Führungsposition erreichen und wieder abgeben

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Faulheit Arbeit Berlin

Ich bin manchmal der faulste Pelz auf der Welt. Ich arbeite schon recht lange in führender Position in unserem Unternehmen. Habe mich über die Jahre jedoch zum frustrierten Gegner entwickelt. Ich stelle viel in Frage und verstecke mich hinter Aufgaben, die eigentlich super zu bewältigen sind, mache aber gern den genervten und geplagten, damit man mich in Ruhe lässt. Meinen Kollegen bin ich zwar locker und freundlich gegenüber, verbinde die meisten aber eigentlich nur mit der Arbeit, ansonsten sind mir die meisten egal.

An sich macht der Job Spaß, aber immer wieder werden wichtige und tolle Projekte zugunsten anderer verworfen. Also habe ich irgendwann aufgehört, mehr zu machen als ich muss. Inzwischen mache ich weniger als ich soll. Und an Tagen wie heute, schäme ich mich sogar dafür vor mir selbst. Eigentlich ticke ich anders. Aber mir ist fast alles Wurst, bis auf mein Geld. Klar könnte ich kündigen, das wäre sogar fair, aber ich kann aus privaten Gründen grad kein Risiko eingehen. Wenn jemand meine Arbeit richtig beurteilen würde, dann könnte ich mir einen neuen Job suchen. Davor habe ich nicht mal Angst. Nun ja, ich mache vermutlich so weiter, bis es jemanden stört.

Beichthaus.com Beichte #00040372 vom 27.09.2017 um 14:26:30 Uhr in Berlin (Kurfürstendamm) (3 Kommentare).

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Kollege Pseudo-Veganer

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Zwietracht Kollegen Aachen

Eigentlich hatte ich (m/26) heute gute Laune, bis sich ein Kollege der Marke Teilzeit-Pseudo-Veganer im Pausenraum zu meinen Kollegen und mir gesellte. Kaum hatte er sich hingesetzt, fing er auch schon an, seine Weisheiten mit uns zu teilen, als wäre er Guru Krishna aus dem fernen Indien. Als ich in mein mit Käse belegtes Brötchen biss, sah er mich an, als hätte ich gerade verkündet, Geiseln in meinem Keller gefangen zu halten.

Nachdem ich fragte, was denn los wäre, erklärte er mir, wie viele Lebewesen leiden mussten, damit ich blödes Arschloch ein belegtes Brötchen essen konnte. Nicht nur das, das Brötchen war sicherlich nicht glutenfrei, was wiederum bedeute, dass mir meine Gesundheit egal wäre. Zum krönenden Abschluss bot er mir etwas von seinem glutenfreien Vollkornbrot an, das mit einer undefinierbaren, grün-roten Paste bestrichen wurde, welche wie die Kotze des kleinen Leons aus dem Spieleparadies aussah.

Dankend lehnte ich ab, doch dieser Heilige hörte wohl nicht oft die Worte "Nein, vielen Dank" und konnte überhaupt nicht verstehen, warum ich sein schmackhaftes Angebot abgelehnt hatte. Es folgte eine erneute altkluge Rede über Kompromisse und deren Vorteile im sozialen Alltag. Ich stellte fest, dass der Kerl sich gern reden hörte und ignorierte den Drang, sein glutenfreies Heilmittel gegen den Tod in sein Gesicht zu klatschen. Stattdessen spielte ich den offenkundig Interessierten und schlug ihm vor, ein Buch zu schreiben, um sein Wissen mit der Welt zu teilen und diese wie Messias höchstpersönlich zu erretten.

Das hatte sein Ego gestreichelt und obwohl meine Kollegen über den Sarkasmus grinsten, merkte er gar nicht, dass mein Kommentar nicht ernstzunehmen war. Der Gernegroß erklärte im Anschluss, dass er Kinderarbeit verabscheuen würde, dazu hielt er einen endlosen Monolog, irgendwann zwischen "Mein Herz blutet" und "Diese Monster, die die hilflosen Menschen in den armen Ländern ausbeuten" unterbrach ich ihn mit der Frage "Und wo wurde dein T-Shirt hergestellt?". Er lief rot an, dann stand er wütend auf, schaute mich bitterböse an und nannte mich intolerant. Seitdem redet er kein Wort mit mir, was kein großer Verlust für mich ist.

