Übergewichtige Supernanny

28

anhören

Hochmut Vorurteile Kinder Shopping

Ich (m/29) möchte mich entschuldigen, dass ich heute jemanden aufgrund seines Übergewichts beleidigt habe. Das Ganze kam so:
Ich war im Supermarkt, zusammen mit meiner dreijährigen Tochter. Unsere Kleine ist gerade etwas schwierig zu händeln, denn sie ist voll in der Trotzphase. An der Kasse griff sie natürlich zu den dort strategisch auf Kinderhöhe platzierten Süßigkeiten. Ich nahm sie ihr wieder weg und sagte: "Nein!" Natürlich darf sie auch mal Süßigkeiten essen, aber wir hatten erstens noch genug zu Hause und zweitens wollen meine Frau und ich ihr von Anfang an beibringen, dass man nicht immer seinen Willen durchsetzen kann. Die Kleine bekam einen ihrer Trotzanfälle. Sie fing erst an zu betteln. Als ich nicht nachgab, fing sie an zu weinen, und als das nichts brachte, warf sie sich schreiend vor der Kasse auf den Boden. Natürlich ist das peinlich, aber ich ignorierte sie weiterhin, denn ihre Wutanfälle sind spätestens nach ein paar Minuten vorbei. Plötzlich keifte es hinter mir: "Jetzt geben sie dem Kind endlich seine Süßigkeiten, ich will heute noch bezahlen!" Als ich mich umdrehte, um zu gucken, von wem das kam, sah ich Folgendes: Eine Frau, circa Mitte vierzig, stark übergewichtig, was sie aber nicht davon abgehalten hatte, sich in zwei Nummern zu kleine pinke Leggings und ein knalliges Oberteil mit Leopardenmuster zu quetschen. Sie hatte fettige Haare und in ihrem speckig glänzenden Gesicht mit Doppelkinn giftgrünen Lidschatten und neonpinken Lippenstift, wobei die Hälfte von dem Lippenstift auf ihren gelben Zähnen hing.


Ich gebe zu, meine Tochter blockierte gerade die Kasse, aber die Kasse nebenan war ebenfalls geöffnet, es stand keiner an und ich war der Meinung, es sei nicht zuviel verlangt, drei Meter weiter zu laufen, wobei das bei den Ausmaßen besagter Dame wohl eine Herausforderung war. Ich wollte keinen Stress und hob meine Tochter, die sich glücklicherweise langsam wieder beruhigt hatte, vom Boden auf und dachte, die Sache wäre erledigt. Falsch gedacht.
Besagte Dame war der Meinung, sie müsse mir in meine Erziehung reinquatschen. Keine Ahnung, warum sie sich für die Nachfolgerin der Supernanny hielt, aber sie belaberte mich von wegen ich dürfe nicht zu streng sein, das wäre ganz schlecht für Kinder, würde ihre Kreativität und Selbstständigkeit unterdrücken, und so ein paar Süßigkeiten wären ja nun wirklich nicht schlimm, schließlich seien Schokolade und Bonbons sogar gesund für Kinder, denn da sind ja Milch und Vitamine drin. Schließlich reichte es mir und ich sagte zu ihr: "Sie haben ja offensichtlich auch immer Süßigkeiten von ihren Eltern bekommen, das ist ja nicht zu übersehen, und man sieht auch, wie gesund das ist. Meine Tochter wird ab jetzt nie wieder so was bekommen, damit sie nicht irgendwann so fett wird wie Sie!"


Dann habe ich mich umgedreht und bin mit meiner Tochter auf dem Arm einfach weggegangen. Das Ganze tut mir im Nachhinein doch leid, ich weiß, es ist nicht richtig, Menschen aufgrund ihres Übergewichts zu beleidigen. Und ich war damit auch kein gutes Vorbild für meine Tochter. Ich habe auch nichts gegen Dicke allgemein, aber warum mischt sie sich in meine Erziehung ein?

