Mein Kinderwunsch

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Lügen Falschheit Schwangerschaft Neubrandenburg

Ehrlich gesagt, habe ich das so offen noch niemandem erzählt. Nachdem mein Mann und ich vor fast 4 Jahren geheiratet haben, war bei mir der Wunsch nach Kindern schon sehr gewachsen. Meine Freundinnen hatten entweder schon ein Kind oder waren gerade schwanger. Irgendwie habe ich mich davon anstecken lassen und konnte es kaum noch erwarten, selber ein Baby zu bekommen. Bei meinem Mann war dieser Kinderwunsch noch nicht ganz so ausgeprägt. Grundsätzlich waren wir uns einig, dass wir Kinder wollten, aber eben noch nicht sofort. Daher habe ich ohne sein Wissen nach der Hochzeit die Pille abgesetzt und gehofft, dass ich bald schwanger werde. Mir war noch nicht wirklich klar, wie ich ihm dann erklären sollte, dass ein Baby unterwegs ist, aber der Wunsch bei mir war so intensiv, dass mir das erst mal unwichtig war.


Nach nur drei Monaten war es dann soweit und ich hielt morgens einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Dieses Glücksgefühl war unbeschreiblich und sofort rief ich meinen Mann im Büro an, um es ihm zu erzählen. Er war zugegeben sehr überrascht und dachte zunächst, ich wollte ihn veralbern, doch nach einer Weile merkte er, dass es mein Ernst war. Ich hatte ja angenommen, dass er böse werden würde, aber nichts dergleichen. Nach der Arbeit haben wir noch gemeinsam einen Test gemacht und als er dann im Testfenster las "schwanger 2.-3. Woche", freute er sich auch. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil ich diese Entscheidung für ein Kind ganz alleine getroffen habe und eigentlich finde ich sowas auch nicht gut. Man sollte stets seinem Partner gegenüber fair und ehrlich sein, doch als ich diese Entscheidung für uns getroffen habe, war ich nicht sonderlich rational.

Als unsere Tochter dann auf der Welt war, war mein Mann total glücklich und er gab mir auch schon mal zu verstehen, dass er ahnt, dass ich ohne sein Wissen die Verhütung abgesetzt habe. Zugegeben habe ich es aber nie. Mittlerweile ist auch schon unser Sohn auf der Welt und dieses Mal habe ich die Verhütung abgesetzt mit dem Wissen meines Mannes.

Beichthaus.com Beichte #00028642 vom 15.02.2011 um 17:55:05 Uhr in Neubrandenburg (Friedrich-Engels-Ring) (52 Kommentare).

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Der Sandwichmaker

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Dummheit Feigheit Köln

Ich habe mir einen Sandwichmaker gekauft und ins Büro schicken lassen (damit ich ihn nicht abends bei der Post abholen muss) und kam dann auf die glorreiche Idee mir Mittags schnell ein Toastbrot, Käse und Schinken zu holen, um das Teil direkt im Büro mal auszuprobieren. Weil mir das dann aber irgendwie doch zu doof war so einfach auf dem Schreibtisch loszulegen, hab ich den Raum von der Putzfrau benutzt. Leider rauchte das Teil (vermutlich wegen Erstbenutzung) ziemlich stark und es ging nach ein paar Minuten plötzlich der Feueralarm los. Mir war sofort klar, dass mein Sandwichtoaster Schuld daran sein muss - also hab ich ihn panisch einfach so wie er war zurück in den Amazon-Karton geschmissen und den Karton unter den Schreibtisch geschoben. Dann mussten wir ja alle raus. Das Gebäude, wo meine Firma ihren Sitz hat ist ziemlich groß und es gibt dort sicherlich noch 50 andere Firmen. ALLE mussten raus und es kamen dann auch ein paar Löschzüge von der Feuerwehr. Insgesamt dauerte das ganze Spektakel circa 45 Minuten, bis das Gebäude wieder freigegeben war. Natürlich war die Quelle des Feueralarms (der Putzfrauen-Raum) inzwischen lokalisiert und tatsächlich hing noch ein undefinierbarer Brandgeruch dort fest. Der ganze Raum musste ausgeräumt werden - alle Kabel, Sicherungen, etc. wurden untersucht. Am Schluß wurde dann noch vorsichtshalber der Feuermelder ausgetauscht.

Ich beichte, dass ich zu feige war gleich Bescheid zu sagen - denn dann wäre die Feuerwehr wohl direkt wieder abgerückt und alle hätten sofort weiterarbeiten können.

Beichthaus.com Beichte #00028641 vom 15.02.2011 um 09:17:40 Uhr in Köln (31 Kommentare).

