Es gibt schlechtere Menschen als mich!

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Vorurteile Hochmut Gesellschaft München

Ich beichte, dass ich mich für einen weitaus besseren Menschen als 90 % der restlichen Menschheit halte. Ich habe viel darüber nachgedacht, aber wie ich es auch drehe und wende, ich komme immer zum selben Ergebnis: Ich bin sicherlich kein perfekter Mensch und habe auch Fehler, aber im Vergleich zu den meisten Menschen dort draußen sind das einfach Kleinigkeiten. Ich bin immer freundlich und höflich, nicht rassistisch, hilfsbereit, nicht pervers, habe Respekt vor allen, belästige niemanden, störe niemanden durch Lärm, halte zu meinen Freunden und meiner Familie, habe noch nie jemanden betrogen, halte mit fast allem Maß, bin tierlieb und könnte nie jemanden betrügen oder verletzen. Ich will nicht abstreiten, dass das vielleicht etwas arrogant ist. Aber wenn ich darüber nachdenke, wie viele Leute Verbrechen begehen oder einfach nur kein Benehmen haben, dann stimmt es einfach.

Jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss: Wenn mehr Leute so wären wie ich, wäre die Welt ein sicherer und schönerer Ort. Natürlich sind nicht alle Menschen schlechter als ich. Ich sehe auch ein, dass es Menschen gibt, die bessere Menschen sind als ich, aber es gibt wohl mehr schlechtere.

Beichthaus.com Beichte #00040265 vom 02.09.2017 um 16:36:00 Uhr in München (Berggasse) (11 Kommentare).

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Traumjob: Politesse

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Trunksucht Verzweiflung Arbeit Leipzig

Ich (m/31) bin etwas unzufrieden mit meinem Job. Nach einer gescheiterten Selbstständigkeit habe ich in einem Call-Center angefangen, da es für mich die schnellste und einfachste Lösung war, schnell wieder in ein Arbeitsverhältnis zu kommen. Mittlerweile bin ich hier schon zwei Mal befördert worden. Auch toll, könnte man denken. Leider spiegelt sich die Beförderung nicht im Gehalt wider. Warum sollte man gute Leute auch gut bezahlen?

Jedenfalls habe ich letztens mit meiner Frau einen über den Durst getrunken und mich (mal wieder) über meinen Job aufgeregt. Gemeinsam haben wir geschaut, was es denn so für Stellen im öffentlichen Dienst gibt. Aus Jux habe ich mich dann im Suff auf eine bestimmte Stelle beworben. Nach einem Bewerbungsgespräch kam vor einer Woche die Zusage. Nun ratet mal, wer nächste Woche als Politesste anfängt? Jupp. Ich mache das. Warum? Klar, ist das auch ein etwas undankbarer Job, aber ich muss nur 30 Stunden arbeiten und verdiene fast 1,5-mal so viel wie vorher. Und eine Woche mehr Urlaub im Jahr habe ich auch. Ich beichte also, mich betrunken auf eine Stelle im öffentlichen Dienst beworben zu haben und auch noch genommen worden zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00040264 vom 02.09.2017 um 08:34:34 Uhr in Leipzig (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Warum haben Paketboten es immer so eilig?!

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Aggression Ignoranz Arbeit Heidelberg

Ich (m/25) beichte, dass mir das schnell-schnell Verhalten der ganzen Paket-Lieferanten auf den Sack geht. Oftmals ist es so: Lieferant kommt in den Laden, sagt kein Wort, tippt jedes Mal meinen Namen anders falsch ein und lässt mir ca. eine halbe Sekunde zum Unterschreiben, ehe er schnurstraks und ohne was zu sagen wieder rausgeht. Gestern habe ich daher entschieden, selbst zu entscheiden, wie lange ich unterschreibe und ihm zu zeigen was passiert, wenn man auf andere keine Rücksicht nimmt. Ich nahm also den Stift für die digitale Unterschrift in die Hand und fing langsam an, den ersten Buchstaben zu schreiben. Er wurde schnell nervös und wie erwartet, ist er nichtmal nach der Hälfte der Unterschrift losgelaufen. Ich habe den Stift aber trotzdem erstmal nicht losgelassen und als er merkte, dass da ein Widerstand war, drehte er sich um und ich ließ den Stift los, der dann mit voller Wucht in seinem Gesicht landete. Ich habe natürlich auf reumütig getan und mich entschuldigt. Heute hat er mir tatsächlich ausreichend zeit gelassen zu unterschreiben und er zuckte sogar ein kleines bisschen, als ich den Stift losließ. Rache ist Blutwurst!

Beichthaus.com Beichte #00040262 vom 01.09.2017 um 15:39:29 Uhr in Heidelberg (Rathausstraße) (23 Kommentare).

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Verliebt in die Zeitungsausträgerin

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Verzweiflung Begehrlichkeit Schamlosigkeit 50+

Diesen Sommer, als es früh hell wurde, da habe ich sie aus Zufall zum ersten Mal gesehen, unsere Zeitungsausträgerin. Sie ist eine wunderschöne Frau, geschätzt Mitte 30. Ich habe mich sofort in sie verliebt. Bisher hatte ich mit meinen 60 Jahren kaum Kontakt zu Frauen, da ich wohl nicht sehr attraktiv bin und mich auch nicht genug darum bemüht habe. Gearbeitet habe ich unter Tage und bin da natürlich auch nicht unbedingt mit dem weiblichen Geschlecht in Kontakt gekommen. Huren aufzusuchen war mein einziges Freizeitvergnügen. So ist die Zeit vergangen und ich bin dann irgendwann früher in Rente und habe gemerkt, dass ich doch sehr vereinsamt bin. Die Kontakte, die übers Internet oder Printmedien zustand kamen, waren alle nichts für mich. Entweder waren die Frauen unerträglich hässlich oder verbraucht, viele hatten erwachsene Kinder. Außerdem wollte ich irgendwie von vorne anfangen und dazu nützt mir so eine alte Frau nichts.