Beichthaus.com Beichte #00030555 vom 06.12.2012 um 20:32:41 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Polizei vor der Tür

10

anhören

Drogen Falschheit Polizei

Es gab mal eine Zeit, in der meine Weste nicht ganz weiß war, der Inhalt kleiner Plastiktütchen in meinen Taschen jedoch schon. Diese Phase dauerte nicht besonders lange an und ich habe sie längst hinter mir und auch nicht das geringste Bedürfnis, noch einmal derartiges zu machen. Während dieser Zeit ging ich einmal auf eine Party, die von einem meiner damals besten Freunde veranstaltet wurde. Wir beide hatten Spaß an allen möglichen Substanzen, die laut BtMG illegal sind. Ich stieß zu der Party, als sie bereits längst im vollen Gange war. Ich klingelte und mir kam spontan eine vermeintlich lustige Idee. Als mein Freund über die Gegensprechanlage fragte, wer an der Tür ist, sagte ich: "Die Kriminalpolizei, einmal aufmachen bitte."

Er antwortete nicht und ich sah daraufhin, wie das Fenster sich einen Spalt weit öffnete und eine Handvoll Plastiktütchen mit diversen Inhalten hinausflog. Ich sammelte sie ein und überlegte, was ich nun machen sollte. Ich ging einmal um den Block und entschloss mich, meinen Freund vom Handy aus anzurufen. Er erzählte mir, die Polizei hätte bei ihm geklingelt. Ich tat so, als hätte ich keinen blassen Dunst von dem vermeintlichen Polizeibesuch gehabt. Als ich letztendlich auf der Party ankam, klärte ich die Situation auf. Allen fiel ein Stein vom Herzen. Einige fanden die Aktion sehr lustig, aber manche waren auch sehr sauer auf mich. Tut mir leid, euch einen Schrecken eingejagt zu haben. Rückblickend halte ich meinen Scherz für dumm, aber kann trotzdem darüber lachen. Viel dümmer ist es doch, seine Drogen, ohne nachzugucken und zu denken, zum vorderen Fenster hinaus zu werfen, wenn man dort Polizisten befürchtet. Und liebe Kinder, Drogen sind schlecht.

Beichthaus.com Beichte #00030553 vom 06.12.2012 um 18:37:34 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die Nacht mit unruhigen Hotelgästen

18

anhören

Boshaftigkeit Ekel Rache Trunksucht Arbeit Last Night

Ich (m/21) bin gelernter Hotelkaufmann und arbeite in einem 3-Sterne-Hotel in Hamburg. Die Nachtschichten werden von mir erledigt, somit bin ich derjenige, der sich besonders am Wochenende mit dem Partyvolk rumschlagen darf. Meist sind es Jugendliche, die besonderen Ärger verursachen. Sie verlassen das Haus am frühen Abend und gehen auf die Reeperbahn zum Feiern und kommen dann mitten in der Nacht wieder. Häufig ist die Rückkehr harmlos, sie sind zwar immer stark betrunken und riechen stark nach Alkohol und Zigaretten und labern mich voll, aber es ist okay. Ich händige ihnen dann den Schlüssel aus und sie schlafen ihren Rausch aus. Am Samstag, dem gefährlichsten aller Partytage, ging es dann echt zu weit. Folgendes ist geschehen: Die Gruppe bestand aus zwei Frauen, besser gesagt Mädchen und zwei Männern. Die Frauen waren wie gesagt noch sehr jung, vielleicht 18 Jahre und die Männer deutlich älter, circa 25, und sehr breit gebaut und waren mir bereits beim Check-in durch ihre aggressive Ausstrahlung aufgefallen.

