1371 Ein Freund ein guter Freund

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Diebstahl Ungerechtigkeit Rache Mönchengladbach

Ich möchte beichten das ich einen ehemaligen Freund von mir in ziemliche Schwierigkeiten gebracht habe. Das Ganze ist jetzt ungefähr 13 oder 14 Jahre her, wir sind zusammen in eine Schulklasse gegangen und waren die dicksten Kumpels und haben ziemlich viel Blödsinn veranstaltet wie man es in seiner Jugend nun mal tut. Eines Tages waren wir mal wieder unterwegs und wir hatten jeder einen Rucksack dabei, weil wir zum Schwimmbad wollten. Wir kamen an einem großen SB-Warenhaus vorbei und wir gingen kurz rein weil er sich sich was zu trinken zu holen wie er sagte, und während er in den Laden ging war ich am Zeitschriftenregal und blätterte ein wenig rum. Nach ungewöhnlich langer Verweildauer kam er wieder, sagte nur das er doch nichts will und wir gingen raus. Auf dem Parkplatz machte er seinen Rucksack auf und drückte mir plötzlich ein paar PlayStation-Spiele in die Hand mit dem Verweis die schnell einzustecken. Bevor ich überhaupt gecheckt hatte was los war, kamen zwei bullige Typen angerannt und hielten uns fest. Sie wiesen sich als Hausdetektive aus und plötzlich fing mein Kumpel an denen vorzuweinen ich hätte die Spiele eingesteckt und wollte sie ihm geben damit er sie für mich versteckt. Er war wohl sehr überzeugend für die Beiden, sie ließen ihn laufen und nahmen mich mit, riefen die Polizei und die brachten mich nach hause. Alles leugnen und alle Beteuerungen halfen nichts, ich musste Arbeitsstunden ableisten, die Strafprämie zahlen und durfte meine Sommerferien zu hause verbringen.


Danach habe ich nichts mehr gesagt, für mich war er gestorben. Ohne Retourkutsche sollte er mir allerdings nicht davonkommen darum habe ich circa ein halbes Jahr gewartet bis es soweit war. Er hatte von seinen Eltern ein Handy geschenkt bekommen und war stolz wie Oskar auf das Teil. Über ein paar Ecken bin ich dann an seine Nummer gekommen und habe mich sogleich ans Werk gemacht und seine Nummer mit einschlägigen Anzeigen in allen Zeitungen mit sexuellen Kontaktanzeigen (Happy Weekend etc.) veröffentlicht. In einigen als schwuler Jüngling, in anderen als nymphomane Hausfrau, ich hab seine Nummer mit eindeutigem Inhalt an die Wände diverser Toiletten verteilt. Was folgte kann sich jeder vorstellen, Anruf der ekelhaftesten Sorte zu jeder Tages- und Nachtzeit, bis es dann einmal im Unterricht klingelte, der Lehrer ihm das Handy wegnahm und mit seinen Eltern ein Gespräch anberaumte. Was danach genau passiert weiß ich bis heute nicht, aber bis zu seinem nächsten Handy durfte er eine lange Zeit warten, zudem musste er im Familienurlaub anstatt mit auf die Dominikanische Republik auf den Bauernhof seiner Großeltern und ein wenig ackern. Er hatte es verdient, weil er meinen Ruf in den Dreck gezogen und mir unheimliche Probleme bereitet hat. Darum beichte ich rachsüchtig zu sein, aber ich schäme mich keineswegs dafür.

Beichthaus.com Beichte #00028895 vom 03.05.2011 um 11:46:08 Uhr in Mönchengladbach (Hovener Straße) (19 Kommentare).

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1372 Mein "Hilfe in Not"-Experiment

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Trunksucht Dummheit Falschheit Schamlosigkeit Last Night Marburg

Vorletztes Wochenende bin ich (m) auf einer Feier gewesen, hatte mächtig getankt und wollte mit dem letzten Zug dieser Nacht wieder nach Hause fahren. Ich saß auf einer Bank am Bahnhof, mit ein wenig Schwindelgefühl und etwas Übelkeit. Mit mir waren noch sechs andere Leute am Bahnhof. Während ich da so saß und versuchte einigermaßen geradeaus zu schauen, habe ich mich gefragt, ob diese fremden Leute einem eigentlich helfen würden, wenn man plötzlich umkippen würde oder ob sie einen vielleicht einfach liegen lassen. Möglicherweise aus dem Grund, weil sie einfach nur noch nach Hause wollen.

Da die Hemmschwelle für Dummheiten im alkoholisierten Zustand ja geringer ist und weil ich eigentlich sowieso schon recht müde war, ließ ich mich dann einfach mal zur Seite kippen, fiel von der Bank und blieb mit geschlossenen Augen auf dem Boden liegen. Gefühlte 20 Sekunden tat sich nichts, meine Frage hatte sich somit eigentlich erledigt. Ich wollte mich gerade wieder aufrichten als ich plötzlich eine Stimme hörte "Ey Kollege, alles klar mit dir?". Ich drehte mich langsam der Stimme entgegen und da hatte sich schon ein Typ Ende 20 neben mich gehockt und mir seine Hilfe angeboten. Ich sagte ihm, mir wurde gerade schwarz vor Augen und mir wäre ein wenig schwindelig. Er fragte sofort, ob er für mich einen Krankenwagen rufen solle, aber ich richtete mich langsam wieder auf und sagte, dass es nicht nötig wäre. Der Rest der Leute am Bahnhof hat nur gegafft und keiner von ihnen rührte sich vom Fleck.

