Schlafparalyse

23

anhören

Verzweiflung Neurosen Köln

Ich (w) denke, dass ich verrückt bin. Angefangen hat es, als ich plötzlich in der Nacht schreiend aufwachte. Es waren Schlafparalysen. Einmal wachte ich auf und sah, wie zwei dämonenartige Gestalten auf mich zu krabbelten, während ich wehrlos im Bett lag. Sie wollten mein Blut trinken. Ich schrie, dann waren sie weg. Danach hatte die Schlafparalyse aufgehört. Jedoch hatte ich in zwei Nächten das Gefühl, dass mich ein Schattenmann beobachtet, während ich schlief.

Als mein Freund in das Schlafzimmer kam, war ich noch wach, fühlte mich aber fremdgesteuert, denn ich fragte ihn: "Wo ist der Kerzenständer?" Mein Freund dachte, ich würde im Schlaf reden und antwortete nicht. Ich schlief aber nicht, fragte ihn in Gedanken: "Warum antwortest du nicht?" Das war nicht ich, die da gesprochen hat. Auch träume ich von Ereignissen, die eintreffen. Ich habe von einem Anschlag in London geträumt, als ich aufgewacht bin, sah ich es in den Nachrichten. Ich werde mir einen Psychologen suchen, ich bin krank.

Beichthaus.com Beichte #00039942 vom 24.06.2017 um 15:30:29 Uhr in Köln (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Matschgesicht

24

anhören

Manie Partnerschaft London

Mein Freund (m/34) ist ein Schönling, die Bezeichnungen Sunnyboy oder Milchbubi würden trotz seines Alters auch noch passen. Er arbeitet als Investmentbanker in London und muss gezwungenermaßen, aufgrund des Gruppenzwangs, immer perfekt aussehen. Er ist aber anscheinend schon immer so ein Typ. Meine Ex-Freunde waren eher das Gegenteil. Mit Bart und Körperbehaarung, relaxed, unordentlich und auch beim Sex total spontan. Bei meinem Freund dagegen ist alles exakt geplant: Blowjob, Missionarsstellung, ohne Rausrutschen umdrehen, Doggy, fertig. Am Wochenende, wenn er etwas mehr Zeit hat, lässt er auch mal die Zunge spielen. Ich (w/29) muss gestehen, dass ich es liebe, seinen Kopf stundenlang an meine Mumu zu pressen, sodass er kaum mehr Luft bekommt. Sein Gesicht ist dann am Ende hochrot, verschwitzt und vollgeschnoddert. Ich liebe dieses Matschgesicht, so sieht er wenigstens halbwegs wie ein Mann aus.

Beichthaus.com Beichte #00039721 vom 10.05.2017 um 13:23:08 Uhr in London (Bromley Street) (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der heiße Wächter im Buckingham Palace

8

anhören

Fremdgehen Schamlosigkeit Morallosigkeit Urlaub London

Ich (w/21) habe letztes Jahr Urlaub in London gemacht und, wie es der Zufall wollte, habe ich mich ein paar Tage davor von meinem Ex-Freund getrennt und war daher alleine unterwegs. Am ersten Abend habe ich mich dann entschieden, an einem Pub-Crawl (Kneipentour) teilzunehmen. Ich lernte dort ein paar nette Leute kennen und relativ schnell auch eine Gruppe Engländer, die doch sehr offensiv beim Flirten waren. Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz abgeneigt war und besonders einer von ihnen hatte es mir angetan. So kam es also, dass er mir ein paar Getränke ausgab und wir rumknutschten. Im Laufe des Abends habe ich auf seinem Handy ein Foto von einer Frau gesehen, die ziemlich eindeutig seine Freundin sein musste. Er leugnete es jedoch und im Suff war es mir auch egal. Irgendwann willigte ich auf sein Drängen hin ein, mit ihm nach Hause zu gehen.