Beichthaus.com Beichte #00040371 vom 27.09.2017 um 01:24:54 Uhr in Aachen (13 Kommentare).

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Geld gespart: Eine Krankenkassenkarte für zwei Schwestern

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Betrug Geiz Familie

Ich (w/39) teile mir mit meiner Zwillingsschwester eine Krankenversicherungskarte. Da meine Schwester selbstständig tätig ist und zudem die meiste Zeit des Jahres im Ausland verbringt, fällt das nicht auf. Man kann auf dem abgedruckten Bild der Chipkarte keinen Unterschied zwischen uns beiden erkennen. Sie kommt wegen der Arztbesuche extra nach Deutschland. Auf diese Weise teilen wir uns nun schon seit fast 15 Jahren die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung, was summa summarum rund 100.000 Euro ausmacht. Dieses Geld stecken wir seither in unsere separaten Renten- sowie privaten Pflegeversicherungen. Auch wenn wir das noch ein paar Jahre durchziehen könnten, da wir beide kerngesund sind, haben wir uns nun entschlossen in Kürze wieder den normalen, legalen Weg zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00040359 vom 25.09.2017 um 18:30:21 Uhr (11 Kommentare).

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Strenge Erziehung durch meine Mutter

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Zwietracht Mutter Peinlichkeit Köln

Als ich (w/21) sechs Jahre alt war, zogen meine Eltern und ich von Japan nach Deutschland. Der Anfang war schwer, wir konnten nur japanisch und ein wenig englisch. Meine Mutter hatte die Sprache schnell verstanden und schrieb mir jeden Tag Sätze und Wörter auf, die ich ihr am Abend übersetzen sollte, wusste ich etwas nicht, wurde ich mit Schweigen gestraft. Als ich dann auf eine neue Grundschule kam, wurde ich wegen meinen schlechten Deutschkenntnissen ausgegrenzt. Zwischenzeitlich trennten sich meine Eltern, da es immer wieder Streit gab. Ich blieb bei meiner Mutter, die einen kleinen Job als Putzfrau in einem Einkaufszentrum bekommen hatte. Dort reinigte sie die Toiletten, ich musste immer mit zu ihrem Arbeitsplatz, da sie befürchtete, ich würde nicht lernen, wenn ich allein wäre. Jeden Tag musste ich dort lernen, während meine Mutter putzte und sich über die verschmutzten Toiletten beschwerte.

Ich verbesserte mich in der Schule immer mehr, denn meine Mutter verlangte immer gute Noten, als ich einmal eine vier geschrieben hatte, schrie sie mich an und zwang mich, ein ganzes Blatt mit der Zahl vier zu füllen, so konnte ich sehen, was für eine Schande es war. Zusätzlich musste ich mir anhören, dass ich mir mein Leben zerstören würde und ich mit diesen Noten ebenfalls Toiletten schrubben müsste.

Sie arbeitete inzwischen in einem Büro, jeden Tag rieb sie mir unter die Nase, dass man mit viel Arbeit alles schaffen könnte, nur ich würde es nicht wollen. Sehr zu ihrem Missfallen hatte ich es nicht auf das Gymnasium geschafft, stattdessen war ich auf einer Realschule. In der Pubertät wurde meine Mutter immer schlimmer, sie war ein regelrechter Drache, denn bald wäre ich erwachsen und ich würde mir mein späteres Leben ruinieren. Dabei lernte ich genug, aber genug war ihr zu wenig! Wenigstens musste ich nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle und konnte somit ein wenig Freizeit bekommen.

