Leben in meiner deutschen Gastfamilie

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Dummheit Morallosigkeit Familie Marburg

Ich (w/20/aus Osteuropa) war damals 16 Jahre alt und kam im Rahmen eines Stipendienprogramms als Gastschülerin nach Deutschland (ein ganz kleines Städtchen im Osten). Zu mir muss vor allem gesagt werden, dass ich wegen dem schwierigen Charakter meines Vaters schon im Kindergarten psychologische Probleme hatte und eine Art Therapie machen musste. In der Schule wurde ich ständig gemobbt. So musste ich dort aufpassen, dass mich keiner schlägt oder beklaut und zu Hause wartete auf mich Mama in Tränen und ein ständig unzufriedener Vater. Ich war ziemlich depressiv... In Deutschland, schon am allerersten Tag der Schule habe ich Freunde gefunden, war nie allein, wurde zu verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten eingeladen. Die Familie war perfekt (Gastvater und Gastmutter beide gegen 50, Kinder waren schon ausgezogen). Ich kam mit denen sehr gut klar. Die Gastmutter schrieb meiner Mutter "Danke für eine gute Tochter." Die Gasteltern waren total lieb zu mir und zueinander. Ich war einfach glücklich. Überglücklich. Es fühlte sich so an als hätte mein Leben gerade jetzt angefangen.

Doch dann passierte etwas sehr Schlechtes. Die Gastmutter arbeitete viel, der Gastvater war häufiger zu Hause, wir kochten zusammen, machten Hausaufgaben, guckten Fernsehen. An einem solchen Abend, als wir allein waren, hat er mich geküsst. So wie man die Tochter nicht küssen würde. Die Welt ist für mich zusammengebrochen. Ich dachte, ich sei die Tochter einer glücklichen Familie - anscheinend war ich es aber für ihn nicht. Ich fühlte mich sehr schlecht, sagte ihm wie falsch es ist. Er hörte es nicht. Ich habe an dem Tag blöderweise alle Antidepressiva geschluckt, die ich hatte und meiner Mutter eine Abschiedsnachricht geschrieben. Als ich trotz der Überdosis am Leben blieb, habe ich verstanden. Ich musste eine harte Entscheidung treffen. Und ich habe den Fehler gemacht, den ich mit meinem ganzen Herzen bereue. Ich war verliebt in den Mann, der für mich eine Vaterfigur darstellte. Sehr verliebt. Unbeschreiblich. Ich will mich nicht rechtfertigen, ja ich bin eine Hure, aber ich war mit ihm nie wegen Sex (ich war Jungfrau und es hat mir mehr geschmerzt, als gefallen, aber ich zeigte es nie).

Einmal war die Gastschwester da, plötzlich haben sie und die Mutter mich attackiert, meinten ich sei so eine Schlampe, ich sei krank, ich würde mich falsch anziehen und den Vater anmachen... Ich bin rausgerannt, der Gastvater war in der Garage. Ich schrie zu ihm, dass ich Hilfe brauche. Er stand mit dem Rücken zu mir. Er hat mich kein einziges Mal angeguckt. Ich musste zurückgehen und mir Beleidigungen anhören. Trotzdem bin ich in der Familie geblieben. Warum? Weil ich doof war/bin und dazu noch richtig stark verliebt. Wenn es wieder Ruhe gab hat der Mann alles weitergemacht. Mein psychologischer Zustand wurde schlechter und schlechter. Ich hörte mittlerweile Stimmen, bekam sogar einen Termin beim Psychiater.

Im Juli war es dann so weit und ich flog nach Hause. Und hier kommt meine zweite Beichte: Ich blieb mit dem Gastvater im Kontakt (nur im Netz, keine Treffen). Bis zum 19. März dieses Jahres. Bis die Frau unsere Unterhaltungen entdeckt hat. Ich war seine Schlampe und ich wusste es, aber ich liebte ihn, ich sagte es ihm so oft - dass er mir wehtut. Und dass ich ihn so liebe. Die gesamte Katastrophe hat natürlich Spuren hinterlassen. Zurzeit bin ich in einer Behandlung. Die Ärzte sind total nett. Alle helfen mir sehr. Ich fühle mich endlich besser, aber die ganzen Gedanken lassen mich einfach nicht los... Hiermit beichte ich, dass ich eine egoistische Schlampe bin und einfach eine sehr blöde blinde Person. Ich brauche keine Absolution, ich werde mir eh nie vergeben können. Ich musste es einfach mal loswerden... Ich habe übrigens wieder ein Stipendium erhalten und studiere jetzt in Deutschland.

