimatdorf tue. Es ist nicht die Stadt selbst die mich wahnsinnig macht, sondern viele Menschen die hier leben und mir ständig in die Suppe spucken, mir scheint das fast jeder Wiener gegen alles etwas hat.


Etwas lautere Musik nach 20 Uhr und man bekommt eine Beschwerde. Einen Hund halten und plötzlich vernachlässigt man seinen Hund. Es werden Gerüchte in der Nachbarschaft verbreitet und das Leben anderer breit getreten. Es wird über einen gelästert, weil man nicht dazu passt, die eigene Wohnung nicht "sauber hält" (was bei meinen Nachbarn nur heißt: Haustiere) und man wird für asozial und dreckig gehalten. Ich könnte die Beispiele unendlich fortsetzen, bei fast allem was ich gerne tun würde, regt sich jemand auf, obwohl ich kein vorbestrafter Ex-Häftling bin oder Terror mache.


In den letzten paar Jahren hat sich die Situation so verändert, dass ich auf die Menschen auf der Straße aggressiv reagiere, wenn sie mich schief anschauen, dumme Sprüche klopfen oder ihre Intoleranz vor mir ausbreiten. Fast jedes mal wenn ich länger auf den Straßen bin, passiert mir irgendetwas mit den "typischen Wienern", sei es wegen meinem Hund (der für sie nur ein "scheiß Kampfhund der eingeschläfert gehört" ist), wegen meinen schwarz gefärbten Haaren (wegen denen ich sofort als "Scheiß Ausländer" gelte) oder das ich nicht in das Bild der Wiener Gesellschaft passe, nur weil ich mir meine Kleidung nicht von Modezeitschriften aussuchen lasse. Wenn ich in Wien mit meinem Auto fahre, einkaufen gehe oder nur zum Arzt muss, geht mir alles auf die Nerven, die ganze Wut steigt in mir auf - fast jedes mal gibt es Streit. Ich bin hier in der Stadt nicht der gleiche Mensch, sobald ich wieder unter normalen Menschen bin, bin ich ein sehr ruhiger Mensch, der nicht streitet, nicht aggressiv reagiert, die Natur liebt und der Hass in mir ist fast ausgelöscht. Verbringe ich nur ein paar Tage hier, kommt es mir vor als würde mich meine Wut von innen auffressen. Es tut mir auch wirklich Leid das ich mich so verändere, denn die Menschen die ich gern habe bekommen es am meisten zu spüren, ich verletze sie verbal in Streits, bin gereizt, gestresst, genervt, fast jede Kleinigkeit bringt mich auf die Palme, ein kleiner Fehler reicht und die Kommunikation mit mir eskaliert in einem riesigen Streit.


Dadurch das ich mich hier weder heimisch, sicher, wohl oder frei fühle, staut sich alles in mir an. Am Ende leiden andere Menschen darunter, denn obwohl ich den Menschen, die ich gern habe nicht mit Absicht weh tun würde oder ihnen wehtun will, wird aus einer Diskussion schnell ein Streit. In solchen Streits bleibe ich nicht fair, ich ziehe meine Freunde völlig in den Dreck, werfe ihnen alle Fehler vor die sie je gemacht haben, manchmal greife ich in die unterste Schublade nur um jemandem die gemeinsten Dinge an den Kopf zu werfen - und schon während ich noch streite, tut es mir Leid. Jedes mal wenn ein Streit vorbei ist, fühle ich mich erleichtert aber auch unglaublich schuldig, das bringt mich dann dazu plötzlich unglaublich nett zu sein, denn ich möchte eigentlich nett sein, ich möchte nicht wegen jeder Kleinigkeit streiten oder meinen Freunden weh tun, aber ich kann nicht anders. Wenn ich mit meinen Freunden nicht in der Stadt bin, bin ich wie ausgewechselt, es fällt auch einigen Menschen schon über längere Zeit auf, ich bilde es mir nicht nur ein. Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Menschen entschuldigen, die ständig unter meiner Art leiden müssen, meine Wut am Ende immer wieder ausbaden müssen und die das Schwein in mir erleben müssen, es tut mir Leid und ich tue es nicht mit Absicht, die Schuldgefühle quälen mich immer wieder, aber egal was ich versuche - ich kann einfach nicht aus meiner Haut.

