Deutschlehrer Remix

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Selbstsucht Schwäbisch Hall

Als ich (m) in der Oberstufe des Gymnasiums war, hatte ich einen wirklich dämlichen Deutschlehrer, der in der Schule als Witzfigur Nr. 1 bekannt war. Eines Tages während des überaus langweiligen Deutschunterrichts hat mein Sitznachbar mit seinem iPhone rumgespielt, und irgendwie hat sich es ergeben, dass er zum Spaß die leeren Floskeln unseres Lehrers mitgeschnitten hat. Später am Tag hab ich ihn gebeten, mir doch die Audiodatei zu schicken.
Beim Anhören musste ich feststellen, dass das Gelaber stellenweise recht rhythmisch war, was mich auf die Idee brachte, einen Beat darunterzulegen. Das klang für den ersten Versuch gar nicht schlecht, und ich habe es in einem sozialen Netzwerk online gestellt. Tags darauf kannte es der ganze Deutschkurs. Angespornt vom Erfolg meines Remixes folgten bald weitere Tracks, wobei ich die Sätze und Wörter so zusammenschnitt, dass etwas Neues dabei herauskam. Oft mit nicht jugendfreiem Inhalt. Unser Lehrer rappte unfreiwillig zu Sido, Linkin Park, Far East Movement und, und, und. Jedes mal wenn er im Unterricht eine der Floskeln fallen ließ, die in einem der Tracks vorkam, krümmten wir uns vor lachen.
Bald waren meine Remixe so populär, dass auch die Lehrerschaft davon Wind bekam. Da meine Aktionen an und für sich strafbar waren, habe ich so schnell wie möglich alles aus dem Netz genommen. Ich hatte ein tierisch schlechtes Gewissen und wartete nur darauf, dass ich irgendwann ins Sekretariat gerufen wurde. Glücklicherweise wuchs mit der Zeit Gras über die Sache. Es kennen zwar noch etliche Schüler die Remixe, jedoch wissen nicht viele dass ich der Urheber war. Im Nachhinein finde ich es doch gar nicht so schlecht, etwas an meiner Schule hinterlassen zu haben, an das man sich erinnern wird.

Beichthaus.com Beichte #00029362 vom 13.09.2011 um 02:48:20 Uhr in Schwäbisch Hall (9 Kommentare).

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Wutgärtner

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Diebstahl Trunksucht Morallosigkeit Berlin

In Berlin-Pankow gibt es eine Kleingartenanlage, welche von der S-Bahn an Privateigentümer verkauft, plattgemacht und danach zu Luxuseigentumswohnungen umgebaut werden soll. Das wollen sich die Gartenbesitzer natürlich nicht gefallen lassen, sie sammeln seither Unterschriften gegen die Bebauung, aber vor allem bastelten, nähten und beschrieben sie zahlreiche Banner und Plakate, welche ihren Protest zum Ausdruck bringen sollten. Leider Gottes gaben sie sich mit einigen dieser Banner solch eine Mühe, dass ich stehen bleiben und diese bewundern musste. Eines hatte es mir ganz besonders angetan, ein großes rotes Stoffbanner mit daraufgenähten Buchstaben aus gelbem Stoff mit kleinen Wichteln und Zwergen. "WUTGÄRTNER" stand dort in Großbuchstaben. Schon zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir: Das muss ich unbedingt haben, macht sich sicher gut in meinem Zimmer! Kurzum, ein paar Nächte darauf beschloss ich mit einem Freund spontan nach einer kleinen Sauftour einfach das gute Stück vom Gartenzaun abzuknoten und mitzunehmen. Gesagt, getan. Es sieht wirklich prächtig aus an meiner Wand. Ich beichte hiermit diesen morallosen Diebstahl in alkoholisiertem Zustand, es tut mir Leid für die Gärtner, es hat sicherlich viel Zeit und Arbeit gekostet. Außerdem habe ich natürlich sozusagen dem Protest gegen die Bebauung entgegengewirkt, auch das tut mir wirklich Leid. Hättet ihr euch doch nicht so eine Mühe mit dem Banner gemacht, dann hinge es jetzt noch dort.

Beichthaus.com Beichte #00029361 vom 12.09.2011 um 21:02:32 Uhr in 13187 Berlin (Heynstraße) (21 Kommentare).