Was dann geschah, kann ich bis jetzt nicht glauben. Im Taxi zu ihm eröffnete er mir, dass er als Wächter im Buckingham Palace arbeitet und dementsprechend in einer Kaserne wohnt. Dort angekommen wollte man mich natürlich nicht reinlassen, aber er schaffte es irgendwie, die anderen Soldaten zu bequatschen - unter dem Vorwand, er müsse nur ein paar Sachen holen. Sie gewährten uns 20 Minuten, behielten aber meinen Ausweis und drohten damit, dass ich ihn nicht wiederbekäme, falls es länger dauert. Im Zimmer angekommen ging es dann direkt wild zur Sache und gipfelte darin, dass er mir die volle Ladung ins Gesicht und in die Haare verteilte. Genau in dem Moment ging die Tür auf und seine Freunde aus der Bar, die wohl auch seine Zimmergenossen waren, kamen reingestürmt. Ich saß also splitternackt mit einer riesigen Ladung Sperma im Gesicht auf dem Boden und vier Kerle glotzen mich an. Sie fackelten auch nicht lange und hatten schnell die Hosen ausgezogen und rieben ihre Schwänze.

Ich wollte so schnell wie möglich weg und ich hatte auch Sorge um meinen Ausweis, da 20 Minuten schon lange vergangen waren. Die Männer wollten mich zu einem Vierer überreden und hielten mich tatkräftig davon ab, das Zimmer zu verlassen. Ich sagte notgedrungen zu, dass ich alles mitmache, was sie wollen, wenn sie mir nur meinen Ausweis wiederbeschafften. Einer ging dann tatsächlich mit mir zum Ausgang, um mir zu helfen. Ich bekam meinen Ausweis, und als wir dann auf der Straße waren, dachte er, ich würde ihm jetzt einen blasen. Ich fing aber stattdessen an zu weinen, und schließlich gab er mit 5 Pfund und eine Kopfschmerztablette und ließ mich alleine auf der Straße sitzen.

Meine erste Beichte ist, dass ich mit einem vergebenen Mann ein Techtelmechtel hatte. Aber viel beichtenswerter als das ist, dass ich in dieser an sich entwürdigenden Situation keine einzige Sekunde lang wirklich Angst oder Trauer gespürt habe, sondern innerlich total berechnend und kalt war. Ich hatte nicht einmal Angst, als ich von den vier Männern in einem Zimmer festgehalten wurde und sie mich zu Sex nötigen wollten. Ich tat absichtlich so, als sei ich willig, unter der Prämisse, dass sie mir meinen Ausweis zuerst besorgen, damit ich irgendwie aus dieser Kaserne rauskomme. Sogar meine Tränen auf der Straße waren gespielt, um den letzten Kerl loszuwerden. Ich habe mich auch überhaupt nicht erniedrigt gefühlt, sondern war eigentlich sogar stolz auf mein taktisches Manöver, denn das hätte auch anders enden können. Und im Nachhinein finde ich die Geschichte eigentlich auch ganz lustig, nur werde ich diese Urlaubsanekdote definitiv für mich behalten.

Beichthaus.com Beichte #00037458 vom 22.01.2016 um 20:02:42 Uhr in London (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Angst vor der Premiere von Star Wars

38

anhören

Gewalt Mord Verzweiflung

So sehr ich mich, als riesiger "Star Wars"-Fan, der alle sechs Vorgänger etliche Male gesehen hat, auf den 17.12.15 freue, muss ich mittlerweile sagen, dass ich Angst habe. Angst vor Terroranschlägen. Ich werde den Film im größten Kino in einer der größten Städte in NRW gucken, und ich habe Angst, dass so etwas wie bei dem Konzert in Frankreich passiert. Es wird rappelvoll sein und eine bessere Bühne wird es für sogenannte "Terroristen" wohl erst einmal nicht geben, oder? Was sollen wir, als Kinobesucher, oder die Kinobetreiber, gegen Leute machen, die mit Handfeuerwaffen den Saal stürmen und wahllos rumballern? Die letzte vergleichbare Tat ist gerade mal einen Tag her: Ein wahnsinniger religiöser Fanatiker hat in einer Londoner U-Bahn drei Leute mit einer Machete niedergestochen. Bei jeder Terrormeldung wird mir mulmiger.

