Glühwein ist mir wichtiger als meine Freunde!

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Maßlosigkeit Selbstsucht Trunksucht Neumünster

Meine beste Freundin und ich haben seit einem Jahr an einem bestimmten Tag im Dezember etwas vor (eine Nikolausfeier besuchen) und haben uns schon sehr darauf gefreut. Nun habe ich sie jedoch gestern angerufen und abgesagt. Der Grund hierfür liegt darin, dass an dem Tag die Weihnachtsfeier unserer Abteilung stattfindet, bei deren Terminierung ich die Nikolausfeier nicht mehr auf dem Schirm hatte. Auf der Weihnachtsfeier wird es unter anderem Glühwein geben, und danach fahre ich bestimmt kein Auto mehr. Ich beichte daher, dass ich ordentlich einen trinken werde und es nicht schaffe, meiner Freundin zuliebe nüchtern zu bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00040649 vom 16.11.2017 um 11:49:04 Uhr in Neumünster (10 Kommentare).

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Wir heiraten ohne Familie!

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Geiz Engherzigkeit Partnerschaft Familie Neumünster

Ich heirate am 22.09.17 und niemand aus meiner und seiner Familie weiß Bescheid. Der Grund dafür? Wir wollen kein Geld für unsere nicht so liebenswürdige Familien ausgeben. Bringt bloß Stress und Ärger. Letztendlich dankt es einen doch eh keiner. Wir sparen Geld und Nerven. Wir feiern, so wie es sich gehört, zusammen und die Flitterwochen werden sowieso spitze.

Beichthaus.com Beichte #00040263 vom 01.09.2017 um 22:16:37 Uhr in Neumünster (13 Kommentare).

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Meine Mutter macht mir mein Leben zur Hölle

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Hass Verzweiflung Tod Familie Münster

Ich (w/22) möchte gerne beichten, dass ich meine Mutter abgrundtief hasse. Ich weiß, man sollte so etwas nicht über seine Eltern sagen, aber meine […]
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Beichthaus.com Beichte #00040150 vom 03.08.2017 um 22:32:04 Uhr in 48159 Münster (Alte Schanze) (20 Kommentare).

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Hilfe, meine Mutter ist in einer religiösen Sekte

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Lügen Falschheit Familie Unglaube Zwang Münster

Ich (25) habe wohl eine Art des Stockholm-Syndroms. Meine Mutter ist in einer Religion, die ihre Regeln, die 10 Gebote usw. sehr ernst nehmen. Sie versuchen immer danach zu leben. Kein Sex vor der Ehe, nicht Lügen, keinen Krieg führen, Jesus nachfolgen. Ich denke jetzt können sich viele schon denken, welche Religion ich meine. Ich war 9 oder 10, als sie konvertiert ist. Davor kannte ich Religion nur aus der Schule und da haben wir meistens Bilder ausgemalt und die sieben Tage der Wertschöpfung gebastelt. Ich besuchte den evangelischen Religionsunterricht, also keine Kommunions-Vorbereitung oder sonstiges. Jedenfalls will ich meiner Mutter, seit ich denken kann, immer gerecht werden. Ich wollte, dass sie stolz auf mich ist. Also bin ich mit zu ihrer Religion. Meine zwei kleinen Schwestern wurden ja auch mitgeschleppt. Die eine war damals noch ein Säugling und die andere sechs oder sieben Jahre alt. Wir hatten wenig Wahl. Also eigentlich gar keine, da unser Vater damals immer dachte, dass er nur seine Familie ernähren können muss. Er hat immer gearbeitet und hat nebenbei unser Haus gebaut. Wir haben ihn kaum gesehen und meine Babyschwester kannte ihn nicht. Sie hatte Angst vor ihm. Was ich eigentlich damit sagen will, unser Papa hat die Erziehung der Kinder in die Hände der Mutter gelegt. So wie es in vielen osteuropäischen Familie der Fall ist.

Ich wollte meiner Mutter gerecht werden, bin mitgegangen, habe mich nie beklagt. Ich wollte sie stolz machen, da sie ganz oft mit mir geschimpft hat damals. Ab und zu wurde ich auch mit dem Ledergürtel verhauen, wenn ich ihr eine schlechte Note verheimlicht habe, oder eine schlechte Note geschrieben habe und es ihr gesagt habe. Wenn ich, statt zu lernen, gespielt habe. Ich wurde verhauen. Und habe sofort alles daran gesetzt, dass sie mich wieder lieb hat und damit sie stolz ist. Das ging jahrelang so. Ich habe mich mit 14 in ihrer Religion taufen lassen. Nur damit sie stolz ist. Ich habe mir ein Leben mit diesen Menschen aufgebaut. Hatte Freunde - und doch wusste ich immer, dass ich da nicht hingehöre. Wie ein Mensch, der schon immer weiß, dass er homosexuell ist, oder transsexuell. Ich wusste, dass ich da nicht hingehöre. Ich wollte da weg, aber ich konnte nicht. Einfach aus dem Grund, weil ich dann meine Mutter enttäuschen würde. In der Religion ist es ein Muss, dass wenn jemand austritt, niemand mehr Kontakt zu der Person haben darf. Nicht mal die eigene Familie. Ich habe das Ganze mit 16 Jahren bei meinem besten Freund miterlebt. Er ist ausgetreten. Ich durfte keinen Kontakt mehr zu ihm haben, ich durfte ihn nicht mehr sehen. Er wohnte 30 km von mir entfernt und meine Mutter hat mich so kontrolliert, dass ich nicht mal 10 Minuten aus dem Haus gehen durfte, ohne dass sie wusste wo ich bin.

