Wenn jeder Antrieb fehlt

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Trägheit Hass Verzweiflung Gesellschaft Berlin

Ich (m/22) verschwende mein Leben und meine Jugend. Ich habe eine Ausbildung zum Grafiker abgeschlossen, habe aber keinerlei Antrieb mehr dazu, irgendetwas Kreatives zu bewerkstelligen. Ich habe 10000 gute Ideen am Tag aber kein Elan, etwas zu Zeichnen, etwas zu Schreiben, […]
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Beichthaus.com Beichte #00030738 vom 31.01.2013 um 06:08:55 Uhr in Berlin (Gardeschützenweg) (25 Kommentare).

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Erinnerungen an die Schläge

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Verzweiflung Trunksucht Familie Frankfurt/Main

Ich bin männlich, Ende 30, in einer leitenden Position und habe eine Frau und eine Tochter, die jetzt in die Pubertät kommt. In meinem Beruf kann ich mich immer sehr gut durchsetzen und auch Zuhause treffe ich normalerweise die Entscheidungen. Aber was mir heute passiert ist, lässt mich nicht mehr los und treibt mich auch zum beichten.
Ich bin als Kind/Jugendlicher von meinem Vater körperlich "gezüchtigt" worden, und das nicht nur einmal sondern regelmäßig. Auch bei der Wahl der Hilfsmittel war er nicht gerade wählerisch, die Bandbreite reichte von seinem Gürtel bis hin zum Teppichklopfer meiner Mutter. Eigentlich sind meine Kindheitserlebnisse eher ein Fall für den Psychiater, aber ich dachte, ich hätte das hinter mir gelassen. Heute hat meine Frau meiner Tochter eine Ohrfeige verpasst, meines Wissens wegen einer Nichtigkeit. Ich wollte dazwischen gehen und meine Frau zur Rede stellen, aber alles ist plötzlich wieder da gewesen, ich habe mich an alles wieder erinnert. Jetzt sitze ich hier, betrinke mich und beichte im Internet. Ich bin ein Versager und ein jämmerlicher Vater.

Beichthaus.com Beichte #00030733 vom 30.01.2013 um 04:32:04 Uhr in Frankfurt/Main (Dortelweiler Straße) (22 Kommentare).

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Die wahren Gefühle

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Dummheit Verzweiflung Drogen Last Night Liebe Seefeld

Ich (m/18) glaube, ich habe vor einer halben Stunde eine wundervolle Freundschaft ruiniert, und nun sitze ich hier und schreibe diese Zeilen, denn sie ist vor zwei Minuten gegangen...Zur Vorgeschichte: Ich kenne sie schon seit fast genau einem Jahr, aber bis vor zwei […]
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Beichthaus.com Beichte #00030732 vom 30.01.2013 um 02:34:35 Uhr in Seefeld (32 Kommentare).

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Streiche von allen Seiten

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Morallosigkeit Urlaub

Vor einigen Jahren (8. Klasse) im Skilager spielten wir einem Klassenkameraden, welcher übrigens kein Mobbingopfer war, einen Streich. Grundlage dafür wurden die Stockbetten. Auf einen unserer Skilager-Tage fiel der Unsinnige Donnerstag. Natürlich müssen Schüler den Tag ausnutzen und jeder möchte einen Streich spielen. Jedoch hatten wir den Vorteil, früher mit unserer Snowboardgruppe zurückzukehren und hatten dadurch viel Zeit, uns etwas zu überlegen. Für unseren Streich hoben wir den Lattenrost aus einem der Stockbetten, welches der besagten Person gehörte und legten die Matratze wieder hinauf. Diese konnte nun hindurch fallen, wenn man sich drauflegte. Auch testeten wir die Konstruktion, wir wollten ihn ja nicht verletzen. Als er dann schließlich ankam, hatte eine Person aus einer Parallelklasse ihm, aus welchen Gründen auch immer, Deo in die Augen gesprüht und er lief mit seinem Zeh gegen den Türrahmen, was ihm den Zehennagel leicht abhob. Er rannte deshalb weinend zu den Lehrern, um ihn zu verarzten zu lassen. Nachdem der Schmerz halbwegs gestillt wurde, ging er hinauf in sein Bett, um sich zu erholen. Er wusste ja nicht, dass der Lattenrost fehlte. Also ließ er sich oben auf das Bett fallen und fiel ohne Vorwarnung hindurch. Die Folge daraus war, dass er ein weiteres Mal weinte. Am nächsten und letzten Tag ist er deshalb nicht mehr Skigefahren, weil ihm beim zweiten "Unfall" der Zeh noch mehr verletzt wurde. Ich beichte, dass ich ihn weder vorgewarnt habe, noch das Bett wieder richtig stellte, obwohl ich wusste, wie es ihm ging und damit für ihn das Skilager, was für alle eine schöne Erinnerung war, zu einer schlechten gemacht habe.

Beichthaus.com Beichte #00030729 vom 29.01.2013 um 20:42:03 Uhr (12 Kommentare).