Gegen 3 Uhr in der Nacht kamen sie stark angetrunken zurück und wollten bei mir den Schlüssel abholen. Ein bisschen Smalltalk, bla bla. Einer der Männer fragte mich, ob Getränke mit aufs Zimmer genommen werden dürften. Ich antwortete, dass dies möglich sei, aber es um diese Uhrzeit bei uns kein Ausschenken mehr gibt. Er versuchte dann, mich rumzukriegen und ihm noch Alkohol zu verkaufen. Ich bestand darauf, dass ich die Kasse schon geschlossen hatte und der Tagesabschluss gerade laufen würde. Unsere Servicezeiten in der Bar gehen nur bis 2 Uhr und ich könne ihm jetzt nichts mehr verkaufen. Daraufhin schaltete sich der zweite Mann ein und beide fingen an, mich zu bedrängen und verlangten, Bier und Wodka kaufen zu dürfen. Ich gab dann letzten Endes nach und verkaufte ihnen die besagten Getränke.
Das sollte sich als folgenschwerer Fehler herausstellen. Ich hatte um 4 Uhr meine Arbeit bereits komplett erledigt und genoss meine Zeit mit Serien gucken am Laptop. Als ein Gast aus dem dritten Stock anrief und sich über die Lautstärke aus einem anderen Zimmer beschwerte. Er konnte die Quelle nicht genau zuordnen und bat mich, für Ruhe zu sorgen. Ich machte mich sogleich auf den Weg zum Fahrstuhl und fuhr in den zweiten Stock, denn dort hatte die besagte Gruppe ihre beiden Zimmer. Vor einem der Zimmer stehen geblieben, lauschte ich an der Tür und hörte recht eindeutige Geräusche: Zum einen lief sehr laut Musik, aber es war auch klar zu vernehmen, dass mindestens eine der Frauen gerade von mindestens einem der Männer beglückt wurde und dies mit lautem Geschreie bejubelte. Ich hatte keine andere Wahl, als zu klingeln. Nur wenige Sekunden später verstummte die Musik und jemand schrie "MOMENT". Wenig später wurde die Tür geöffnet und einer der Männer versteckte sich, offensichtlich nackt, hinter der Tür. Ich teilte ihm mit, dass es leider eine Beschwerde gegeben hätte und ich ihn darum bitten müsste, die Musik auszumachen, da die anderen Gäste um diese Uhrzeit schlafen wollen. Recht freundlich wurde mir entgegnet, dass das kein Problem sein würde.

Ich verschwand also wieder nach unten und setzte mich zurück an meinen Laptop. Wenig später rief erneut der Gast an und sagte mir, dass die Musik kurz aus war und jetzt wieder unverändert laut laufen würde. Er verlangte, jetzt bereits genervt, dass das sofort aufhört. Ich versicherte ihm, mich erneut darum zu kümmern und bat um Verzeihung. Diesmal rief ich auf dem Zimmer an, doch keiner nahm ab. Also musste ich wieder hoch in den zweiten Stock und stellte dort fest, dass die Musik nun nicht mehr aus dem Zimmer von vorhin kam, sondern aus dem daneben. Die Gruppe war also umgezogen und feierte dort ihre Party weiter. Verärgert über diese Dreistigkeit klingelte ich am neuen Zimmer und wieder wurde mir aufgemacht. Diesmal war es der andere Mann und er war im Gegensatz zu seinem Kumpel überhaupt nicht schüchtern, was das Türenaufmachen angeht, wenn man nackt ist. In voller Nacktheit öffnete er die Tür und stand breitbeinig vor mir. Laut rief er mir ins Gesicht, dass er nicht geglaubt hätte, dass ich sie finden würde. Sie hätten extra das Zimmer gewechselt, damit ich sie nicht aufspüren könnte. Selbes Spiel also, sie versprachen erneut, dass die Lautstärke jetzt aufhören würde.