Beichthaus.com Beichte #00037171 vom 06.12.2015 um 14:22:17 Uhr (38 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Ein Prokurist aus dem viktorianischen London

22

anhören

Hass Peinlichkeit Zorn Maßlosigkeit

Ich (m/20) muss meine latenten Agressionen gegenüber einigen Personen aus meiner Bekanntschaft beichten. Über einen Freund, der extrem modebewusst ist, kenne ich einige weitere Leute, die wir mittlerweile nur noch die "Ben-Sherman-Gang" nennen, weil sie nur in besagtem Laden einkaufen gehen und dort teilweise auch arbeiten. Einer von ihnen bringt mich besonders auf die Palme. Alle kleiden sie sich im Vintage-Look mit Anzug, Krawatte und Armbanduhr (je älter, desto besser), und das alles rund um die Uhr, dabei sind sie alle gerade mal 18 bis 20 Jahre alt! Das kann ich noch irgendwie akzeptieren, aber einer übertreibt es einfach nur noch: neulich kam er ernsthaft mit Messer, Tabakblock zum Runterschneiden und Pfeife in unsere Stammkneipe, zieht sich bei Gelegenheit die Taschenuhr aus der Anzughose und gibt gerne den weltmännischen englischen Gentleman, samt gefaktem "british working class accent", dabei hat er zwei Jahre nach seinem Abitur immer noch nichts Anständiges auf die Reihe gebracht, außer einem Praktikum in einer Klinik.


Wenn er auf dem Oktoberfest bei uns bedient, schlüpft er übrigens in die Rolle des kernigen bayrischen Bua, samt ebenfalls gefaktem bayrischen Akzent. Trotz mittelmäßigem Abischnitt ist es nämlich der Wunsch des jungen Herren, Medizin oder Psychologie zu studieren, was er jetzt auch durch Vaters Geld und Connections tun wird. Ich habe ihn auch schon in der Stadt mit Skizzenblock und - ganz stilecht - Gläschen Wein beim Zeichnen gesehen, kein Witz. Allein beim Schreiben kommt in mir wieder der Hass hoch. Unser Verhältnis ist nicht besonders gut, aufgrund des überschneidenden Freundeskreises habe ich aber leider oft mit ihm zu tun und ihm so im nicht mehr ganz nüchternen Zustand schon öfter merken lassen, wie affig ich sein Getue finde. Das kam nicht gut an, denn wenn er eins nicht ab kann, ist es, nicht ernst genommen zu werden. Aber wieso kleidet er sich dann auch wie ein Prokurist im viktorianischen London, verdammt noch eins?


Zur Information: Das Ganze spielt sich an den Wochenenden in unserer schummrigen Stammkneipe in einer Kleinstadt ab, nicht im Montmartre zur Belle Epoque. Sogar seinen eigenen steinernen Bierkrug bringt er in die Kneipe mit, dunkles Bier kann der Connaisseur nämlich nur daraus trinken, und wenn er dann auch noch allen Ernstes Limericks aus seinem Reclam-Heftchen liest, natürlich so, dass es alle mitkriegen, wie gebildet und interessiert er ist, hat das Ganze etwas von Realsatire. Was ich beichten möchte, ist also meine Aggression gegenüber diesem Clown, die so weit geht, dass ich ihn schon heimlich mit allerlei Sachen aus dem Hinterhalt beworfen habe - mit Geldmünzen, zusammengeknüllte Bierdeckel, etc. Das bereue ich, denn es war kindisch und hat unter uns zum Streit geführt. Ich bereue es aufrichtig.

Beichthaus.com Beichte #00036930 vom 27.10.2015 um 18:34:07 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht