Abenteuer Paris

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Drogen Polizei Urlaub Frankreich

Ich (Studentin/Anfang 20) habe auf einer Sprachreise in Frankreich, in meinem jugendlichen Wahnsinn, blöden Mist verbockt. Damals war ich 17 und meine Eltern haben mich auf eine zweiwöchige Ferienreise nach Paris geschickt, um meine Sprachkenntnisse zu fördern. Der erste Tag in der Schule war auch echt cool. Ich habe Kids aus der ganzen Welt kennengelernt und bin mit einem neu gefundenen Kumpel nach dem Unterricht durch die Straßen flaniert. Bis wir auf einmal auf die Idee kamen, uns doch was zu rauchen aufzutreiben. Gesagt, getan: Wir begannen unsere Augen nach Personen aufzuhalten, die aussähen als könnten sie uns weiterhelfen. Doch es hagelte von unverständlichen Blicken, über aggressive Antworten hin zum Ignorieren unserer Frage.

Wir wollten es schon aufgeben, bis wir auf drei lässig an der Wand abgestützten Typen stießen. Die gaben echt das ganze Programm ab, nämlich allesamt mit Jogginghosen, Bauchtaschen, Goldkettchen, gelassener Checkerlick. Also bin ich hin und hab sie gefragt, ob sie was hätten. Sie verneinten, schickten mich aber in eine Richtung mit einigen Jugendlichen und versicherten mir, ich würde da schon fündig werden. Wir also nichts wie hin, babbeln einen an und, oh Wunder! Er hatte tatsächlich was. Ich gab ihm einen Zwanziger und er holte was aus seinem Schuh raus. Ich fand es auch nicht so prickelnd, aber war ja eingepackt. Ehe ich wusste, wie es um mich geschah, hörte ich auch schon Tumult hinter meinem Rücken und die Handschellen klickten bei mir und Jamel, so hieß, wie ich kurze Zeit später heraus fand, mein schöner Dealer. Übrigens dem Kerl, der mit mir dabei war, ist nichts passiert, da ich ja diejenige war, die den Handel bewerkstelligt hatte.

Sie nahmen uns Zwei mit auf die Wache, ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich mir auf der Polizeiwache echt overdressed vorkam. Ich trug einen Traum aus Chiffon-Hemd und Rock, beides gleich pastellblumig gemustert mit dazu passenden 12 cm Heels, das perfekte Paris-Outfit für so einen schönen Sommertag dachte ich mir. Von wegen. Ich hätte nie gedacht, dass sie mich tatsächlich deswegen dort behalten würden. Als mir das klar wurde, fing ich an zu heulen und wollte unbedingt mit der Sprachschule, meiner Gastmutter oder sogar meinen Eltern telefonieren, nur um zu hören, dass alles wieder gut wird. Aber sie ließen mich nicht. Wieso auch immer tauschten Jamel und ich Nummern aus, bevor wir in verschiedene Zellen gesperrt wurden. Mir war in meinem idiotisch stylishen, aber viel zu knappen Outfit so kalt auf der kalten Steinpritsche, Schuhe (und Socken) hatte ich ja auch keine - wegen der Suizidgefahr. Ich habe mich noch nie so hilflos, aber komischerweise auch so lebendig gefühlt, wie in diesen 24 Stunden Einzelhaft. Alles Betteln und Schreien half nichts, die blöden französischen Bullen konnten (besser: wollten) mir keine Decke geben und schauten anscheinend lieber über die Überwachungskamera wie ich mir meinen Arsch abfriere. Am nächsten Tag kam ich raus und bekam auch all meinen Scheiß wieder und ging schnurstracks zu meiner Gastmutter. Ich klärte die Situation auf und entschuldigte mich bei ihr. Sie war einfach nur erleichtert, dass ich wieder da war. Anschließend fuhr ich zur Sprachschule, um auch denen zu erklären was passiert war. Dort bin ich auch glückseligen Suchkameraden über den Weg gelaufen, der ganz schuldbewusst guckte. Aber ich nahm es ihm nicht übel, war ja letztendlich meine Entscheidung. Der Ansprechpartner der Sprachschule war ebenfalls heilfroh mich zu sehen und erzählte mir auch, dass sie versucht hätten, meine Eltern zu erreichen. Doch niemand nahm ab.