Mit 16 habe ich aber auch einen Fehler gemacht. Ich habe mich verliebt. Generell sind Beziehungen erst ab 18 erlaubt, ab dem Alter wo man gesetzlich heiraten darf. Ich habe mich jedenfalls verliebt, Jugendliebe und so. Ich hatte mehr Zeit, da ich sofort nach der Schule eine Ausbildung in der nächsten Stadt angefangen habe. Mein Freund damals, war 18 mit Führerschein und Auto. Er hat mich zur Arbeit gebracht und meine Pause haben wir zusammen mit ihm in seinem Auto verbracht. Alles geheim. Niemand wusste es. Bis meine Mutter es dann doch erfahren hat, weil sie den Einzelverbindungsnachweis meines Handys gelesen hat. Klar rief sie die Nummer meines damaligen Freundes an. Er ging nichts ahnend dran und sie wusste dann alles. Mein Handy wurde mir weggenommen, mein Freund gab mir ein altes von sich. Das hat sie zum Glück nicht gefunden. Ich verlor wegen dem Stress zu Hause meinen Ausbildungsplatz, weil ich ständig total neben der Spur war. Da habe ich eingesehen, dass solange ich noch nicht volljährig bin, ich nicht von meiner Mutter wegkomme. Also habe ich schweren Herzens mit meinem Freund Schluss gemacht. Nach 1,5 Jahren, aber immer noch als Jungfrau, obwohl wir viele Gelegenheiten hatten - aber versucht mal Sex zu haben, mit dem ständigen Bild der Mutter vor Augen. Ich fand eine neue Stelle, beendete meine Ausbildung und hatte in der Zeit keinen Kontakt mehr zu meinem Ex. Ich habe ihn mit der Zeit irgendwie vergessen.

Ich wurde älter und habe eingesehen, dass jemand, der mit 18 weder die Schule besuchte, um seinen Hauptschulabschluss nachzuholen, noch sich irgendwie bemühte eine Ausbildung zu machen, einfach nicht zu mir passen konnte. Denn ich meisterte mich zu einer Karrierefrau. Um meine Mutter glücklich zu machen, stieg ich in der Religion auf und arbeitet nebenbei Vollzeit. Und das alles mit 20! Ich war quasi auf mich alleine gestellt. Habe alles getan um sie glücklich zu sehen. Ich habe keine Freizeit mehr für mich gehabt. Wenn ich nicht gearbeitet habe, war ich in die Tätigkeiten der Religion eingebunden. Auch am Wochenende, vor allem am Wochenende, denn da hat man ja viel Zeit. Ich habe Lob bekommen von ihr. Sie hat mich geliebt und ich habe es gemerkt. Sie war stolz auf mich. Und als ich auch noch eine "Beziehung" zu einem Glaubensbruder anfing, plante sie direkt unsere Hochzeit, denn in der Religion ist man nicht erstmal zusammen um sich kennenzulernen, man zieht auch nicht zusammen, um zu sehen, ob ein gemeinsames Leben klappen könnte. Man durfte sich nicht mal zu Zweit treffen, weil alle direkt dachten, dass man Sex haben könnte! Also kam man zusammen, las zusammen via Telefon jeden Tag in einem verdammten Buch über Familie, betete um Anleitung das Richtige zu tun und heiratete 3-9 Monate später, um dann ein Jahr später den ersten Nachwuchs in die Welt zu setzen.

