Schmuck im Sommer

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Schamlosigkeit

Schmuck im Sommer
Im Sommer trage ich (w/27) ab und zu Röcke. Wenn es mir zu warm ist, lasse ich auch mal den Tanga weg und binde ein Lindt-Osterhasen-Glöckchen an mein Klitorisvorhautpiercing. Das bimmelt dann immer so lustig und die Leute wundern sich manchmal, wo das Geräusch herkommt.

Beichthaus.com Beichte #00026333 vom 24.05.2009 um 23:56:46 Uhr (65 Kommentare).

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Der Freund meiner Mutter

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Aggression Gewalt Bensheim

Vor drei Jahren hatte meine geschiedene Mutter einen egozentrischen, zynischen und gewalttätigen Säufer als Freund. Immer, wenn er etwas sagte, habe ich (m/19) es sofort zu spüren bekommen. Kamen Worte des Widerspruchs hat er sofort Hand angelegt. Meine Mutter hat dagegen nichts gemacht, weil sie selber Angst hatte. Ich habe meine Anlage im Zimmer spät nachts (gegen 23 Uhr) auf eine idiotische Lautstärke gestellt, was dazu führte dass Herr Prollo schon, nach noch nicht mal einer Minute, wie wild gegen meine Tür schlug, sodass diese fast aus den Angeln flog. Er schrie irgendwas von "Ausmachen, du Drecksbalg!" Ich schrie ihm durch die Tür "Leck mich doch du Fettarsch" zu. Das reichte ihm. Er schmiss die Tür mit einer explosiven Wucht auf und taumelte in mein Zimmer, bereit mir die Tracht Prügel meines Lebens zu verpassen. Erst guckte er blöd, als er nicht raffte, wo ich bin, ich hatte mich nämlich direkt neben der Tür versteckt, was er natürlich nicht erwartete. Er drehte sich um und ich zog ihm mit dem Klangkörper meiner sowieso ausgedienten Gitarre so dermaßen quer übers Gesicht, dass er erst einmal nach hinten taumelte und sich auf mein Bett setzte. Noch bevor er reagieren konnte, stand ich vor ihm und schlug ihm bestimmt fünf Mal mit der Faust ins Gesicht. Das ging für ihn alles viel zu schnell. Dann nahm ich ihn an der Gurgel und schrie ihm wie ein Geisteskranker ins Gesicht, er solle sofort aus unserem Haus verschwinden, und wenn ich ihn noch einmal wiedersehen würde, vergesse ich mich. Er nickte nur dumm und verschwand. Eine Woche drauf kam er, um seine Sachen abzuholen, nachdem er sich vorher erkundigt hatte, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht im Haus bin. Um die Gitarre tat es mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00026332 vom 24.05.2009 um 23:22:27 Uhr in Bensheim (66 Kommentare).

Gebeichtet von Marigold
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Straßenlaternen ausschalten

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Dummheit Trunksucht Vandalismus Last Night

Straßenlaternen ausschalten
Wenn ich am Wochenende besoffen aus der Kneipe komme und auf dem Weg nach Hause bin, gehe ich immer durch eine Straße mit so seltsamen Straßenleuchten. Die haben an der Vorderseite so einen Kasten zum Aufmachen. Was aber viel interessanter ist, ist die Tatsache, dass wenn man richtig derbe gegen diesen Kasten kickt, die Lampe für einige Minuten ausgeht. Ich versuche immer, so viele Lampen wie möglich gleichzeitig auszuschalten. Sehr geil sind auch die Anwohner, die mitten in der Nacht auf den Balkon laufen oder das Fenster öffnen und einem drohen, die Bullen zu rufen. Tja, leider erkennen sie mich nicht durch meinen selbst geschaffenen Schleier der Dunkelheit. Am nächsten Tag habe ich dann immer höllische Schmerzen im Fuß.

Beichthaus.com Beichte #00026314 vom 22.05.2009 um 13:08:01 Uhr (27 Kommentare).

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Der homophobe Schwule

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Feigheit Vorurteile Verzweiflung Begehrlichkeit Schule