Beichthaus.com Beichte #00028533 vom 18.01.2011 um 02:21:24 Uhr in Wien (54 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Arbeitskollegin auf Männerjagd

21

anhören

Zwietracht Lügen Falschheit Kollegen Lübeck

Ich (w/20) habe eine Arbeitskollegin, die mir ziemlich auf die Nerven geht. Sie kommt auf die 30 zu und hatte bisher immer nur Pech mit den Männern - kein Wunder. Sie ist nämlich der Typ Mensch, der ständig von sich selbst redet. Die ganze Welt dreht sich um sie. Es ist einfach unmöglich, irgendwas zu erzählen oder zu kommentieren, während sie noch redet, weil sie einfach weiter quatscht und ihre Geschichten mindestens drei mal wiederholt. Sie selbst hat keine Freunde. Vor ein paar Monaten hat sie sich bei einem bekannten sozialen Netzwerk angemeldet, um ausführlicher zu sein, bei einer Jugendcommunity. Sie hat da verschiedene Kontakte aufgebaut, die so ziemlich nur das eine wollen und das auch klar rüberbringen, z.b. durch provokant perverse Fotos. Sie ist aber davon überzeugt, dass die Männer nur auf Macho machen, aber tief im Inneren nach einer festen und ehrlichen Beziehung suchen. Sie chattet maximal drei mal mit jemanden, bevor sie sich mit denjenigen trifft. Das reicht ihr schon, vorher zu telefonieren kommt ihr gar nicht in den Sinn. Nach jedem Chat mit einem Neuen überträgt sie Fotos aus deren Profil auf ihr Handy und läuft wie auf Wolke Sieben durch die Gegend und zeigt es jeden. Sie sagt jedes mal, sie sei verliebt und plant schon die Zukunft mit ihm. Als sie das erste mal wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wurde und sie zur Arbeit kam, dachte ich, es sei irgendjemand gestorben. Sie hat so bitterlich geweint und konnte nicht darüber reden. Nach zwei Tagen hat sie dann wieder jemanden kennengelernt und alles war vergessen. Ich kann schon gar nicht mehr mitzählen, wie viele Typen es waren.


Nun zu meiner Beichte: Ich Beichte, dass ich ihr jämmerliches Spiel mitspiele. Am Anfang hat sie echt genervt und ich kam schon mit Migräne Abends heim. Irgendwann mal fing ich an, ihr vorzuspielen, total beeindruckt von ihren Stories und voll und ganz ihrer Meinung zu sein, die Männer verändern zu können. Sie fühlt sich total bestätigt in den Sachen. Ich sage ihr immer, das ich total neidisch sei, wenn sie wieder Fotos rumzeigt und das ich sie total beneide. Wenn ein Typ sie wieder abserviert hat, bestärke ich sie darin, den Typen hinterher zu laufen. Sie sei der Meinung, dass die Typen unsicher sind und fängt an zu stalken. Ich habe mir angewöhnt, während sie redet, auf andere Gedanken zu kommen und tue immer so, als ob ich zuhören würde und nicke ständig. In allem was sie sagt, bestärke ich sie und tue so, als sei ich voll und ganz ihrer Meinung und muss mich ständig zurückhalten, nicht in Gelächter auszubrechen. Zwar habe ich keine Migräne mehr, aber sie tut mir Leid und ich nehme mir ständig vor, damit aufzuhören. Aber ständig kommt sie mit irgendwelchen Geschichten, die sind einfach zum brüllen und da kann ich einfach nicht anders. Vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00028526 vom 16.01.2011 um 21:18:04 Uhr in Lübeck (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Die Flachzangen

25

anhören

Ignoranz Zorn Hass Kollegen Arbeit

Ich arbeite in der Gastro und habe wirklich sehr viele Kollegen. So an die 80 oder so - und wenn von anderen Niederlassungen angefordert werden, dann sind es bestimmt an die 500. Die meisten kenne ich nicht einmal beim Vornamen. Die Teams werden immer zufällig von der Leitung zusammengestellt. So ist halt jeder Tag wirklich fast immer mit anderen Kollegen.


So und jetzt zu der Beichte: Ich hasse sie alle - alle 99,9%. Jeden Tag darf ich mir neue Lebensgeschichten anhören. Die eine ist alleinerziehend, die andere verlassen worden, der nächste ist so blöd, dass man ihn gegen die Wand rennen lassen kann. Noch eine weitere hat einen kranken Hund daheim, ein anderer erzählt mir, dass er seine Freundin in den A**** f***** will, aber darf nicht, die nächste erzählt mir was sie gestern alles gemacht hat (auf die Minute genau). Hat einer mal auch nach meinen Problemen gefragt? Nein. Jeden einzelnen Tag gehe ich in die Arbeit und bete darum, dass ich keine Vollpfosten als Kollegen bekomme. Aber der Gott bestraft mich glaube ich 5 Tage von 7 mit solchen Vollidioten. Ich beichte nun, dass ich unglaublichen Hass auf die Flachzangen habe und jedes mal wenn ich mich mit so einer unterhalte (oder besser gesagt mich zutexten lasse), nehme ich kein einziges Wort wahr und stelle mir vor wie ein Blitz in diese Person einschlagen würde und ich dann ein Freudenstanz abhalte.

Beichthaus.com Beichte #00028518 vom 13.01.2011 um 21:03:10 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000