Rache in der Freundschaft

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Aggression Boshaftigkeit Fremdgehen Rache Studentenleben

Rache in der Freundschaft
Vor ungefähr zwei Jahren lernte ich (w) einen Typen über das Internet kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb super, tauschten bald die Handynummern aus und telefonierten jeden Tag mehrere Stunden miteinander. Es war, als würden wir uns schon seit Ewigkeiten kennen. Wir hatten so viele gemeinsame Interessen und die gleiche Weltanschauung. Mir kam es vor, als wäre er mein männliches Gegenstück. Zu dieser Zeit hatte ich gerade meine Matura hinter mir und wollte - wie der Zufall es so will - genau das gleiche wie er studieren, eine Kombination aus mehreren Sprachen, welche verhältnismäßig sehr wenige Studenten wählen. Noch vor Beginn meines ersten Studienjahres wollten wir uns unbedingt mal treffen, also bevor ich überhaupt in meinen Studienort gezogen bin. Das Treffen war dann eines der schönsten, die ich bisher mit einem Mann gehabt hatte. Wir verbrachten einen wunderschönen Tag miteinander, abends rief er mich noch an und sagte, er hätte sich noch nie mit einem Menschen so verbunden gefühlt wie mit mir. Leider musste er einige Tage später ins Ausland, sodass wir einige Zeit lang keinen Kontakt haben konnten. Einige Tage, bevor das Studium anfing, meldete er sich dann endlich bei mir und teilte mir mit, er wäre jetzt zu Hause. Ich freute mich natürlich riesig, da ich unsere Gespräche wirklich sehr vermisst hatte und ihn endlich wiedersehen wollte. Er fragte mich auch gleich, ob wir uns treffen würden, was ich natürlich bejahte. Am Ende des Abends landeten wir schließlich im Bett und ich war echt glücklich. Mein Fehler war allerdings, dass ich dachte, es würde auf Gegenseitigkeit beruhen. Am nächsten Morgen verabschiedete er sich von mir und verschwand. Da ich nun davon ausging, dass wir so etwas wie zusammen waren, weil ja alles perfekt passte, erwartete ich, dass er sich bei mir meldet. Am Abend rief ich ihn dann an, er reagierte aber nicht darauf. Eine ganze Woche war vergangen, bevor er mir eine SMS schickte. "Sorry, war bei meiner Freundin in ..., hatte keine Zeit für dich", war der Inhalt dieser Nachricht. Ihr könnt euch nun sicherlich vorstellen, dass ich ziemlich geschockt, enttäuscht und verdammt wütend war. Doch das ließ ich mir nicht anmerken und schwor mir, es ihm bei der rechten Gelegenheit heimzuzahlen.


In der Zwischenzeit wurden wir Freunde und ich mag ihn wirklich sehr, aber dass er damals so mit meinen Gefühlen gespielt hat, habe ich ihm immer noch nicht verziehen. Wie sich herausgestellt hat, hat der Gute mehrere Freundinnen und Affären gleichzeitig, wenn sich die Chance auf einen One Night Stand bietet, wird sie natürlich auch wahrgenommen. Er wollte mir nie den Namen seiner Freundin verraten, welche er mit mir betrogen hatte, was ich sogar ein wenig nachvollziehen kann. Jedenfalls habe ich ihren Namen durch einen skurrilen Zufall erfahren. Des Weiteren hat er mir erzählt, er hätte eine weitere Freundin hier in unserer Stadt, wollte mir aber auch ihren Namen nicht sagen. Als neulich eine meiner Studienkolleginnen von ihrem Freund schwärmte und ihn erwähnte - er hat einen ausländischen und sehr seltenen Namen -, wusste ich langsam, was ich machen würde.


Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe ihn auffliegen lassen bei seinen Freundinnen. Beide haben ihn verlassen und der Gute ist am Boden zerstört. Er hat keine Ahnung, wie sie voneinander erfahren konnten. Wie denn auch, er weiß nicht, dass ich eine von ihnen sogar persönlich kenne. Jedes Mal, wenn er mich wieder anruft, um sich auszuheulen und sich über die Frauenwelt zu beschweren, drücke ich ihm auf subtile Weise rein, dass er auf diesem Lebensbereich ein echtes Schwein ist. Meistens ist er nach unseren Gesprächen noch trauriger als zuvor. Aber ich gönne es ihm, er hat es, meiner Meinung nach, verdient. Leid tun mir nur seine beiden Ex-Freundinnen.

Beichthaus.com Beichte #00030596 vom 18.12.2012 um 15:10:29 Uhr (18 Kommentare).

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Das Beste aus der Verspätung machen

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Boshaftigkeit Bahn & Co. Geld Studentenleben

Das Beste aus der Verspätung machen
Da ich weit entfernt von meiner Familie studiere, komme ich ab und an in den Genuss, mit der Bahn zu fahren. Mit der Zeit habe ich gelernt, welche Züge erfahrungsgemäß verspätet fahren und welche eher pünktlich sind. Ich beichte, dass ich immer die voraussichtlich verspäteten Züge buche, um mir im Nachhinein einen Teil des Fahrpreises erstatten zu lassen. Da ich lediglich fünf Minuten Umsteigezeit habe, reicht meist schon eine kleine Verspätung, um den Anschluss zu verpassen. Aufgrund dessen erreiche ich erst eine Stunde später den Anschlusszug und bin dementsprechend auch erst eine Stunde später am Ziel. Für diesen Aufenthalt bekomme ich dann knapp 18 Euro, über die ich mich als Student ziemlich freue.

Beichthaus.com Beichte #00030593 vom 17.12.2012 um 20:24:55 Uhr (21 Kommentare).

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Glücklich überbezahlt

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Falschheit Faulheit Ungerechtigkeit Geld Studentenleben Darmstadt

Ich muss beichten, dass ich seit diesem Semester (ich bin noch Student) fürs Nichtstun an der Uni Geld verdiene und das nicht zu knapp. Ich betreue Erstsemester beim physikalischen Grundpraktikum und kassiere dafür elf Euro die Stunde. Aber für das, was ich leiste, bin ich völlig überbezahlt. Ich habe das Grundpraktikum zwar schon hinter mir, aber wirklich alles verstanden habe ich selber nicht. Ich bin also nun jeden Montag von 14 bis 18 Uhr dabei, die meiste Zeit auf meinem Handy zu spielen, bei Facebook zu chatten oder, wie gerade eben, eine Beichte zu schreiben, während die armen Erstsemester herumexperimentieren und mir ab und zu eine Frage stellen, auf die ich in 50 Prozent der Fälle selber keine Antwort weiß. Am Ende tue ich dann so, als würde ich mir ihre Versuchsprotokolle wirklich durchlesen und vergebe nur nach Sympathie und Aussehen zwischen sieben und neun Punkten. Bitte vergebt mir, dass ich das eigentlich unverdiente Geld vom Staat annehme und danach in der Kneipe in Bier, Schnaps und Zigaretten investiere, obwohl ich mich eigentlich viel mehr vorbereiten müsste, um meinem Job wirklich nachzukommen. Aber dafür bin ich viel zu faul und ich bin schon daran gewöhnt, mich jeden Montagabend zu betrinken.
Und mal ehrlich, jeder Student will einfach nur bestehen und bei mir ist noch keiner durchgefallen.

Beichthaus.com Beichte #00030525 vom 03.12.2012 um 14:53:38 Uhr in Darmstadt (Uni) (18 Kommentare).

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Betrunken falsch abgebogen

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Peinlichkeit Trunksucht Familie Last Night Studentenleben Heidelberg

