Der verdächtige Mann im Schwimmbad

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Dummheit Misstrauen Familie Berlin

Ich habe etwas ganz Blödes gemacht. Am Samstag war ich zusammen mit einem Kumpel im Schwimmbad, weil das Wetter recht angenehm war. Uns ist dort ein Mann aufgefallen, der unserer Meinung nach auffällig nah am Kinderbecken sein Handtuch hatte und ständig den Kindern beim Baden zugeschaut hat. Wir beschlossen, das Ganze weiter zu beobachten und wollten schon dem Bademeister Bescheid sagen.

Als er dann aufstand, seine Sachen packte und einen kleinen Jungen hinter sich herzog, der irgendwas von "Ne, ich will nicht" und "Lass mich" sagte, dachten wir ernsthaft, das wäre ein Pädophiler und der würde gerade versuchen, den Kleinen zu entführen. Ich bin dann zum Bademeister und habe dem die ganze Geschichte erzählt.

Kurzum, es hat sich herausgestellt, dass es ein Vater mit seinem Sohn war. Der Sohn wollte einfach noch nicht nach Hause gehen und hat sich deshalb gewehrt. Mann, war mir das peinlich und ich habe mich hundert Mal entschuldigt. Ich bin scheinbar durch die Medien so verblödet, dass ich in jedem Mann mit Kind einen Pädophilen sehe. Wegen mir wäre fast ein Unschuldiger an den Pranger gestellt worden. Ab jetzt bleibt die Glotze aus. Ich versuche einfach mal, mehr auf meinen Verstand zu hören.

Beichthaus.com Beichte #00039738 vom 14.05.2017 um 23:44:21 Uhr in Berlin (17 Kommentare).

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Heilbronn - Eine Liebeserklärung

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Zorn Hass Gesellschaft Heilbronn

Ich glaube, man kann sich hier mal was von der Seele reden. Ich bin ein Mensch mit vielen Schwächen. Ich beurteile alles. Manchmal so, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme und ich es nicht mehr möchte. Ein Kampf mit sich selbst. Beim Autofahren, da beleidige ich die Leute vor mir, welche mir im Weg sind. Das ist eigentlich krank, als ob mir die Straße gehören würde. Wenn es besser läuft, hasse ich dann nur die Politik. Mich kotzt es unglaublich an zu wissen, dass man in einer Stadt lebt, welche fette Steuergelder zieht (Heilbronn), aber kein Geld hat, um den Verkehr am Fließen zu halten. Ich habe Glück - flexible Arbeitszeit. Mir tun dann die anderen Verkehrsteilnehmer wieder leid, die pünktlich sein müssen, 45 Minuten für 15 km. Dutzende Baustellen, Herr Mergel, großes Kino. Ein Provinznest mit 100.000 Einwohnern.

Ja, Heilbronn! Auf der Straße kaum noch Landsleute zu sehen. Von denen auch die meisten zugewandert. Seelenlose Stadt ohne Herz. Keiner mag Heilbronn, die Leute kommen zum Arbeiten her. Lebte in Multikultiortsteil Böckingen. Demolierte Autos und Polizeieinsätze in der Nachbarschaft sind hier normal. Danke, alte Autos zu demolieren von Leuten die nicht bei Audi 5.000 Euro im Monat verdienen.

Wehe es ist WM/EM. Hupende Autos von "Deutschen", hier geboren, wenn Länder wie Italien oder die Türkei ein Spiel haben. Mich kotzt das an. Wenn ich das Land meiner Großväter nur vom Urlaub kenne und hier Generationen lang gut lebe, was mache ich dann einen auf dieses Land? Hier habe ich kein schlechtes Gewissen. 60 Millionen Deutsch-Amerikaner haben sich in den USA auch assimiliert. Da wäre dieser Firlefanz nicht möglich.