In dem Moment dämmerte mir, dass meine Eltern ja in den Urlaub gefahren waren und er sie, da sie wahrscheinlich nur die Festnetznummer angegeben hatten, eh nicht hätte erreichen können. Das war echt das Beste daran. Wobei, noch besser war es, dass ich als der Dealer aus der Haft rauskam (er blieb 48 Stunden) ihn kontaktierte und wir uns noch auf ein Rendezvous inklusive French kisses und paar Joints getroffen haben. Diese Story ist in meinem Freundeskreis immer wieder echt der Brüller und ich muss sie immer wieder erzählen, zum Beispiel wenn jemand Neues dabei ist. Achja, irgendwann werde ich es meinen Eltern noch beichten, aber ich warte damit noch mindestens 10 Jahre. Vielen Dank fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00040201 vom 19.08.2017 um 22:03:00 Uhr in Frankreich (Paris) (10 Kommentare).

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Mein Leben nach der Beziehung mit einer Traumfrau

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Fremdgehen Trägheit Partnerschaft

Seit 4 Monaten stecke ich in einem absolut tiefen Loch. Heute ist der erste Tag, an dem ich mich zusammenreissen kann. Ich (m) bin jetzt Anfang 30 und bis vor kurzem ist mein Leben fast schon zu perfekt abgelaufen.

Ich muß vielleicht etwas früher anfangen. Als ich mit meinem Studium fertig war, habe ich sofort eine Anstellung in einem großen Bauunternehmen erhalten, die haben sich bereits auf der Uni um Bewerber bemüht. Als Fachingenieur für Brückenbau wurde ich mit einigen Großprojekten beauftragt. Dadurch bin ich sehr viel in die baltischen Staaten gekommen. Teilweise habe ich dort zwischen 6 und 8 Monate verbracht und weil ich meinen Job sehr gut ausgeführt habe, bin ich sehr schnell aufgestiegen. Mein Arbeitgeber hat dort einige Büros für die Zeit der Projekte, meist zwischen 4 und 6 Jahren, eröffnet. Hier spielt auch die Übersetzung eine sehr große und wichtige Rolle. Ganz genau dabei habe ich eine junge Frau aus Estland kennengelernt. Sie war als Dolmetscherin angestellt und ein Blickfang für alle Männer, doch ausgerechnet auf mich ist sie abgefahren. Dabei bin ich alles andere als ein Frauentyp, sondern eher ein unauffälliger Einzelgänger. Wir sind damals in Kontakt gekommen, weil ich das Sagen hatte und es hier um ein gigantisches Bauprojekt ging. Um es kurz zu machen, wir wurden ein Paar. Weil ich ohne Eltern aufgewachsen bin und darunter sehr leiden musste, habe ich alles für sie getan, damit die Beziehung sehr harmonisch wird. Nach einigen Jahren ging sie dann mit mir nach Deutschland, weil ich hier eine leitende Stellung im Unternehmen einnehmen sollte. Sie bekam hier aber keine Arbeit, was vollkommen egal war, denn mein Einkommen war für uns beide mehr als ausreichend. Sie nahm in Deutschland einen sehr aufwändigen Lebensstil ein und hatte einen ausgefüllten Tag, angefangen vom Friseur alle 2 bis 3 Tage und der Nagelpflege bis zum Shopping, auch 2 Stunden im Fitness-Studio waren an der Tagesordnung. Schnell hatte sie sich einen großen Freundeskreis aufgebaut. Im Grunde genommen ist sie sehr kinderlieb, aber das Thema eigene Kinder schob sie immer beiseite. Auch an einer Heirat war sie nicht sehr interessiert, obwohl sie von Haus aus sehr konservativ ist.