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“Beichte

Ich war jung und brauchte das Geld

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Prostitution Morallosigkeit Habgier Arbeit Münster

Ich (m/26) beichte hiermit, dass ich in einer Zeit, in der es mir finanziell nicht gut ging meinen Körper verkauft habe. Dabei bin ich absolut heterosexuell. Ich habe Anzeigen im Internet geschaltet und mich auf Seiten von Homosexuellen registriert. Es gab sehr viele […]
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Beichthaus.com Beichte #00029344 vom 06.09.2011 um 18:00:41 Uhr in Münster (18 Kommentare).

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Neidisch auf die eigene Freundin

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Falschheit Morallosigkeit Neid Dummheit Dummheit Partnerschaft Wien

Es kann sein, dass einige nicht verstehen werden, warum ich beichte, denn ich sündigte wohl wissend, falsch zu handeln und ich bin verflucht weiter zu sündigen, doch mir bleibt keine andere Wahl. Wie alles begann: Ich (m/24), geboren und wohnhaft in Wien, Österreich, lernte meine Freundin (w/24, gebürtige Deutsche) während eines Urlaubs an der Ostsee kennen und lieben. Es war ohne Zweifel Liebe auf den ersten Blick, so surreal, dass es aus einem kitschigen Samstagabend-Film stammen könnte, unglaublicherweise war es real fast alles war perfekt, doch ein gröberes Problem hatten wir: mehr als 600km trennten uns und das über 2 Jahre lang, aber auch diese Hürde konnte genommen werden. Plötzlich standen wir kurz vor der Matura bzw. dem Abitur und unser Plan war es, zusammen zu studieren und zusammen zu leben, was wir auch recht schnell in die Tat umsetzten. Sie kam nach Wien, um Medizin zu studieren, ich blieb in Wien und begann ein Jus Studium, denn mein Traum war es, Rechtsanwalt zu werden.


Zwei Jahre lang lief alles perfekt, doch dann kam die FÜM II (eine Diplomprüfung mit Schwerpunkt Zivilrecht), eine gefürchtete Prüfung am Wiener Juridicum. Lange Rede, kurzer Sinn, ich bestand nicht, auch im letzten Antritt vor einer Kommission warf ich die Nerven weg, obgleich zu sagen ist, dass ich eigentlich sehr viel gelernt hatte und gut vorbereitet gewesen war. Mein Traum, Akademiker zu werden, war geplatzt. Ich habe ein in meinen Augen mindergutes Kolleg abgeschlossen und arbeite heute als Immobilienkaufmann. Ich bin unzufrieden, nur meine Freundin hält mich am Leben. Sie tat sich auch nicht gerade leicht im Medizin Studium und das nicht zuletzt aus folgendem Grund: Da ich nun nicht Jurist werden konnte und somit beruflich nicht an Österreich gebunden sei, solle ich doch, wenn sie ihr Studium beendet, mit ihr nach Berlin ziehen. Das wollte ich unter keinen Umständen, denn ich kam mit den Norddeutschen nicht zurecht, es wäre eine Qual für mich, dort zu leben, außerdem konnte ich es nicht ertragen, dass sie das Studium schaffen könnte. Ich konnte es nicht ertragen, dass sie Erfolg hat und ich der idiotische Freund bin, welcher es zu nichts gebracht hat. Ich konnte es nicht ertragen, in ihrem Schatten zu stehen, obgleich es keiner unserer Freunde so sah, ich sah es so und es machte mich psychisch fertig.


Also begann ich ihre Anstrengungen, das Studium zu meistern, zu torpedieren. Ich lenkte sie mit allem möglichen Dingen ab, sei es eine Party nach der anderen zu organisieren, sei es ihre Hausarbeiten verschwinden zu lassen, sei es unseren Mops absichtlich zu verletzen (um sie kurz vor einer Prüfung psychisch zu biegen), all diese Dinge verzögerten die Sache zwar, doch konnten sie nicht dienen, ihre Anstrengungen zum Erliegen zu bringen, zu stark war ihr Wille. Also habe ich vor einem halben Jahr - mit Hilfe eines befreundeten Apothekers - ihre Pille unwirksam gemacht und sie geschwängert. Sie wollte zuerst abtreiben, doch ich schaffte es sie davon abzuhalten und sie wird nun "zum Wohle des Kindes" ihr Studium unterbrechen. Ich weiß, dass der Kampf noch nicht vorbei ist, aber ich denke, dass ich meinem Ziel immer näher komme.