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Der Streich mit den Gefühlen

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Boshaftigkeit Lügen Schule Liebe

Ich (m/28) beichte einen Streich, den ich in der achten Klasse während einer Klassenfahrt begangen habe. Wo genau wir zur Klassenfahrt waren, weiß ich, ehrlich gesagt, nicht mehr. Auf jeden Fall war es eine Ferienanlage mit einer Reihe von Bungalows zur Unterbringung der Gäste, sowie einem Haupthaus für Essen und Veranstaltungen. Wie das auf Klassenfahrten so ist, herrschte Geschlechtertrennung. So gab es einige Bungalows der Mädchen und wir unterrepräsentierten Jungs hockten allesamt in einem einzigen Bungalow. Wie das bei Jungs so ist, spielten wir uns während der ganzen Zeit Streiche. Meist die Klassiker mit Zahnpasta ins Gesicht oder Hand in lauwarmes Wasser tunken, während ein Opfer schlief. Das ging reihum, so dass jeder Mal dran war. Auch durchwühlten wir die Sachen der jeweils anderen. Als ich und zwei meiner Kumpanen beim Wühlen allein waren, entdeckten wir das Hausaufgabenheft eines Mitschülers. Eigentlich nichts Spektakuläres mit Ausnahme der Personendaten, die man da eintragen konnte. Da wurde Name, Alter, Adresse, Lieblingsfach und auch beste Freunde aufgeführt. Brav, wie unser Mitschüler war, hat er auch dazu Angaben gemacht. Die Spalte "beste Freunde" war sehr aufschlussreich. So stand neben zwei von uns Jungs auch der Name einer Mitschülerin geschrieben, mit der er jedoch keinen Kontakt hatte. Klassenbeste, hübsch, sittsam und damit so gar nicht seine Liga. Wir schlossen daraus, dass der Gute in sie verknallt war. Wenig später reifte in mir der Plan zum größten Streich: Wir drei schrieben dem Mädchen einen Liebesbrief in seinem Namen. Ich diktierte, da sie meine Schrift kannte und ein anderer schrieb. Es war der übliche Schmalz, den man in so einem Brief nur schreiben konnte, gekrönt von einer Pointe zum Schluss, die uns schon beim Schreiben in einen Lachflash versetzte. So beendeten wir den Brief mit: "Damit mich keiner auslacht möchte ich vorerst anonym bleiben. In Liebe (Name des Mitschülers)".
Der nächste Schritt war die Übergabe. Wir drei Jungs gingen zum Bungalow der glücklich Auserwählten, klopften an und wurden an der Tür von diversen anderen, misstrauisch guckenden, Mädchen empfangen. Meine innere Freude verbergend, übergab ich einem der Mädchen den Brief mit der überzeugenden Bitte, dass sie ihn unverzüglich der Empfängerin geben möchte. Niemand sonst sollte ihn lesen dürfen. Nachdem sich die Tür vor uns wieder verschloss, hörten wir, wie die Stimmung im Mädchen-Bungalow sekundenschnell auf das Level "Fuchs im Hühnerstall" hochschoss. Kleiner Einschub: Tage später sagte mir die Empfängerin, dass sie die letzte der rund zehn Mädchen im Bungalow war, die den Brief zu lesen bekam. Jetzt galt es, zu ernten, was wir säten. Am gleichen Tag war Disco im Haupthaus. Alle Schüler waren da. Wir drei Jungs saßen an einem Tisch, als die Briefempfängerin auf uns zustürmte. Mit den Worten "Was soll der Scheiß?! Mit so einer Schwuchtel geht man nicht!" schmetterte sie den Brief auf den Tisch. Wir waren alle erschrocken, denn sie war normalerweise ein sehr ruhiges Wesen. Ich konnte mich zum Glück jedoch fangen und ihr mitteilen, dass wir damit nichts zu tun hätten. Wir seien nur die Überbringer, sie müsse das schon selbst mit unserem Freund klären. Angestachelt vor Wut, tat sie das sogleich. Da er auch auf der Veranstaltung war, konnten wir gut zusehen, wie sie zu ihm hinlief, ihn scheinbar grob verbal anging und ihm eine saftige Abfuhr erteilte. Zu unserer Belustigung konnte man richtig sehen, wie ihm das Herz zerbrach und er vor Scham im Boden versinken wollte. Für uns hingegen war es ein schöner Ausklang der Klassenfahrt. Gesprochen haben wir mit ihm niemals darüber. Auch hat er in den nächsten Schuljahren nie gefragt, wie so etwas passieren konnte oder warum wir es taten. Ob er überhaupt wusste, dass wir dahinter steckten, weiß ich nicht. Selbst wenn ich heute noch immer jemand bin, der gerne kleine Streiche spielt, ist mir klar, dass dieser wirklich unter der Gürtellinie war. Ich kann es nur mit meinem damals geringen Alter erklären, wie ich mir einen Spaß aus den Gefühlen anderer machen konnte. Ganz bekehrt scheine ich jedoch nicht zu sein, denn jedes Mal, wenn ich an den Streich denke und auch jetzt während des Schreibens dieser Beichte, huscht mir noch immer ein Grinsen über das Gesicht.

Beichthaus.com Beichte #00030726 vom 28.01.2013 um 01:04:26 Uhr (22 Kommentare).

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