Ich hätte beim Nichtstun bleiben sollen!

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Dummheit Stolz Arbeit

An meinem ehemaligen Arbeitsplatz wurde ich so oft von meinen Vorgesetzten für meine Leistungen gelobt, dass meine Kollegen schon meinten, sie könnten sich das nicht mehr anhören. Ich habe auch wirklich sehr gut gearbeitet. Allerdings bin ich nur so extrem positiv aufgefallen, weil meine Kollegen unglaublich faul waren. Da ging es fast ausschließlich darum, so oft es geht heimlich Pausen zu machen, um sich vor der Arbeit zu drücken. Es wurde gelogen, geklaut, absichtlich Eigentum des Unternehmens beschädigt (und einiges Schlimmeres, das ich nicht aufzähle, weil ich nicht "erkannt" werden möchte).

Gekündigt habe ich irgendwann, weil ich es nicht mehr aushielt. Zum einen wollte ich nicht, dass die Arbeitseinstellung meiner Kollegen auf mich abfärbt und zum anderen machte mein Körper am Schluss einfach nicht mehr mit. (Doppelschichten, während der Schicht teilw. zusätzlich Arbeit von 3-4 Kollegen übernehmen, ständiger Ausfall meiner freien Tage, für meine Zukunft wichtige Termine mussten hinten anstehen etc.). Bei meiner Kündigung führte sich mein Chef auf wie ein pubertärer Zwölf-Jähriger mit einem viel zu großen Ego, das Arbeitszeugnis fiel ungerecht schlecht aus. Dort wo ich jetzt (seit wenigen Wochen) arbeite, verdiene ich etwas über 13 Prozent mehr, die Arbeit an sich macht jedoch keinen Spaß und ich falle eher negativ auf. Obwohl ich mir wirklich den Hintern aufreiße, um mitzuhalten. Zwei Mal habe ich gehört, dass Mitarbeiter meinten, ich sei zu langsam.

Ganz einfach weil die Angestellten wirklich arbeiten! Und das nicht nur schnell, sondern auch gut. Klar, ich bin noch neu. Aber irgendwie nervt es, sich von Neuem, ich sage mal, beweisen zu müssen. Und meine Beichte? Ich glaube, ich bin der größte Idiot auf Erden. Wäre ich klug gewesen, hätte ich nicht gekündigt, mich stattdessen angepasst und wie die Kollegen mit Nichtstun Geld verdient. Außerdem wäre ich gerne ein schlechterer Mensch. Irgendwie schneidet man in unserer Gesellschaft ja besser damit ab.

Beichthaus.com Beichte #00039254 vom 21.01.2017 um 20:29:04 Uhr (10 Kommentare).

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15 Jahre ohne Alkohol

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Trunksucht Gesundheit

Seit 15 Jahren habe ich keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt. Der Auslöser war, dass ich im Schlaf in meinen Flur gekotet habe. Scheinbar war ich richtig voll und dachte im Delirium, ich säße auf Toilette. Ich habe es niemandem erzählt, weil ich mich heute noch immer schäme. Wenn jemand fragt, sage ich meistens, dass mir der Alkohol nicht mehr schmeckt.

Beichthaus.com Beichte #00039253 vom 21.01.2017 um 18:58:52 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Dicke schwarze Urwaldfrauen in Baströckchen

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Fetisch Begehrlichkeit

Ich (m/26) stehe auf schwarze Frauen in Baströckchen. Je dicker die Frau, je breiter das Röckchen, desto attraktiver. Zudem finde ich die Lebensweise total geil. Man ist den ganzen Tag im Urwald, alle laufen nackt herum, die Männer haben alle athletische Körper […]
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Beichthaus.com Beichte #00039252 vom 21.01.2017 um 16:08:59 Uhr (21 Kommentare).

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Bitcoins hätten mich reich gemacht!

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Dummheit Ignoranz Geld

Sicherlich kennen einige von euch Bitcoins, eine Art virtuelle, dezentrale Währung. BC war vor ca. zwei Wochen in den Nachrichten, weil der Kurs die 1.000-Dollar-Marke geknackt hat, da ist mir diese Geschichte wieder eingefallen: Vor einigen Jahren (es muss irgendwann 2010 oder so gewesen sein) habe ich auf einem Portal ohne reellen Einsatz gewettet, wie sich der Kurs der Bitcoins innerhalb weniger Monate entwickeln würde. Ich tippte auf 1,50 - 2,00 Dollar und lag damit richtig. Da habe ich mich natürlich gefreut. Bitcoins habe ich damals etwas belächelt. Kurz hatte ich allerdings überlegt, 1.000 - 2.000 Euro zu investieren und mir davon Bitcoins zu kaufen. Das habe ich allerdings schnell wieder verworfen. Den Rest könnt ihr euch ja denken: Aus diesen 1.000 Euro wären nach heutigem Stand etwa 500.000 - 1.000.000 Euro geworden. Dumm gelaufen. Ich beichte also, dass ich nicht abenteuerlustig genug gewesen bin, ein Investment zu wagen.