Dann änderten sich die Eigentumsverhältnisse bei meinem Arbeitgeber. Der neue Chef gab eine große Party um alle kennenzulernen, auch die Partner und Familien der Angestellten. Dort war meine Partnerin wieder einmal mit großem Abstand das schönste weibliche Wesen. Dies hat sich dann aber einige Wochen später als Pech für mich erwiesen, denn als ich Abends nach Hause kam, hatte sie ihre Sachen gepackt und war sang- und klanglos verschwunden, sogar ihr Cabrio hatte sie stehen lassen. Den Zettel mit der Nachricht, daß wir nicht zueinander passen hätte sie sich auch sparen können. Als ich dann aber 3 Tage später mitbekommen habe, dass sie bei meinem neuen Chef eingezogen ist, bin ich fast vom Glauben abgefallen. Der Mann ist Ende 50, geschieden und hat vier erwachsene Kinder. Ich war so entsetzt und enttäuscht, dass ich bereits am gleichen Tag meine Kündigung abgegeben habe. Das war vor etwa vier Monaten. Seitdem bin ich freigestellt und bekomme noch 2 Monate mein Gehalt. Aber was diese Nachricht aus mir gemacht hat, ist kaum vorstellbar. In mir ist eine Welt zusammengebrochen. Ich habe einen Hass auf wirklich alles. Bereits 12 Kilo habe ich abgenommen. Ich war anfangs sechs Wochen nicht mehr vor der Haustüre. In mir herrscht nur noch Leere und Wut. Heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich seit vier Wochen die selbe Kleidung trage und dass ich aussehe wie ein Penner. Aber es ist mir egal. Was in Zukunft mit mir passiert, ist mir eigentlich völlig schnuppe. Die Post stapelt sich, anfangs habe ich sie noch angesehen, mittlerweile nicht mehr. Ich möchte aber jetzt wirklich beichten, denn es gibt einige Rechnungen, die ich noch nicht bezahlt habe. Auch das ist mir erst jetzt klar geworden, vor mir liegen bestimmt 30 Mahnungen. Daß die Leute ihr Geld nicht bekommen tut mir leid, aber ich habe einfach keinerlei Antrieb mehr. Wenn ich diese Zeilen geschrieben habe, werde ich mich wieder in mein dunkles Schlafzimmer zurückziehen und 2 oder 3 Tage einfach liegen bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00040170 vom 11.08.2017 um 13:53:00 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Geld kann die Familie nicht ersetzen!

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Verzweiflung Neid Familie Tod

Ich (m/22) beichte, alleine zu sein. Vor ungefähr einem Jahr hat alles begonnen, als meine Eltern samt meinen Großeltern im Urlaub tödlich verunglückt sind. Naja, danach habe ich so viel Geld und Besitz bekommen, dass ich den Rest meines Lebens nicht mehr arbeiten muss. Für manche ist das vielleicht tröstend, aber nicht für mich. Meine Freunde sind keine Freunde mehr, sondern Neider, die hinter meinem Rücken reden: Ich hätte das nicht verdient. Sie wollen Geld von mir leihen, welches ich Ihnen auch teilweise geliehen habe, aber nie wieder zurückbekommen werde. Ex-Freundinnen haben sich auch bei mir gemeldet und waren plötzlich wieder bis über beide Ohren in mich verliebt. Am Anfang habe ich mich auch drauf eingelassen, weil ich zu dumm und naiv war. Jetzt stehe ich ganz alleine da, weil ich niemandem vertrauen kann. Ich beichte, manchmal an Suizid zu denken, obwohl ich alles habe was man sich im Leben hart verdienen muss! Aber merkt euch eins, kein Geld der Welt kann die Familie ersetzten.

Beichthaus.com Beichte #00040136 vom 31.07.2017 um 14:27:45 Uhr (9 Kommentare).

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Antifaschistisch, minimalistisch, sozialistisch

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Aggression Hass Gesellschaft

Ich verabscheue die neuen westlichen "Werte". Heutzutage haben so viele junge Menschen, besonders Frauen, eine absolut verachtenswerte Attitüde. Egal, was wirklich Wichtiges um mich herum passiert, hauptsache, ich kann weiter konsumieren, richtig? Das noch gepaart mit einer unvorstellbaren, beim völligen Fehlen jeglicher Leistungen unnachvollziehbaren Arroganz, und schon hast du den neuen Westler. Es wird einen auf Individualität gemacht, aber kaum trägt jemand etwas unmodisches, was nur heißt, dass jemand nicht aufreizend gekleidet ist, wird gelästert und gemobbt. Die sexuelle Revolution lief falsch. Die Vordenker wollten ein für viele Menschen wichtiges Thema aus der Tabuecke ziehen; sie haben es in der Schmuddelecke vergessen, sodass die PR-Industrie besser werben kann. Es ging um soziale Liberalisierung, nicht um künftige Konsumbefeuerung, nicht um aufreizende Kleidung, die auch nicht zu aufreizend sein darf. Vollendet ist sie, wenn jeder ohne Scham in jeder Kleidung (auch nackt) über jedes Thema sprechen kann.

Auf die Spitze treiben es diese pseudolinken, lifestylefeministischen "Alternativen". Dass mit dieser Szene etwas falsch sein muss, erkennt man schon daran, dass da auch alle ähnlich aussehen. Ihr wollt doch eine Alternative zum Mainstream sein, oder? Warum bildet ihr dann euren eigenen Stream und grenzt selbst aus, statt einfach jeden willkommen zu heißen? Ich bin selbst Sozialist. Ich habe nichts gegen Linke, ich freue mich über neue Gesinnungsgenossen. Aber viele Alternative fallen vor allem dadurch auf, dass sie sich absolut keine Gedanken machen. In unter zehn Minuten habe ich im direkten Gespräch bei jenen bisher immer zum Gesinnungswandel geführt (danach natürlich rückrekrutiert). Diese persönlichkeitslosen Mitläufer sind für unsere Sache schädlicher als jeder Kravalltouri. Am Schlimmsten jedoch ist ihr feministischer Aspekt. Dahingehend sind sie zwar wenigstens normalerweise informiert und wirklich interessiert, aber sie können diese Ansätze nicht übertragen. Sie misshandeln die Sprache und bezeichnen Menschen als "Mannsweib". Sie sind für die Homoehe und beleidigen mit dem Wort "schwul". Sie sind gegen Rollenbilder und halten sie letztlich auch am Leben. Diese Menschen manifestieren mit ihrer Sucht nach Individualität das, was sie zerstören wollen.

Nun zur eigentlichen Beichte: Ich habe als rethorisch relativ begabter Mensch in meiner Wut über eine unbedachte Aussage drei Mädchen, zwei davon alternativ, durch die Zerstörung ihres Weltbildes so entblößt, dass sie weinten. Das hat mir leidgetan, auch wenn ich ihnen eine neue, bessere Perspektive gab: antifaschistisch, minimalistisch, sozialistisch.

Beichthaus.com Beichte #00040134 vom 31.07.2017 um 01:56:06 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Monster dieser Welt

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Feigheit Mord Medien Osnabrück

Ich hasse es eigentlich, fernzusehen, aber jeden Samstagabend schaue ich (20) Berichte von Mordermittlern im Fernsehen. Dort wird zuerst das Leben der Opfer beschrieben, was vor ihrem Tod passiert ist und wer die Verdächtigen sind. Szenen werden nachgestellt, Bilder vom Tatort und den Personen gezeigt und Angehörige berichten. Es wird erklärt, wie sie den Mord aufgeklärt haben, wer der Mörder war und was sein mögliches Motiv war. Ich bekomme dann immer Angst und es läuft mir eiskalt den Rücken herunter, wenn ich erfahre, was es für Monster auf dieser Welt gibt. Oft bin ich auch traurig, wegen der Angehörigen und dem Opfer. Es kommt vor, dass ich die Geschichten der Opfer im Internet suche, um mehr zu erfahren. Ebenso interessiert mich der Mörder und was ihn dazu gebracht hat, ein Leben auszulöschen, ob er psychisch krank war oder sich von starken Gefühlen leiten lassen hat. Ich frage mich, was ich an der Stelle des Opfers gemacht hätte oder rätsele, wer der Mörder sein könnte. Wenn ich recht habe, freue ich mich immer, obwohl das total geschmacklos ist. Tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00040124 vom 29.07.2017 um 16:32:30 Uhr in Osnabrück (11 Kommentare).

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