Ich (m/21) war in der Schule immer mehr oder weniger der Mittelpunkt der Klasse und habe auch immer sehr gegen Schwule gehetzt. Dabei hat es einen aus der Klasse immer besonders getroffen, von dem alle gewusst haben, dass er homosexuell war. Ich war damals immer sehr überzeugt von mir und habe das alles richtig gefunden. Jetzt hat sich das Ganze aber sehr geändert. Mittlerweile auf der Uni habe ich einen sehr guten Freund (22, sehr sportlich) gefunden, in den ich mich - am Anfang habe ich es selbst nicht ganz deuten können - so richtig verliebt habe. Und nein, das ist kein "Hey, der schaut echt gut aus"-verliebt sein, sondern die richtige Schmetterlinge-im-Bauch-Liebe. Manchmal liege ich nächtelang wach und kann einfach nicht aufhören, an ihn zu denken. Er verfolgt mich bis in meine Träume und ich habe eigentlich gedacht, dass ich dieses Gefühl nur bei Frauen haben kann - aber ich habe ein so starkes Verlangen, mit ihm für immer zusammen zu sein und ihm jeden Tag zu sagen, wie sehr ich ihn liebe. Das verwirrt mich jetzt seit Wochen so sehr, dass ich fast unfähig bin, irgendwas anderes zu machen. Was ich damals meinem Klassenkameraden angetan habe, tut mir inzwischen so leid, und ich hoffe, wenn ich ihm mal über den Weg laufen werde, finde ich den Mut, ihm das auch zu sagen und mich zu entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00026312 vom 22.05.2009 um 01:34:26 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der tote Radfahrer

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Dummheit Gewalt Nürtingen

Der tote Radfahrer
Ich (m/26) bin vor sieben Jahren oft mit dem Fahrrad zur Berufsschule gefahren. Mein Heimweg führte über eine leicht steile Straße, die rechts und links jeweils einen Radweg hatte. Ich fuhr links - was natürlich falsch war. Es war ein warmer Tag, ich hatte einen schweren Rucksack und den Blick auf den Boden gerichtet - als ich auf einmal Schreie hörte. Noch bevor ich richtig realisiert hatte, was passiert war, sah ich nach hinten und begann mich zu entschuldigen. Ein älterer Radfahrer war mit richtig Speed den Berg runtergebrettert und unsere Fahrradlenker hatten sich leicht berührt, was dazuführte, dass er vom Fahrrad fiel. Sein Hinterkopf blutete. Seine Augen waren geöffnet, allerdings reagierte er nicht auf von außen kommende Eindrücke. Es waren dann auch gleich viele Leute von der Straße gekommen, um Erste Hilfe zu leisten. Dann kam endlich der Hubschrauber und flog ihn nach Stuttgart in eine Klinik, wo ich ihn auch einige Tage später besuchte. Er lag im Wachkoma. Ich wurde daraufhin wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Es kam zu einem strafrechtlichen und einem zivilrechtlichen Prozess. Beim Strafrechtlichen wurde ich auf 40 Stunden gemeinnützige Arbeit verdonnert. Bei dem zivilrechtlichen Verfahren verlangte seine Frau, die inzwischen die Bürgschaft für ihn übernahm, 500.000 Euro Schmerzensgeld. Zum Glück war ich über meine Eltern haftpflichtversichert. Der Typ war sechzig Jahre alt und ist 2006 an den Folgen seiner Verletzung gestorben. Bei dem Unfall haben sich offenbar Schädelknochen ins Gehirn gebohrt und aus dem Koma ist er nie wieder vollständig erwacht.

Mir wurden zwei Drittel der Schuld zugeteilt, da es hauptsächlich ja mein Fehler war, da ich nicht auf dem dafür vorgesehenen Radweg fuhr. Er bekam ein Drittel zugeteilt, allerdings unter dem Gesichtspunkt, dass er selbst fahrlässig gehandelt hatte - schließlich hätte dort auch ein kleines Kind laufen können. Dem Gutachten zufolge war er nämlich mit knapp vierzig Sachen die Straße runtergebrettert. Ich kann mich daran erinnern, dass ich sehr langsam gefahren bin. Ich bin auch nicht komplett rechts gefahren und glaube, dass ich leicht nach links gedriftet bin, bevor er mich traf. Ich bin mir aber nicht sicher. Außerdem habe ich Musik gehört und nach unten geschaut. Noch dazu war ich sehr damit beschäftigt, die Straße mit meinem schweren Rucksack zu bewältigen. Damals war eine wirklich schwere Zeit für mich, da sogar mein Vater mir manchmal vorwarf, dass ich jemanden todgefahren hätte. Und ich frage mich bis heute, ob es mein Fehler war, dass dieser Mensch nicht mehr lebt, oder ob er einfach zu leichtsinnig war, denn er war eigentlich ein geübter Radfahrer. Auch war die Straße sehr belebt und ich war vielleicht einer von mehreren Dutzenden oder Hunderten Radfahrern die täglich von der Schule diesen Weg genauso fahren, wie ich ihn fuhr. Dennoch bereue ich, was passiert ist.

Beichthaus.com Beichte #00026307 vom 21.05.2009 um 00:56:08 Uhr in Nürtingen (25 Kommentare).

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