Ich wohne aus studiumsbedingten Gründen vorübergehend im Haus meiner Tante und ihres Mannes. Leider haben mein Schwiegeronkel und ich nicht das beste Verhältnis, da er erzkonservativ ist und mich als armen Studenten meist ziemlich abwertend behandelt. An einem Wochenende war ich, wie üblich, mit meinen Freunden auf Kneipentour. Nach einer durchzechten Nacht, mit wahrscheinlich zu viel Alkohol, war ich gegen 4 Uhr morgens heilfroh, endlich im warmen Bett meines Zimmers im Haus meiner Tante zu liegen. Ich hatte es nur mit Mühe und Not geschafft, die Haustür aufzuschließen - Im Nachhinein ein klarer Indikator für meinen eindeutig zu hohen Pegel. Ich habe noch eine Flasche Wasser getrunken, was ich nach dem Feiern immer tue, und bin dann eingeschlafen. Es war etwa um Punkt 7 Uhr morgens, als ich durch einen Radiowecker wach wurde. Noch halb verschlafen erschrak ich, als ich meine Augen öffnete: Ich lag weder in meinem Bett, noch in meinem Zimmer. Bevor ich mit Restpegel überhaupt realisiert habe, wo ich denn liege, richteten sich jeweils links und rechts von mir zwei Gestalten auf, die ebenfalls vom Wecker geweckt wurden. Ich lag doch tatsächlich mitten zwischen meiner Tante und ihrem Mann. Meiner Tante entfuhr ein kurzer aber lauter Schrei, bevor sie ins Bad flüchtete. Einfach nur perplex von der Situation schauten mein Schwiegeronkel und ich uns bestimmt 30 Sekunden lang einfach nur an. Als in meiner Schaltzentrale endlich ankam, was hier eigentlich vor sich geht, murmelte ich nur: "Oh, ich habe mich wohl im Zimmer geirrt.", und verließ höchst beschämt den Raum.
Die darauf folgenden Tage versuchte ich immer wieder vergeblich mir zu erklären, wie mir dieses Malheur passieren konnte. Leider hatte ich wirklich keinerlei Erinnerung an eben diese besagten drei Stunden meiner geistigen Abwesenheit. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass ich so sturzbetrunken war, dass ich nach einem nächtlichen Toilettengang das Zimmer verwechselt habe - Wobei die Zimmertüren von mindestens zehn Metern und einer Linkskurve getrennt werden. Dieser Morgen wurde seitdem nie wieder angesprochen. Ich merke jedoch heute noch, wie vor allem mein Schwiegeronkel den Kontakt und jegliche Kommunikation mit mir äußerst angestrengt zu vermeiden versucht. Im besten Fall hält er den mich für einen maßlosen Trinker, im schlechtesten wohl für einen Psychopathen mit Eltern-Komplex.

Beichthaus.com Beichte #00030514 vom 01.12.2012 um 21:24:25 Uhr in Heidelberg (18 Kommentare).

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Peinlichkeit Trunksucht Last Night Studentenleben München

Wenn ich (w/22) mit meinen Mädels feiern gehe, werde ich spätestens nach dem dritten Cocktail immer ganz wuschig. Ich nehme mir zwar vorher immer fest vor, mich heute mal nicht abschleppen zu lassen. Aber wie das mit den guten Vorsätzen so ist, wisst ihr ja. Am Tag, bevor das Semester anfing, trafen wir uns und probierten einen neuen Club aus. Gehobenes Publikum und durchaus einige etwas ältere Gäste, also bis etwa Mitte 30, waren dort zu finden. Nach ausgiebigem Tanzen und dem Genuss einiger Getränke sprach mich an der Bar ein durchaus attraktiver Kerl, so Anfang 30, an. Wir flirteten sofort heftig drauf los und es war relativ schnell klar, wo dieser Abend für uns beide enden würde. Wir hatten in seiner Wohnung hemmungslosen Sex - und das nicht nur einmal in dieser Nacht... Am nächsten Morgen verabschiedete ich mich und machte mich auf den Heimweg, um mich für mein erstes Seminar fertigzumachen. Als ich in der Uni angekommen bin und den Hörsaal betrat, traute ich meinen Augen kaum. Unseren neuen Dozenten kannte ich schon und das durchaus etwas "genauer". Glücklicherweise haben wir dort keine Anwesenheitspflicht, so dass ich seitdem nicht mehr in seiner Vorlesung war, sondern mir immer von einer Freundin die Mitschrift besorge. Die Sache ist mir immer noch unendlich peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00030504 vom 29.11.2012 um 13:00:43 Uhr in München (Friedenstraße) (25 Kommentare).

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