Alle verschwören sich gegen mich!

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Misstrauen Paderborn

Ich wollte beichten, dass ich nicht vielen (wenn sogar fast keinem) vertraue. Ich wittere hinter fast allem und jedem jemanden, der mir irgendwas sagen will oder mich in irgendeine Richtung lenken will - so etwas wie eine Verschwörung gegen mich. Beispielsweise würde ich mich nicht in der Chirurgie unter Vollnarkose unters Messer legen, da ich die Befürchtung hätte, diverse Verschwörer gegen meine Person würden mir heimlich während der Vollnarkose Bestandteile aus meinem Gehirn schneiden, damit ich bestimmte Fähigkeiten verliere. Oder wenn ich z. B. wie heute in der Zeitung lese, dass es eine App gibt, die einen an das Sterben erinnert, dann denke ich auch, dass sich dahinter Verschwörer und Betrüger verbergen, die die Leute bzw. mich in die Irre führen wollen.

Beichthaus.com Beichte #00040915 vom 26.01.2018 um 10:14:20 Uhr in Paderborn (12 Kommentare).

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Vorteile durch Autismus

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Neid Misstrauen Ungerechtigkeit

Mir ist eine Frau bekannt, die von sich sagt, sie sei Autistin, sich selbst aber sehr tief und hintergründig analysieren kann und auch sonst ziemlich unauffällig durchs Leben kommt. Ihre Mutter hat ihr zeitlebens über Ärzte und Therapeuten Atteste und milde Bewertungsmaßstäbe in Schule und Ausbildung verschafft und diese Person war bereits als Kind in einer geschützten Sonderrolle, wobei mir und anderen in unserem Umfeld keine besonderen Umstände bewusst waren, die dies erforderlich gemacht hätten. Oft habe ich sie auf Partys ausgelassen feiern sehen, auch Beziehungen zu Männern unterhielt sie. Sie war und ist recht beliebt, achtet auf sich und hat eine Arbeitsstelle, welche ein hohes Maß an Intelligenz und Selbstorganisation erfordert. Meine Beichte ist, dass ich ihr den Autismus nicht abnehme und denke, dass die Diagnose absichtlich von ihrer Mutter forciert wurde, um ihr dauerhafte Vorteile im Leben zu verschaffen, was ja auch gelungen ist.

Beichthaus.com Beichte #00040897 vom 19.01.2018 um 23:07:28 Uhr (68 Kommentare).

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Ist der Altersunterschied egal?

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Begehrlichkeit Misstrauen Verzweiflung Dating München

Ich (19) habe einen 37-jährigen Mann kennengelernt. Ich kann einfach nur so viel dazu sagen: Es passt bei uns wie die Faust aufs Auge. Dennoch habe ich extreme Zweifel und großes Misstrauen ihm gegenüber, die mich von einer Beziehung (egal welcher Art, sei es Freundschaft oder Liebe) abhalten. Mir ist auch bewusst, dass sich Männer in diesem Alter besonders ein junges Betthäschen suchen, da bin ich nicht auf den Kopf gefallen. Ich weiß trotzdem nicht, ob ich einfach "Scheiß drauf, mach was du willst, niemand hat diesen Altersunterschied zu interessieren, Liebe ist Liebe" denken, oder ob ich ihn lieber aus meinem Kopf verbannen und mich für das Vernünftige entscheiden soll.

Beichthaus.com Beichte #00040889 vom 16.01.2018 um 21:13:36 Uhr in München (21 Kommentare).

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Meine große Liebe wird von einer Stalkerin zerstört!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Misstrauen Partnerschaft

Ich (w/23) habe heute mit meinem Freund, mit dem ich seit fünf Jahren zusammen bin und der meine große Liebe ist, Schluss gemacht. Mir laufen den ganzen Tag und auch an den Tagen zuvor die Tränen, da ich meinen Freund liebe - wir wollten sogar einmal Kinder haben. Doch ich kann einfach so nicht mehr weiterleben - der Grund ist seine Ex-Freundin. Sie waren zwei Monate zusammen und sie stalkt uns, seit wir uns vor fünf Jahren kennengelernt haben. Mein Freund schafft es nicht, sie aus seinem Leben zu verbannen, weil sie psychisch krank ist und ständig mit Selbstmord droht. Sie kennen sich seit der Grundschulzeit, waren gut befreundet und kamen mit 17 zusammen - was aber nur zwei Monate andauerte, da sie einfach nicht füreinander gemacht sind. Sie wollte ihn immer haben - geliebt hat sie ihn nie, das hat man direkt gemerkt. Ich musste mehrfach die Handynummer wechseln, da mein Freund sie immer wieder in die Wohnung gelassen hat, wenn sie klingelte (bzw. damals, als er noch daheim gewohnt hat, ins Haus seiner Eltern). Und sie schaffte es immer wieder, in einem unbemerkten Moment in seinem Handy nach meiner Nummer zu suchen. Sie hat mir die unmöglichsten Geschichten erzählt, dass mein Freund und sie seit Jahren eine Affäre hätten, dass sie schwanger sei (was alles nicht stimmte).

