Behindert für ein Bierchen

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Falschheit Betrug Lügen Urlaub Sylt

Es muss im Sommer 2005 gewesen sein. Ich (jetzt m/22) war mit meiner Familie auf Sylt in Reha, weil meine Schwester ihre Krebserkankung überlebt hatte. Der ansonsten angenehme Aufenthalt wurde nur ab und an vom schlechten Wetter befleckt. Schnell konnte man sich mit Gleichaltrigen anfreunden und sobald das Eis gebrochen war ging der Spaß los. Natürlich wurde in diesem Alter auch der Konsum von Alkohol das ein oder andere Mal eingehender diskutiert. Mit meinen frischen 15 Jahren war in einer dermaßen snobbigen Umgebung nicht viel zu machen um an etwas Bier ranzukommen, wie man das sonst von zu Hause gewohnt war.


Pläne wurden geschmiedet und so versuchte ich mit einem Freund kurzerhand in einer Strandkneipe mein Glück. Als die Sprache auf mein Alter bzw. auf das Vorzeigen meines Ausweises kam, erklärte ich nach kurzer, vergeblicher Suche ich hätte meinen Personalausweis nicht dabei und fügte mit gespielten leichten Zuckungen hinzu, dass ich leider auch meinen Behindertenausweis vergessen hatte. Es war im Ort wohl üblich, dass die meisten Jugendlichen, die auf Grund ihrer Krebserkrankung einen Behindertenausweis ausgestellt bekamen, diesen auch zum Alkoholkauf benutzten und wer möchte schon einem armen krebskranken Jugendlichen sein Bierchen verwehren, zumal er auch noch dummerweise seinen Ausweis hat liegen lassen? Der Abend und auch einige Andere wurden also feuchtfröhlich gefeiert und ich konnte mich immer klasse durchlügen. Ich möchte also beichten, dass ich ungeachtet des Schicksals anderer Menschen, die schlechter dran sind als ich, die Gutgläubigkeit, das Mitleid und die Hilfsbereitschaft meiner Nächsten ausgenutzt habe. Ich habe mich fälschlicherweise als Behindert ausgegeben, obwohl ich ja derartige Situationen aus erster Hand erfahren hatte und es hätte besser wissen müssen. Früher kam mir der Plan genial vor, heute schäme ich mich sehr! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00029223 vom 04.08.2011 um 11:52:45 Uhr in Sylt (Wenningstedt-Braderup) (12 Kommentare).

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Pretty Woman

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Prostitution Dummheit Geld Liebe Begehrlichkeit

Ich (m/19) habe mich in eine Prostituierte verliebt. Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Als ich das erste Mal da war, hat es mir nicht mal so richtig Spaß gemacht. Mittlerweile gehe ich da aber mehrmals die Woche hin und das obwohl ich Student bin. Ich gebe im Monat mehr aus, als ich habe, was nur möglich ist, weil ich vorher Geld für mein Studium gespart habe und weil ich um meine Besuche dort zu finanzieren Überstunden mache. Ich weiß selber, die ganze Sache gefährdet mein Studium und außerdem bin ich der Frau wahrscheinlich egal, aber jedes Mal, wenn ich mir vornehme, nie mehr hinzugehen, vermisse ich sie schon nach ein paar Tagen. Aber sie hört mir immer zu, ist für mich da, wenn ich Probleme habe und ist wunderschön. Ich weiß zwar, dass sie nur nett zu mir ist solange ich ihr Geld gebe, aber ich komme nicht von ihr los.

Beichthaus.com Beichte #00029222 vom 03.08.2011 um 23:07:42 Uhr (18 Kommentare).