Doch natürlich war dies nicht der Fall. Diesmal war ich extra eine Weile im Flur geblieben und wartete ab, ob die Musik gleich wieder angehen würde. Ich wollte nicht, dass der Gast mich wieder anruft und ich seine miese Laune abbekomme. Also entschloss ich mich, im dritten Versuch anders an die Sache ranzugehen. Ich ging zunächst wieder nach unten an die Rezeption und öffnete unseren Ersatzschlüsselschrank. Dort nahm ich mir die Schlüssel für die beiden Zimmer heraus und rief dann das Zimmer an, indem sie sich zuletzt aufhielten. Ich gab mich als jemand aus, der auch im Hotel übernachten würde und die Lautstärke unhöflich findet. Ich forderte ihn in strengem Ton dazu auf, sofort den Mund zu halten und die Hip-Hop Musik auszumachen oder es setzt was. Die Antwort wurde mir ins Ohr gebrüllt. Ich ließ mich auf das Spiel ein und provozierte den starken Burschen, bis er mich zum Kampf aufforderte. Ich sagte ich wohne im siebten Stock im Zimmer 7xx. Ich nannte ihm allerdings eine Zimmernummer, die es bei uns gar nicht gibt, in der Hoffnung, dass die beiden Männer zu doof wären, die Beschilderung zu lesen und zu merken, dass sie dieses Zimmer niemals finden würden. Auch, dass eigentlich REZEPTION im Display des Telefons stand, sollte ihnen entgehen, so mein Plan. Ich forderte ihn noch auf, ruhig auch alle seine Kollegen und Freundinnen mitzubringen, ich würde sie alle fertigmachen und dann seine Frauen beglücken.

Sofort nachdem das Telefonat beendet war, machte ich mich auf den Weg zum ersten Stock und konnte von da aus bereits hören, dass die gesamte Gruppe in Richtung Fahrstuhl lief. Ich beobachtete von dort, wie der Fahrstuhl aus dem zweiten Stock nach oben fuhr und ging dann durchs Treppenhaus hoch in den zweiten. Mit dem Ersatzzimmerschlüssel öffnete ich die Tür und trat ein. Ich fand ein völlig verwüstetes Zimmer vor und auch die Quelle der lauten Musik. Einen Ghettoblaster. Ich beschloss kurzfristig, diesen einzusacken und irgendwo zu verstecken, damit der Unfug endlich ein Ende hat. Ich hoffte, dass mich keiner verdächtigen würde.
Ich packte mir das Gerät und kurz bevor ich das Zimmer verlassen wollte, kam mir eine Idee. Ich wollte die Sache nicht so einfach beenden und mich für die geklaute Freizeit und den Stress rächen. Da ich beim Serien gucken immer viel Wasser trinke, musste ich sowieso sehr dringend aufs Klo. Also beschloss ich, das gesamte Zimmer als Klo zu benutzen und sämtliche Gegenstände einzunässen. Ich strullerte über die Handtaschen der Frauen, aufs Bett, ins Badezimmer, in die Schuhe (die Leute mussten barfuß losgegangen sein) und auf den Teppich. Ich achtete darauf, immer reguliert meinen Urin zu verspritzen, damit genug für alle von mir anvisierten Ziele übrig bliebe. Auch den Ghettoblaster hatte ich angestrullert und entschied mich dann dazu, ihn einfach stehen zu lassen. Den würde bestimmt niemand mehr anfassen wollen.
Dann ergriff mich schlagartig eine unglaubliche Angst, im Zimmer erwischt zu werden. Ich hatte fast schon Todesangst und machte mich schnell aus dem Staub. Ich wusste, wo sich bei uns im Haus die Kameras befanden und vermied es, von ihnen aufgenommen zu werden. So kehrte ich an die Rezeption zurück und mein Spaziergang könnte nicht nachgewiesen werden.
Die Gruppe streunerte noch eine Weile durchs Haus und kam auch einmal zu mir runter um zu fragen, wo sich Zimmer 7xx befindet. Ich sagte ihnen, dass wir kein solches Zimmer haben und schlug vor, jetzt einfach mal Feierabend zu machen und schlafen zu gehen. Ich musste mich dabei stark zusammen reißen um mir meine Angst nicht anmerken zu lassen. Letzten Endes waren die beiden Männer einfach mal doppelt so breit wie ich und würden mich mit Sicherheit zu Matsch prügeln, wenn sie herausfinden, dass ich für das verantwortlich war, was sie gleich vorfinden würden. Stattdessen gingen sie noch in die Raucherlounge und versprühten da ihren schlechten Geruch. Auch Getränke musste ich ihnen wieder verkaufen. Mittlerweile war es 6 Uhr und meine Ablöse kam. Ich machte mich schnellstmöglich aus dem Staub und ging zufrieden aber immer noch beängstigt nach Hause und schlief relativ schnell ein. Am nächsten Abend teilte mir die Spätschicht mit, dass es heute Vormittag einen Riesenärger mit dem Direktor und ein paar Gästen gegeben hätte. Sie hätten das Zimmer zerlegt und darin uriniert. Es sei ein Schaden entstanden, der mit Sicherheit mehrere tausend Euro betrug.