Ich hatte nie eine andere Freundin als sie, würde sie mich verlassen oder würde sie sterben, ich würde den Freitod wählen - sofort - ohne Kompromisse. Ich hoffe, dass meine Aktionen, wenngleich ich ihre Träume zerstören musste, dazu führen werden, dass unsere Beziehung weiter wächst und gedeiht. Ich hoffe, dass Gott versteht, warum ich dies tue und tat, warum ich handelte wie ich handelte. Mein Philosophie Professor am Gymnasium meinte einmal, Liebe sei das Gegenteil von Besitzwollen, dies gilt jedenfalls nicht für meine Definition von Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00029335 vom 03.09.2011 um 19:34:58 Uhr in Wien (Heldenplatz) (86 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Brüderliche Hilfe

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Falschheit Morallosigkeit Schwangerschaft Familie Berlin

Brüderliche Hilfe
Mein Bruder (4 Jahre älter als ich) und seine Frau haben vor circa 15 Jahren versucht, eine Familie zu gründen. Es hat leider nicht geklappt aber die beiden ließen sich nicht entmutigen. Seine Frau ließ sich heimlich testen - warum weiß ich auch nicht. Es kam heraus, dass sie völlig gesund und zeugungsfähig war. Sie ließ auch meinen Bruder testen, jedoch durch ihr Ergebnis nur heimlich. Dabei kam zu Tage, dass mein Bruder zeugungsunfähig war. Sie war am Boden zerstört. Die beiden passten/passen so gut zusammen; gehen gemeinsam durch dick und dünn. Seine Frau war eigentlich eine Sandkastenfreundin von mir und so kam teilte sie mir das Ergebnis seines Tests mit. Ich war traurig für die beiden, dass aus ihrem Wunsch nichts werden sollte. Wir sprachen noch lange weiter und irgendwann kamen wir auf die Idee, dass es mein Bruder nie erfahren musste, und die beiden trotzdem Mutter und Vater werden konnte. Kurzum, ich habe eine genetische Spende für die Familie meines Bruders getätigt und vor kurzem, circa 3 Jahre, eine Zweite.

Heute, 11 Jahre später, sind mein Bruder und seine Frau glückliche Eltern von zwei allerliebsten Kindern (11 und 2 Jahre alt). Ich glaube nicht, dass mein Bruder je etwas über seine Unzulänglichkeit mitbekommen hat, denn es gab nie Andeutungen seinerseits gegenüber seiner Frau oder mir. Er liebt die beiden Kinder von ganzem Herzen und die Ehe der beiden wurde nur noch weiter gefestigt. Ich kann mit der Sache ganz gut leben. Zwar ist es sehr oft äußerst hart für mich, nur der Onkel zu sein, aber ich gönne allen Vier ihr Glück.

Ich bin der Meinung, dass Eltern nicht die Eltern von Kinder sind, weil sie Ihr genetisches Material weitergegeben haben, sondern weil sie Ihnen Geborgenheit und Lieben schenken, sie erziehen und sie am Beginn ihrer Reise begleiten. Daher habe ich auch überhaupt keine Gewissensbisse was meine Spende oder den Akt des Spendens angeht. Das war lediglich eine Hilfeleistung an meinen Bruder und seiner Frau. Meine Beichte bei der ganzen Sache ist, dass ich neulich bei einem Treffen, bei dem mein Bruder und ich anwesend waren, erfahren habe, dass die beiden die Familienplanung nun abschließen und er sich einer Vasektomie unterziehen will um den Sex zu vereinfachen. Die Aussage war kaum heraus, übermannte mich ein dermaßen heftiger Lachanfall, dass ich aufstand und zur Tür raus schwankte. Alle Anwesenden wunderten sich was los sei und fragten mich nach meine Rückkehr, was der Auslöser für meinen Anfall war. Mir fiel leider nichts besseres ein, als Ihnen von einem Witz zu erzählen, der mir gerade eingefallen war. Das haben die mir aber sicher nicht abgekauft. Ich hoffe, dass keiner die 5. Wurzel aus pi ziehen kann (2 plus 2 zu addieren wäre zu leicht für diese Situation) und nichts auffliegt.

Beichthaus.com Beichte #00029334 vom 02.09.2011 um 23:58:35 Uhr in Berlin (31 Kommentare).

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