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Ein Arsch für einen Arsch

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Neugier Zorn Hass Zwietracht Nachbarn Bremen

Ein Arsch für einen Arsch
Wir haben im Neubauwohngebiet einen Spanner. Der Idiot steht wahrhaftig mit einem Fernglas auf dem Balkon und glotzt den Nachbarn in die Wohnzimmer. Das kann der stundenlang machen und es nervt ziemlich, zumal er dann auch in der Nachbarschaft wie ein Waschweib klatscht und tratscht. Neulich stand er wieder dort und gaffte, da bin ich (m/24) flach auf dem Bauch zum Fenster gerobbt das seinem, ich vermute mal Schlafzimmerfenster, quasi genau gegenüber liegt. Er glotzte mir wieder ins Wohnzimmer und den Moment nutzte ich, um im Zeitlupentempo langsam mit meinem nackten Po am Fenster hoch zu wandern. Mit Edding hatte ich groß und quer über beide Backen "Noch mehr Details?!" geschrieben. Der Typ verschwand fluchtartig vom Balkon und zog die Vorhänge zu. Ein Arsch für einen Arsch, würde ich mal sagen. Dabei ist meiner der schönere.

Beichthaus.com Beichte #00029221 vom 03.08.2011 um 20:41:40 Uhr in Bremen (42 Kommentare).

Gebeichtet von diner3456
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Der emotionslose Kontrolleur

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Manie Arbeit Bahn & Co.

Ich bin Fahrausweisprüfer bei einem Nahverkehrsunternehmen und muss beichten, dass ich quasi dem typischen Charakter des Ticketprüfers entspreche: Tag für Tag überlege ich mir effektivere Möglichkeiten möglichst viele Fahrgäste ohne gültiges Ticket aufzunehmen. Sei es die Oma, die um 8:58 mit ihrem ab 9 Uhr gültigen Monatsticket unterwegs ist oder der Jugendliche, der Tags zuvor Geburtstag hatte und deshalb aus dem Alter für Kinderfahrscheine raus ist. Es macht mir tatsächlich schon fast Spaß mit vollkommen emotionslosem Gesichtsausdruck die Personalien aufzunehmen und im Anschluss daran den Leuten zu unterbreiten, dass sie nun 14 Tage Zeit haben, um 40 Euro an meinen Brötchengeber zu zahlen. Ein besonderes Ereignis stellen dabei Menschen dar, die sich nicht ausweisen können oder wollen, was sie mir gegenüber ja auch nicht müssen). Dann kommen die Herren mit dem blauen Licht und man kann nach der Personalienübergabe sogar direkt vor Ort die Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen stellen - was ein Service!
Und ich muss beichten, dass ich beim Betreten des Fahrzeugs schon ganz bewusst nach Menschen aus bestimmten Bevölkerungsschichten Ausschau halte, um diese dann bevorzugt zu kontrollieren. Es handelt sich nicht um Ausländer, wie manch einer denken würde. Viel mehr meine ich zum Beispiel Studenten bei Semesterbeginn oder Personen, die augenscheinlich nicht über große finanzielle Mittel verfügen. Bevor sie sich eventuell noch unter den Mitfahrgästen ein Ticket organisieren oder die Flucht ergreifen können, stehe ich schon vor ihnen und frage mit bereits erwähntem emotionslosem Blick nach dem Fahrausweis. Okay, ich muss zugeben, wenn sich dann herausstellt, dass er tatsächlich kein Ticket hat, dann kann mir schon mal ein kleines Lächeln über die Lippen huschen im guten Gewissen wieder einen ÖPNV-Schmarotzer zur Strecke gebracht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00029220 vom 03.08.2011 um 00:56:15 Uhr (63 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Bunter Berufswunsch

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Peinlichkeit Studentenleben Gesundheit München

Bunter Berufswunsch
Ich studiere im 4. Semester Medizin, Ärztin zu werden war schon immer mein Traum. Schon als kleines Kind wollte ich nichts lieber und vor kurzem ist mir auch wieder eingefallen, woher diese Begeisterung für Medizin rührt: mein Kinderarzt hatte immer viele bunte Textmarker, mit denen er in meiner Patientenakte rummarkierte, was mich jedes Mal sehr beeindruckte. Ich möchte beichten, dass sich der Wunsch, Ärztin zu werden nicht etwa in meinem Hirn manifestiert hat, weil man Menschen helfen kann, sondern ausschließlich wegen der Vorliebe für bunte Textmarker.

Beichthaus.com Beichte #00029219 vom 02.08.2011 um 19:27:20 Uhr in München (31 Kommentare).

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