Futterneid wegen des Geschenkkorbes

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Selbstsucht Diebstahl Völlerei Weihnachten Bamberg

Ich habe meinem Opa und meiner Oma zu Weihnachten einen Korb voller selbst ausgesuchter, hochwertiger Lebensmittel geschenkt. Von Lachs, über Trüffelkäse bis hin zu hochwertigem Vodka reichte das "Sortiment." Da ich selbst ein Fan guten Genusses bin, wusste ich, was ich kaufte und wählte so ziemlich das Beste. Oma und Opa haben sich sehr gefreut und füllten gleich ihren Kühlschrank damit. Am nächsten Tag, dem Tag meiner Heimreise, sah ich kurz am Kühlschrank vorbei und erblickte natürlich all meine geschenkten Köstlichkeiten. Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie bekam ich Futterneid und dachte mir nur: "Hättest du es nicht verschenkt, wäre es alles für dich!" Es kam, wie es kommen musste: Ich griff mir den Trüffelkäse, den guten Piccolo und die teure Salami. Da meine Großeltern recht dement sind, werden sie es nie bemerken. Hiermit beichte ich, dass ich mir einen Teil der verschenkten Köstlichkeiten aus Futterneid, wieder aneignete. Ich konnte nicht widerstehen.

Beichthaus.com Beichte #00034700 vom 26.12.2014 um 12:37:59 Uhr in 96047 Bamberg (8 Kommentare).

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Traumatischer Schock für unseren Kater

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Trunksucht Ekel Tiere Last Night

Traumatischer Schock für unseren Kater
Ich (m/29) bin seit zehn Jahren in einer festen Beziehung, seit circa acht Jahren leben wir zusammen. Alles verläuft recht harmonisch, da ich ein gefühlsarmer Soziopath bin und sie eine recht egomane, launische Person ist, ergo: wir uns nur gegenseitig dauerhaft ertragen können, verläuft das Ganze recht harmonisch und wir lieben den abartigen Humor des jeweils anderen. In diese perfekte Idylle drängte sich eines Tages der Ruf der Natur in Form eines latenten Kinderwunsches meiner Freundin. Da ich Kinder hasse wie die Pest und mir klar war, dass ihr Impuls durch Anschaffung eines beliebigen, zu behütenden Lebewesens befriedigt wäre, schafften wir uns zwei Katzen, Geschwister, Kater und Katze an.

Auch hier ein perfekt match. Charakterlich sind beide sehr umgänglich, liebevoll und unkompliziert. Eines Nachts kam ich von einer Party heim, meine Freundin war mit Freunden auf einer anderen Feier. Ich war so sternhagelvoll, dass ich mich nach circa 5 Stürzen im Treppenhaus entschied, die Stufen (bis zur 3. Etage) kriechend zu erklimmen. Unser Kater kam, wie immer, freundlich auf mich zu, um mich zu begrüßen und rekelte sich um meine Beine. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich noch nie wirklich wegen Alkoholgenusses übergeben müssen. Plötzlich brach mein Innerstes mit der Kraft von tausend Sonnen aus mir heraus, so, dass ich es nicht mehr auf das WC schaffte. Ich kotzte alles voll. Die Möbel, die Wände und natürlich den Kater. Als ich mir des Ergebnisses meiner Entleerung bewusst wurde, wurde mir klar, dass meine Freundin mich im Schlaf erstechen würde, wenn sie dies sähe. Also entledigte ich mich, immer noch rotzvoll, all meiner Kleidung, um diese nicht zu beschmutzen und begann akribisch mit der Beseitigung der Beweislage. Leider war der Kater ebenfalls von Kopf bis Fuß mit Erbrochenem eingedeckt. Ich hob ihn in die Badewanne und versuchte, ihn so sanft wie möglich mit lauwarmem Wasser aus dem Duschkopf und ein wenig Shampoo zu reinigen.

Die Reinigungsaktion gelang mir vorzüglich, alles war nach zwei Stunden blitzsauber. Leider war der Kater danach knapp zwei Jahre lang von einer Angstneurose traumatisiert. Bei plötzlichen oder schnellen Bewegungen und lauten Geräuschen zuckt er massiv zusammen, beginnt zu zittern oder rennt weg und versteckt sich. Nach knapp zwei Jahren therapeutischen Wirkens meinerseits ist er wieder halbwegs auf dem Damm, auch wenn man immer noch ein wenig behutsam mit ihm sein muss. Meine Freundin weiß bis heute nicht, wieso der Kater in Panik verfällt, sobald sie auf ihn zugeht, um ihn zu streicheln.

Beichthaus.com Beichte #00034666 vom 22.12.2014 um 11:41:38 Uhr (12 Kommentare).

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Popoliebe

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Wollust Ekel Feigheit Partnerschaft Nusse

Ich (w/27) möchte beichten, dass ich mir beim Sex mit meinem Freund in letzter Zeit häufig eine Praktik vorstelle, auf die er absolut nicht steht, deren Vorstellung mich aber so was von scharfmacht. Wir haben uns zu Beginn der Beziehung darüber ausgesprochen, welche Vorlieben und Abneigungen wir jeweils haben, und waren uns einig, das "Popoliebe" bei uns beiden auf die No-Go-Liste gehört. Nun währt unsere Beziehung jedoch schon einige Jahre, und ich bin in ihr gereift und weniger abgeschreckt von einigen Dingen, die für mich früher nie infrage gekommen wären. Einige Dinge sind mir sogar richtiggehend in die Gedanken gebrannt, und ich denke täglich mehrmals daran. So stelle ich mir manchmal, wenn er kurz davor ist, sein bestes Stück in mich zu schieben, vor, er würde das andere Türchen benutzen. Bei diesem Gedanken gehe ich dann jedes Mal ab wie die Luzie! Ich habe schon einige Andeutungen in die Richtung gemacht, von ihm jedoch immer wieder bestätigt bekommen, dass dorthingehend kein Interesse besteht. Deshalb bin ich dazu übergegangen, es mir mit etwas Mühe und Not selbst unter der Dusche mehrfach-besteckbar zu besorgen. Das ist der Wahnsinn, jedoch mehr aufgrund dessen, weil es so schön versaut ist, als wegen der körperlichen Gefühle. Denn das finde ich gar nicht mal so großartig, es wird jedoch daran liegen, dass ich noch wenig Übung habe.

Auf jeden Fall macht es mich aber gedanklich scharf wie nichts anderes. Die vielleicht wichtigere Beichte ist, dass im Moment im Bett bei uns nicht so häufig etwas läuft, und ich weiß, dass mein Freund eigentlich viel mehr Sex bräuchte, um glücklich zu sein, als ich ihm bieten kann, weil ich selten Lust habe. Würden wir dieses Spielchen mit dem Hintertürchen jedoch aufgreifen, kann ich mir vorstellen, dass es mehr würde. Ich traue mich aber nicht, da ich weiß, dass er es nicht mag. Und ich verstehe das auch - es braucht viel Vorbereitung und ist auch dann nicht lecker. Deshalb stelle ich es mir einfach bei unseren seltenen Schäferstündchen vor, ohne daran zu denken, dass ihn das eigentlich ekelt. Schämen kann ich mich dann später dafür, tu ich auch - während ein anderer Teil mich drängt (wohl der hintere), es ihm zu sagen, damit er nicht mehr so häufig unbefriedigt mit einer Dauerkeule umherlaufen muss. Es ist ein Dilemma!

Beichthaus.com Beichte #00032595 vom 19.01.2014 um 10:08:13 Uhr in Nusse (29 Kommentare).

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Der Unfall nach dem ersten Bier

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Verzweiflung Tiere Unfall Lutherstadt Wittenberg

Es geschah, als ich 13 Jahre alt war und ich hoffe noch immer, dass das Tier jetzt Ruhe hat. Es war Sommer und ich (w) fuhr fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt, an diesem Tag traf ich mich mit einer Freundin im Garten ihrer Eltern, die an diesem Tag nicht da waren. Man muss jetzt wissen, dass es zu meiner Jugendzeit noch nicht normal war, dass man mit 13 Alkohol trinkt. Worauf es hinausläuft, kann man sich jetzt denken: wir fanden in dem kleinen Kühlschrank der Gartenlaube Bier und mit jugendlichem Leichtsinn reich bestückt, dachten wir uns, dass es nicht auffallen würde, wenn zwei Bier fehlten. Wir tranken also jeder eins, es schmeckte nicht schön, trotzdem fanden wir uns cool.


Am frühen Abend trat ich schließlich den Nachhauseweg an, leicht angeschickert. Ich fuhr freihändig den altbekannten Waldweg entlang und checkte währenddessen mal mein Handy, als ein Eichhörnchen über den Weg sprang und direkt gegen beziehungsweise in meine Speichen. Ich überschlug mich. Das Eichhörnchen sah übel aus, halb überfahren, halb einfach nur mit verqueren Gliedmaßen und Proportionen, lag es neben meinem Fahrrad. Es lebte noch und es tat mir so leid. Es atmete schwer und quälte sich sichtlich. Ich wollte es von seinem Leiden erlösen, aber ich traute mich einfach nicht und wusste nicht, wie. Ich saß über eine Stunde neben dem Eichhörnchen und wartete drauf, dass es starb. Schließlich legte ich es an den Waldrand bedeckte es mit ein paar Blättern und schob mein leicht demoliertes Rad nach Hause. Ich schlief schlecht und träumte schlecht. Das Ganze hing mir so sehr nach, dass ich erst mit fast 17 Jahren wieder etwas trank. Ich fahre bis heute weder Rad noch Auto, wenn ich auch nur den kleinsten Tropfen Alkohol intus hab und checke dabei nie mein Handy. Das Eichhörnchen tut mir immer noch leid und ich hoffe, dass es im Himmel viele Nüsse gibt und keine leichtsinnigen, jugendlichen Radfahrer.