Beichthaus.com Beichte #00039774 vom 22.05.2017 um 19:23:23 Uhr in Marburg (18 Kommentare).

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Mein schwuler Kommilitone

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Dummheit Lügen Dating

Ich (m/22/schwul) studiere jetzt im vierten Semester in einer Kleinstadt. Letzte Woche war ich mit ein paar Kommilitionen in einer Bar, wo wir es uns auch ziemich gut gingen ließen. Einer der Jungs suchte nach dem dritten Liter Bier auch auffälig viel Körperkontakt (auf die Schulter hauen, highfive, etc). Als sich die Gruppe um Mitternacht auflöste, beschlossen wir zusammen noch eine andere Bar zu besuchen. Eine halbe Stunde später lagen wir dann allerdings auch bereits in seinem Bett. Bis dato hatte er sich wohl nicht für Jungs interessiert. Wir kannten uns bereits davor schon recht lang, wenn auch nicht gut, aber dieser Abend änderte wohl alles. Wir hätten wohl beide nicht gedacht, dass die ganze Geschichte recht gut funktionieren würde und beschlossen deshalb, unsein paar Tage später wiederzusehen. Nach zwei Flaschen Wein endete die ganze Geschichte natürlich wieder in seinem Bett und, wie am letzten Abend auch, harmonierten wir überraschend gut.

Sogar der nächste Morgen war super entspannt und wir fuhren sogar zusammen in die Uni. Bis dahin alles wie im Bilderbuch. Seit einiger Tagen allerdings habe ich massive Zweifel an der gesamten Geschichte. Ich weiß zwar nicht genau weshalb, vielleicht sind es aber auch einiger Faktoren zusammen. Er ist eigentlich nicht mein Typ (zu klein, zu ruhig, ...), und auch andere Sachen wie der einigermaßen gleiche Freundeskreis und so weiter stören mich. Er kontaktiert mich nun schon seit zwei Tagen und ich finde immer wieder neue Ausreden ihn nicht zu sehen.

Er hat mir erzählt, dass es mit den Mädels nicht so läuft wie er das gerne hätte, und sei selbst sehr überrascht dass er sich auch für Jungs begeistert. Das hat natürlich in mir ein wenig den Verdacht erregt, dass ich eigentlich nur eine Notlösung bin. Wie er mir allerdings in die Augen schaute, war eine andere Geschichte. Ich möchte beichten, dass ich als erste schwule Erfahrung eines anderen Kerls warscheinlich auch nur eine weitere Enttäuschung für ihn sein werde und ich Angst habe, ihm das Gefühl zu geben, niemand interessiere sich ernsthaft für ihn.

Beichthaus.com Beichte #00039768 vom 20.05.2017 um 17:30:36 Uhr (5 Kommentare).

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Mein Freund nimmt immer nur!

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Aggression Dummheit Verzweiflung Partnerschaft Münster

Ich bin ein Gewohnheitstier und stelle alle anderen immer vor mein Wohl stelle. Ich bin jetzt seit drei Jahren in einer Beziehung. Vor sechs Monaten sind wir zusammengezogen. Meine Eltern, beide streng religiös, wissen dass ich einen Freund habe, dass ich auch bei ihm lebe - nur wollen sie nichts mit ihm zu tun haben. Sie sagten immer, dass er mich ausnutzen wird und irgendwann mal zurück zu seiner Ex und dem gemeinsamen Kind geht. Ich habe beiden das Gegenteil bewiesen. Ich habe gezeigt, dass mein Freund mich liebt, dass er nicht zurückgehen wird. Dass er zu mir stehen wird. Nur leider habe ich mittlerweile das Gefühl, dass es eben nicht so ist. Oft macht er mir Vorwürfe, dass meine Eltern ihn nicht kennenlernen wollen und ich nichts dagegen tue, ich wüsste auch nicht was. Ich versuche mich zu teilen, damit mein Freund und meine Eltern etwas von mir haben. Dass wir ein echtes Paar sein können und damit meine Eltern ihre älteste Tochter nicht verlieren.

Leider ist es immer so, dass wenn ich zu meinen Eltern fahre - und sei es nur ein halber Tag - er sofort eifersüchtig wird und mir vorwirft, ich würde bei ihnen in der Stadt eine Affäre haben. Ich würde ihn anlügen und betrügen. Aber so ist das nicht. Ich liebe ihn und war und bin immer treu. Ich habe sogar aufgehört bei Facebook Sachen zu liken oder zu posten. Ich habe den Messenger deinstalliert, damit er nicht denkt ich würde ihm fremdgehen. Wenn er bei Whatsapp etwas entdeckt, was er nicht versteht - eine Nachricht von meinem Cousin oder so etwas - dann rastet er direkt aus. Ich habe mir sogar einen Job gesucht, in dem es nur Frauen gibt. Einfach, damit er nicht eifersüchtig wird. Doch auch das hat leider kaum etwas gebracht.

