Gewalt in der Familie

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Aggression Gewalt Familie Wels

Ich (w) beichte, dass ich vor ungefähr zwei oder drei Jahren meine Aggressionen überhaupt nicht unter Kontrolle halten konnte. Kaum war ich etwas genervt oder fühlte mich ein wenig provoziert, bestand die Gefahr, dass ich handgreiflich wurde. Dies unterdrückte ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00040257 vom 31.08.2017 um 13:46:56 Uhr in Wels (7 Kommentare).

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Wenn Kinder unerlaubt auf Dinos klettern

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Ignoranz Dummheit Freizeit Dinopark Denkendorf

Da sich meine Kinder mittlerweile im schulpflichtigen Alter befinden, bin auch ich darauf angewiesen Schwimmbäder und Freizeitparks während der Ferien aufzusuchen. Neulich fuhr ich mit meinen beiden Kindern in einen relativ neu eröffneten Dinopark in Bayern. Die Anlage ist wirklich toll gemacht und man geht auf auf einen Rundweg sozusagen durch die verschiedenen Erdzeitalter. Hier finden sich verschiedene Exponate lebensgroßer Dinosaurier. Vermutlich weil sie es geahnt haben, stehen vor Beginn große Schilder mit Verhaltensregeln, wie z. B. die Wege nicht zu verlassen und nicht auf die Exponate zu klettern. Wie jeder vernünftige Mensch habe ich also meinen Kids kurz die Regeln erklärt und los ging es. Offensichtlich kann ein Großteil der übrigen Elternschaft nicht lesen oder ihnen ist einfach egal, wenn der Nachwuchs auf die Exponate klettert und dann muss man natürlich auch noch Fotos von den Kindern auf den Dinos schiessen. Ich stehe also mit meinen Kids neben den Exponaten, erkläre ihnen die Tafeln, die dabeistehen und andere turnen auf den Dinos rum. Dann muss ich mich von meinen Kindern fragen lassen, warum die anderen da rumklettern obwohl es doch verboten ist, gleiches gilt für das Verlassen der Wege.

Ich bin mir ja dann nicht zu schade laut und deutlich hörbar für alle Umstehenden zu sagen, dass es eigentlich groß und für jeden verständlich angeschrieben steht und dass manche Leute einfach zu blöd sind um das zu verstehen oder es ihnen egal ist, wenn dadurch die Exponate kaputtgehen. Die Leute regen mich so auf, weil sie so selten dämlich sind und ihren Nachwuchs einfach machen lassen - ohne Rücksicht auf Regeln. Gleiches gilt für den Spielplatz, dort sitzen die oft übergewichtigen asozialen Eltern, rauchen, fressen ihre fettigen Fritten und der Nachwuchs randaliert weiter hinten. Und dann wird aus 20 Metern Entfernung gerufen: "Nein Justin, nicht mit Steinen werfen!" Dann schauen sie verwundert, wenn der Nachwuchs nicht reagiert. Da platzt mir der Kragen, in so einem Fall gibt es dann auch mal richtig Lack für solche Spielplatzhools, manchmal laufen sie dann weinend zu ihren Eltern. Dann kommt oft der Asi-Vater und droht einem Prügel an. Ich hasse solche Leute einfach, die sich einen Dreck um Regeln und Anstand scheren und dieses Verhalten an ihre Kinder weitergeben. Eigentlich könnte es mir ja egal sein, solange ich meinen Kindern Anstand und sozial verträgliches Verhalten beibringe und vorlebe, aber so geht unser Land vor die Hunde. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00040255 vom 31.08.2017 um 08:44:27 Uhr in Dinopark Denkendorf (11 Kommentare).

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Nervige chinesische Touristen

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Boshaftigkeit Zorn Rache Engherzigkeit Urlaub

Am Wochenende war ich (m/22) in der Stadt unterwegs, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Ich wollte anschließend gemütlich mit dem Bus nach Hause fahren, doch eine wüste Touristengruppe hielt mich davon ab. Die Gruppe bestand aus acht Chinesen, die alles und jeden in der Umgebung fotografierten, sie sprachen mich an. Ich selbst bin Japaner, kann aber weder chinesisch noch fließend japanisch. Die Chinesen sprachen glücklicherweise Englisch, anscheinend hatten sie sich verlaufen und suchten irgendeinen Laden. Ich erklärte ihnen auf englisch, dass ich ihnen nicht helfen könnte. Statt mich in Ruhe zu lassen, folgten sie mir und fragten immer wieder, wo es lang ging. Ich fing an zu rennen und sie machten es mir nach. Verärgert blieb ich stehen und musste feststellen, dass schon einige andere Leute blöd gafften und grinsten.