Das alles war der Lebenslauf vieler meiner Freundinnen. Manche von ihnen waren schon fast verzweifelt, wenn sie mit 20 noch nicht verheiratet waren. Jedenfalls musste ich neben Job, Gemeindenarbeit und meiner wenigen Freizeit, in der ich verdammt gerne, sehr dicke Bücher (Twilight, Harry Potter - alles was ich laut Glauben und Religion nicht lesen durfte) gelesen habe, auch noch meinen 10 Jahre älteren Freund unterbringen. Es kam wie es kommen musste, für eine 21-Jährige, die unter Druck steht: Ich bekam Burn-out und trennte mich von dem Mann. Depressionen waren für meine Mutter immer ein rotes Tuch und es war eine Schande daran zu erkranken. Ich erkrankte. Kam in eine Klinik. Und hatte zum ersten Mal in meinem Leben Ruhe! Posttraumatische Belastungsstörung wurde diagnostiziert. Denn ich litt auch an Albträume über meine Vergewaltigung mit vier Jahren. Ich habe bis zu dem Tag in der Klinik mit der Therapeutin noch nie darüber geredet. Zwischenzeitlich war das Ganze vergessen. Aber dann kam alles wieder. Meine Mutter hat mir übrigens weiter zugesetzt, als ich in der Klinik war. Als ich zwei Wochen da war, wollte ich etwas Ruhe und habe mein Telefon abgestellt. Ich habe den Pflegekräfte gesagt, dass, sollte meine Mutter anrufen, ich nicht mit ihr reden möchte. Dann kam meine Mutter in die Klinik, da sie wohl zwei Mal abgewiesen wurde.

Sie kam in die Klinik, wütend. Ich hatte solche Angst vor ihr. Ich ging mit ihr in mein Zimmer und knallte ihr vor den Latz, dass der Typ, den sie in unser Haus geholt hatte weil er es bei seiner Mutter so schwer hatte, mich mit vier Jahren über Monate hinweg vergewaltigt hatte und ich jede einzelne Sekunde des Ganzen noch weiß. Da brach sie zusammen. Ich denke, sie hatte das geahnt. Schon damals. Jedenfalls brach sie zusammen und es war nicht das erste Mal, dass ich sie zusammenbrechen sah. Nur war es das erste Mal, dass ich mich dabei irgendwie gut gefühlt habe. Das tut mir schrecklich leid, ich meine, sie ist meine Mutter! Absolution von euch Lesern kann ich nicht verlangen. Selbst wenn ich die bekomme, kann ich sie nicht annehmen, denn ich werde mir dieses Gefühl niemals verzeihen können.

Trotzdem, seit diesem Tag hat sich etwas in mir verändert. Ich habe nicht mehr alles getan, damit sie stolz auf mich ist. Ich habe ihr nicht mehr alles durchgehen lassen, was sie mir ins Gesicht geklatscht hat. Ich verließ die Religion, nicht komplett. Ich gehe da lediglich nur nicht mehr hin und führe quasi ein Doppelleben für meine Mutter. Nur damit sie nicht wieder so enttäuscht von mir ist. Ich habe einen wundervollen Mann kennengelernt. Ich bin zu ihm gezogen, ohne dass meine Mutter es weiß. Sie denkt, ich würde in einer WG mit einer Freundin wohnen. Aber das ist mir egal. Soll sie denken, was sie will. Heute will ich ihr nicht alles recht machen, heute will ich einfach nur, dass meine eigene Mutter mich akzeptiert und nimmt wie ich bin und dass sie einsieht, wie glücklich ich bin. Mit meinem Freund bin ich nun 2 Jahre und 7 Monate zusammen. Ich weiß nicht, ob wir heiraten werden oder nicht, aber ich weiß dass ich ihn liebe und er mich und ich zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann, glücklich bin.

Worum ich jetzt bitte, ist lediglich Absolution deswegen, weil ich meine Mutter seit fast einem Jahr anlüge. Aber würde ich ihr die Wahrheit sagen, dass ich vorehelichen Sex habe, dass ich mit einem Mann zusammenlebe und dass ich dieses Leben mehr liebe als das, was ich in der Religion hatte, dann würde meine komplette Familie mich verstoßen. Ich dürfte nie wieder Kontakt zu ihnen haben...

Beichthaus.com Beichte #00040102 vom 26.07.2017 um 16:07:36 Uhr in Münster (23 Kommentare).

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Kleider machen Leute

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Eitelkeit Stolz Wirtschaft Münster

Zu meinen letzten beiden Vorstellungsgesprächen ging ich einfach mal in kurzer Hose und meiner üblichen Alltagskleidung (die ich immer beim Vorstellungsgespräch anhabe). Ich wurde direkt genommen und der Chef fand es klasse (Ingenieursberuf). Ich beichte, dass ich mir nicht um gesellschaftliche Normen Gedanken mache. Ich ging noch nie zu einem Vorstellungsgespräch im Anzug oder ähnlichem - sowas besitze ich gar nicht. Ich finde es traurig, das so viele Leute immernoch im Vorgestern leben. Traut euch was, seid ihr selbst! Verkleidet euch nicht!

Beichthaus.com Beichte #00040097 vom 25.07.2017 um 18:57:51 Uhr in Münster (14 Kommentare).

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