Beichthaus.com Beichte #00031072 vom 24.04.2013 um 20:54:08 Uhr in Lutherstadt Wittenberg (10 Kommentare).

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Hartz IV trotz anderer Möglichkeiten

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Zorn Neurosen Gesellschaft

Ich lese sehr oft auf Beichthaus, ich habe ja viel Zeit dafür und auch kaum andere Hobbies. Des Öfteren liest man Sachen von den blöden Hartz IV-Empfängern und dass sie dem armen Steuerzahler auf der Tasche liegen. Ich (w/20) bin auch so eine ungebildete, asoziale Schnepfe. Ich kann durchaus verstehen, dass man sauer ist, wenn einige Leute daherreden, wie geil das ist, auf Kosten des Staates zu leben, sie keinen Bock haben arbeiten zu gehen und trotzdem die neueste Spielkonsole und den größten Fernseher haben. Ich habe weder eine Spielkonsole, noch einen riesigen Flachbildschirm. Um ehrlich zu sein, besaß ich bis vor Kurzem nicht mal ein Bett. Ich bin keineswegs ungebildet und habe ansonsten auch recht gute Manieren, nur was ich nicht hatte, ist eine normale Kindheit und ein halbwegs ambitioniertes Elternpaar, das irgendwie Interesse an mir gezeigt hätte.

Vielleicht jammere ich gerade herum, aber wie sollte ich sonst erklären, dass ich eigentlich hochbegabt bin und es trotzdem nicht auf die Reihe kriege, mein Abitur zu machen?! Ich habe die Schule endgültig geschmissen und lebe von Hartz IV, weil ich einfach nicht mehr kann. Ich bin müde, sowohl physisch als auch psychisch und ich ertrage die Menschheit nicht mehr. Sie dumme Nüsse zu nennen wäre ein Affront gegen die Schalenfrucht! Ich ertrage meine Eltern nicht, die nicht nur dämlich sind, sondern auch noch unfähig, einen normalen, sozialen Kontakt zu ihrem Kind aufzubauen. Ich habe es sooft versucht und ich habe die Schnauze gestrichen voll. Ich habe mich abgerackert in der Schule, meinem Vater zu Liebe bin ich zum verhassten Klavierunterricht gegangen und meiner Mutter zu Liebe habe ich mich ganz euphorisch mit Kräutern und sonstigem Gestrüpp beschäftigt. Ich habe auf meine Geschwister aufgepasst, mit ihnen Hausaufgaben gemacht, mit ihnen geschimpft, wenn sie nicht aufgeräumt haben und für sie gekocht, weil meine Mutter ja so ultra beschäftigt ist. Ich hoffe, dass wenigstens aus ihnen halbwegs glückliche, normale Menschen werden. Ich bin mit letzter Kraft ausgezogen, habe mich trotz meiner übergreifenden Depression nochmal auf die Schulbank gesetzt und es nach eineinhalb Jahren wieder verbockt, weil meine ambivalente Stimmung und mein unterbewusstes, völlig paradoxes, kindliches Verhalten mich dermaßen demotiviert haben, dass ich es nicht mehr schaffte, morgens aufzustehen. Ich hatte sogar teilweise Angst, aus der Tür zu gehen. Manchmal bin ich wochenlang in meiner Wohnung geblieben und wäre lieber verhungert, als raus zu gehen und einzukaufen.

Vielleicht sollte ich bereuen, dass ich nichts dafür tue, um wieder auf die Beine zu kommen und ein normales Leben zu führen, aber ganz ehrlich, es ist mir scheißegal dass ich Hartz IV bekomme und es ist mir mittlerweile auch egal, wie sehr Psychologen und Ärzte daran glauben, dass ich meinen Weg schon mache, immerhin sei ich ja intelligent genug. Vielleicht habe ich Glück und sterbe bei meiner nächsten psychosomatischen Organschwellung und nein, ich bin nicht suizidgefährdet, ich bin es nur leid, gegen meine Psyche anzukämpfen. Ich fühle mich so extrem alt und gestresst, ich schlafe nicht mehr als zwei Stunden am Tag und mein Kopf quillt über vor lauter Sorgen und Problemen. Ich denke, es sei mir vergeben, dass ich euch allen "auf der Tasche liege".

Beichthaus.com Beichte #00030871 vom 12.03.2013 um 12:55:19 Uhr (46 Kommentare).

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