Nachdem ich die Gruppe zum dritten Mal gebeten hatte, mich in Ruhe zu lassen und sich nichts an der Situation änderte, reichte es mir. Ich wies sie an, mir zu folgen, gemeinsam fuhren wir anschließend mit dem Bus mitten in die Pampa. Wir stiegen nach einer zweistündigen Fahrt aus und ich führte die nervende Gruppe noch einige Meter weiter weg, um sie von der Bushaltestelle zu entfernen, nebenbei telefonierte ich mit einem Kumpel, nannte ihm einen Treffpunkt und bat ihn, mich abzuholen. Am vereinbarten Ort angekommen wartete auch schon mein Kumpel in seinem Auto, ich blieb abrupt stehen und schaute in die verwirrten Gesichter der Chinesen. Grinsend verabschiedete ich mich, stieg in das Auto und ließ die verzweifelte Gruppe zurück. Mittlerweile finde ich die Aktion hochgradig asozial, da ich die Naivität der Touristen ausgenutzt und ihnen womöglich die Reise versaut habe. Ich hoffe, sie haben wieder zurückgefunden!

Beichthaus.com Beichte #00040250 vom 30.08.2017 um 15:13:39 Uhr (9 Kommentare).

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Nervige Fußball-Euphorie

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Vorurteile Zwietracht Sport Bochum

Ich war nie ein Freund des Fußballs und bin damit auch sehr offensiv umgegangen. Als damals die WM 2006 ins Haus stand, wollte ich auch gar nicht wissen wie es so steht, welche Mannschaften noch im Rennen sind und so weiter. Damals kam auch sehr groß diese ganze Flaggenbestückung an Autos in Mode und man hatte praktisch keine Chance, von den Siegen unserer Elf nichts zu erfahren. Ich habe es als zutiefst rechts empfunden und schon mit linksradikalen Ideen sympathisiert. Ich hatte nichts als Verachtung für dieses Mitläufertum übrig und war auch da nie um eine ungefragte Stellungnahme verlegen. Eines Tages in diesem Sommer wurde ich dann zum "Grillen" am frühen Nachmittag eingeladen. Einem Zufall war es geschuldet, dass ich dennoch spitzbekommen habe, dass das Halbfinale gegen Italien ansteht.

Man hätte mich durchaus darüber aufklären sollen, dass man wohl vorhatte, sich später vor die Glotze zu fläzen. Kurzum habe ich mir selbst ein Corpsepaint verpasst und mir eine norwegische Flagge umgehängt. Den ganzen Abend verbreitete ich gezielt schlechte Laune. Während des Spiels kommentierte einer der Gäste eine Schiedsrichterentscheidung dann mit den Worten: "Komm, wir fahren nach Dortmund. Auf dem Parkplatz steht nur aein einziges Auto mit mexikanischem Kennzeichen!" Diese proletenhafte Billigung und Beförderung von Gewalt gepaart mit der irrsinnigen Vorstellung, dass jemand für rund zwei Stunden Arbeit von Mexiko über die Behringstraße durch halb Sibirien tuckert, hat mich dann veranlasst, nach Hause zu fahren und das übrige Spiel per Liveticker zu verfolgen. Nach dem Abpfiff bin ich erstmal losmarschiert und habe mir beim nächsten Italiener eine Pizza geholt.

Beichthaus.com Beichte #00040245 vom 29.08.2017 um 20:45:02 Uhr in Bochum (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Schatz unserer Kindheit

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Diebstahl Lügen Selbstsucht

Als Kinder im Alter zwischen 10 und 12 haben mein Freund und ich (m) eine veraltete Villa, die vor dem Abriss stand, immer wieder aufgesucht um darin Abenteuer und einen gewissen Gruselfaktor zu erleben. Das Gebäude stand mitten in einem sumpfigen Gebiet, wir mussten aus unserer Siedlung schon fast 30 Minuten laufen, um anzukommen. Ich kann mich erinnern, dass der Eigentümer verstorben war und das Gebäude in einem Gebiet stand, welches renoviert werden sollte, die Villa war dem Landkreis, meiner Erinnerung nach, schon länger ein Dorn im Auge.