Wenn ich länger bei der Arbeit bin oder auf dem Heimweg länger brauche, dann ist er direkt misstrauisch und hört mir dann nicht zu, wenn ich versuche es ihm zu erklären. Er spinnt sich etwas im Kopf zusammen und rastet komplett aus. Schreit und schmeißt die Türen zu. Dann werde auch ich aggressiv, weil ich mich bedroht fühle und zum Gegenschlag aushole. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Ich halte die Wohnung sauber, mache die Wäsche, koche. Er macht nichts mehr. Wenn ich mal einen Teller stehen lasse, dann dreht er durch, weil es nicht sauber ist. Sobald ich ihm sage, dass ich das gleich aufräume, bin ich faul und verlogen. Wenn er mich tagsüber anschreit, kommt er nachts wieder an und will Sex. Aus Befürchtung dass es sonst noch schlimmer wird, bekommt er den auch. Ich fühle mich gebraucht und schäme mich. Ich liebe ihn, aber langsam kann ich so nicht mehr weitermachen. Er bekommt von mir alles, was er möchte - und ich habe in den drei Jahren noch nie ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk bekommen. Er nimmt, gibt aber nie etwas zurück. Ich will nicht zurück zu meinen Eltern, weil mein vorher genannter Job mir echt Spaß macht und das ist das erste Mal seit Jahren, dass ich Spaß am Arbeiten habe.

Der Job und die Stadt, in der ich arbeite, liegen 45 Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt. Ich möchte ausziehen, denke mir aber immer wieder, dass es mit ihm besser wird. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich "keine Eier" habe, um meinem Freund Paroli zu bieten, bzw Angst habe, dass er wieder ausrastet, sobald ich es tue.

Beichthaus.com Beichte #00039760 vom 19.05.2017 um 12:57:21 Uhr in Münster (39 Kommentare).

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Ofenfrische Pizza

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Dummheit Waghalsigkeit Ernährung

Ofenfrische Pizza
Ich habe mir letztens eine Pizza in den Ofen geschoben und bin dann eingepennt. Nach sechs Stunden bin ich von einem extremen Geruch aufgewacht und in die Küche gehetzt. Was soll ich sagen? Wer bisher Diamanten als härteste Substanz gehalten hat, wird meine pechschwarze Pizza noch nicht gesehen haben. Ich glaube, sie war so hart, mit der hätte man Löcher ins Raum-Zeit-Gefüge reißen können. Ich sollte mir bei so etwas einen Wecker stellen.

Beichthaus.com Beichte #00039743 vom 16.05.2017 um 02:02:32 Uhr (12 Kommentare).

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Der verdächtige Mann im Schwimmbad

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Dummheit Misstrauen Familie Berlin

Ich habe etwas ganz Blödes gemacht. Am Samstag war ich zusammen mit einem Kumpel im Schwimmbad, weil das Wetter recht angenehm war. Uns ist dort ein Mann aufgefallen, der unserer Meinung nach auffällig nah am Kinderbecken sein Handtuch hatte und ständig den Kindern beim Baden zugeschaut hat. Wir beschlossen, das Ganze weiter zu beobachten und wollten schon dem Bademeister Bescheid sagen.

Als er dann aufstand, seine Sachen packte und einen kleinen Jungen hinter sich herzog, der irgendwas von "Ne, ich will nicht" und "Lass mich" sagte, dachten wir ernsthaft, das wäre ein Pädophiler und der würde gerade versuchen, den Kleinen zu entführen. Ich bin dann zum Bademeister und habe dem die ganze Geschichte erzählt.

Kurzum, es hat sich herausgestellt, dass es ein Vater mit seinem Sohn war. Der Sohn wollte einfach noch nicht nach Hause gehen und hat sich deshalb gewehrt. Mann, war mir das peinlich und ich habe mich hundert Mal entschuldigt. Ich bin scheinbar durch die Medien so verblödet, dass ich in jedem Mann mit Kind einen Pädophilen sehe. Wegen mir wäre fast ein Unschuldiger an den Pranger gestellt worden. Ab jetzt bleibt die Glotze aus. Ich versuche einfach mal, mehr auf meinen Verstand zu hören.

Beichthaus.com Beichte #00039738 vom 14.05.2017 um 23:44:21 Uhr in Berlin (17 Kommentare).

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