Beichthaus.com Beichte #00039251 vom 21.01.2017 um 00:53:46 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Amaretto Di Saronno von meinem früheren Arbeitgeber

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Diebstahl Rache Arbeit Hennef

Ich habe einen Ex-Arbeitgeber bestohlen, um mich für meine Kündigung zu rächen. Der Arbeitgeber war eine bekannte Metzgerei mit Bistro und Partyservice. Jeden Morgen musste ich um 3:00 aufstehen, damit ich um 5:00 mit der Arbeit beginnen konnte, damit ab 7:00 irgendwelche bekloppten Maurer Frikadellen frühstücken konnten. Für mich - als gelernter Koch und bekennender Nachtmensch - eine Zumutung. Einmal war ich so müde, dass ich gegen 4:00 nur mit Standlicht losgefahren bin, erst nach über 10 Kilometern habe ich das bemerkt. Ein Ausfall der Heizung in meiner Wohnung trug das Übrige zu meinen Problemen bei. Etwa sechs Wochen lang habe ich mir alle Mühe gegeben, die Ansprüche meiner Arbeitgeber zu erfüllen.

Die völlig überarbeitete Chefin (gelernte Fleischereifachverkäuferin) und ihr Mann (Metallbauer o. Ä.) waren mir dabei keine Hilfe: Die Chefin hatte nie Zeit mir ihre Wünsche richtig zu erklären, ihr Mann dagegen knallte mir öfters eine Schale mit meiner Ansicht nach ordentlich zubereitetem Nudel- oder Kartoffelsalat hin, maulte mich kurz mit: "So eine Scheiße!" an und verschwand wieder in seinem Büro, ohne mir auch nur im Ansatz zu erklären, was er denn so Scheiße fand. Eines Morgen rief er mich wieder in sein Büro und eröffnete mir, kaum dass ich die Tür zugezogen hatte, dass er mir zum Monatsende kündigt. Im Anschluss daran musste ich ihm allen Ernstes erklären, dass eine Kündigung SCHRIFTLICH erfolgen muss! Das Kündigungsschreiben, das er in meinem Beisein tippte, bestand im Wesentlichen aus dem ungelenken Satz: "Dem zur Probe eingestellten Herrn X kündigen wir hiermit fristgerecht." Dann musste ich ihn noch darauf aufmerksam machen, dass auf einen Brief ein Briefkopf gehört!

Am Nachmittag war ich so fertig, dass ich auf der Heimfahrt erst einmal angehalten habe, um eine Viertelstunde zu heulen, bevor ich meine Familie informieren konnte. Ich hatte noch etwa 10 Tage zu arbeiten. In dieser Zeit habe ich alles geklaut, was ich unauffällig verschwinden lassen konnte: Ein Buch aus dem Pausenraum, eine Flasche Spülmittel und noch viele andere kleine Gegenstände, an die ich mich schon nicht mehr erinnere. Mein schönstes und teuerstes Beutestück war aber eine eigentlich zum Aromatisieren von Billig-Tiramisu gedachte Literflasche "Amaretto Di Saronno". Um die Sachen aus dem Betrieb zu schmuggeln, habe ich die Sachen meistens in ausgespülte Ketchupeimer gepackt, zusammen mit dem Müll rausgebracht, im Container versteckt und nach Feierabend auf dem Weg zum Auto mitgenommen.

Ich habe fast ein halbes Jahr gebraucht, um diesen leckeren Likör zu trinken. Jedes Mal habe ich mich diebisch (!) über meinen Gratis-Amaretto gefreut, mit dem ich meistens meinen Kakao verfeinert habe. Um eine bleibende Erinnerung zu haben, habe ich dann noch von der leeren Flasche das Etikett abgelöst, um es als Lesezeichen zu verwenden. Das Buch habe ich übrigens auch noch, es handelt sich um "Das Buch der Katastrophen" - eine Kurzgeschichtensammlung des Dadaisten Hermann Harry Schmitz. Die Diebstähle bereue ich nicht, denn die betrachte ich als Ausgleich für die unfaire Behandlung durch den Mann der Chefin. Das Einzige, was ich bereue, ist die Tatsache überhaupt in dieser Metzgerei gearbeitet zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039250 vom 21.01.2017 um 00:45:06 Uhr in 53773 Hennef (14 Kommentare).

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