Als schließlich der Zug kam, hab ich mich mit ihm in eine 4er Reihe gesetzt und während der Fahrt so typische Sätze gesagt wie "Sowas passiert mir eigentlich nie" und "Ach, das wird schon wieder". Zum Glück musste ich nur circa 6 Minuten fahren. Als der Zug in meinem Heimatort schließlich anhielt, bedankte ich mich für seine Hilfe, versicherte ihm dass ich es bis nach Hause schaffe und verabschiedete mich.

Er hat mich die Zeit über nicht gefragt, ob ich betrunken wäre. Wenn ich was gesagt habe, habe ich auch versucht normal zu sprechen, nur eben ein wenig benommen. Trotzdem hab ich das Gefühl, dass er es wahrscheinlich doch gemerkt haben muss. Ich habe mich im Nachhinein auch nicht gerade toll gefühlt, was ich da vorgespielt habe. Auf der anderen Seite fand ich es jedoch klasse, dass mir wenigstens einer helfen wollte, während die anderen Leute am Bahnhof nur gegafft haben. Ich habe im Endeffekt doch gemerkt, dass es eigentlich schamlos ist, sowas auszutesten, wenn man nicht wirklich in Not ist. Einmalige Aktion! Ich habe meine Frage beantwortet bekommen und es kommt nie wieder vor! Versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00028751 vom 22.03.2011 um 11:45:02 Uhr in 35037 Marburg (Bahnhofstraße 33) (22 Kommentare).

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1373 Warme Becken im Schwimmbad

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Arbeit Bennin

Ich arbeite als Fachangestellte für Bäderbetriebe - viele nennen es auch einfach fälschlicherweise Bademeister - in einem kommunalen Schwimmbad. Vor Schichtbeginn teilen meine Kollegen und ich das Schwimmbad unter uns auf, d.h. wir bestimmen, wer welche Becken beaufsichtigt. Dieses Mal war ich für die Solebecken verantwortlich. Es war ein kalter Sonntag Nachmittag und die wärmsten Becken - die Solebecken - waren wieder randvoll mit Badegästen. Oftmals kommt es vor, dass sich Pärchen gerade in diesen Becken etwas näher kommen. Gegen ein paar Küsschen kann man ja echt nichts sagen, das geht in Ordnung. Wenn einige meinen, etwas mehr machen zu wollen (rumfummeln etc.) laufe ich dann schon einmal räuspernd vorbei. Das hilft meist. Falls nicht, gehe ich in die Hocke und sage freundlich "Entschuldigung - ich möchte nicht stören, aber es sind noch andere Badegäste hier, bitte achten Sie darauf." Die Pärchen sind dann meist etwas peinlich berührt, entschuldigen sich bei mir, und machen dann auch nicht wieder weiter, wenn ich mich wegdrehe.

Doch nun zu meiner Beichte: An diesem Tag war ein Pärchen gut bei der Sache (zum Glück jedoch noch kein Sex - denn das ist nun echt widerlich im Schwimmbad), das sich auch von Räuspern und auffallend kritischen Blicken meinerseits nicht abschrecken ließ. Also ging ich hin und brachte obigen Satz. Auch dieses Pärchen entschuldigte sich. Damit dachte ich, wäre die Sache gegessen und ich ging weiter meinen Weg zum nächsten Becken. Doch als ich nach einer Viertelstunde wiederkam, war besagtes Pärchen wieder am Rumfummeln, bloß in einer anderen Ecke. Andere Badegäste hatten das längst bemerkt. Also ging ich noch mal hin. Verschränkte die Arme, beugte mich nicht runter und schrie die beiden zusammen "Sucht euch ein Zimmer! Es sind Kinder anwesend!" Das Pärchen schenkte mir böse Blicke, die anderen Badegäste lachten verständnisvoll. Ich drehte mich um und ging. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich das Pärchen so vor dem halben Bad blamiert habe. Als die beiden kurz darauf das Bad verließen, konnte ich noch sehen, wie andere Badegästen den beiden lachende Blicke hinterherwarfen.

Beichthaus.com Beichte #00030096 vom 16.07.2012 um 14:33:56 Uhr in Bennin (23 Kommentare).

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1374 Das Alphabet

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Dummheit Schule Ehebruch

Das Alphabet
Ich möchte beichten, dass ich bis letztes Jahr, trotz Abitur, das Alphabet nicht konnte. Ich habe immer "m" und "n" vertauscht. Inzwischen kann ich mir die Reihenfolge über die Eselsbrücke "No" (also engl. für "Nein") merken. Wirklich auswendig kann ich es aber weiterhin nicht.

Beichthaus.com Beichte #00028192 vom 07.10.2010 um 20:27:05 Uhr (35 Kommentare).

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1375 Gespräch

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Peinlichkeit Intim Bahn & Co. Hamburg

Gespräch
Heute saß ich (m) im Bus und hörte zwei jungen, sehr attraktiven Frauen zu, wie sie sich auf russisch unterhielten. Dazu muss ich anmerken, dass russisch zwar meine Muttersprache ist, ich aber, aufgrund meiner schwarzen Haare und meiner etwas dunkleren Haut, überhaupt […]
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Beichthaus.com Beichte #00030688 vom 16.01.2013 um 23:54:30 Uhr in Hamburg (Fruchtallee) (29 Kommentare).

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