Das virtuelle Leben zerstört

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Aggression Boshaftigkeit Rache Games Ex Salzburg

Ich (w/21) muss beichten, dass ich mich einfach nicht so locker von meinem Ex lösen konnte, wie er offenbar von mir. Nach drei Jahren Beziehung trennte er sich von mir einfach über eine kleine Nachricht bei Facebook, in der stand, wie sehr ich ihn doch in seinem Leben und seinem Glück behindern würde, und er müsse endlich mal wieder richtig glücklich sein dürfen. Was das heißt, wusste ich zu dem Zeitpunkt genau - er spielte nämlich zunehmend lange ein bestimmtes MMORPG, also ein Spiel im Internet, in dem es darum geht, seine Charaktere langsam aufzubauen und zusammen mit anderen echten Spielern Aufträge zu erfüllen. Und da war ich zunehmend im Weg, ich wollte hin und wieder ja auch was mit ihm unternehmen, mal reden und etwas Zuwendung. Ständig konnte er nicht, beziehungsweise, er wollte "gleich" kommen, was bedeutete, in drei bis vier Stunden vielleicht, wenn er es bis dahin nicht vergessen hatte. Jedenfalls habe ich dann kurzerhand an seinem Account erst das Passwort geändert, damit die siebentägige Löschfrist eingehalten werden konnte und dann auch alle seine Charaktere erst ausgeleert, damit, falls er den Account retten könnte, der ja definitiv unbrauchbar wäre und dann die Figuren selbst gelöscht. Als nichts mehr drauf war, habe ich ihm sein neues Passwort zugeschickt und das danach auch blockiert - das Wutgeheul kann ich mir vorstellen, musste ich mir aber nicht antun. Im Nachhinein tut es mir allerdings doch leid. Er hatte ja wirklich Monate für das Spiel geopfert und ich hatte das in einer Woche vernichtet, nur weil ich mir das nicht mehr von ihm gefallen lassen wollte. Zurückbringen kann ich da auch nichts, und er ist deswegen am Ende. Was mir gleichzeitig auch weh tut. Ich hoffe, er lernt auch was daraus und vergisst die Realität nicht mehr so vollkommen. Und ich bin hoffentlich nicht mehr ganz so blind vor Wut und Rache.

Beichthaus.com Beichte #00030408 vom 30.10.2012 um 01:28:26 Uhr in Salzburg (Alter Markt ) (37 Kommentare).

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In der Not eiskalt

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Engherzigkeit Morallosigkeit Ungerechtigkeit Familie Torfhaus

Ich bin beruflich zufriedene Krankenschwester und privat glücklich verheiratet. Mit der Mutter meines Mannes habe ich mich allerdings nie gut verstanden, sie hatte einfach einige Charakterzüge, die ich nicht leiden mochte, obwohl sie immer (fast zu) freundlich zu mir war. Vor ungefähr vier Jahren wurde eine Form von Knochenmark-Krebs bei ihr diagnostiziert. Als Krankenschwester hätte ich sicher mehr für sie da sein sollen und mich deutlich mehr kümmern müssen, aber stattdessen habe ich mich emotional eiskalt verhalten und mich, so gut es ging, distanziert. Ich habe ihre Sorgen und ihr Leid runtergespielt und nicht ernst genommen. Ich konnte ihre Depressionen und ihr Klammern einfach nicht ertragen. Wenn ich aus der Arbeit heim kam, hat sie mich mit ihren falschen Hoffnungen in mich völlig leer gesaugt. Ich hatte ständig das Gefühl, sie erwartete Wunder von mir, weil ich eben Krankenschwester bin. Hinzu kam unsere sowieso komplizierte Beziehung und ihre wirklich schwierige Persönlichkeit. Sie ist im Mai gestorben und heute hab ich wegen meines Verhaltens ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen. Vor allem, weil sie wirklich immer gut über mich sprach. Auch habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich meinem Mann immer vorgespielt habe, dass ich seine Mutter mag. Das wird sich auch nie ändern, denn ich werde ihn niemals damit verletzen, ihm zu sagen, was ich von seiner Mutter wirklich hielt.

Beichthaus.com Beichte #00030405 vom 29.10.2012 um 19:25:08 Uhr in Torfhaus (16 Kommentare).

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Vollrausch als Routine

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Trunksucht Maßlosigkeit

Ich (w/19) bin eigentlich ein "braves Mädchen". Ich mache nichts Illegales, nehme keine Drogen, habe dieses Jahr mein Abi gemacht, immer was für die Schule getan und jetzt kürzlich ein Studium begonnen. Allerdings habe ich ein Laster. Seit mittlerweile etwa vier Jahren betrinke ich mich wirklich jedes Wochenende zweimal exzessiv. Jeden Freitag- und Samstagabend ziehe ich mit dem festen Ziel los, am Ende des Abends komplett sturzbetrunken zu sein. Ob auf Partys, in der Disco oder einfach mit Freundinnen zu Hause, ist mir dabei eigentlich egal, Hauptsache, der Alkohol fließt. Ich habe zum Teil auch schon Familienfeiern oder ähnliches, die am Wochenende mittags stattfanden, abgesagt, um mich am Vorabend nicht beim Trinken zurückhalten zu müssen. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine Alkoholikerin, im Gegenteil, ich trinke von Sonntag bis Donnerstag (außer, wenn Ferien sind) keinen Tropfen Alkohol und habe auch schon am Wochenende problemlos darauf verzichtet, wenn es notwendig war. Es macht mir einfach Spaß, hemmungslos zu trinken und dann im entsprechenden Zustand zu sein. Natürlich habe ich öfters auch Filmrisse oder einen üblen Kater, aber das nehme ich gerne in Kauf. Außerdem bin ich eigentlich Nichtraucherin, aber sobald ich voll bin, rauche ich eine nach der anderen. Aber auch das macht mir nichts aus. Überraschend ist eigentlich nur, dass mir bisher noch nie irgendwelche folgenreichen Sachen im Suff passiert sind, allerdings liegt das wahrscheinlich daran, dass ich eine ziemlich harmlose Person bin und auch im Vollrausch harmlos bleibe. Einige meiner Freundinnen sind ähnlich eingestellt wie ich, andere schütteln schon ein bisschen den Kopf, angesichts meines Alkoholkonsums. Aber ich liebe es einfach, mich systematisch abzuschießen, und solange ich die Sache im Griff habe, denke ich auch nicht, dass ich damit aufhören muss.

Beichthaus.com Beichte #00030397 vom 28.10.2012 um 12:07:03 Uhr (65 Kommentare).

Gebeichtet von nerdinerd
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Die biologische Uhr tickt

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Dummheit Liebe Schwangerschaft Partnerschaft Ex

Meine Verlobte und ich hatten eine sehr schöne Beziehung und sie kam - im Gegensatz zu mir - aus einem sehr guten Haus. Sie ist sieben Jahre älter als ich, aber das war für uns beide nur am Anfang ein Problem. Mit den Schwiegereltern in spe kam ich gut klar, weil ich immer in meiner Freizeit im schwiegerelterlichen Betrieb mitgearbeitet habe. Und das hat mir auch echt Spaß gemacht. Wir kamen wirklich gut miteinander aus. Ich war damals Soldat und meine Dienstzeit lief aus. Ich bewarb mich nur auf eine Ausbildungsstelle und wurde auch angenommen. Aber die biologische Uhr meiner damaligen Verlobten tickte unaufhörlich. Sie wollte unbedingt ein Kind und ich war unentschlossen. Ich wollte das Kind mit meiner Hände Arbeit ernähren. Ich habe die gesamte Zeit über kein Geld ihrer Familie begehrt oder angenommen, trotz einiger Angebote. Mein Vorschlag war es, zweieinhalb Jahre zu warten, bis man die Verhütung aussetze. Bis dahin hätte ich sicherlich wissen können, ob ich die Ausbildung bestehen würde. Meine damalige Verlobte war damals zweiunddreißig Jahre alt. Aber sie hat die Verhütung ohne mein Wissen abgesetzt. Ich merkte es wegen der fehlenden Schatulle im Badezimmer. Ich stellte sie zur Rede und sie gestand. Sie meinte, dass ihre Familie doch genügend Geld habe, das Kind zu ernähren. Also sei es nicht verwerflich!

Tief gekränkt habe ich sie verlassen. Es tat mir wirklich weh, aber der Vertrauensbruch war einfach zu tief, zumal sie mich schon einige Jahre kannte und damit auch wusste, wie viel mir finanzielle Unabhängigkeit wert war und auch noch ist. Ich liebte sie noch eine lange Zeit und habe ihr zum Valentinstag einen Blumenstrauß zugesandt, allerdings ohne Nennung eines Absenders. Wie ich von Freunden erfahren habe, hat sie fast zwei Jahre auf den unbekannten Verehrer gewartet. Und das tut mir wirklich leid! Ich wollte wirklich nicht, dass sie, gegen ihre biologische Uhr arbeitend, Geduld aufbringen musste. Mit neununddreißig wurde sie Mutter einer gesunden Tochter, was mich wirklich erfreute. Liebe S. - es tut mir leid! Dir alles Liebe und Gute!

Beichthaus.com Beichte #00030396 vom 28.10.2012 um 01:27:09 Uhr (22 Kommentare).

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Nach dem Orgasmus kommt das Schuldgefühl

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Ekel Masturbation Gesellschaft Berlin

Ich (w 18) masturbiere schon seit Jahren, ich kann mich gar nicht richtig erinnern, wann ich damit angefangen habe, aber zu Beginn fand ich das immer ganz toll und habe mich danach immer gut gefühlt. Inzwischen, seit etwa einem Jahr, finde ich das allerdings total ekelig. Ich masturbiere mindestens dreimal am Tag, weil ich einfach ständig geil bin und ich tue es trotz des Verbotes in meinem Glauben. Irgendwie turnt mich das noch mehr an. Nach dem Orgasmus empfinde ich dann aber Ekel und muss mir mindestens zehn Minuten lang meine Hände waschen. Ich bereue es jedes Mal.

Beichthaus.com Beichte #00030393 vom 27.10.2012 um 14:25:03 Uhr in Berlin (Seegitzdamm) (45 Kommentare).

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