Das alles ist jetzt knapp 18 Jahre her und ich kann mich wie heute an ein echtes Erlebnis erinnern. Als wir an der Kellertreppe angekommen waren, war die Türe dorthin verschlossen. Mehr oder weniger aus Zufall sind wir auf den Schlüssel gestoßen, der an einem Regal hing. Wir sind dann mit unseren Taschenlampen in den Keller gegangen, das war echt ziemlich gruselig. Im Grund genommen stand dort nur noch altes Gerümpel herum, wie leere Kisten, Fässer aber auch Teile von alten Kutschen und Ackergeräten. In einem alten Bauernschrank machten wir dann aber doch eine tolle Entdeckung und zwar war das eine runde sehr kunstvoll geschmiedete Plastik, es waren menschliche oder mystische Figuren mit Schwertern, alle Figuren waren in einen Kampf verstrickt und waren ausschließlich mit Tüchern bekleidet, teilweise nackt. Das Ganze war rundlich und wog etwa 3 bis 4 Kilo. Wir waren damals total glücklich über unseren Fund. Allerdings waren uns auch klar, dass wir irgendjemanden bestohlen haben, wobei wir nicht wussten, wie die Eigentumsverhältnisse waren. Aber egal, denn wir haben das Teil dann genommen und in etwa einem Kilometer Entfernung vergraben. Eingepackt in eine Kiste und gut geschützt. Die nächsten Bäume haben wir mit Zeichen angeritzt, um unseren "Schatz" jederzeit wieder zu finden.

Wir haben uns damals geschworen, die nächsten Jahre erstmal vergehen zu lassen um dann gemeinsam das Kunstwerk zu verkaufen, um uns dann alle Wünsche zu erfüllen. So tun das Kinder eben. Nach etwa vier Jahren musste mein Kumpel umziehen und wir haben uns aus den Augen verloren. Zwei Jahre später stand ich kurz vor der Volljährigkeit und ziemlich unter dem Einfluss von Alkohol und Zigaretten. Irgendwann hatte ich überhaupt keine Kohle mehr und erinnerte mich an unser gemeinsames Kunstwerk. Es war dann echt schwierig, das Teil zu finden, aber ich habe es ausgegraben und bin zum örtlichen Münzhändler gegangen. Der hat mir dafür so viel Geld gegeben, dass ich mich für eine Woche mit Bier und Glimmstengel eindecken konnte. Der Händler war damals nicht sonderlich interessiert, sondern hat das Geschäft nur gemacht um mir einen Gefallen zu tun. Zumindest hatte ich damals den Eindruck.

Jetzt ist hat mein früherer Freund sich bei mir gemeldet, weil er wieder zurückgezogen ist. Er hat mittlerweile Familie und wir haben die Freundschaft wieder aufgenommen. Ich hatte die Sache mit dem Kunstwerk fast vergessen, als er mich unlängst darauf angesprochen hat. Er meinte, ein solches oder ähnliches Stück bei einer Auktion gesehen zu haben, das für mehrere zehntausende Euro versteigert wurde und bei seinen Bauschulden wäre dies sicherlich eine große Hilfe. Da auch ich in ziemlich bescheidenen Verhältnissen lebe, war er der Meinung, wir sollten uns schnellstens auf die Suche machen. Ich sagte ihm, dass das Teil immer noch unter der Erde liegen müsste, da mir die Sache ziemlich unangenehm war. Seither sucht er jedes Wochenende nach dem Platz, denn die Landschaft hat sich sehr verändert und von den eingeritzten Kennzeichen ist wohl überhaupt nichts mehr zu sehen, wenn die Bäume überhaupt noch stehen. Er ist ziemlich besessen deswegen und rückt immer mit Schaufel und Hacke aus. Selbst einen Metalldetektor hat er sich jetzt zugelegt. Ich behaupt immer, keine Zeit zu haben, denke aber manchmal darüber nach, dass es schon sehr gemein ist, ihn in dem Glauben zu lassen. Die Wahrheit werde ich ihm aber auf keinen Fall sagen. Dafür möchte ich um Verzeihung bitten.

Beichthaus.com Beichte #00040232 vom 27.08.2017 um 11:28:49 Uhr (7 Kommentare).

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