Beichthaus.com Beichte #00030552 vom 06.12.2012 um 17:24:22 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Waschhaus auf dem Campingplatz

9

anhören

Dummheit Vandalismus Kinder Urlaub Sylt

Meine Familie und ich sind früher jeden Sommer nach Sylt auf einen Campingplatz gefahren. Das war immer total schön. Wir freundeten uns dort immer mit anderen Kindern an und trieben mit ihnen Unfug. Als ein Kumpel und ich extreme Langeweile hatten, zündelten wir einfach ein bisschen herum. Irgendwann mussten wir aufs Klo und sind erst mal zum nächsten Waschhaus geradelt. Ich hatte immer noch mein Feuerzeug in der Tasche und zündelte, während ich auf dem Klo saß, etwas mit Klopapier herum. Als wir dann beide fertig waren, verließen wir das Waschhaus. Nur vorher habe ich das Klopapier, was noch aufgewickelt war, angezündet. Wir sind ganz schnell in den Wohnwagen abgehauen und haben erst mal zur Tarnung ein Brettspiel gespielt. Nach etwa fünf Minuten kamen seine und meine Schwester völlig aufgeregt zu unserem Wohnwagen und sagten uns, das Waschhaus würde brennen. Er und ich haben natürlich ahnungslos getan, doch die zwei Mädchen merkten uns direkt an, dass wir etwas zu verheimlichen hatten. Also erzählten wir ihnen die Geschichte, aber nur, wenn sie schwörten, es niemandem zu erzählen. Danach fuhren wir mit dem Fahrrad sofort in die Nähe des Waschhauses und guckten uns die Löschaktion von etwas weiter weg an. Es waren drei Feuerwehrautos vor Ort, inklusive der Polizei. Wir machten uns danach schnell wieder vom Acker.


Die Folgen davon waren, dass das Waschhaus erst mal die nächsten Tage gesperrt war und wir immer schön zum nächsten, am Ende des Campingplatzes, fahren durften. Außerdem war an einer Tafel ein Zettel angehängt, an dem sinngemäß folgender Text stand: "Wie Sie sicher mitbekommen haben, brannte gestern das Waschhaus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Falls Sie etwas mitbekommen haben, melden Sie sich bitte bei uns." Zum Glück wurden wir nicht bemerkt und unsere Geschwister haben uns auch nicht verpfiffen. Zu Schaden gekommen ist niemand. Ich möchte mich hier dafür nochmals entschuldigen, dass ich als Kind so dummes Zeug im Kopf hatte. Trotzdem war es schon irgendwie lustig.