Als sie mich allerdings bei der Selbstbefriedigung erwischte, war ich eine Schlampe, die die Kontrolle verloren hatte. Ich bekam eine Art Babysitterin und durfte die Tür meines Zimmers nicht mehr abschließen. Ich machte meinen Realschulabschluss und suchte mir eine Ausbildung, in der Arbeitswelt läuft es ganz gut, doch meine Mutter ruft mich täglich an und redet mir ein, dass ich mein Abitur nachholen soll. Dabei will ich das nicht, ich hatte bisher immer nur gelernt, nun möchte ich mein Leben genießen. Meine Mutter will noch immer die Kontrolle über mein Leben haben.

Der Grund für meine Beichte ist mein absolut idiotisches Verhalten. Ich war unglaublich wütend, als mir auffiel, wie oft sie mich unter Druck gesetzt hatte. Wir saßen in einem Restaurant, um ihre Beförderung zu feiern. Ein netter Abend, bis sie anfing, auf mich einzureden. Die Diskussion wurde hitziger und lauter, die anderen Gäste starrten uns an, was mir in diesem Moment egal war. Mir platzte der Kragen und ich schrie sie an, dass ich ihre Stimme nicht ertragen könnte und sie meine Kindheit und Jugendzeit ruiniert hätte. Sie hätte als Jugendliche ihren Spaß gehabt, während ich nicht einmal masturbieren durfte. Ich war so in Rage, dass mir die Worte nicht bewusst waren.

Mit den Worten "Ich bin jetzt erwachsen und habe mir gestern einen Dildo gekauft, da guckst du blöd, was?" verließ ich das Restaurant und beendete meinen peinlichen Auftritt. Ich habe nur bestätigt, dass ich keine Reife besitze, wenn ich schon daran denke, möchte ich im Erdboden versinken. Es tut mir leid, dass ich meine Mutter angeschrien und blamiert habe, den Gästen womöglich den Abend verdorben und mich lächerlich gemacht habe. Bei meiner Mutter habe ich mich entschuldigt.

Beichthaus.com Beichte #00040357 vom 24.09.2017 um 19:33:38 Uhr in Köln (19 Kommentare).

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Mein Mann und die Kaufsucht zerstören unsere Ehe

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Verschwendung Geld Partnerschaft Hannover

Ich plane meine Ehe zu beenden und meinen Mann zu verlassen. Ich glaube einfach das ich als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern besser dastehen werde als jetzt, muss aber noch ein bisschen warten, bis ich selbst wieder arbeiten kann, meine Kinder sind noch zu jung. Mein Mann ist im Prinzip ein sehr anständiger Mensch und so gesehen kann ich mich nicht beschweren, leider hat er eine ganz schlimme Konsumsucht. Obwohl er nicht wenig verdient, sind wir jeden Monat pleite, alles was irgendwie Geld kostet, müssen wir mit Privatkrediten finanzieren, die letzte Autoreparatur konnten wir uns nicht mehr leisten, weil die Bank jetzt einen Riegel vorgeschoben hat.

Unsere Wohnung ist klein und liegt in einer schlechten Gegend, ich kann abends nicht rausgehen. Meinem Mann ist das aber alles egal, so lange er weiter irgendwas bestellen kann oder Trödel mit nach Hause bringt. Meistens sind das so Sachen wie ein vierter Dosenöffner, den wir ja nicht wirklich brauchen oder sehr überteuerte Dekoartikel, neulich auch ein antikes Buch für neunhundert Euro. Mein Mann findet das alles ganz normal, was nicht mehr in die Wohnung passt kommt in eine von den mittlerweile vier angemieteten Garagen. Verkaufen darf ich nichts. Er geht fast jeden Abend nach Feierabend los und kauft etwas Nutzloses, irgendwelche Gespräche in die Richtung enden im Streit. Im Monat werden so etwa zweitausend Euro auf den Kopf gehauen, ich weiß echt nicht mehr weiter. Wir könnten so ein schönes Leben haben.

Beichthaus.com Beichte #00040355 vom 24.09.2017 um 18:06:52 Uhr in Hannover (16 Kommentare).

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