Aber wir Deutschen sind selber Schuld. Uns ist alles egal, alles wichtiger als eine Familie. Wir werden abgeschafft - und das verdient. Ich hasse nur abgrundtief die Selbstverständlichkeit, mit der das passiert. Als ob es normal wäre, was es nicht ist. Obwohl ich früher auch eine Zeit lang unsere arbeitsgeile Egogesellschaft richtig hasste. Ja, die Arbeit. Wenn ich an die ätzenden Kollegen schon denke. Vorgesetzte beklauen angestellte, untergebene Personen. Ich hasse diese Klüngelei, welche das ermöglicht.

Beichthaus.com Beichte #00039737 vom 14.05.2017 um 23:02:42 Uhr in Heilbronn (23 Kommentare).

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“Beichte

Mein erster Freund hat mich betrogen & mein Leben verändert

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Prostitution Verzweiflung Liebe

Bis ich 19 war hatte ich nie einen Freund, weil ich keinem wirklich getraut habe, was Sex angeht. Ich habe nämlich sehr viele Bettgeschichten über Mädchen, die ich kenne, gehört und wollte nicht, dass das auch mit mir passiert. Jedenfalls lernte ich einen Typen kennen, der schon auf die Uni ging und mehrere Jahre älter war, deshalb dachte ich, er wäre anständig. Ich beschloss also, mich auf ihn einzulassen, ich gab ihm meine Jungfräulichkeit und konnte mir vorstellen, ihn mal zu heiraten, weil ich nur einen einzigen Mann im Leben wollte. Für ihn war ich aber nur Eine von vielen. Wenn er sein Handy in der Hand hatte, sah man ab und zu Flirtnachrichten von irgendwem aufkommen. Wir trafen uns nicht so oft wegen der Distanz und irgendwann ignorierte er meine Nachrichten und schrieb mir nur mehr spontan, wenn er wollte, dass ich ihn besuche. Ich wusste, dass er nur auf Sex aus war, machte aber mit, weil ich ihn nicht verlieren wollte.

Irgendwann habe ich auf seinem Social-Networking-Account gesehen (bin da nicht angemeldet), dass eine Frau sein Bild mit Schatz und einem Herz kommentiert hat. Ich wusste nicht, ob ich ihm sagen soll, dass ich sein Profil gesucht habe, deswegen sagte ich nichts. Nach einem unserer zahlreichen Streits ignorierte er mich lange und ich war sehr traurig, weil ich wusste, dass es bald aus sein wird. Ich ging in der Natur spazieren, um einen schönen Ort zu finden, der mich vielleicht ablenken würde und bin einem Mann begegnet, der versucht hat, mich zu küssen und in ein Gebüsch zu zerren. Ich konnte entkommen und lief heim, wollte einfach nur die Stimme meines Freundes am Telefon hören und sah aber auf meinem Handy, dass er mit mir per SMS Schluss gemacht hatte.

Ich fühlte mich nach all dem so wertlos, als ob ich nur eine Nutte für die Welt wäre, so dass ich jetzt Erotikmasseurin in einem Institut bin. Ich massiere Männer nackt und hole ihnen anschließend einen runter. Und trotzdem, ich denke, ich möchte nie wieder Sex mit jemandem haben. Ich kann mir nicht vorstellen, wieder mit jemandem zusammen zu sein oder jemals zu heiraten. Ich wünschte, ich wäre eine Jungfrau. Ich weiß nicht mal, wieso ich das hier schreibe. Am ehesten liegt es wohl daran, dass keiner von meiner Geschichte weiß und ich einfach eine Rückmeldung, vielleicht auch aufmunternde Wörter brauche. Vermutlich wird es aber auch Kritik geben, weil ich mich nicht gleich von ihm getrennt habe. Ich wollte einfach nur einen einzigen Mann im Leben, okay?

Beichthaus.com Beichte #00039729 vom 13.05.2017 um 05:13:05 Uhr (19 Kommentare).

