Wenn ich ein Drache wäre...

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Gesellschaft Hannover

Wenn ich ein Drache wäre...
Ich wäre so gern ein Drache. Ein blauer und anmutiger, der sich jederzeit wieder in die menschliche Form verwandeln könnte. Wenn ich ein Drache wäre, würde ich den ganzen Tag durch die Stadt fliegen und Länder bereisen, Sehenswürdigkeiten von einer ganz anderen Perspektive sehen und die Freiheit spüren. Ich würde auf Wolkenkratzer fliegen und die Menschen beobachten, die von oben wie kleine Spielfiguren aussehen. Aber ich würde niemals Feuer speien, sonst würden alle Angst vor mir haben und mich jagen. Das will ich nicht, ich wäre ein freundlicher Drache.

Seit ich klein war, träume ich davon, mich zu verwandeln. Es ist mein größter Wunsch, auf jedem Fest, sei es nun Weihnachten oder mein Geburtstag gewesen, hatte ich gehofft, ein Drache zu werden. Doch es passierte nichts, nächtelang hatte ich deswegen geweint. Und irgendwann konnte ich nicht mehr mit den Menschen reden, war der Wunsch als Kind noch putzig, als Jugendlicher hätte man mich zu einem Therapeuten geschickt. Würde ich meine Sehnsüchte offenlegen, hätten meine Mitmenschen nur einen verständnislosen Blick und dazugehörige Kommentare übrig.

Was ist falsch daran, ein Drache sein zu wollen? Es ist mein Traum, mein Herzenswunsch, ich lache doch auch niemanden für seine Wünsche aus. Nun bin ich erwachsen und ohne Hoffnung, ich werde niemals meine blaue Drachengestalt bewundern können, niemals durch die Städte der Welt fliegen können. Ein Flugzeug ist kein Ersatz für das Leben als Drache. Wer will schon auf dem Boden bleiben? Die Luft wartet auf mich, ich will die Flügel ausbreiten und losfliegen, den Regen auf den bläulichen Schuppen spüren! Stattdessen sitze ich vor dem Computer im Büro und blicke aus dem Fenster, während ich mir ausmale, wie schön es doch wäre, zu fliegen.

Beichthaus.com Beichte #00040317 vom 16.09.2017 um 14:44:08 Uhr in Hannover (13 Kommentare).

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Krawall in der Fußgängerzone

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Rache Last Night

Ich war unlängst mit meiner Frau in der Fußgängerzone spazieren. Dann sind wir unverschuldet in eine Demonstration geraten, bei der sich Rechte und Linke gegenseitig nette Worte an den Kopf geworfen haben. Wir haben versucht dem Ganzen zu entgehen, aber die Geschäfte waren schon geschlossen und so waren wir mittendrin in dem Trubel. Es war offensichtlich, dass wir alleine schon aufgrund unseres eleganteren Kleidungsstiles zu keiner der Gruppen dazugehören konnten. Als wir schon aus dem meisten Trubel draußen waren, läuft plötzlich so ein Spacko mit vermummtem Gesicht bei uns vorbei, bezeichnet uns als Bonzenschweine, zieht sich das Halstuch runter und spuckt meiner Frau ins Gesicht. Da ist mir die Hutschnur geplatzt! Ich bin dem Milchgesicht nachgelaufen und habe ihn an seinem Kapuzenpulli zu fassen bekommen. Ich verabscheue Gewalt und habe bei meinem Kampfsporttraining immer eingebläut bekommend, dass Gewalt immer zu vermeiden ist und die Verteidigung das letzte Mittel ist.

Aber dem Burschen habe ich für die Frechheit so die Hucke verdroschen, dass er zu heulen begonnen hat. Seine Freunde waren plötzlich auch alle weg, weil sie wohl Angst hatten, sich auch ein paar Schläge zu fangen. Dann zwang ich ihn seine Eltern anzurufen, um ihn persönlich abzuholen. Die wussten gar nicht, was los war, denn zu Hause hatte er erzählt er treffe sich mit Freunden zum Schwimmen. Als seine Eltern, zwei wirklich nette und konservative Menschen dann da waren und ich ihnen erzählte, was vorgefallen war, sah man, wie bei der Mutter eine Welt einzustürzen schien und ihr netter Junge auf einmal eine Person war, die sie so nicht kannte. Sie entschuldigten sich unzählige Male für das Verhalten ihres Sohnes und man merkte, wie peinlich ihnen die ganze Sache war. Für mich war die ganze Sache damit erledigt und ich hoffe, der junge Mann lernt etwas daraus und belästigt und beleidigt keine fremden Menschen mehr. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten und dafür, dass ich die Beherrschung verloren habe, aber meiner Frau tut niemand so etwas an. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00040315 vom 15.09.2017 um 11:04:21 Uhr (27 Kommentare).

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Von Latte Matschiattos und Gnotschis

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Dummheit Hass Gesellschaft München

Ich hasse die Dummheit mancher Menschen. Nicht jeder ist ein Fremdsprachengenie, aber wenn Leute einen Latte "Matschiatto" bestellen dann werde ich aggressiv, es heisst "Makkiatto", phonetisch betrachtet. Gleiches gilt für Gnocchi, es spricht sich Njocki und nicht Gnotschi ihr Dummbeutel. Genauso wenig bestellt man irgendwo einen Expresso, entweder man bestellt einen Espresso oder zwei Espressi. Da könnte ich mich so aufregen. Sollte nochmal jemand beim Italiener in meiner Gegenwart "Bruschedda" bestellen, dann läuft er Gefahr eine ordentlich Fotzn zu bekommen, wie wir Bayern sagen. Manch einer könnte jetzt bemängeln, dass es Wichtigeres gibt auf dieser Welt, aber sich ein bisschen mit der Kultur anderer Länder zu beschäftigen und Wörter zu verstehen, die hier geläufig sind, gehört für mich einfach zur Allgemeinbildung.

Beichthaus.com Beichte #00040306 vom 13.09.2017 um 13:53:21 Uhr in München (31 Kommentare).

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Der vielleicht ekligste Porno der Welt

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Ekel Fetisch Schamlosigkeit Borchen

Jeder von euch dürfte das berühmte Video im Internet kennen, in dem sich zwei Damen mit ihren braunen, teilviskosen Darmprodukten beschmieren und im Anschluss ihr durch den Ekel evoziertes Erbrochenes durch Zungenküsse teilen. Ich beichte, dass ich mir regelmäßig auf dieses Kunstwerk den Kasper schnäuze. Ich bereue, denn das ist sehr, sehr abnormal!

Beichthaus.com Beichte #00040288 vom 07.09.2017 um 21:20:08 Uhr in Borchen (Mecklenburger Weg) (37 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich werde mir keine Hilfe mehr suchen!

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Fremdgehen Lügen Partnerschaft Selbstverletzung Verzweiflung

Ich (w/24) habe im Juni diesen Jahres schon einmal gebeichtet. Damals hatte ich gebeichtet, weil ich in das Handy meines Freundes geschaut hatte - im Verdacht, dass er mich betrügt. Die Beichte wurde veröffentlicht mit dem Titel "Liebe ist nicht exklusiv". Jedenfalls hatte ich danach noch mehr aus dem Handy meines Freundes herausgefunden und schließlich und endlich sogar mit drei von den Frauen geschrieben und angerufen – es hatte sich rausgestellt, dass er mich tatsächlich monatelang belogen und bei den Frauen sogar verleugnet hatte. Er hatte zwar mit keiner anderen Frau geschlafen, aber neun Wochen lang "gesexted" und gelogen was das Zeug hielt. Ich habe meinen Freund dann vor die Wahl gestellt – entweder ist Schluss, oder er bricht den Kontakt mit denen ab (die haben ihn nach dem Kontakt mit mir sowieso von sich aus geblockt) und ich überprüfe zukünftig sein Handy. Er hatte sich entschieden, die Beziehung weiterzuführen. Leider hat er danach noch über ein paar Wochen weiter gelogen (auch wenn es nur um Kleinigkeiten ging) und z. B. geleugnet, dass er noch mit anderen Frauen schreibt (auch wenn es dort nur Smalltalk war) und sich auch schließlich noch mit der Freundin seines (inzwischen Ex-)besten Freundes getroffen. Da habe ich auch die beiden konfrontiert, was das soll. Natürlich wusste sie auch nichts von mir!

Ich habe dann auch die Beziehung beendet, weil er auch nicht so wirkte, als wenn er motiviert wäre, weiter zu machen. Schlussendlich hat alles darin geendet, dass ich in eine Klinik gefahren bin, die mich auch dort behalten haben, weil ich zugegeben hatte, dass ich meinen Suizid geplant hatte. Ich war nur zwei Wochen dort, weil mein Freund auch zurückkam und wir exakt an unserem zweiten Jahrestag einen Neuanfang gestartet haben und ich jetzt in ambulanter Therapie bin. Zum einen wollte ich mich bei allen Kommentatoren meiner ersten Beichte bedanken, weil diese Kommentare mir wirklich weiter geholfen hatten. Zum anderen möchte ich aber noch einmal beichten: Obwohl jetzt alles wieder gut ist und wir weitermachen, habe ich große Zweifel. Ich dachte, ich wäre endlich nicht mehr allein auf der Welt, ich dachte, ich hätte einen "Artgenossen" gefunden, unter all den anderen Menschen auf der Welt, die alle nicht so sind wie ich. Aber diese Sache hat mich wieder der Sicherheit und all der schönen Gefühle beraubt, die ich hatte, als ich 2016 so verliebt war. Meine Beichte ist, dass ich, obwohl ich objektiv alles habe und wieder glücklich sein sollte, trotzem noch Suizidgedanken habe und mir beim nächsten Mal keine Hilfe mehr suchen werde.

Beichthaus.com Beichte #00040283 vom 06.09.2017 um 12:51:57 Uhr (23 Kommentare).

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