Stehen im Bus

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Engherzigkeit Bahn & Co.

Stehen im Bus
An sich bin ich (w) ein sozialer Mensch und möchte nach meinem Abitur auch ein FSJ machen. Deswegen war ich heute mit dem Bus unterwegs, da ich ein Vorstellungsgespräch für eine FSJ-Stelle hatte. Da ich kurz nach Schulschluss mein Vorstellungsgespräch hatte, war es dementsprechend voll im Bus. Glücklicherweise hatte ich mir einen Sitzplatz sichern können und war recht glücklich, dass ich nicht stehen musste. Doch ganz zum Schluss stieg noch eine verwahrlost wirkende Frau ein, die Krücken zum Laufen brauchte. Im ersten Moment wollte ich sofort aufstehen und ihr meinen Platz anbieten, aber ich zögerte. Denn kaum war die Dame eingestiegen, lästerte sie im lauten Ton, so dass sie sogar all die Schüler deutlich übertönte. Sie erklärte, dass unser politisches System nichts wert sei, da wir eine Kanzlerin hätten und keinen Kanzler. Wir bräuchten wieder einen Mann an der Spitze und diverse ähnliche Aussagen. Ich beichte also, dass ich einer vermutlich gehbehinderten Frau in einem vollen Bus nicht meinen Platz angeboten habe, da sie sich äußerst abfällig und herablassend über andere Menschen geäußert hatte. Übrigens: Nicht nur Frauen wurden von ihr beschimpft, es traf auch einige Männer. Ich fand in diesem Moment, dass es ihr dann nur recht geschieht, wenn sie stehen muss. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich so gehandelt habe, da das nicht viel besser war als ihr eigenes Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030840 vom 28.02.2013 um 18:22:26 Uhr (22 Kommentare).

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Die chinesische Falttechnik

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Rache Ekel Arbeit Heilbronn

Die chinesische Falttechnik
Ich war vor fast zehn Jahren Zeitungsausträger, soweit nichts Schlimmes. An manchen Häusern befinden sich keine Zeitungsfächer, sondern lediglich normale Briefkästen. Manche sind so eng, dass kaum zwei aufeinandergelegte Briefe durch den Schlitz passen. Was macht man also? Man quetscht die Zeitung zusammen und stopft sie so weit rein, wie es geht. Meist hängt der Großteil aber noch draußen. Eines Wochenendes waren wir - ein Freund und ich - normal am Austragen, als uns ein wutentbrannter Bürger entgegenkam, der uns ziemlich beschimpft hat. Inkompetent war so das harmloseste, was wir zu hören bekommen haben. Er erzählte uns, weil wir die Zeitung halb im Briefschlitz gelassen haben und es angefangen hat, zu regnen, ist die ganze Suppe durch den geöffneten Briefschlitz sowohl in den Briefkasten als auch in das Haus gelaufen. Auf meine Frage, wie ich das Ding in den Briefkasten kriegen sollte, folgten nochmal ein paar Anzweifelungen an meine Kompetenz und eine chinesische Falttechnik, mit der er nach einigem Hin und Her die Zeitung gerade so in den Schlitz bekommen hat. Dafür musste die Zeitung in fünf Teile zerlegt, zusammengepresst und hinein gestopft werden. Dass ich umgerechnet 1,30 Euro die Stunde verdiene und wohl kaum an jedem Haus mit solch einem Briefschlitz eine Minute lang falten kann, habe ich dann für mich behalten. Ich habe mich entschuldigend und das Schlachtfeld verlassen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Zeitung komplett im Briefschlitz landet.

Wo bleibt also die Beichte? Regelmäßig, wenn ich am Wochenende unterwegs war und Abends mit dem Nachtbus nach Hause gekommen bin, habe ich auf den zehn Minuten Fußweg einen kleinen Umweg eingelegt und in seinen Briefkasten uriniert. Heute finde ich es zwar nicht mehr in Ordnung, aber darüber schmunzeln muss ich schon noch. Die meisten Anwohner haben uns auf unseren Touren immer höflich um Sonderwünsche gebeten und diese haben wir auch immer ordnungsgemäß erfüllt.

Beichthaus.com Beichte #00030839 vom 28.02.2013 um 11:29:56 Uhr in Heilbronn (27 Kommentare).

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“Beichte

Die Auftragskiller

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Rache Gewalt Kinder

Die Auftragskiller
Es gibt eine Geschichte aus meiner Kindheit, die mir bis heute irgendwie zu schaffen macht. Ich war zwischen neun und elf Jahre alt und es war Winter. Wie jeden Tag war ich am Schlittenfahren. Irgendwie kam es, dass zwei ältere Mädchen anfingen, mich zu ärgern. Jedenfalls […]
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Beichthaus.com Beichte #00030838 vom 28.02.2013 um 10:50:06 Uhr (14 Kommentare).

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Die E-Mails meines Chefs

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Rache Peinlichkeit Chef Arbeit Prostitution

Die E-Mails meines Chefs
Bis morgen darf ich mich "Personal Assistant" nennen. Wieso nur bis morgen? Nun, ich bin, wie gesagt, als persönliche Assistentin eines Unternehmers angestellt, der viel zu jung ist. Nichts gegen junge Vorgesetzte, aber dieser hat a) keine Ahnung von Mitarbeiterführung, […]
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Beichthaus.com Beichte #00030834 vom 27.02.2013 um 22:58:14 Uhr (36 Kommentare).

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“Folge

Alkoholverbot in der Jugendherberge

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Diebstahl Ungerechtigkeit Trunksucht Schule Arbeit

Alkoholverbot in der Jugendherberge
Ich hatte lange einen Nebenjob als Spätdienst-Rezeptionistin einer Jugendherberge. Da herrscht ein striktes Alkoholverbot und wir waren angehalten, Lehrer darauf aufmerksam zu machen, wenn Schüler Alkohol auf den Zimmern haben. Ich möchte beichten, dass ich diese Arbeitsanordnung etwas uminterpretiert habe. Anstatt die Kids zu verpetzen, habe ich ihnen die Flaschen abgenommen. Immer mit der Zusage, dass ihr Lehrer oder ihre Eltern die Pulle gerne an der Rezeption abholen können und ich die Flasche nur verwahre. Natürlich wurde nie eine Schnapsflasche bei mir abgeholt. Mit dem Alkohol, den ich im Laufe eines Monats konfisziert habe, konnten ganze WG Partys versorgt werden. Ich habe in der Zeit nie auch nur einen Cent für Partymitbringsel ausgegeben. Einerseits hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, weil ich die Kids ausgenommen hab. Andererseits wären sie von den Lehrern nach Hause geschickt worden, wenn ich sie verpfiffen hätte. Oder sie hätten uns die Bude vollgekotzt. Vielleicht könnte man das Ganze als Win-Win-Situation deklarieren.

Beichthaus.com Beichte #00030827 vom 26.02.2013 um 17:25:07 Uhr (27 Kommentare).

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