Gebeichtet von 19JJG aus Hamburg
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Die Affäre vor meiner Ehe

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Lügen Falschheit Partnerschaft Leun

Ich bin jetzt seit acht Jahren mit einer Frau zusammen und seit vier Jahren sind wir verheiratet. Wir sind glücklich und haben vor Kurzem unsere kleine Tochter begrüßen dürfen. Es gibt aber eine Sache, die mir schon von Anfang an auf der Seele brennt. Dazu muss ich kurz ausholen: Wir hatten bei uns damals nur eine kleine Rock-Disco und dort sind quasi alle jungen Erwachsenen im Umkreis von 30 Kilometern hingegangen, denn es gab nur diese Disco. Ich habe dort knapp einen Monat, bevor ich meine Frau kennengelernt habe, eine echt hübsche Frau kennengelernt. Sie konnte Tanzen, Flirten und wusste sich einfach zu bewegen. Wir tanzten viel, flirteten heftig und landeten dann im Bett. Wir hatten dann eine Art körperliche Affäre, die im Grunde nur auf schmutzigem Sex basierte - bis ich diese tolle Frau kennenlernte, die ich jetzt die Meine nennen darf.

Ich habe meiner Affäre das erklärt und so beendeten wir das auch. Etwa vier Monate später war ich bei der Familie meiner Frau eingeladen zum Grillen. Dort lernte ich dann auch die große Schwester meiner Frau kennen. Mir ist das Herz fast in die Hose gerutscht, als ich sah, dass die Schwester niemand Geringeres war als die Frau, mit der ich es den letzten Monat wirklich überall getrieben hatte. Auto, im Feld hinter der Disco, sogar heimlich mitten in der Disco. Sie war augenscheinlich genauso überrascht wie ich und keiner von uns hat es meiner Frau erzählt. Wir haben die Sache besprochen und uns darauf geeinigt, es lieber geheim zu halten. Aber ist das die richtige Entscheidung?

Beichthaus.com Beichte #00039728 vom 12.05.2017 um 23:20:26 Uhr in Leun (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der perfekte Job für Faule

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Faulheit Arbeit Neubrandenburg

Ich bin faul. Während meines Studiums habe ich schnell gemerkt, dass ich einen Job brauche, in dem ich geregelte Arbeitszeiten habe und die Arbeitsbelastung möglichst gering ist. Den perfekten Job habe ich dann für mich gefunden, als ich ein Praktikum in einer Behörde gemacht habe. Das war wie eine andere Welt, als im wirtschaftlichen Berufsleben. Die Leute waren alle entspannt, die Arbeitsaufgaben überschaubar, man konnte viel krank sein, ohne Konsequenzen zu fürchten und war unkündbar. Es ist allgemein üblich in Behörden, dass rund 45 Minuten pro Tag zusätzliche Pause gemacht wird, das ist sogar so angeordnet. Echt eine andere Welt.

So habe ich dann schnell einen Job als Beamter ergattert. Der Job ist wie oben beschrieben, da ich in einem Saisongeschäft tätig bin, habe ich sieben Monate normal zu tun (rund 20 - 25 Stunden lockere Arbeit bei einer 40-Stunden-Woche) und fünf Monate fast nichts. Das Lustige ist, dass viele hier in der Behörde immer erzählen, dass sie viel arbeiten und ausgelastet sind, aber in Wahrheit noch weniger zu tun haben als ich. Auch gibt es Kollegen, die ihren Ehepartner belügen, was die Arbeit angeht, einfach nur damit keiner neidisch wird.

Hiermit beichte ich, dass ich seit Dezember kaum gearbeitet habe. Die freie Zeit verbringe ich mit Musik hören, mit Kollegen reden, Filme schauen, youtube oder damit, im Netz zu surfen. Schrecklich der Gedanke, wie manche im Job missbraucht werden und ich locker mein Geld verdiene. Ich kann nur jedem raten, in die Behörde zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00039717 vom 08.05.2017 um 17:08:40 Uhr in Neubrandenburg (16 Kommentare).

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