Die letzte Nacht in Freiheit
Beichthaus.com Beichte #00030608 vom 21.12.2012 um 23:36:50 Uhr in Düsseldorf (Ratinger Straße) (21 Kommentare).
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Sie wollte zu ihrem Freund in ein anderes Land ziehen, wo unsere Firma damals ein Partnerunternehmen hatte. Als die Party so gegen 2 Uhr langsam an unserer Müdigkeit nagte, wollte sie nach Hause. Ich und die Kumpels sahen da noch keinen Feierabend. Irgendwann kam ein Kollege zu mir und lallte mich zu, ich soll sie doch bitte endlich noch zum U-Bahnhof bringen, weil das als Frau allein in der Gegend um die Zeit doch nicht ungefährlich sei. Ich hatte überhaupt keine Lust jetzt das Kindermädchen zu spielen, fragte, wieso ich das wieder machen solle, und gab dann doch irgendwann genervt nach, weil sonst keiner den Job übernehmen wollte. Ich hatte wirklich keine Lust ins Kalte nach draußen zu gehen und sie nach Hause zu bringen. Aber wenn keiner den Job macht, dann mach ich es. War schon immer so.
Ich also los mit ihr, beide ziemlich einen im Tee, torkelten Richtung U-Bahn. Sie lallte, noch was von, das dies die letzte Nacht in Freiheit ist. Ich: "Ja-ja-ja, ist schon okay, das wird schon." Kaum waren wir etwas vom Zentrum der Altstadt weg, stürmte sie auf mich los und wir knutschten rum wie wild. Ich war komplett platt. Normalerweise lief das doch genau anders rum dachte ich. Auf jeden Fall gefiel mir die Sache und wir machten weiter. Wir kamen dann auch irgendwann bei der U-Bahn-Station an. Bevor es die Treppe runter ging, meinte sie, sie wollte nun doch nicht nach Hause und ob wir noch zu mir gehen könnten, um noch ein bisschen weiter zu feiern. Ich aber entgegnete darauf, dass die Kumpels in der Kneipe noch auf mich warten. Sie: "Ach schreib doch kurz eine SMS, dass Du nicht mehr kannst, mich zur Bahn gebracht hast und jetzt auch Heim fährst." Okay, dachte ich, mach ich, weil mir die Geschichte, die sich gerade entwickelte, gefiel.
Kaum bei mir in der Bude angekommen fiel sie über mich her und wir trieben es die ganze Nacht lang in sämtlichen Ausführungen, die uns einfielen. Ich konnte schon nicht mehr. Kaum wurde ich wieder wach, saß sie schon wieder auf mir. Wow, krasses Erlebnis, einmalige Geschichte, einmalige Nacht. Am Montag trafen wir uns auf der Arbeit wieder. Sie war wie immer ganz cool, ganz abgebrüht. Der alte Vorgesetzte, der schon immer scharf auf sie war, sparte wie immer nicht mit dummen Anmachen. Aber ich lachte heute nur und dachte mir "Alter, wenn Du wüsstest, was ich letztes Wochenende mit der Kollegin getrieben habe, würden Dir die Augen rausfallen und bis ans Mittelmeer kullern." Zwei Tage später, am letzten Tag des Monats, bevor sie dann endgültig ihren letzten Tag hatte und gleichzeitig auszog und abreiste, hat sie mich noch mal zu Pizza und Kino eingeladen. Den Rest könnt ihr euch denken. Zwischen Umzugskartons und einer nackten Matratze ging es wieder los. Es war noch heftiger als beim ersten Mal. Aber dann war sie endgültig bei ihrem Freund in der Stadt, 700 Kilometer weit weg. Wir hatten nie wieder Kontakt zueinander, was mir dann auch recht war. Ich beichte also hiermit, dass ich es mit einer Arbeitskollegin getrieben habe, kurz bevor diese zu ihrem neuen Freund in ein neues Leben ist. Ein schlechtes Gewissen habe ich aber nur teilweise, weil ich die Geschichte nicht angefangen, sondern nur freudig mitgespielt habe und sie vermutlich dort unten im gleichen Stil weitergemacht hat. Alles andere würde mich wundern.