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Das Omen

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Drogen Sucht Maßlosigkeit Musik Last Night Frankfurt

Anfang der 90er wurde Techno immer populärer. Ich erfuhr von Freunden, dass es in Frankfurt eine Diskothek mit dem Namen Omen gibt. Viele fuhren jedes Wochenende dort hin um zu Feiern und sich mit Amphetaminen vollzudröhnen. Es war Silvester und mein erster Besuch im Omen. Mein Freund lieh mir seine Designerjacke, damit ich an den Türstehern vorbei kam. Es war unglaublich. Hunderte von Menschen die halbnackt und total auf Drogen im Rausch tanzten. So wurde ich Stammgast und fing schnell an Kontakte zu knüpfen, die über ganz Deutschland und darüber hinaus reichten. Um den eigenen Konsum zu finanzieren, eine Ecstasy Tablette kostete damals 50 Mark (25 Euro), fing ich bald an selbst zu verkaufen. Bei mir gab es alles. Das ist heute kaum vorstellbar, die Mädels waren so drauf von dem ganzem Zeug, dass auf der Toilette nur geschnupft oder gefickt wurde. Die Musik führte das berauschte Gehirn in eine Dimension von nie gekanntem Ausmaß. Hunderte von Menschen schrien und küssten sich in verschwitzten Umarmungen. Überall wurde Zeug in die Gläser geschüttet. Und die Menschen freuten sich darüber. Viele kippten um, weil sie überdosiert waren oder einen Hitzschlag bekamen. Überall warf ich meinen Freunden Pillen und Trips in die Gläser. Am Morgen waren die Drogen verbraucht, das Geld wieder ausgegeben und das Gehirn eine Mischung aus Matsch und Pampe.

Beichthaus.com Beichte #00028640 vom 15.02.2011 um 01:24:00 Uhr in Frankfurt (Junghofstraße) (41 Kommentare).

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Ausschabung

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Mord Morallosigkeit Schwangerschaft Ingolstadt

Ich war 18 Jahre alt und verliebt bis über beide Ohren. Mein damaliger Freund und jetziger Ehemann diente bei der Bundeswehr. An den Wochenenden war er immer zu hause und wir hatten wundervolle Tage und Nächte. Mit der Verhütung nahmen wir es nicht so genau und meinten beide, dass wohl nichts passieren würde. Leider war das ein Trugschluss, für den ich bitter büßen sollte. Eines Tages war mir übel und ich musste mich von dem Tag an jeden Morgen übergeben. Es war merkwürdig und mich beschlich ein ungutes Gefühl. Von der Angst getrieben, schwanger zu sein, machte ich mich auf den Weg zum Gynäkologen. Der bestätigte meinen Verdacht. Mir war in dem Moment, als zöge sich der Boden unter meinen Füßen weg. Ein Gefühl der Ohnmacht und Niedergeschlagenheit nahm mich gefangen. Inständig bat ich den Arzt, dass er mir helfen möge. Ich war so verzweifelt und wollte dieses Kind auf keinen Fall bekommen. Nach einer Woche Bedenkzeit und Panik bekam ich die Adresse von Pro Familia in der nächst größeren Stadt. Allein, ohne Freundin und ohne meinen Partner, ging ich zu dem Beratungsgespräch. Dieses war sehr intensiv und es wurden mir mehrere Lösungsvorschläge unterbreitet. Ich wollte aber eine Ausschabung und unterschrieb das dafür vorgesehene Formular. Zwei Tage später war es dann soweit. Ich fuhr mit der Straßenbahn zu Pro Familia und ein Arzt nahm den Abbruch vor. Anschließend fuhr ich geschwächt und teils erleichtert, teils voller Schuldgefühle, wieder mit der Bahn nach Hause. Niemand dort bemerkte was mit mir los war.

Beichthaus.com Beichte #00028639 vom 14.02.2011 um 18:59:04 Uhr in 85049 Ingolstadt (Holzmarkt) (61 Kommentare).

Gebeichtet von welcum
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Meine alternative Route

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Waghalsigkeit Hochmut Auto & Co. Koblenz

Seit einigen Wochen ist auf meinem Weg zur Arbeit eine Baustelle. Da die Stadt nun zu dumm ist eine ordentliche alternative Route aufzuzeigen bzw. ich keine Lust habe da in irgendwelchen Seitenstraßen nach dem Weg zu suchen fahre ich einen nicht ganz so legalen Weg. Nun zu meiner Beichte: Ich fahre jeden morgen circa 100 Meter in entgegengesetzter Richtung einer Einbahnstraße. Manchmal habe ich Glück und niemand sieht das oder ich habe Pech und die mir entgegenkommenden Autofahrer hupen lautstark oder gestikulieren wild mit den Armen. So langsam plagt mich mein schlechtes Gewissen, ich glaube ich werde mich mal auf Google Maps schlau machen ob eine Alternative Route existiert und diese dann fahren. Jeden morgen den Stress mit irgendwelchen empörten Anwohnern die mit entgegenkommen ist mir einfach zu dumm.

Beichthaus.com Beichte #00028638 vom 14.02.2011 um 20:15:40 Uhr in Koblenz (13 Kommentare).

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