Jetzt habe ich diese atemberaubende Frau kennengelernt. Sie hat sehr freundlich gegrüßt, daraus schließe ich, dass sie aufgeschlossen ist. Auch am nächsten Morgen stand ich parat um die Zeitung direkt in Empfang zu nehmen. Sie trägt keinen Ring und hat in ihrem Auto keinen Kindersitz. Als ich sie angesprochen habe, ob sie mal bei mir Frühstücken wolle, war sie nur kurz angebunden und sagte, dass sie schnell weiter müsse. Als ich sie an einem anderern Morgen gefragt habe, ob ich ihr helfen kann, meinte sie, dass sie das alleine schafft. Dann wollte ich ihr ein Trinkgeld geben, weil sie so fleissig ist, sie hat die 20 Euro abgelehnt, mit der Begründung, das sei ihr Job. Leider habe ich sie dann einige Zeit verpasst, weil sie früher gekommen ist. Darauf angesprochen meinte sie, dass sie die Straßen jetzt anders eingeteilt hat. Wenn ich sie sehe, muss ich von meiner Wohnung schon noch 3 bis 4 Minuten nach unten laufen um sie rechtzeitig anzutreffen. Jetzt, wo es kühler wird, kann ich auch nicht jeden Morgen vor dem Briefkasten auf sie warten. Sie weigerte sich vor kurzem, mir ihren Namen zu sagen, obwohl ich sie nett darum gebeten hatte. Als ich bei der Zeitung nachgefragt habe, gab man mir keine Auskunft, was ich ja auch halbwegs verstehen kann.

Jetzt hat sie sich aber etwas erlaubt, was mich sehr enttäuscht hat. Gestern habe ich wieder unten gewartet und dann kam sie, aber nicht alleine. Sie hatte eine Frau dabei, die sie, auf Nachfrage, als ihre Schwester ausgab. Dann sagte doch die angebliche Schwester zu mir, dass ich aufhören soll, morgens hier herumzulungern um die Leute zu belästigen. Das hat mich auf die Palme gebracht, ich habe niemandem etwas getan. Ich sagte ihr, dass sie sich verpissen soll, bevor ich unangenehm werde. Daraufhin habe ich mich bei der Zeitung vehement beschwert, dass ich von der Zeitungsausträgerin beschimpft worden sei. Jetzt tut mir das aber leid, weil es ja ihre blöde unverschämte Schwester war. Das musste ich jetzt unbedingt beichten. Heute kam jemand anderes mit der Zeitung, viel später als sonst, der Mann konnte kaum deutsch. Ich bin am Ende, wenn ich sie nicht mehr sehen kann. Ich habe nur die Fotos als Erinnerung, die ich von ihr gemacht habe. Es tut mir so leid, aber ich habe niemanden, mit dem ich darüber sprechen kann und der mir Trost spendet.

Beichthaus.com Beichte #00040260 vom 01.09.2017 um 10:53:43 Uhr (67 Kommentare).

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Ich bin fett und finde keinen Job!

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Faulheit Trunksucht Verzweiflung Arbeit

Ich möchte mein jämmerliches Leben beichten: Ich habe mit 18 Jahren meinen Hauptschulabschluss abgeschlossen. Mit 27 habe ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Zwischen Schule und Ausbildung habe ich keine Lehrstelle gefunden und einige Ein-Euro-Jobs machen müssen. Nach meiner Ausbildung habe ich immer noch keine Arbeitsstelle gefunden. Bewerbungen liefen ins Leere. Jetzt bin ich 30 Jahre und die Situation ist dieselbe. Meine Bewerbungen nach einem Job werden abgelehnt, weil ich keine Berufserfahrung habe. Seit drei Jahren trinke ich pro Woche ca. 20 Bier. Der Rausch am Abend lässt mich jedes Mal abschalten. Ich habe 40 Kilo durch den Alkohol und die mangelnde Bewegung zugenommen. Meine Hosen passen mir überhaupt nicht mehr.

Neue Bewerbungsgespräche sage ich eine Stunde vor Termin ab, weil ich Angst habe, dass ich den Dresscode nicht gerecht werde. Mit Jogginghosen ist es mir sehr peinlich zum Termin zu gehen. Auch wenn es nur Callcenter ist. Dort laufen die meisten nur mit Freizeitklamotten rum. Ich würde gerne abnehmen und Sport treiben, aber durch den mehrmalige Rausch in Woche fühle ich mich wohler. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Einerseits möchte ich nicht mehr trinken und endlich abnehmen, aber ich fühle mich im Rausch viel wohler. Mein Therapeut ist auch keine Hilfe, er meint entweder oder. Aber ich mag den Rausch zu sehr.

Beichthaus.com Beichte #00040259 vom 01.09.2017 um 01:01:10 Uhr (13 Kommentare).

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