Mein Schwangerschaftsabbruch

65

anhören

Mord Morallosigkeit Verzweiflung Selbstsucht

Ich möchte beichten, dass ich einen Schwangerschaftsabbruch hatte. Letzten Dezember bin ich von meinem Freund geschwängert worden; wir waren gerade ein paar Wochen zusammen. Von Anfang an war mir klar, dass ich das Kind nicht bekommen kann; ich bin erst 22, mitten in der Ausbildung zur Hotelfachfrau. Wenn ich jetzt Mutter werden würde, wäre nicht nur meine Ausbildung stark gefährdet, sondern auch mein späterer Einstieg ins Berufsleben; wer stellt in der Branche schon eine junge, gerade ausgelernte Mutter ein? Hinzu kommt, dass ich meinen Kindern später etwas bieten möchte und nicht auf Hilfe vom Amt angewiesen sein will, um uns irgendwie durchzubringen. Ich möchte, dass mein Kind so aufwächst wie es es verdient, und nicht am Existenzminimum. Dann noch mein Freund. Ich weiß, er hätte das Kind gerne gehabt, mit seinen 28 fühlt er sich langsam reif genug zum Papa sein. Trotzdem war es einfach zu früh und ein völlig falscher Zeitpunkt, das sagt er selbst. Wir haben übrigens mit Kondom verhütet. Da ich die Pille wegen Unverträglichkeit nicht nehmen darf, ist da "im Eifer des Gefechts" wohl etwas schief gegangen.
Der Abbruch war gar nicht so schlimm, wie ich sagen muss. Die Schmerzen waren zwar extrem, aber ich hatte das Gefühl, dass hatte ich irgendwie verdient. Einige Wochen später gab es noch Komplikationen, wegen denen ich einige Tage ins Krankenhaus musste. Auch da hatte ich das Gefühl, das verdient zu haben. Ein schreckliches Gefühl.
Nichtsdestotrotz bereue ich die Entscheidung gegen das Kind nicht, auch wenn ich traurig bin, wenn ich daran denke; besonders wenn ich schwangere oder Babys auf der Straße sehe. Ich möchte Kinder haben, unbedingt, und vielleicht sogar eines Tages mit meinem derzeitigen Freund. Diese ganze Geschichte hindurch hat er mich unterstützt und zur Seite gestanden. Es hat uns sehr zusammengeschweißt. Aber dann zu einem Zeitpunkt, wenn ich dem Kind ein lebenswertes leben bieten kann. Danke fürs lesen - ich hoffe, es ist jemand da draußen, der mich versteht und mir vergibt.

Beichthaus.com Beichte #00027644 vom 23.03.2010 um 22:40:46 Uhr (65 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Missbraucht vom eigenen Vater

24

anhören

Missbrauch Gewalt Verrat Familie

Ich (w/24) bin von meinem Vater in meiner Kindheit etwa ein Jahr lang sexuell missbraucht worden. Irgendwann wurde ich des Nachts wach und merkte, wie er an mir den Oralverkehr verübte. Ich musste niemals etwas bei ihm machen, was natürlich "positiv" an der Geschichte ist, wenn es überhaupt etwas positives zu berichten gibt. Ich war zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt, es endete als ich knapp 14 Jahre alt war. Ich habe niemals mit jemandem darüber gesprochen. Damals war noch eine relativ ruhige Zeit, da hat man nicht so oft über solche Themen geredet oder gelesen. Also fühlte ich mich alleine und verlassen. Trotzdem konnte ich mich auch meiner Mutter oder meinem Bruder anvertrauen. Aus heutiger Sicht kann ich es nicht mehr nachvollziehen, aber ich habe auch zu diesem Zeitpunkt zu ihm gestanden. Meine Mutter hat damals immer gesagt, dass sie jeden, der ihren Kindern etwas antut, umbringen würde, ich hab das mit 13, knapp 14 auch geglaubt. Also war ich ruhig, das war doch mein Papa, dem nichts passieren sollte. Als er dann versuchte, auch weiter zu gehen, ist bei mir irgendwie der Knoten geplatzt. Man muss dazu sagen, dass ich damals den irrwitzigen Gedanken hatte, selbst daran Schuld zu sein. Deswegen habe ich dann, wenn es passierte auch immer nur so getan, als wenn ich schlafen würde. Heute bin ich bedeutend schlauer.