Beichthaus.com Beichte #00030550 vom 06.12.2012 um 12:41:04 Uhr in Sylt (Rantum Campingplatz) (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Eskalation im Hotel

11

anhören

Dummheit Ekel Trunksucht Vandalismus Last Night

Ich habe während dem Abitur noch meinen Grenzen gesucht. Wie auch an einem Wochenende, an dem vier Schüler unserer Schule das Privileg genießen durften, an einem Karriereseminar eines großen, börsennotierten Unternehmens teilnehmen zu dürfen, zusammen mit Schülern aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Ereignis fand in einem Fünf-Sterne-Hotel statt und sollte drei Tage andauern. Wir wurden gebeten, bereits am Freitag zu erscheinen, obwohl das Programm erst für Samstag angesetzt war. Da das Hotel nur 40 Kilometer von unserer Schule entfernt war, kamen wir selbstverständlich pünktlich zum Abendessen an. Leider feierte ein sehr guter Freund an diesem Abend noch seinen Geburtstag, wo wir natürlich noch hin mussten. In der entsprechenden Bar angekommen, betranken wir uns genüsslich und hatten einen Long Island Ice Tea nach dem anderen. Nachdem es mittlerweile spät in der Nacht war und die Bar gerade schloss, kam uns die glorreiche Idee, die Party in unserem Hotel fortzusetzen. Gesagt, getan. Mit zehn Freunden fuhren wir ins Hotel - mit Taxi selbstverständlich - und bedienten uns an der Bar. Wir tranken die teuersten Whiskys und Unmengen selbstkreierter Cocktails. Nachdem wir langsam ein Hungergefühl entwickelten, suchten wir die Hotelküche und wurden auch schnell fündig. Das Frühstücksbuffet für den nächsten Morgen war bereits perfekt angerichtet, für einen Moment zumindest. Also setzten wir unser Leben im Schlaraffenland fort und verwüsteten so ziemlich alles. Nachdem ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte und die Sonne langsam aufging, wollte ich auf mein Zimmer gehen. Kurz, nachdem ich mich hinlegte, überkam mich allerdings der Alkohol und landete im Bett. Plötzlich hörte ich jemanden neben mir sagen "Ich will noch nicht aufstehen". Ich versuchte, mir diese Situation in meinem Rausch zu erklären, hatte aber leider keinen Erfolg. Also rannte ich aus dem Zimmer und bemerkte auf dem Flur, dass mein wirkliches Zimmer ja eine Türe weiter ist und ging dort hinein, um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Wie ich in das falsche Zimmer hinein kam, kann ich mir heute noch nicht erklären.


Auf dem Weg zum Frühstücksbuffet am nächsten Morgen wurden wir von einem Seminarleiter abgefangen und in einen Konferenzraum gebeten, in dem sämtliche Teilnehmer topfit versammelt waren, mit Ausnahme von uns. Es wurde berichtet, dass Getränke fehlen, die Küche ein Schweinestall sei, im ganzen Hotel Zigarettenstummel auf dem Boden liegen und jemand in der Küche sein großes Geschäft erledigt habe. Entsetzte Blicke in allen Gesichtern. In diesem Moment meldete sich ein junges Mädchen und fügte hinzu, dass jemand in ihr Bett gekotzt hätte. Nach einem kurzen Auflachen wurde es wieder ernst. Man teilte uns allen mit, dass das Seminar mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird und auch in Zukunft nicht mehr stattfindet. Einige Leute fingen an zu weinen, andere warfen meinen Kumpels und mir böse Blicke zu, inklusive den Seminarleitern. In diesem Moment übergab sich ein Freund von mir. Nach unzähligen Bestellungen zum Direktor unserer Schule wurde die Situation so ernst, dass wir es nur mit viel Glück, richtigem Auftreten und Argumentationsgeschick schafften, die Schuld auf Unbekannte zu schieben und somit nicht von der Schule zu fliegen. Ich beichte also, dass es mir unendlich leid tut, mich damals so benommen, eine zehnjährige Tradition unserer Schule zerstört, dem Hotel und seinen Angestellten Mühe und Kosten bereitet und alle Teilnehmer um ein wertvolles Zertifikat gebracht zu haben. Jetzt kenne ich meine Grenzen.

Beichthaus.com Beichte #00030540 vom 04.12.2012 um 23:49:22 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000