Mein Freund ist der gutmütigste Mensch der Welt, aber leider zu gutmütig. Ich bin auch sehr gutmütig, auch oft zu sehr, aber es gibt bei mir Grenzen - und bei ihm leider nicht. Erzählt ihm jemand eine Leidensgeschichte, möchte er sofort helfen, und so schafft er es nicht, dieser Kranken klarzumachen, dass sie aus unserem Leben zu verschwinden hat. Ich habe ihn mehrfach darum gebeten, ich habe richtig gefleht. Und mehrfach von einer Trennung gesprochen - doch ich konnte es nicht. Ich liebe diesen Mann, doch ich habe Angst vor dieser Frau. Ich möchte nicht irgendwann tot in irgendeinem Hauswinkel enden, denn ich traue ihr viel zu. Mein Freund wollte nie zur Polizei, weil ihm das Mädel irgendwie doch immer leidtut. Jetzt ist erstmal eine Funkstille - aber ich hoffe so sehr, dass er endlich einsieht, wie sehr diese Frau unsere beiden Leben zerstört. Sogar ihre Eltern haben den Kontakt zu ihr abgebrochen, nur mein Freund schafft es nicht und lässt sich von ihr tyrannisieren. Er hat sie sogar schon bei uns in der gemeinsamen Wohnung schlafen lassen. Ich kann nicht mehr. Hoffentlich sieht er es jetzt ein - ich liebe ihn und kann mir keine Beziehung mit einem anderen Mann vorstellen.

Beichthaus.com Beichte #00040546 vom 27.10.2017 um 18:33:13 Uhr (7 Kommentare).

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Nordkorea für Arme

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Misstrauen Verzweiflung Gesellschaft Politik

Ich beichte, dass ich wahnsinnige Angst vor der Zukunft in diesem Land habe. Vor der kommenden Bundestagswahl, vor dem, was passiert, wenn die AfD in den Bundestag kommt und nicht zuletzt vor der Dummheit all der Menschen, die diese Partei wählen werden. Ich verstehe nicht, wie sich dermaßen viele Leute ihr eigenes Grab schaufeln können, nur weil sie gegen Flüchtlinge wählen wollen. Mir scheint es oft, nichtmal die Hälfte dieser Menschen kennt das Wahlprogramm der AfD und das Ausmaß an Diktatur, das die anstreben.

Denn wer wählt freiwillig FÜR die Entmenschlichung eines jeden, der nicht reich ist. Und mit "reich" meine ich niemanden, der ottonormal verdient, sondern wirklich REICHE. Man wählt für die Privatisierung von Krankenhäusern, für die Ausgrenzung von Alleinerziehenden, für selbst zu tragende Kitagebühren, für Zwangsarbeit, gegen den Mindestlohn, für selbst zu finanzierende ALG-I-Kosten, für ein noch höheres Rentenalter, für die Inhaftierung von Kindern ab 12 Jahren nur auf Verdacht, gegen die Sozialversicherung, gegen den Mieterschutz, gegen den Klimaschutz, gegen jeden, der sich jetzt schon den Buckel krummschuftet, um gerade so über die Runden zu kommen. Man wählt gegen das Grundgesetz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist (ja, das gilt auch für die Würde des Wählers) und setzt seine Stimme ein für eine Partei, die ausnahmslos jedem das Leben zur Hölle machen will, der nicht drei Porsches in der Garage stehen hat. Und warum? Nur weil er keine Flüchtlinge hier haben will.

Niemand von all den Leuten scheint zu begreifen, dass sie unter der AfD vielleicht schon bald selbst Flüchtlinge werden. Und zwar notgedrungen. Weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen können, weil sie sich ihre eigenen Versicherungen nicht mehr leisten können. Weil sie, wenn sie im Job gekündigt werden, bald über jede Pfandflasche froh sind, die sie bei ihrer "gemeinnützigen Arbeit", zu der sie gezwungen werden, finden. Weil sie begreifen, dass sie es im Grunde keinen interessiert, ob sie "unverschuldet alleinerziehend" sind. Weil sie merken, dass die Partei, die sie gewählt haben, dankend ihre Stimme eingesackt hat, nur um anschließend auf sie zu scheißen. Um zu begreifen, dass all die Politik nicht für sie gilt und nie gegolten hat, da kaum einer das Zielklientel sein wird, auf das diese Partei abzielt.

Es macht mir Angst, wie diese Leute mit selbstsicherem Grinsen munter an dem Ast rumsägen, auf dem sie sitzen und dabei noch glauben, sie täten sich und Deutschland damit einen Gefallen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dies ist nicht mehr das Land, in dem ich leben möchte, denn diese kollektive, antisoziale Einstellung trifft nicht nur Flüchtlinge, sondern auch den eigenen Kopf. Und während der Flüchtling dann, wenn es hier kocht, einfach zurück in sein Land geht, sind wir schon zu Hause - in unserem selbst erschaffenen Nordkorea für Arme.

Beichthaus.com Beichte #00040335 vom 21.09.2017 um 01:39:37 Uhr (49 Kommentare).

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