Ich habe dann irgendwann versucht, mir das Leben zu nehmen, im Nachhinein hat sich rausgestellt, dass die Tabletten, die ich da so fleißig gefuttert habe, Schmerzmittel waren, die keinerlei Auswirkung auf dein Leben haben, zumindest nicht die gewünschte Wirkung. Stattdessen war mir äußerst übel. Mein Bruder (1,5 Jahre jünger als ich) hat mich dann am nächsten Morgen in einer ziemlich desolaten Verfassung "gefunden". Ich erzählte ihm, was knapp 1 Jahr lang geschehen war. Er hat mich dazu gedrängt, dass ich es meinem Vater sage, jedoch musste er mir das Versprechen geben, mit niemandem darüber zu sprechen, schon gar nicht mit unserer Mutter. Ich habe es dann meinem Vater gesagt, die Sache endete. Bis heute habe ich keine Entschuldigung gehört, die werde ich den Rest seines Lebens nicht hören. Mich bedrückt es allerdings, dass ich meinen kleinen Bruder dort hinein gezogen habe. Mittlerweile habe ich dank meines Freundes mit meiner Mama darüber gesprochen, Anzeige gegen meinen Vater erstattet und warte täglich auf das Ergebnis meines Gutachtens (zu meiner Glaubwürdigkeit, da es leider auch immer mehr junge Mädels gibt, die aus Rache jemanden des Missbrauchs bezichtigen, schlimm genug in der heutigen Zeit). Dieses Gutachten zusammen mit den Zeugenaussagen entscheiden, ob ein Verfahren eröffnet wird oder mangels Beweisen fallen gelassen werden muss. Das Verfahren ab Anzeigeerstattung dauert nun seit dem 14. November 2008 an, ich glaube nun fast gar nicht mehr an irgendeine Gerechtigkeit, da mein Vater in dieser Zeit weiter seinem Beruf als Erzieher in einem Kinderheim nachgehen darf.

Beichthaus.com Beichte #00027636 vom 22.03.2010 um 08:54:55 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Hass auf meinen Vater

42

anhören

Gewalt Hass Aggression Familie

Ich (w/21) gebe zu, ich habe unheimlichen Hass auf manche Menschen aus meiner Umgebung. Das fängt mit meinem Vater an. Er hat meine Kindheit zur Hölle gemacht und er ist das größte Arschloch was ich kenne. Ich wünsche mir seinen Tod. Möglichst bald. Er hat meine Mutter früher fürchterlich verprügelt und auch mir Gewalt angedroht. Dadurch wurde meine Mutter Alkoholikerin, was ihn dazu brachte sie noch schlimmer zu schlagen.
Mit 12 Jahren reichte es mir dann, ich stand mit einem Küchenmesser in der Hand vor ihm und meinte "Hör auf Sie anzufassen oder ich steche zu", dann sind meine Mutter und ich für 3 Jahre von Zuhause abgehauen, jedes Jahr in eine andere Stadt wodurch ich alle meine Freunde verlor und das Schulopfer wurde. Nach den 3 Jahren zogen wir wieder zurück zu meinem Vater. Ab dann war es eigentlich alles in Ordnung, nur das seine Aggressionsanfälle mittlerweile wieder schlimmer werden und er wieder wegen aller Kleinigkeiten ausrastet.
Letzten Mittwoch war es wieder so schlimm dass er auch mich schlagen wollte, ich war so extrem wütend dass ich fast davor war ihn anzugreifen. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich will das es ein Ende findet. Ich denke mittlerweile so oft daran wie es wäre ihn zu töten, das es doch endlich die Erlösung wäre die meine Seele braucht. Ich weiß ich bin ein psychisches Wrack, ich habe auch mit 16 versucht mich umzubringen (Methode Robert Enke), denn ich wünsche mir genauso den Tod vieler Menschen die mich früher gequält haben. Ich stelle mir vor wie ich ihnen mit einem Baseballschläger den Schädel zertrümmere bis es nicht mehr als Kopf identifizierbar ist. Oder das sie einfach vor ein Auto laufen und ich ihren Kopf auf der Scheibe aufschlagen sehe. Ich stelle mir vor Menschen auf gemeine Art und Weise zu töten, nur weil ich sie für arrogant und schlecht halte, ich will das sie leiden, solchen Schmerz empfinden wie jenen, den ich so tief in meiner Seele verberge.
Ich habe mittlerweile Angst vor mir selber, denn ich weiß nicht wie lange ich es noch schaffe diese Wut zu kontrollieren. Ich bin ein gedanklich schlechter Mensch und ich hoffe man wird mir dies verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00027635 vom 21.03.2010 um 15:45:12 Uhr (42 Kommentare).

Gebeichtet von freakweib aus Minden
In WhatsApp teilen

Keinen Cent Trinkgeld

31

anhören

Geiz Ignoranz Ungerechtigkeit Shopping Düsseldorf

Nachdem ich den Preis einer Waschmaschine um 30% runtergehandelt habe, war der Verkäufer auf ein wenig Druck meinerseits sogar so nett, mir das gute Stück noch am selben Tag außerhalb der normalen Lieferzeiten zu liefern. Nicht nur wurde das alte Gerät abgeholt, das neue wurde installiert und vorher noch in den 5. Stock getragen. Dazu mussten sie auch erst einmal noch einen dicken Schrank beiseite schieben. Ich habe keinen Cent Trinkgeld gegeben.

Beichthaus.com Beichte #00027622 vom 15.03.2010 um 17:55:37 Uhr in Düsseldorf (Golzheim) (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Kiffen, trinken, klauen

33

anhören

Drogen Trunksucht Diebstahl Verschwendung Oldenburg

Ich beichte, dass ich mal in der Stadt am Saufen war und auch gekifft habe. Da ich nicht mehr wusste, wo mein Fahrrad stand, "musste" ich mir eins klauen, um nicht nach Hause laufen zu müssen. Das war auch nicht das erste Mal. Ich bin also losgefahren, aber weiß nicht mehr genau wo lang. Jedenfalls, es war schon hell geworden, kam ich an einem Haus vorbei, aus dem gerade jemand herauskam, um die Ecke ging und die Tür angelehnt ließ. Ich, so mega dicht, wie ich war, kam auf die Idee mal dort reinzuschauen. Drehte mit dem Fahrrad um und stellte es vor der Haustür ab. Ich ging einfach dreist rein und lehnte die Tür wieder hinter mir an. Ich ging, glaube ich, durch einen kleinen Flur und ins nächste Zimmer. Dort angekommen, dachte ich mir, dass ich ja mal in den Kleiderschrank gucken könne. Da ich sowieso neue Klamotten brauchte, durchwühlte ich den ganzen Schrank, bis ich einige gute Hosen und T-Shirts fand. Die anderen Klamotten hatte ich einfach hinter mich auf den Boden geworfen.
Als ich nun die Sachen hatte, kam ich mir ein bisschen schlecht vor und kramte in meinen Hosentaschen und fand noch 5 Euro. Diese legte ich einfach auf den Tisch und verschwand wieder aus dem Haus.
Draußen legte ich die Sachen in den Fahrradkorb, der vorne angebracht war. Schnell stieg ich wieder aufs Fahrrad und fuhr los. Ein paar Straßen weiter wurde ich von irgendetwas abgelenkt, guckte nach rechts und fuhr volle Kanne gegen ein Strassenschildpfeiler. Zum Glück ist mir nichts passiert, da ich mich noch abrollen konnte, aber der Korb war total eingedrückt und die ganzen "gekauften" Klamotten lagen überall rum. Ich sammelte sie schnell wieder ein und quetschte sie wieder in den Korb.
Irgendwann bin ich dann irgendwie zu Hause angekommen und stellte das Fahrrad in den Schuppen, nahm noch die Sachen mit in mein Zimmer und bin eingepennt.


Am nächsten Morgen wachte ich auf und dachte im ersten Moment, dass ich das alles nur geträumt hätte. Aber als ich dann die Hosen usw. auf dem Boden sah, wurde mir klar, dass ich wieder mal voll die Scheisse gebaut hab. Zudem waren die Klamotten viel zu groß für mich und ich überlegte, wie ich die Sachen wieder loswerden könnte, ohne dass irgendjemand etwas merken würde. Am Abend, als es dunkel wurde und ich einigermaßen ausgenüchtert war, packte ich die Sachen in meinen Rucksack, stieg auf das geklaute Bike, fuhr zum nächsten See und schmiss die Klamotten dort einfach hin. Hatte vorher durch einen Anruf beim Kumpel erfahren, wo mein Fahrrad steht und fuhr dann mit dem Geklauten hin. Stellte es ab und fuhr mit meinem wieder nach Hause. So, das Fazit dessen ist, dass ich nicht mehr soviel trinken und grüne Pflanzen rauchen sollte und ich im Prinzip 5 Euro umsonst ausgegeben habe. Naja die Kleidungstücke waren wohl auch etwas wert und ich finde meine Aktion echt dreist und auch peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00027612 vom 12.03.2010 um 01:12:20 Uhr in Oldenburg (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000